Autor: karin

  • Schutz vor dem Sog – ohne Lernwege zu sperren

    Schutz vor dem Sog – ohne Lernwege zu sperren

    Österreich plant ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14. Nach Angaben von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll soll auch YouTube erfasst sein. Doch was bedeutet das für Kinder, die dort nicht scrollen, sondern lernen?

    Mehr als eine Million Aufrufe für ein gut sechs Minuten langes Video über Bruchrechnen.

    Im YouTube-Video von MathemaTrick gibt es kein Spektakel und keine Effekte. Nur Regeln, Beispiele und einen Lösungsweg. Warum sehen sich so viele Menschen freiwillig an, wie Brüche addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert werden?

    Eine Antwort kenne ich aus meiner eigenen Familie. Meine beiden Söhne nutzten Lernvideos, wenn eine Erklärung im Unterricht für sie nicht ausgereicht hatte. Nicht zum Zeitvertreib, sondern um den Stoff zu verstehen.

    Ein Lernvideo lässt sich stoppen, zurückspulen und wiederholen. Es erklärt einen Rechenweg vielleicht anders als die Lehrkraft oder das Schulbuch. Nicht jede Erklärung erreicht jedes Kind. Lernvideos ersetzen keine Lehrkräfte – aber sie können ein zweiter Weg zum Verstehen sein.

    Dabei geht es nicht nur um YouTube. Auch auf TikTok, Instagram und anderen Plattformen finden Jugendliche Erklärvideos, Sprachübungen und Wissenskanäle.

    Wurde das mitgedacht?

    Man kann für eine Altersgrenze sein und trotzdem fragen: Was geschieht mit den nützlichen Inhalten auf jenen Plattformen, deren Zugang eingeschränkt werden soll?

    Die Frage hat auch eine soziale Dimension. Private Nachhilfe kann sich nicht jede Familie leisten. Kostenlose Lernvideos können gerade für Jugendliche wichtig sein, die bei Schwierigkeiten nicht auf bezahlte Unterstützung ausweichen können. Auch deshalb muss geklärt werden, wie dieser Zugang erhalten bleibt.

    Laut Jugend-Internet-Monitor 2026 nutzen 76 Prozent der 11- bis 17-Jährigen in Österreich YouTube. Wie viele davon dort gezielt lernen, wurde nicht erhoben. Das konkrete Bruchrechen-Video wird allerdings sogar in schulischen Übungs- und Vorbereitungsmaterialien empfohlen.

    Ob Kinder solche Inhalte weiterhin gezielt suchen, über einen Schul-Link öffnen oder ohne algorithmischen Feed nutzen können, ist bisher nicht konkret beantwortet. In den von ZUKUNFT MEISTERN geprüften Regierungsinformationen findet sich dazu keine klare Aussage.

    YouTube ist eben nicht nur Social Media. Die Plattform ist auch Suchmaschine, Videobibliothek und digitale Nachhilfe.

    Das Problem ist nicht das gesuchte Lernvideo. Das Problem beginnt dort, wo nach diesem Video ungefragt das nächste wartet.

    Wer den Sog begrenzen will, muss deshalb auch beantworten, wie der Zugang zum Wissen offenbleibt.

    Lernvideo ja. Endlosschleife nein.

    Was meinen Sie?

    Nutzt Ihr Kind YouTube oder andere Plattformen zum Lernen? Welche Angebote sollten für unter 14-Jährige zugänglich bleiben – und wo braucht es klare Grenzen?

    Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Fragen in die Kommentare.


    Stand: 28. Juli 2026. Der Gesetzesentwurf befindet sich in Begutachtung. Die konkrete Umsetzung ist noch offen.

    Quellen

    FAQ: Häufige Fragen zum Social-Media-Verbot und Lernvideos in Österreich

    Betrifft das Social-Media-Verbot in Österreich auch YouTube?

    Ja. Nach den Plänen der österreichischen Bundesregierung (Stand Juli 2026) soll das geplante Verbot für Kinder unter 14 Jahren auch die reguläre YouTube-Plattform umfassen. Da YouTube neben Videoclips auch algorithmische Feeds, Kommentarspalten und Profilfunktionen anbietet, wird es rechtlich als soziales Netzwerk eingestuft.

    Warum steht die Sperre von YouTube für unter 14-Jährige in der Kritik?

    Kritiker und Jugendorganisationen bemängeln, dass YouTube eine der wichtigsten Quellen für kostenlose Lernvideos und digitale Nachhilfe ist. Ein pauschales Verbot trifft vor allem Familien, die sich keine private Nachhilfe leisten können, und schränkt Jugendliche in ihrem Recht auf freien Zugang zu Bildungsinformationen ein.

    Wie können Kinder unter 14 Jahren künftig noch Lernvideos nutzen?

    Obwohl der direkte, eigenständige Zugang zur YouTube-Hauptseite blockiert wird, bleibt die Nutzung im pädagogischen Raum möglich. Schulen können Lernvideos über geschützte Schnittstellen (wie den werbefreien „YouTube Player for Education“) direkt im Unterricht oder auf Lernplattformen wie der staatlichen Eduthek einbetten, ohne dass Kinder mit Social-Media-Funktionen in Kontakt kommen.

    Welche Online-Dienste sind vom Social-Media-Verbot ausgenommen?

    Reine Messenger-Dienste wie WhatsApp sollen vom Verbot ausgenommen bleiben, da sie für die alltägliche Organisation, die Kommunikation in der Familie und für Klassengruppen notwendig sind. Auch Schulsoftware (z.B. Microsoft Teams) und reine Bildungsportale sind nicht betroffen.

  • Was Praxis für die Berufswahl bedeutet

    Was Praxis für die Berufswahl bedeutet

    Eine Jugendbefragung in der Südoststeiermark zeigt, was junge Menschen von einem Praktikum erwarten – und was Eltern daraus für die Berufswahl mitnehmen können.

    Ob ein Beruf wirklich passt, zeigt sich nicht in einer Berufsbeschreibung, sondern beim Tun. In der Werkstatt, im Büro, im Geschäft oder in der Küche erleben Jugendliche, welche Aufgaben ihnen liegen, wie ein Arbeitstag abläuft und ob sie sich in diesem Umfeld wohlfühlen.

    Wie wichtig solche Einblicke für Jugendliche sind, zeigt die regionale Befragung „Praktika und Berufserfahrung“ vom Juni 2026. Insgesamt nahmen 493 Jugendliche teil, 459 Fragebögen wurden vollständig ausgefüllt. 79 Prozent der Befragten stammen aus der Südoststeiermark.

    Erfahrung schafft Orientierung

    96 Prozent der Jugendlichen finden es gut, bereits während der Schulzeit Berufserfahrung zu sammeln. 89 Prozent haben dies schon getan – durch Pflichtpraktika, Ferialjobs, freiwillige Praktika oder berufspraktische Tage. Viele kommen bereits im Alter von 14 Jahren erstmals mit der Arbeitswelt in Berührung.

