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  • Baulehre live am Grazer Hauptplatz

    Baulehre live am Grazer Hauptplatz

    Der Startschuss ist gefallen, der steirische Panther aus Beton enthüllt. Beim Bundeswettbewerb der Hochbauer 2026 gehört der Grazer Hauptplatz bis 22. Oktober dem Nachwuchs. Wer die Eröffnung verpasst hat, kann morgen noch vorbeischauen: 24 junge Fachkräfte zeigen, wie viel Köpfchen und Geschick in ihrem Beruf stecken.

    Am heutigen Dienstag eröffneten Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer und der steirische Landesinnungsmeister Bau Michael Stvarnik den Wettbewerb. Zum Auftakt wurde eine eigens angefertigte Skulptur enthüllt: ein steirischer Panther aus Beton, der nach der Veranstaltung auf dem Gelände der Wirtschaftskammer Steiermark seinen Platz finden soll.

    Danach ging es an die Arbeit. Die 24 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich – darunter eine Frau – haben ihre Lehrabschlussprüfung bereits bestanden und sind höchstens 22 Jahre alt. In insgesamt 18 Arbeitsstunden errichten sie anspruchsvolle Mauerwerke. Eine Fachjury bewertet die Ausführung: Hier zählt jeder Millimeter.

    Geschickte Hände brauchen einen klugen Kopf

    Wer an eine Baulehre denkt, hat vielleicht zuerst die körperliche Arbeit vor Augen. Doch bevor ein Mauerwerk steht, müssen Pläne verstanden, Maße eingehalten und Arbeitsschritte durchdacht werden. Zugleich verändern neue Technologien den Beruf.

    „Neue Technologien und digitale Werkzeuge verändern auch unseren Arbeitsalltag. Was aber bleibt, sind die handwerklichen Grundlagen und der Anspruch, sauber und präzise zu arbeiten.“

    Michael Stvarnik, Landesinnungsmeister Bau, Steiermark

    Gelernt wird an drei Orten: im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und an der BAUAkademie. Michael Windisch, Geschäftsführer der BAUAkademie Steiermark/Burgenland, beschreibt diese Verbindung:

    „Die triale Lehre am Bau verbindet praktische Ausbildung im Betrieb, theoretisches Wissen der Berufsschule und fachliche Exzellenz von der BAUAkademie.“

    Wie wichtig diese Ausbildung über die einzelne Baustelle hinaus ist, betonte auch Simone Schmiedtbauer: Gute Ausbildungsmöglichkeiten seien eine Investition in die steirische Wirtschaft und langfristig auch in leistbares, nachhaltiges und hochwertiges Wohnen.

    Morgen zuschauen: So sieht Bauhandwerk aus

    Am Mittwoch, 21. Oktober, geht der Wettbewerb von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr weiter. Der Eintritt ist frei.

    Im Wettbewerbszelt am Grazer Hauptplatz lässt sich beobachten, wie die jungen Hochbauer:innen ihre Aufgaben umsetzen. Ein großer Bildschirm überträgt das Geschehen auch nach draußen.

    Für Eltern und Jugendliche ist das eine Gelegenheit, den Lehrberuf Hochbau – früher Maurer – aus der Nähe kennenzulernen. Ohne gleich eine Berufswahl treffen zu müssen. Einfach stehen bleiben, zuschauen und einen Eindruck davon bekommen, was junge Menschen nach ihrer Ausbildung bereits können.

    Junger Hochbauer richtet mit Gummihammer und Wasserwaage Ziegel im Wettbewerbszelt aus.

    Der Wettbewerb läuft noch bis Donnerstag, 22. Oktober. Für den ersten Platz winken 2.000 Euro Preisgeld und ein fixer Startplatz bei den AustrianSkills in Salzburg. Die Siegerehrung findet am Donnerstag in der Alten Universität Graz statt.

    Vorbeischauen am Mittwoch, 21. Oktober 2026:

    • Wo: Grazer Hauptplatz
    • Wettbewerbszeiten: 7 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr
    • Eintritt: frei
    • Veranstalter: WKO Steiermark, Landesinnung Bau, und BAUAkademie Steiermark/Burgenland

    Quelle: Presseaussendung zum Bundeswettbewerb der Hochbauer 2026 mit Statements von Simone Schmiedtbauer, Michael Stvarnik und Michael Windisch.

