Der Startschuss ist gefallen, der steirische Panther aus Beton enthüllt. Beim Bundeswettbewerb der Hochbauer 2026 gehört der Grazer Hauptplatz bis 22. Oktober dem Nachwuchs. Wer die Eröffnung verpasst hat, kann morgen noch vorbeischauen: 24 junge Fachkräfte zeigen, wie viel Köpfchen und Geschick in ihrem Beruf stecken.
Am heutigen Dienstag eröffneten Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer und der steirische Landesinnungsmeister Bau Michael Stvarnik den Wettbewerb. Zum Auftakt wurde eine eigens angefertigte Skulptur enthüllt: ein steirischer Panther aus Beton, der nach der Veranstaltung auf dem Gelände der Wirtschaftskammer Steiermark seinen Platz finden soll.
Danach ging es an die Arbeit. Die 24 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich – darunter eine Frau – haben ihre Lehrabschlussprüfung bereits bestanden und sind höchstens 22 Jahre alt. In insgesamt 18 Arbeitsstunden errichten sie anspruchsvolle Mauerwerke. Eine Fachjury bewertet die Ausführung: Hier zählt jeder Millimeter.
Geschickte Hände brauchen einen klugen Kopf
Wer an eine Baulehre denkt, hat vielleicht zuerst die körperliche Arbeit vor Augen. Doch bevor ein Mauerwerk steht, müssen Pläne verstanden, Maße eingehalten und Arbeitsschritte durchdacht werden. Zugleich verändern neue Technologien den Beruf.
„Neue Technologien und digitale Werkzeuge verändern auch unseren Arbeitsalltag. Was aber bleibt, sind die handwerklichen Grundlagen und der Anspruch, sauber und präzise zu arbeiten.“
Michael Stvarnik, Landesinnungsmeister Bau, Steiermark
Gelernt wird an drei Orten: im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und an der BAUAkademie. Michael Windisch, Geschäftsführer der BAUAkademie Steiermark/Burgenland, beschreibt diese Verbindung:
„Die triale Lehre am Bau verbindet praktische Ausbildung im Betrieb, theoretisches Wissen der Berufsschule und fachliche Exzellenz von der BAUAkademie.“
Wie wichtig diese Ausbildung über die einzelne Baustelle hinaus ist, betonte auch Simone Schmiedtbauer: Gute Ausbildungsmöglichkeiten seien eine Investition in die steirische Wirtschaft und langfristig auch in leistbares, nachhaltiges und hochwertiges Wohnen.
Morgen zuschauen: So sieht Bauhandwerk aus
Am Mittwoch, 21. Oktober, geht der Wettbewerb von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr weiter. Der Eintritt ist frei.
Im Wettbewerbszelt am Grazer Hauptplatz lässt sich beobachten, wie die jungen Hochbauer:innen ihre Aufgaben umsetzen. Ein großer Bildschirm überträgt das Geschehen auch nach draußen.
Für Eltern und Jugendliche ist das eine Gelegenheit, den Lehrberuf Hochbau – früher Maurer – aus der Nähe kennenzulernen. Ohne gleich eine Berufswahl treffen zu müssen. Einfach stehen bleiben, zuschauen und einen Eindruck davon bekommen, was junge Menschen nach ihrer Ausbildung bereits können.

Der Wettbewerb läuft noch bis Donnerstag, 22. Oktober. Für den ersten Platz winken 2.000 Euro Preisgeld und ein fixer Startplatz bei den AustrianSkills in Salzburg. Die Siegerehrung findet am Donnerstag in der Alten Universität Graz statt.
Vorbeischauen am Mittwoch, 21. Oktober 2026:
- Wo: Grazer Hauptplatz
- Wettbewerbszeiten: 7 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr
- Eintritt: frei
- Veranstalter: WKO Steiermark, Landesinnung Bau, und BAUAkademie Steiermark/Burgenland
Quelle: Presseaussendung zum Bundeswettbewerb der Hochbauer 2026 mit Statements von Simone Schmiedtbauer, Michael Stvarnik und Michael Windisch.


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