    „Junge Menschen möchten arbeiten, Erfahrungen sammeln und herausfinden, welcher Beruf zu ihnen passt. Praktika sind dabei weit mehr als ein Ferienjob – sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Berufsentscheidung“, erklärt LAbg. Michael Wagner, Vorsitzender der Region Südoststeiermark.

    Auch die Bereitschaft, einen Teil der Ferien für einen Sommerjob zu nutzen, ist hoch: 58 Prozent möchten im Sommer arbeiten, weitere 24 Prozent sind noch unentschlossen.

    Geld zählt. Der Umgang ebenso.

    55 Prozent möchten mit einem Praktikum oder Ferialjob Geld verdienen. Für 45 Prozent geht es darum, herauszufinden, welcher Beruf zu den eigenen Interessen und Stärken passt. 43 Prozent absolvieren ein Praktikum aufgrund schulischer Vorgaben.

    Was eine gelungene praktische Erfahrung ausmacht, zeigen vor allem die offenen Antworten. Jugendliche wünschen sich ein gutes Arbeitsklima, ein freundliches Team und einen respektvollen Umgang. Wichtig sind ihnen ebenso eine faire Bezahlung, eine gute Einschulung und die Möglichkeit, tatsächlich mitzuarbeiten.

    Sie wollen nicht nur zusehen, sondern ausprobieren, lernen und erleben, dass ihnen etwas zugetraut wird.

    Was Eltern daraus mitnehmen können

    Ein Praktikum muss nicht sofort zum Traumberuf führen. Es kann eine Vorstellung bestätigen – oder zeigen, dass ein anderer Weg besser passt. Beides ist eine wichtige Erkenntnis.

    Nach einem Praktikum lohnt es sich daher, nicht nur zu fragen: „Wie war es?“ Konkretere Fragen helfen Jugendlichen dabei, ihre Erfahrungen einzuordnen:

    • Welche Aufgabe hat dir besonders gefallen?
    • Was ist dir leichter oder schwerer gefallen als erwartet?
    • Wie bist du im Betrieb aufgenommen worden?
    • Würdest du diesen Beruf gerne noch besser kennenlernen?

    So wird aus einigen Tagen oder Wochen in einem Unternehmen eine wertvolle Grundlage für die weitere Berufswahl – ohne bereits eine endgültige Entscheidung treffen zu müssen.

    Weitere Anregungen bietet unser Ratgeber „Warum Schnuppern für Jugendliche so wichtig ist“.

    Wenn aus einem Praktikum mehr wird

    Die meisten praktischen Erfahrungen wurden in Betrieben der Südoststeiermark und der näheren Umgebung gesammelt. Viele Jugendliche organisierten ihren Praktikumsplatz selbst – durch eine Bewerbung oder eine persönliche Anfrage.

    Damit wird das Praktikum auch für Unternehmen zu einer Chance: Sie begegnen möglichen künftigen Mitarbeitern zu einem Zeitpunkt, an dem berufliche Entscheidungen noch offen sind. Wie dieser erste Kontakt erlebt wird, kann daher weit über einige Wochen im Sommer hinauswirken.

    Nach der Jugendbefragung erhebt das Steirische Vulkanland nun auch die Erfahrungen und Bedürfnisse der regionalen Betriebe. Die Teilnahme an der kurzen Unternehmensbefragung dauert rund fünf Minuten.

    Zur Unternehmensbefragung über Praktika

    Quelle: Regionale Umfrage „Praktika und Berufserfahrung“, Juni 2026. Regionale Koordination für Bildungs- und Berufsorientierung Südoststeiermark, Regionalmanagement Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland GmbH, in Kooperation mit QUA Bildung & Projekt GmbH. Der vollständige Ergebnisbericht kann bei schober@vulkanland.at angefragt werden.

    Foto: © Steirisches Vulkanland/Manuel Flor

  • Die Welt bekochen: Johann Lafers Karriere begann mit einer Lehre

    Die Welt bekochen: Johann Lafers Karriere begann mit einer Lehre

    Vor 50 Jahren schloss Johann Lafer seine Kochlehre im Grazer Gösser-Bräu ab. Aus diesem Grundstock entstand eine internationale Karriere. Geblieben ist seine enge Verbindung zur Steiermark – zu ihrer Landschaft, ihren Menschen und ihren Produkten.

    Was kann aus einer Lehre werden? Im Fall von Johann Lafer eine internationale Karriere als Spitzenkoch, Gastronom, Fernsehstar und Bestsellerautor. Zum 50. Jahrestag seines Lehrabschlusses kehrte der gebürtige Steirer in jene Stadt zurück, an dem sein außergewöhnlicher Berufsweg begann: nach Graz

    Von der Kochlehre in die Welt

    Von 1973 bis 1976 erlernte Johann Lafer im Gösser-Bräu in Graz sein Handwerk. Danach führte ihn sein Weg aus der Steiermark zunächst in das Berliner Hotel Schweizer Hof. Es folgten renommierte Häuser in Hamburg, Wertheim und München. Im Spitzenrestaurant „Aubergine“ arbeitete er mit Eckart Witzigmann zusammen. Als Küchenchef im „Le Val d’Or“ wurde Lafer schließlich mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet.

    Einem Millionenpublikum wurde er später durch Fernsehsendungen wie „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Die Küchenschlacht“ bekannt. Er veröffentlichte mehr als 60 Kochbücher und machte sich auch als Gastronom und Unternehmer einen Namen.

    Begonnen hatte all das mit einem Lehrabschluss in Graz.

    Die Lehre ist der Grundstock

    „In Graz und in der Steiermark habe ich nicht nur mein Handwerk gelernt, sondern auch den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln, die Bedeutung von Qualität und den Wert harter Arbeit“, sagte Johann Lafer anlässlich seines Jubiläums. Dass aus einer Kochlehre im Gösser-Bräu eine internationale Karriere entstehen konnte, zeige, welche Kraft in einer fundierten Ausbildung stecke.

    Eine Botschaft blieb bei der Pressekonferenz besonders hängen: Die Lehre ist der Grundstock. Doch wer die Welt bekochen will, muss diese Welt auch kennenlernen. Wie soll man die französische Küche verstehen und zubereiten, wenn man sie selbst nie gekostet hat? Wie sollen neue Ideen entstehen, wenn man immer nur in der eigenen Küche bleibt?

    Lafers berufliche Stationen waren daher mehr als Namen in einem Lebenslauf. Sie erweiterten seinen Geschmack, sein Wissen und seinen Blick auf das eigene Handwerk. Die Lehre gab ihm das Fundament. Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, die vertraute Umgebung zu verlassen, machten daraus eine internationale Karriere.

    Botschafter seiner steirischen Heimat

    Seine Karriere führte Johann Lafer hinaus in die Welt, aber nie weg von der Steiermark. Seit Jahrzehnten macht er seine Heimat, ihre Menschen und die von ihnen erzeugten Produkte weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar.

    Was die Steiermark für ihn bis heute auszeichnet, brachte er bei der Pressekonferenz persönlich auf den Punkt:

    „Eigentlich ist die Steiermark das geblieben, was wir uns alle wünschen: authentisch, ehrlich, gastfreundlich, dienstleistungsbereit und natürlich.“

    Gerade diese Eigenschaften, verbunden mit der Qualität regionaler Lebensmittel, trägt Lafer als Genussbotschafter in die Welt. Die Steiermark gab ihm den Grundstock für seine Karriere – und er gab ihr internationale Sichtbarkeit zurück.