  • Lehre in der Apotheke: Können trifft Menschlichkeit

    Lehre in der Apotheke: Können trifft Menschlichkeit

    Genau rechnen, sorgfältig arbeiten und auf Menschen eingehen: Beim elften PKA-Bundeslehrlingswettbewerb in Graz zeigten 14 Teilnehmerinnen ihr Können. Was die Arbeit in einer Apotheke darüber hinaus besonders macht, erzählen Menschen, die diesen Beruf täglich ausüben.

    Ein Kühlgel herstellen, ein herbstliches Schaufenster gestalten und ein Verkaufsgespräch führen: Die Aufgaben beim PKA-Bundeslehrlingswettbewerb am 16. Oktober 2026 in der Landesberufsschule Graz 3 verlangten unterschiedliche Fähigkeiten. Fachwissen war ebenso gefragt wie Kreativität, Konzentration und ein Gespür für das Gegenüber.

    Die 14 Teilnehmerinnen aus ganz Österreich erlernen den Beruf der Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenz, kurz PKA. Der Wettbewerb des Österreichischen Apothekerverbands machte sichtbar, wie vielseitig diese Ausbildung ist.

    Erst rechnen, dann mischen – und aufmerksam zuhören

    Gruppenfoto mit Teilnehmerinnen in weißen Berufsmänteln und weiteren Beteiligten vor einem Aufsteller „Lehre in der Apo“.

    In drei Disziplinen mussten die jungen Frauen ihr Wissen anwenden:

    • Laborarbeit: Für ein Kühlgel waren zunächst die benötigten Mengen zu berechnen, bevor es an die Herstellung ging.
    • Warenpräsentation: Ein herbstliches Schaufenster sollte ansprechend gestaltet und mit einem einladenden Slogan versehen werden. Dabei war auch Unterstützung durch KI erlaubt.
    • Verkaufsgespräch: Hier standen soziale und kommunikative Fähigkeiten im Mittelpunkt.


    PKA-Bundeslehrlingswettbewerb 2026: Die Siegerinnen in Graz

    • Leonie Weißbacher, Apotheke am Weg, Tirol
    • Laura Eder, Areit Apotheke, Salzburg
    • Annalena Hemetsberger, Maut-Turm-Apotheke Timelkam, Oberösterreich

    Thomas W. Veitschegger, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands, würdigte den Einsatz aller Teilnehmerinnen:

    „Mit enorm viel Nervenstärke, Konzentration und großer Leidenschaft haben sie unter Beweis gestellt, was alles in ihnen steckt.“

    Was die Arbeit in einer Apotheke persönlich macht

    Was Menschen an ihrem Beruf schätzen, wurde auch bei der Wahl der „Apotheken-Stars 2026“ von SPIRIT of Styria gemeinsam mit der Apothekerkammer Steiermark sichtbar. Im Mittelpunkt standen alle Menschen hinter der Tara – Apotheker:innen ebenso wie PKA und weitere Teammitglieder.

    Die Gewinnerin Ilse Gruber aus Köflach arbeitet seit 30 Jahren als Pharmazeutin. Was ihr wichtig ist: nachfragen, zuhören und verstehen, was einen Menschen gerade beschäftigt. Die Zusammenarbeit im Team erlebt sie selbst als Kraftquelle.

    „Es kommt so viel zurück, wenn wir aufeinander schauen.“
    Ilse Gruber, Pharmazeutin und Apotheken-Star 2026

    Auch Karin Ullrich, PKA aus Deutschlandsberg, beschreibt in ihrem Berufsporträt, wie wichtig es ihr ist, dass sich Menschen gut aufgehoben und versorgt fühlen. Dazu gehört für sie ein Team, das im Alltag zusammenarbeitet.

    Unterschiedliche Ausbildungswege, ein gemeinsamer Arbeitsplatz: Diese Einblicke erzählen davon, was die Arbeit in einer Apotheke neben den fachlichen Aufgaben ausmacht – und warum Menschen ihren Beruf auch nach vielen Jahren gerne ausüben.