    Neue Ausbildungsstätte für Gastronomie und Hotellerie

    Steiermark Tourismus und die WKO Steiermark nahmen das Jubiläum auch zum Anlass, im Center of Excellence einen neuen gastronomischen Ausbildungsbereich vorzustellen. Dort sollen Lehrlinge aus Gastronomie und Hotellerie künftig unter modernen und möglichst realitätsnahen Bedingungen trainieren können.

    Das Ausbildungszentrum soll die Qualität und Attraktivität der Tourismuslehre erhöhen und Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen sowie Tourismusorganisationen enger miteinander vernetzen.

    Derzeit werden nach Angaben der WKO Steiermark 242 Lehrlinge in 173 steirischen Gastronomiebetrieben ausgebildet. In der Hotellerie sind es 515 Lehrlinge in 288 Betrieben.

    „Wenn wir heute auf 50 Jahre Lehrabschluss von Johann Lafer zurückblicken, dann sehen wir, was eine steirische Tourismuslehre leisten kann: Sie öffnet Türen in die Welt“, betont Hans Spreitzhofer, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO Steiermark.

    Ein Anfang, der vieles möglich macht

    Nicht jeder Kochlehrling wird später Michelin-Sterne erhalten, im Fernsehen auftreten oder Bestseller schreiben. Darum geht es auch nicht. Johann Lafers Lebensweg zeigt vielmehr, dass ein Lehrabschluss kein fertiger Berufsweg ist. Er ist ein Ausgangspunkt, von dem aus sich Möglichkeiten entwickeln können, die zu Beginn noch gar nicht sichtbar sind.

    Man muss nicht schon beim Start wissen, wohin die Reise führt. Aber man sollte bereit sein, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und manchmal auch die vertraute Umgebung zu verlassen.

    Eine Lehre gibt jungen Menschen ein Handwerk mit. Wie weit sie damit gehen, dürfen sie selbst herausfinden.


  • Verkaufen bleibt Beziehungssache: Warum der Handelsnachwuchs die Wirtschaft von morgen prägt

    Verkaufen bleibt Beziehungssache: Warum der Handelsnachwuchs die Wirtschaft von morgen prägt

    In der Diskussion um die Zukunft des Handels stehen oft Automatisierung, Digitalisierung und E-Commerce im Vordergrund. Doch der wichtigste Erfolgsfaktor bleibt der Mensch. Das bewies der Junior Sales Champion 2026 am 15. Juni 2026 im Europasaal der WKO Steiermark eindrucksvoll.

    Am Ende eines intensiven Wettbewerbstages sicherte sich Melanie Resch (Roth Modehaus GmbH) den Titel „Junior Sales Champion 2026“.

    Leidenschaft und Authentizität als Erfolgsfaktor

    „Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich es wirklich geschafft habe – ein unglaubliches Gefühl“, freute sich die junge Siegerin unmittelbar nach der Prämierung. Für Melanie Resch ist die Begeisterung für den Beruf der Schlüssel zum Erfolg: „Mode war schon immer meine Leidenschaft – sie unterstreicht die Persönlichkeit.“ Ihr Rat an künftige Generationen: „Bleibt authentisch, bleibt euch treu!“

    Das Stockerl komplettieren zwei weitere Ausnahmetalente: Platz zwei ging an Johanna Putz (Elektrojet Kuterer GmbH), die zusätzlich das Online-Publikumsvoting für sich entschied. Gemeinsam mit Resch wird sie die Steiermark im Herbst beim Bundesfinale in Salzburg vertreten. Den dritten Platz sicherte sich Verena Birnstingl (Österreichische Post AG).

    Siegerehrung des Junior Sales Champion 2026 der WKO Steiermark mit Rainer Rauch, Verena Birnstingl, Melanie Resch, Johanna Putz und Isabella Schachenreiter-Kollerics.

    Der Weg ins Finale: Der Wettbewerb forderte den Jugendlichen einiges ab. Nach einer Vorauswahl via Video-Pitches schafften es die Finalistinnen und Finalisten auf die Bühne. Dort mussten sie in simulierten, zehnminütigen Verkaufsgesprächen nicht nur Fachwissen beweisen, sondern auch spontan auf englischsprachige Kundschaft reagieren und mehrere Kunden gleichzeitig betreuen.

    Das neue Anforderungsprofil: Mehr als nur Freundlichkeit

    Der Wettbewerb macht deutlich, wie sehr sich das Berufsbild im Handel gewandelt hat. Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark, betont die strategische Bedeutung einer qualitativen Ausbildung:

    „Unsere jungen Leute arbeiten digital, sprechen Fremdsprachen, kennen ihre Produkte im Detail und schaffen Erlebnisse für die Kundinnen und Kunden. Genau deshalb ist die Lehre im Handel für die Steiermark so wichtig – sie sichert die Qualität im Geschäft und damit auch die Stärke unseres Wirtschaftsstandorts.“

    Ein solcher Erfolg entstehe laut Wohlmuth nicht über Nacht, sondern im starken Zusammenspiel zwischen engagierten Lehrlingen, vorausschauenden Lehrbetrieben und den Berufsschulen.

    Investition in die Zukunft: Betriebe als Mutmacher

    Besonders in wirtschaftlich volatilen Zeiten, geprägt von Teuerung und veränderten Konsumgewohnheiten, ist die Ausbildung eigener Fachkräfte die beste Zukunftsinvestition für Unternehmen. Das bestätigt auch Rainer Rauch, Geschäftsführer des Roth Modehauses und stellvertretender Spartenobmann:

    „Gerade in herausfordernden Zeiten ist es umso schöner, engagierte junge Menschen zu sehen, die mit viel Motivation und Schaffenskraft an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten. Es macht mich sehr stolz zu sehen, wie vielfältig die steirische Handelslandschaft aufgestellt ist.“

    Der steirische Handel in Zahlen

    Der Handel ist und bleibt ein Beschäftigungsmotor und einer der wichtigsten Ausbilder des Landes:

    • Rund 500 Lehrbetriebe bilden in der Steiermark aktuell aus.
    • An die 2.000 Nachwuchskräfte sind derzeit in Ausbildung.
    • 25 verschiedene Berufsbilder stehen zur Auswahl – von der klassischen Mode- und Lifestyleberatung über Medizinproduktekauf bis hin zu zukunftsträchtigen Sparten wie dem E-Commerce-Management.

    Damit rangiert der heimische Handel als drittgrößter Lehrlingsausbilder in der Steiermark (österreichweit Platz 2) und sichert aktiv das Know-how für die Wirtschaft von morgen.

    Weiterführende Informationen zur Ausbildung: www.lehreimhandel.at

    Bild:

  • Starke Nerven, klares Ziel: Judith Rienessel ist Speditions-Superstar

    Starke Nerven, klares Ziel: Judith Rienessel ist Speditions-Superstar

    Mit Professionalität, Kreativität und starken Nerven überzeugten die Nachwuchs-Spediteur bei den StyrianSkills die Jury. Am stärksten präsentierte sich Judith Rienessel: Die 22-jährige Grazerin gewann den Lehrlingswettbewerb der steirischen Speditionskaufleute und wurde zum „Superstar der Spediteure“ gekürt..

    Fachwissen, Englisch und starke Nerven gefragt

    Der Wettbewerb verlangte den Teilnehmer einiges ab. Sie mussten einen anspruchsvollen Geschäftsfall schriftlich lösen, eine fiktive Spedition präsentieren und die Jury davon überzeugen, ihrem Unternehmen einen Auftrag zu erteilen.

    Dabei ging es unter anderem um Transportleistungen, Haftung, Versicherung, Zollabwicklung und die passenden Dokumente. Ein Teil des Gesprächs wurde auf Englisch geführt. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind in der international ausgerichteten Speditions- und Logistikbranche besonders wichtig.

    Neben Fachwissen waren auch ein professioneller Auftritt, Kreativität und starke Nerven gefragt.

    „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Top-Leistungen abgeliefert. Man spürt die Begeisterung und die hohe Motivation“, betonte Norbert Adler, Obmann der Fachgruppe Spedition und Logistik und Mitglied der Jury.

    Beim zweiten Anlauf zum Sieg

    Für Judith Rienessel war es bereits die zweite Teilnahme am Wettbewerb. Im Vorjahr hatte sie den Sieg noch knapp verpasst. Die Erfahrungen aus dem ersten Anlauf und ihre berufliche Praxis halfen ihr diesmal, die Jury zu überzeugen.

    Die Grazerin hat ihre Lehrabschlussprüfungen als Speditionskauffrau und Speditionslogistikerin bereits erfolgreich absolviert. Derzeit arbeitet sie bei Temmel Air & Sea. Dort ist sie unter anderem in den Bereichen Luftfracht, Zollabwicklung und Expresssendungen tätig.

    Aufgrund ihres jungen Alters durfte sie noch einmal bei den StyrianSkills antreten.

    Das sind die weiteren Platzierungen

    Den zweiten Platz erreichte der 18-jährige Maximilian Maier, der sich im dritten Lehrjahr bei Dachser Austria befindet.

    Platz drei ging an den 17-jährigen Florian Hörbinger von ÖBB Rail Cargo. Sein ebenfalls bei ÖBB Rail Cargo beschäftigter Kollege Mark Lepold erreichte den vierten Platz.

    Als Gewinnerin erhielt Judith Rienessel einen Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro. Damit möchte sie sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und nach Zypern reisen. Auch die weiteren Teilnehmer konnten sich über Gutscheine freuen.

    Maximilian Maier, Florian Hörbinger und Judith Rienessel (v.l.) dürfen sich über die Stockerlplätze freuen.

    Vom StyrianSkills-Sieger zu den WorldSkills

    Siegerin Judith Rienessel mit Staatsmeister Paul Zadravec und Fachgruppenobmann Norbert Adler bei den StyrianSkills der Spediteure

    Ein ehemaliger Gewinner verfolgte den Wettbewerb diesmal aus einer neuen Perspektive: Paul Zadravec, im Bild links, Sieger der StyrianSkills 2024 und späterer Staatsmeister, war als Beobachter Teil der Jury.

    Für ihn diente der Perspektivenwechsel auch als Vorbereitung auf die WorldSkills, bei denen er im September 2026 in Shanghai antreten wird.

    Welche Aufgaben haben Speditionskaufleute?

    Speditionskaufleute organisieren den Transport von Waren und sorgen dafür, dass Lieferungen zuverlässig, wirtschaftlich und termingerecht an ihr Ziel gelangen.

    Sie planen Transportwege, vergleichen Angebote, erstellen Dokumente und kümmern sich um Fragen rund um Zoll, Versicherung und Haftung. Dabei arbeiten sie mit Kunden, Transportunternehmen, Behörden und internationalen Partnern zusammen.

    Der Lehrberuf verbindet Organisation, kaufmännisches Denken, Kommunikation, Fremdsprachen und internationale Zusammenarbeit.

    Interesse an einer Lehre in der Spedition?

    Welche Unternehmen in der Steiermark Lehrlinge in den Bereichen Speditionskaufmann/-frau und Speditionslogistik ausbilden, zeigt die Lehrbetriebsübersicht der Wirtschaftskammer.

    Dort einfach Steiermark auswählen und nach dem gewünschten Lehrberuf suchen.

    Zur WKO-Lehrbetriebsübersicht:
    https://lehrbetriebsuebersicht.wko.at/

    Fotos: Foto Firscher, WK Steiermark

  • Wird bei der Zukunft gespart?

    Wird bei der Zukunft gespart?

    Warum die Lehre mehr Rückhalt braucht

    Die Wirtschaft schwächelt. Die Stimmung ist schlecht. Und trotzdem fehlt es an Fachkräften.

    Das ist kein Widerspruch. Das ist Demografie.

    Die Babyboomer gehen Schritt für Schritt in Pension. Weniger junge Menschen rücken nach. Betriebe suchen Nachwuchs – und finden ihn nicht immer. Wer jetzt bei Ausbildung spart, löst daher kein Budgetproblem. Er verschiebt es nur: auf die Betriebe, auf die Regionen und auf die nächste Generation.

    Lehrlinge sind nicht die Reservebank des Bildungssystems

    In der Steiermark wurden Ende 2025 laut WKO Steiermark 14.442 Lehrlinge ausgebildet. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch bei den Neueintritten zeigt die Kurve nach unten.

    Das ist kein Randthema. Das ist ein Warnsignal.

    Denn Lehrlinge sind jene, die morgen Maschinen warten, Häuser bauen, Anlagen bedienen, Menschen versorgen, Produkte herstellen, Kundinnen beraten und Betriebe am Laufen halten.

    Wenn Universitäten vor Kürzungen warnen, gibt es Proteste, offene Briefe und mediale Aufmerksamkeit. Zu Recht: Forschung und Hochschulen sind wichtig.

    Aber die Lehre ist mindestens genauso entscheidend für die Zukunft des Landes. Nur ist sie leiser. Lehrlinge haben keine so laute Community, keine so sichtbare Lobby und selten dieselbe öffentliche Bühne.

    Genau das macht sie verwundbar. Denn gespart wird politisch gerne dort, wo der Widerstand überschaubar bleibt. Bei der Lehre wäre das fatal kurzsichtig. Wer hier kürzt, spart nicht. Er sägt am Ast, auf dem der Standort sitzt – und verschiebt die Kosten auf Betriebe, Regionen und die nächste Generation.

    Eine Lehrstelle fällt nicht vom Himmel

    Eine Lehrstelle ist kein freier Platz mit Werkzeugkasten. Sie ist eine Investition.

    Ein Betrieb braucht Ausbilderinnen und Ausbilder. Zeit. Material. Maschinen. Kurse. Geduld. Organisation. Und die Bereitschaft, einen jungen Menschen über Jahre aufzubauen.