    Zum vollständigen Interview mit Ilse Gruber: „Menschlichkeit gibt’s gratis dazu“ – SPIRIT of Styria

    Gute Ausbildung braucht Menschen, die begleiten

    Hinter den Leistungen der Lehrlinge stehen auch ihre Ausbildungsbetriebe. Alexandra Fuchsbichler, Präsidentin der Apothekerkammer Steiermark, würdigte beim Wettbewerb deren Beitrag:

    „Danke an unsere steirischen Apotheken, die junge Menschen ausbilden, begleiten und ihnen eine berufliche Zukunft ermöglichen. Ohne PKA keine Apotheke!“

    Anerkennung für den Apothekennachwuchs: Bei der Siegerehrung am Grazer Schlossberg wurden die Leistungen der Teilnehmerinnen gewürdigt. © Mario Gimpe

    Am Anfang ist vieles neu. Da braucht es jemanden, der erklärt, Fragen ernst nimmt und auch dann Geduld hat, wenn etwas nicht gleich gelingt. So können Jugendliche Sicherheit gewinnen – und sich nach und nach mehr zutrauen.

    PKA-Lehre: Ausbildung und Aufgaben auf einen Blick

    Wie lange dauert die Ausbildung?
    Die PKA-Lehre dauert regulär drei Jahre. Sie verbindet die praktische Ausbildung im Apothekenbetrieb mit dem Unterricht in der Berufsschule. Mit abgeschlossener Matura ist eine Verkürzung auf zwei Jahre möglich. Am Ende steht die Lehrabschlussprüfung.

    Welche Aufgaben übernehmen PKA?
    Sie kümmern sich unter anderem um Warenmanagement und Rezeptabrechnung. Außerdem unterstützen sie Apotheker:innen beim Verkauf und bei der Herstellung individuell zubereiteter Arzneimittel, sogenannter magistraler Rezepturen.

    Was macht den Kontakt mit Kundinnen und Kunden aus?
    Zuhören, nachfragen und verständlich erklären: Das gehört für PKA zum Berufsalltag. Sie beraten zu Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetik und unterstützen Apotheker:innen beim Arzneimittelverkauf. Dabei treffen sie auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen. Fachwissen ist wichtig – ebenso wie die Geduld, eine Frage noch einmal zu beantworten, und das Gespür dafür, wenn jemand unsicher ist.

    ZUKUNFT MEISTERN gratuliert allen Teilnehmerinnen und den drei Siegerinnen zu ihren Leistungen.

    Weitere Informationen zur Ausbildung: www.pkainfo.at


    Quellen: Österreichischer Apothekerverband, Presseaussendung zum 11. PKA-Bundeslehrlingswettbewerb am 16. Oktober 2026 in Graz; Daniela Müller: „Menschlichkeit gibt’s gratis dazu“, SPIRIT of Styria, 18. September 2026, und Karin Ullrich aus Deutschlandsberg, 8. Juli 2026; Bekanntgabe der Gewinnerin in der September-Ausgabe 2026 von SPIRIT of Styria.

    Beitragsbild mit den Siegerinnen: © Mario GimpelGruppenfoto im Freien: © Angelika Hovorka/Österreichischer Apothekerverband Siegerehrung: © Mario Gimpel

  • Lehre bei der Energie Steiermark: 70 Jahre Erfahrung, neue Wege für 2027

    Lehre bei der Energie Steiermark: 70 Jahre Erfahrung, neue Wege für 2027

    Seit 1956 bildet die Energie Steiermark Lehrlinge aus. Für Eltern und Jugendliche steht jetzt der nächste Jahrgang im Mittelpunkt: Die Bewerbung für Herbst 2027 läuft bereits. Am 13. November öffnet der E-Campus in Graz seine Türen.

    Wissen weitergeben, Geduld haben, junge Menschen an Aufgaben heranführen: Hinter einer Lehrlingsausbildung stehen immer auch Menschen, die anderen etwas zutrauen. Beim 70-Jahr-Jubiläum der Energie Steiermark wurde einer von ihnen besonders gewürdigt. Karl Pfeifer ist 100 Jahre alt. Als Ausbildner hat er Hunderte Jugendliche in ihren ersten Berufsjahren begleitet.

    Seit 1956 haben nach Angaben des Unternehmens mehr als 1.600 junge Menschen ihre berufliche Laufbahn bei der Energie Steiermark begonnen. Derzeit werden 100 Lehrlinge ausgebildet, 27 Jugendliche kommen 2026 neu dazu. Hinter diesen Zahlen stehen unterschiedliche Wege. Manche führen später in technische Spezialgebiete, andere in die Ausbildung oder in Führungsaufgaben.