    Große Unternehmen können das leichter stemmen. Kleine und mittlere Betriebe spüren jeden zusätzlichen Aufwand. Gerade sie sichern aber in vielen Regionen die Ausbildung vor Ort.

    Wenn sie weniger Lehrlinge aufnehmen, verliert nicht nur ein Betrieb Nachwuchs. Dann verliert eine Region an Zukunft.

    Förderungen sind kein Geschenk

    Lehrbetriebsförderungen klingen nach Verwaltung. Tatsächlich geht es um eine einfache Frage: Können Betriebe weiter ausbilden?

    Wenn hier gekürzt wird oder Mittel nicht reichen, trifft das nicht nur Unternehmen. Es trifft Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen.

    Der Staat darf diesen Rückgang nicht noch befeuern.

    Wer Fachkräftemangel beklagt und gleichzeitig bei der Ausbildung spart, sägt an dem Ast, auf dem der Standort sitzt.

    Und KI?

    Auch künstliche Intelligenz wird Berufe verändern. Aber sie wird keine defekte Leitung reparieren, keinen Dachstuhl bauen, keine Pflege übernehmen und keine Maschine vor Ort wieder zum Laufen bringen.

    Praktisches Können bleibt. Technisches Verständnis bleibt. Verlässlichkeit bleibt. Erfahrung bleibt.

    Die Lehre ist kein Bildungsweg zweiter Klasse. Sie ist ein Zukunftsweg.

    Wer bei Ausbildung spart, spart am falschen Ort

    Ein Land, das Fachkräfte braucht, muss dort investieren, wo Fachkräfte entstehen: in Betrieben, Schulen und Hochschulen. Die Lehre verdient dabei mehr Sichtbarkeit.

    Denn Zukunft entsteht dort, wo junge Menschen eine echte Chance bekommen.

    Quellen und Einordnung

    Lehrlingszahlen Steiermark:
    WKO Steiermark, „Wirtschaftliche Lage dämpft Entwicklung am Lehrstellenmarkt“, 23. Jänner 2026. Die WKO nennt für Ende 2025 insgesamt 14.442 Lehrlinge in der Steiermark. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In einem betrieblichen Lehrverhältnis standen 13.826 Lehrlinge, ein Minus von 3,4 Prozent.
    Quelle: https://www.wko.at/stmk/news/wirtschaftliche-lage-daempft-entwicklung-am-lehrstellenmarkt

    Demografische Einordnung der Lehrlingsentwicklung:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Lehre: Warum die Zahl der Ausbildungsbetriebe wirklich sinkt“. Die WKO ordnet den Rückgang der Lehrlingszahlen vor allem demografisch ein und verweist darauf, dass es laut Statistik Austria heute gut 235.000 weniger Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren gibt als vor 45 Jahren.
    Quelle: https://www.wko.at/oe/news/medienservice-lehre-warum-zahl-ausbildungsbetriebe-wirklich-sink

    Fachkräftemangel trotz schwacher Wirtschaft:
    Wirtschaftskammer Österreich, „WKO Fachkräfte-Radar: Gemeinsam Fachkräfte sichern“. Die WKO verweist darauf, dass die Suche nach Arbeits- und Fachkräften trotz schwacher Wirtschaftsleistung eine zentrale Herausforderung bleibt.
    Quelle: https://www.wko.at/fachkraefte/arbeitskraefteradar

    Förderungen für Lehrbetriebe:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Förderungen für Lehrbetriebe“. Die Übersicht nennt unter anderem Förderungen rund um zusätzliche Berufsschulstufen, Weiterbildung von Ausbilderinnen und Ausbildern sowie weitere Unterstützungsmaßnahmen in der Lehrlingsausbildung.
    Quelle: https://www.wko.at/lehre/gesamtuebersicht-foerderarten-lehre

    Basisförderung für Lehrbetriebe:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Basisförderung“. Die WKO beschreibt die Basisförderung als Förderung der Ausbildung eines Lehrlings über ein Lehrjahr. Die Förderung wird nach Ablauf des jeweiligen Lehrjahres gewährt.
    Quelle: https://www.wko.at/lehre/basisfoerderung

    Uni-Budgetdebatte als Vergleich zur öffentlichen Sichtbarkeit:
    ORF.at, „Sparpläne bringen Tausende auf die Straße“, 27. Mai 2026. Der ORF berichtet über Demonstrationen gegen geplante Kürzungen im Universitätsbudget.
    Quelle: https://orf.at/stories/3431550/

  • Das Handyexperiment: was bleibt davon im Familienalltag?

    Das Handyexperiment: was bleibt davon im Familienalltag?

    ZUKUNFT MEISTERN sucht steirische Jugendliche und Eltern für einen ehrlichen Langzeit-Check zum ORF-Handyexperiment

    Drei Wochen kein Smartphone, kein TikTok, kein Snapchat, kein ständiges Aufblinken am Display: Mehr als 72.000 Kinder und Jugendliche haben im März 2026 beim großen ORF-„Dok 1“-Handyexperiment mitgemacht. Die wissenschaftliche Auswertung zeigt deutliche Effekte auf Schlaf, Wohlbefinden und Internetnutzung. Doch die eigentlich spannende Frage stellt sich erst danach: Was bleibt davon, wenn der Alltag längst wieder zurück ist?

    Drei Wochen ohne Smartphone. Für Erwachsene schon schwer vorstellbar, für Jugendliche beinahe wie ein Ausstieg aus ihrem Leben. Denn am Handy hängt längst nicht nur Unterhaltung. Dort laufen Freundschaften, Klassenchats, Verabredungen, Nachrichten, Musik, Videos – und oft auch das Gefühl, dazuzugehören.

    Trotzdem haben sich im März 2026 mehr als 72.000 Kinder und Jugendliche aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol auf genau dieses Experiment eingelassen. Fast 600 Schulen in Österreich beteiligten sich. Drei Wochen lang sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Smartphone und Social Media verzichten. Wissenschaftlich begleitet wurde das Experiment vom Anton Proksch Institut und der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.

    Knapp 46.000 Kinder und Jugendliche nahmen an der wissenschaftlichen Begleitforschung teil. Befragt wurden sie vor Beginn des Experiments, unmittelbar nach den 21 Tagen sowie nochmals fünf Wochen später.

    Weniger Handy, besserer Schlaf, mehr Wohlbefinden

    Die Ergebnisse sind bemerkenswert. Laut der auf science.ORF.at veröffentlichten wissenschaftlichen Auswertung verringerten sich Ein- und Durchschlafstörungen nach den drei Wochen ohne Smartphone um 23 Prozent. Das psychische Wohlbefinden stieg insgesamt um etwa 18 Prozent.

    Auch bei depressiven Symptomen zeigte sich eine Verbesserung: Der Anteil der Kinder und Jugendlichen ohne depressive Symptome erhöhte sich um rund 15 Prozent. Dieser positive Effekt war laut Auswertung auch fünf Wochen nach Ende des Experiments noch feststellbar.

    Ein weiterer Befund betrifft die Internetnutzung selbst: Vor Beginn des Experiments zeigten 71 Prozent der Befragten ein problematisches, riskantes oder pathologisches Internetnutzungsverhalten. Nach dem Handyverzicht lag dieser Anteil bei 58 Prozent.

    Und noch etwas ist wichtig: Der Verzicht auf das Smartphone führte laut Auswertung nicht dazu, dass sich die Jugendlichen sozial isolierter fühlten. Viele füllten die plötzlich freie Zeit anders: mit Gesprächen, Musik, Bewegung, gemeinsamen Aktivitäten oder einfach mit dem, was im digitalen Dauerrauschen oft kaum noch Platz bekommt – Langeweile, aus der wieder eigene Ideen entstehen können.

    Zwei Drittel hielten die drei Wochen durch

    Drei Wochen ohne Smartphone sind lang. Vor allem dann, wenn fast das gesamte soziale Leben normalerweise über dieses Gerät läuft. Trotzdem hielten rund zwei Drittel der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen das Experiment über die gesamten 21 Tage durch.

    Das ist nicht deshalb bemerkenswert, weil Jugendliche nun grundsätzlich auf ihre Handys verzichten sollen. Es zeigt vielmehr: Junge Menschen sind sehr wohl bereit, ihren digitalen Alltag zu hinterfragen, wenn sie dabei begleitet werden und die Erfahrung gemeinsam machen können.

    Doch genau hier beginnt die Frage, die Familien besonders betrifft.

    Was passiert, wenn die Challenge vorbei ist?

    Während des Experiments waren viele Jugendliche nicht allein. Freundinnen und Freunde, Schulklassen und Lehrkräfte machten gemeinsam mit. Wer sein Smartphone ausgeschaltet hatte, musste weniger Angst haben, im Gruppenchat etwas zu verpassen oder bei sozialen Kontakten außen vor zu bleiben.

    Aber wie ist es Monate später?

    Was passiert, wenn WhatsApp wieder ständig piepst, TikTok wieder lockt und die Freundinnen und Freunde längst wieder online sind? Bleibt von den drei Wochen etwas im eigenen Alltag zurück? Wird das Handy bewusster genutzt? Gibt es zuhause neue Regeln? Liegt es beim Essen vielleicht öfter weg? Oder war das Experiment eine starke Erfahrung, die im normalen Schul- und Familienleben dennoch rasch wieder verblasst ist?

    Gerade für Eltern ist diese Frage entscheidend. Denn Medienerziehung funktioniert selten über Verbote allein. Sie beginnt dort, wo Familien gemeinsam hinschauen: Wie oft greifen wir selbst zum Handy? Wann stört es Gespräche, Schlaf oder gemeinsame Zeit? Und welche Regeln gelten nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene?

    Der Familien-Check: Was haben auch die Eltern gelernt?

    Ein Smartphone-Verzicht betrifft nicht nur Jugendliche. Eltern mussten begleiten, zuhören, vielleicht auch Frust aushalten. Manche werden erlebt haben, dass ihr Kind unruhiger oder gelangweilter war. Andere vielleicht, dass plötzlich wieder mehr gesprochen, gelesen, gespielt oder gemeinsam unternommen wurde.

    Doch haben auch die Erwachsenen etwas verändert?

    Wer von Jugendlichen verlangt, beim Essen das Handy wegzulegen, muss sich irgendwann auch selbst fragen, ob die berufliche Nachricht wirklich noch am Abend beantwortet werden muss. Wer Bildschirmzeiten begrenzen möchte, kommt am eigenen Scrollen kaum vorbei.

    Das Handyexperiment war deshalb nicht nur ein Test für Jugendliche. Es war möglicherweise auch ein Spiegel für Familien.

    ZUKUNFT MEISTERN sucht steirische Familien: Was ist geblieben?

    Für die Ausgabe ZUKUNFT MEISTERN 2027 möchten wir nicht nur über Zahlen sprechen, sondern mit jenen, die das Experiment tatsächlich erlebt haben.

    Wir suchen ein Eltern-Kind-Gespann aus der Steiermark, das im März 2026 am ORF-„Dok 1“-Handyexperiment teilgenommen hat und bereit ist, einige Monate später ehrlich Bilanz zu ziehen.

    Uns interessiert nicht die perfekte Erfolgsgeschichte. Uns interessiert der Alltag.

    War der Verzicht leichter, weil die Klasse oder Freundinnen und Freunde ebenfalls mitgemacht haben? Was war in den drei Wochen besonders schwierig? Gab es Momente, in denen plötzlich etwas anderes möglich wurde? Wird das Smartphone heute bewusster genutzt – oder ist längst wieder alles wie davor? Welche Regeln haben sich in der Familie verändert? Und haben auch die Eltern ihren eigenen Handykonsum neu betrachtet?

    Wir möchten diese Erfahrung ohne erhobenen Zeigefinger erzählen: ehrlich, persönlich und mit dem Blick darauf, was Familien aus einem außergewöhnlichen Experiment für den eigenen Alltag mitnehmen können.

    Sie haben mitgemacht?

    Dann schreiben Sie uns:

    Kontakt: hoedl@zukunftmeistern.at

    Wir freuen uns auf eine steirische Familie, die bereit ist, offen über ihre Erfahrung mit unserer Redaktion zu sprechen.


    Quelle

    Romana Beer: „Zehntausende Jugendliche auf Handyentzug“, science.ORF.at, veröffentlicht am 27. Mai 2026. Wissenschaftliche Begleitung des ORF-„Dok 1“-Handyexperiments durch das Anton Proksch Institut und die Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.

  • Funken, Präzision und volle Konzentration

    Funken, Präzision und volle Konzentration

    Beim Landeslehrlingswettbewerb Metalltechnik 2026 in Mureck zeigten 46 steirische Lehrlinge, wie viel Können, Disziplin und Zukunft in der Lehre steckt.

    Während viele Jugendliche an einem Freitag vielleicht schon ans Wochenende denken, arbeiteten 46 steirische Lehrlinge in Mureck sieben Stunden lang an Werkstücken, Schweißnähten und millimetergenauen Lösungen. Beim Landeslehrlingswettbewerb Metalltechnik 2026 zeigte sich eindrucksvoll, wie viel Können, Disziplin und Zukunft in der steirischen Lehre steckt.

    An der Landesberufsschule Mureck wurde gefeilt, geschweißt, gemessen und konzentriert gearbeitet – unter Zeitdruck und mit den strengen Blicken der Jury. Zusätzlich zum praktischen Teil mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch eine theoretische Prüfung absolvieren.

    Der Wettbewerb wird gemeinsam von der Innung der Metalltechnik sowie der Metalltechnischen Industrie Steiermark der Wirtschaftskammer Steiermark organisiert und gilt seit Jahren als wichtiger Gradmesser für die Qualität der Ausbildung in den Betrieben.

    Und genau diese Qualität war auch 2026 deutlich sichtbar.

    Junge Fachkräfte mit beeindruckender Präzision

    In der Kategorie Maschinenbautechnik – Werkzeugbautechnik überzeugte Leon Rosegger von Magna Presstec GmbH mit der Fertigung einer Spannvorrichtung und einer Schweißübung. Präzision, sauberes Arbeiten und technisches Verständnis waren hier entscheidend.