    Was lernen Lehrlinge am E-Campus in Graz?

    Aus der früheren Lehrwerkstätte ist der E-Campus geworden. Das 2020 eröffnete Ausbildungszentrum verbindet theoretische Grundlagen mit praktischer Arbeit. Dazu kommen Einsätze in unterschiedlichen Unternehmensbereichen.

    Digitalisierung und erneuerbare Energien verändern die Aufgaben in der Energiewirtschaft. Entsprechend geht es in der Ausbildung neben handwerklichem Können auch darum, Zusammenhänge zu verstehen. Am E-Campus lernen zudem nicht nur Lehrlinge: Auch Mitarbeiter und Führungskräfte nutzen Techniktrainings und Weiterbildungsangebote. Lernen endet hier also nicht mit dem Lehrabschluss.

    Welche Lehrberufe bietet die Energie Steiermark an?

    Das allgemeine Lehrangebot umfasst unter anderem sowohl technische als auch kaufmännische Ausbildungswege. Zu den Lehrberufen gehören:

    • Technische Lehrberufe:
      • Elektrotechnik: Arbeit an modernen Stromnetzen, Anlagen und erneuerbaren Energien.
      • Installations- und Gebäudetechnik: Fokus auf nachhaltige Klimatechnik und Gebäudesysteme.
      • Fernwärmetechnik: Spezialisierung auf die nachhaltige Wärmeversorgung.
    • Kaufmännische Lehrberufe:
      • Bürokauffrau / Bürokaufmann: Organisation, Kommunikation und digitale Verwaltungsabläufe.

    Gut zu wissen: Das Unternehmen unterstützt auch das Modell Lehre mit Matura, was Jugendlichen zusätzliche Bildungswege öffnet. Die konkreten Ausbildungswege sind auf der Lehrlingsseite der Energie Steiermark beschrieben.

    Für Eltern lohnt sich dabei der Blick auf den Alltag hinter der Berufsbezeichnung. Arbeitet mein Kind gerne praktisch? Interessiert es sich für technische Abläufe? Oder liegen seine Stärken eher im Organisieren und im kaufmännischen Bereich? Solche Fragen können den Einstieg in ein Gespräch erleichtern. Die Antworten dürfen sich beim Kennenlernen eines Berufs auch noch verändern.

    Wie funktioniert die Bewerbung für den Lehrbeginn 2027?

    Die Bewerbungsphase für Herbst 2027 läuft bereits. Bewerbungen erfolgen online. Benötigt werden ein Lebenslauf und die Jahreszeugnisse der letzten beiden Schuljahre. Überzeugen die Unterlagen, folgt eine Einladung zum Auswahlverfahren am E-Campus in Graz.

    Wer zunächst den Ausbildungsalltag kennenlernen möchte, kann über die Unternehmenswebsite eine Schnupperanfrage stellen. So lässt sich vor einer Entscheidung genauer hinsehen.

    Tag der offenen Tür: Ausbildung gemeinsam kennenlernen

    Am Freitag, 13. November 2026, von 9 bis 16 Uhr können sich Interessierte am E-Campus, Neuholdaugasse 56 in Graz, über die Lehrberufe informieren. Gespräche mit Lehrlingen und Ausbildnern sowie Einblicke in die Lehrwerkstätte gehören zum Angebot.

    Für einen gemeinsamen Besuch können Eltern und Jugendliche ihre Fragen mitnehmen: Wie verteilen sich Ausbildung, Berufsschule und Praxiseinsätze? Welche Unterstützung gibt es bei Schwierigkeiten? Welche Entwicklungsmöglichkeiten stehen nach dem Abschluss offen?

    70 Jahre Ausbildung erzählen von Erfahrung. Ob ein Beruf zum eigenen Kind passt, zeigt sich beim Fragen, Beobachten und Ausprobieren.

    Informationen zu Lehrberufen, Bewerbung und Schnuppern:
    Lehre bei der Energie Steiermark

    Quellen: Energie Steiermark AG: „70 Jahre Lehrlingsausbildung bei der Energie Steiermark“, APA-OTS, 28. September 2026; Unternehmenswebsite „Lehre“, abgerufen am 30. September 2026. Zahlen und Angaben zur Ausbildung stammen vom Unternehmen.