    Auch in der Maschinenbautechnik – Zerspanungstechnik wurde auf höchstem Niveau gearbeitet. Den ersten Platz holte Thomas Hoffmann von voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, gefolgt von Daniel Pöttler von Rosendahl Nextrom GmbH. Die Aufgabe: ein präzise gefertigter Gabelkopf – ein Werkstück, bei dem bereits kleinste Abweichungen sichtbar werden.

    Besonders eindrucksvoll zeigte sich erneut die Schmiedetechnik. Mario Rottensteiner von voestalpine BÖHLER Aerospace GmbH & Co KG fertigte eine Standuhr mit hoher handwerklicher Genauigkeit und sicherte sich damit den ersten Platz.

    Lehre bleibt Zukunft

    Der Wettbewerb zeigt nicht nur das hohe Niveau der steirischen Metalltechnik-Ausbildung, sondern auch, wie wichtig junge Fachkräfte für Industrie und Wirtschaft bleiben. Hinter jedem erfolgreichen Lehrling stehen Betriebe, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie viele Stunden praktischer Arbeit.

    Gerade Branchen wie Maschinenbau, Metalltechnik oder industrielle Fertigung suchen dringend qualifizierten Nachwuchs. Wettbewerbe wie jener in Mureck machen sichtbar, welches Potenzial bereits heute in den Werkstätten und Lehrbetrieben der Steiermark heranwächst.


    @Foto Fischer

    Hinter den Erfolgen stehen starke Ausbildungsbetriebe

    Die ausgezeichneten Lehrlinge absolvieren ihre Ausbildung unter anderem bei folgenden Unternehmen:

  • „Das ist unfair!“ – und was, wenn genau hier das Problem beginnt?

    „Das ist unfair!“ – und was, wenn genau hier das Problem beginnt?

    Warum weniger Jammern und mehr Lösungsdenken Kindern – und uns Erwachsenen – guttun könnten. Die Einladung zu einem drei Monate langen Familien-Selbstexperiment.

    Was wäre eigentlich, wenn wir drei Monate lang bewusst anders reagieren würden?

    Nicht härter. Nicht kälter. Nicht nach dem Motto: „Stell dich nicht so an.“ Sondern einfach anders. Weniger jammern. Weniger im Problem stehen bleiben. Weniger Schuldige suchen. Und stattdessen öfter fragen:
    „Okay – und was machen wir jetzt daraus?“

    Vielleicht nicht nur bei unseren Kindern. Sondern auch bei uns selbst.

    Denn wenn wir ehrlich sind, haben wir Erwachsenen uns das Jammern längst genauso angewöhnt. Über das Wetter. Über Stress. Über andere Menschen. Über die Arbeit. Über die Politik. Über Zeitmangel. Und unsere Kinder wachsen mitten in dieser Stimmung auf.

    Ich nehme mich da übrigens gar nicht aus. Auch ich jammere manchmal. Natürlich tue ich das. Aber ich merke gleichzeitig, dass ich Probleme meist nicht lange anschauen kann, ohne sofort nach einer Lösung zu suchen. Vielleicht manchmal sogar ein bisschen zu optimistisch, zu blauäugig. Aber genau diese Haltung hat mir oft geholfen, nicht im Frust stecken zu bleiben.

    Und vielleicht liegt genau darin eine wichtige Frage für Familien:
    Was passiert mit Kindern, wenn sie erleben, dass Probleme zwar ausgesprochen werden dürfen – man aber nicht dauerhaft darin wohnen bleibt?

    Kinder lernen nicht aus Vorträgen – sondern durch Beobachtung

    Wenn wir ehrlich sind, hat sich das Beschweren tief in unseren Alltag eingebrannt. Das Wetter ist schlecht. Die Schule unfair. Die Arbeit anstrengend. Die Preise zu hoch. Irgendetwas passt immer gerade nicht.

    Natürlich sollen Kinder Gefühle zeigen dürfen. Natürlich brauchen sie Verständnis, Trost und Mitgefühl. Es geht nicht darum, Probleme kleinzureden oder Kindern Härte beizubringen. Aber vielleicht passiert etwas, das viele Erwachsene gar nicht bemerken:
    Wir bleiben gemeinsam oft zu lange im Frust hängen.

    Wir bestätigen Gefühle, analysieren Situationen und regen uns manchmal sogar gemeinsam mit unseren Kindern auf. Aber wir fragen immer seltener:
    „Was könntest du jetzt tun?“

    Genau hier wird es spannend.

    Der amerikanische Psychologe Julian B. Rotter beschäftigte sich bereits in den 1960er-Jahren mit der Frage, warum manche Menschen Herausforderungen aktiver angehen als andere. Seine Theorie des „Locus of Control“ beschreibt vereinfacht gesagt zwei unterschiedliche Haltungen:
    Die einen erleben sich als handlungsfähig und glauben, selbst etwas verändern zu können. Die anderen fühlen sich Problemen und äußeren Umständen stärker ausgeliefert.

    Und genau dieses Denken entsteht oft nicht erst im Erwachsenenalter. Sondern mitten im Alltag. Bei kleinen Konflikten, bei Frust, bei schlechten Noten, bei Enttäuschungen oder auch bei scheinbar banalen Dingen wie schlechtem Wetter.

    Vielleicht helfen wir manchmal zu schnell

    Der deutsche Psychologe und Generationenforscher Rüdiger Maas beschreibt diese Entwicklung in seinem Buch Generation lebensunfähig bewusst provokant. Seine Sorge: Kinder wachsen heute oft extrem behütet auf und lernen dadurch immer seltener, Probleme selbst zu lösen.

    Nicht weil Eltern etwas falsch machen wollen. Sondern weil sie helfen wollen.

    Wir organisieren, greifen ein, glätten Konflikte und springen oft sofort auf, wenn etwas schwierig wird. Und vielleicht nehmen wir Kindern genau dadurch eine wichtige Erfahrung:
    „Ich kann selbst etwas tun.“

    Dabei entsteht Resilienz wahrscheinlich nicht dort, wo immer alles glattläuft. Sondern dort, wo Menschen erleben:
    „Es war schwierig. Aber ich konnte etwas verändern.“

    Die Idee hinter dem Familien-Experiment

    Vielleicht wäre genau das ein spannendes Experiment. Nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie.

    Drei Monate lang bewusster darauf achten, wie wir auf Probleme reagieren. Weniger jammern. Weniger Schuldige suchen. Weniger im Ärger stehen bleiben.

    Und stattdessen öfter fragen:
    Was hilft jetzt?
    Was können wir verändern?
    Wie gehen wir damit um?

    Nicht künstlich positiv. Nicht emotionslos. Sondern lösungsorientiert.

    Natürlich gibt es echte Krisen. Echte Sorgen. Echte Ungerechtigkeit. Und gerade junge Menschen kämpfen heute oft mit Dingen, die man nicht kleinreden darf: Mobbing, sozialer Druck, Ängste, Einsamkeit oder das Gefühl, ständig mithalten zu müssen. Unsere Jugend hat es in vielen Bereichen alles andere als leicht.

    Es geht deshalb nicht darum, Probleme wegzulächeln oder Kindern einzureden, jedes Problem sei einfach lösbar. Manche Situationen brauchen Hilfe, Unterstützung und Erwachsene, die genau hinschauen und handeln.

    Aber vielleicht wäre es trotzdem hilfreich, wenn Familien beginnen würden, anders auf viele Alltagsschwierigkeiten zu reagieren. Nicht jedes Problem verschwindet dadurch. Aber vielleicht verändert sich das Gefühl, ihm hilflos ausgeliefert zu sein.

    Drei Monate lang bewusster reagieren: weniger jammern, mehr Lösungen suchen – und gemeinsam herausfinden, was das mit Familien macht.

    Denn vielleicht macht es einen Unterschied, ob Kinder erleben:
    „Alles ist schrecklich und man kann nichts tun.“
    Oder:
    „Ja, das ist schwierig. Aber wir überlegen gemeinsam, wie wir damit umgehen.“


    INFO-BOX: Was bedeutet „Locus of Control“?

    Der Begriff stammt vom amerikanischen Psychologen Julian B. Rotter.

    Er beschreibt damit die Frage, ob Menschen eher glauben,

    • ihr Leben selbst beeinflussen zu können
      oder
    • äußeren Umständen ausgeliefert zu sein.

    Psychologen sehen darin bis heute einen wichtigen Faktor für Motivation, Resilienz und den Umgang mit Krisen.


    Weiterlesen & Hintergründe

  • WorldSkills 2026: Die steirische Jugend zeigt in Shanghai ihr Können

    WorldSkills 2026: Die steirische Jugend zeigt in Shanghai ihr Können

    Wenn im September 2026 bei den WorldSkills in Shanghai die besten Nachwuchsfachkräfte der Welt aufeinandertreffen, ist die Steiermark mittendrin. Das österreichische Skills-Team Austria wächst auf insgesamt 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Steiermark stellt dabei mit zwölf jungen Fachkräften das größte Kontingent aller Bundesländer.“

    Ob Robotik, Grafikdesign, Mode Technologie oder Einzelhandel: Die steirischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, wie modern, international und leistungsstark die duale Ausbildung heute ist.

    Von 22. bis 27. September 2026 kämpfen rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt in 64 Berufsbewerben um Medaillen und Weltmeistertitel. Die WorldSkills gelten damit als größte Berufsweltmeisterschaft der Welt.

    Und die Vorbereitung darauf erinnert längst mehr an Spitzensport als an klassischen Unterricht.


    Internationale Trainings als Vorbereitung auf die Weltspitze

    Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren seit Monaten intensiv für den internationalen Wettbewerb. Vergleichswettkämpfe und Trainingscamps rund um den Globus sollen helfen, sich an das hohe Niveau der WorldSkills heranzutasten.

    Gerade die steirischen Jugendlichen sammeln dabei bereits internationale Erfahrung.

    Die steirische Einzelhandelskauffrau Anna Tritscher absolvierte vor wenigen Wochen ein internationales Vorbereitungstraining direkt in Shanghai und konnte dort erste Wettkampferfahrung sammeln.

    Im Team-Bewerb Robot Systems Integration bereiten sich Kristijan Hrdžić und Gabriel Aldrian bei internationalen Trainings in Ungarn auf die Weltmeisterschaft vor.

    Grafikdesigner Paul Andreas Bürki reist im Mai nach Kanada, um dort Erfahrungen mit internationalen Teilnehmern zu sammeln und sich auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln.

    Auch Julia Kaufmann trainiert international: Im Bereich Mode Technologie absolviert sie Vorbereitungseinheiten in Australien.

    Das Duo Konstantin Hauser und Marwin Kremser wiederum tritt im Bewerb Autonomous Mobile Robotics bei einem Wettbewerb in Kasachstan an.

    Die Vorbereitung zeigt deutlich: Moderne Lehrberufe sind längst international geworden.


    Warum die duale Ausbildung international gefragt ist

    Dass Österreich und speziell die Steiermark bei internationalen Berufsmeisterschaften regelmäßig stark vertreten sind, kommt nicht von ungefähr. Die duale Ausbildung gilt weltweit als Erfolgsmodell.

    Die Kombination aus praktischer Ausbildung im Betrieb und Theorie in der Berufsschule sorgt dafür, dass Jugendliche früh Verantwortung übernehmen und gleichzeitig hochspezialisierte Fähigkeiten entwickeln.

    SkillsAustria-Präsident Josef Herk betont:

    „Unsere jungen Fachkräfte stehen für Leistungsbereitschaft, Präzision und berufliche Leidenschaft. Sie zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in der österreichischen Berufsbildung steckt.“

    Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnen solche Leistungen zusätzlich an Bedeutung. Die WorldSkills zeigen, welches Potenzial in jungen Fachkräften steckt – und wie wichtig moderne Lehrberufe für den Wirtschaftsstandort geworden sind.


    Lehrberufe arbeiten längst an den Technologien von morgen

    Wer an klassische Lehrberufe denkt, hat oft noch alte Bilder im Kopf. Die Realität sieht längst anders aus.

    Viele Bewerbe der WorldSkills drehen sich heute um Digitalisierung, Automatisierung, Robotik oder moderne Produktionstechnologien. Die Jugendlichen arbeiten dabei oft näher an den Technologien der Zukunft, als viele vermuten.

    Gerade die Steiermark profitiert von innovativen Ausbildungsbetrieben, starken Industriebetrieben und engagierten Berufsschulen. Sie schaffen gemeinsam die Grundlage dafür, dass junge Fachkräfte auch international konkurrenzfähig werden.

    Die WorldSkills machen sichtbar, wie modern und vielfältig die Lehre heute tatsächlich ist.


    Shanghai wird zur Bühne für die nächste Generation

    Von 22. bis 27. September 2026 wird Shanghai zum Zentrum der internationalen Berufswelt. Rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt treten dort in 64 Berufen gegeneinander an.

    Für die steirischen Jugendlichen bedeutet die Teilnahme nicht nur die Chance auf Medaillen, sondern auch eine Erfahrung fürs Leben.

    Sie vertreten dabei nicht nur Österreich, sondern zeigen auch international, welche Qualität die Ausbildung in der Steiermark heute erreicht.

    Und vielleicht beweisen genau diese jungen Fachkräfte am deutlichsten, worauf es in Zukunft ankommt: Können, Einsatzbereitschaft, Präzision und die Bereitschaft, ständig weiterzulernen.


    INFO-BOX: WorldSkills 2026

    Ort: Shanghai, China
    Datum: 22. bis 27. September 2026
    Teilnehmer:innen: rund 1.400 junge Fachkräfte aus aller Welt
    Bewerbe: 64 Berufe
    Österreichisches Team: 48 Starter:innen

    Weitere Informationen

    Weitere Informationen zu den WorldSkills 2026 in Shanghai, den Wettbewerbsberufen sowie den Delegations- und Besucherreisen finden Sie unter:

    SkillsAustria – WorldSkills 2026 Shanghai

    Oder Sie schauen wieder bei ZUKUNFT MEISTERN vorbei – wir halten Sie über die steirischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Laufenden.