  • Kfz-Staatsmeisterschaft 2026: Der Titel geht in die Steiermark

    Kfz-Staatsmeisterschaft 2026: Der Titel geht in die Steiermark

    36 Talente, zwei Bewerbe und ein steirischer Staatsmeister: Johannes Fuchs von der Kfz Schlenner GmbH holte sich in Graz den Sieg in der Kfz-Technik. Und zeigte ziemlich eindrucksvoll, was junge Fachkräfte draufhaben.

    Können. Konzentration. Klasse.

    Graz wurde zur Bühne für Österreichs beste Nachwuchskräfte in der Fahrzeugtechnik. Im Center of Excellence und in der Berufsschule St. Peter stellten insgesamt 36 junge Talente ihr Wissen, ihr handwerkliches Geschick und ihre Nerven unter Beweis.

    In der Kategorie Kfz-Technik setzte sich Johannes Fuchs von der Kfz Schlenner GmbH durch. Platz zwei und drei gingen an Lukas Stütz und Lukas Hauer aus Oberösterreich.

    Auch in der Karosseriebautechnik wurden starke Leistungen gezeigt: Simeon Seis gewann vor Vicentiu Homorean – beide aus Oberösterreich. Platz drei holte Marvin Fercher aus Tirol.

    Mehr als Schrauben

    Wer heute Kfz-Technik lernt, braucht längst nicht nur handwerkliches Geschick. Sensorik, Fahrzeugdiagnose, Digitalisierung, E-Mobilität und Hochvolttechnik gehören mittlerweile ganz selbstverständlich dazu.

    Genau diesen Wandel haben wir bereits in unserer Ausgabe 2025 im Beitrag „Schrauben, messen, staunen“ aufgegriffen. Die Staatsmeisterschaft zeigte nun, wie viel Wissen, Präzision und Konzentration junge Fachkräfte bereits während ihrer Ausbildung entwickeln.

    Eine Ausbildung mit Zukunft

    „Diese Meisterschaft ist nicht nur eine Ehrung für die Besten der Besten, sondern auch eine Inspiration für andere junge Menschen, die sich für den Beruf des Kfz-Technikers oder Karosseriebauers interessieren. In Zeiten, in denen die Automobilbranche durch neue Technologien wie E-Mobilität und Digitalisierung im Wandel ist, bietet die duale Ausbildung hervorragende Perspektiven.“

    Thomas Marichhofer, Landesinnungsmeister

    Der Titel bleibt in der Steiermark

    Wir sagen: Starke Leistung, Johannes! Und herzliche Gratulation an alle 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    Denn Zukunft wird nicht nur gedacht. Sie wird gemacht. Manchmal mit Diagnosegerät, Drehmoment – und einer ziemlich ruhigen Hand.

    Quelle: WKO Steiermark, Presseinformation zu den Staatsmeisterschaften der Fahrzeugtechnik und Karosseriebautechnik 2026

  • KÖNNEN BRAUCHT MANCHMAL EIN ZEUGNIS

    KÖNNEN BRAUCHT MANCHMAL EIN ZEUGNIS

    Den Lehrabschluss nachholen, obwohl man längst im Beruf steht: SPAR ermöglicht Mitarbeiter:innen im Lebensmittelhandel, ihre praktische Erfahrung mit einem anerkannten Abschluss zu verbinden. Im Oktober startet der nächste Ausbildungsdurchgang in Graz.

    Wenn Berufserfahrung zum Lehrabschluss führt

    Manche Menschen haben ihren Beruf gelernt, ohne je eine klassische Lehre absolviert zu haben. Sie beraten Kund:innen, arbeiten an der Kassa oder behalten in der Feinkost den Überblick. Was ihnen fehlt, ist nicht das Können, sondern der offizielle Nachweis dafür.

    Genau hier setzt „Berufsausbildung@SPAR“ an. Seit 2014 begleitet SPAR gemeinsam mit dem Grazer Verein nowa Beschäftigte in der Steiermark und im südlichen Burgenland auf dem Weg zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung.

    Bisher nahmen 211 Mitarbeiter:innen teil. 55 bestanden die Prüfung mit Auszeichnung, weitere 31 mit gutem Erfolg.

    Lehrabschluss nachholen: Wer kann teilnehmen?

    Das Angebot richtet sich an Mitarbeiter:innen der SPAR-Supermärkte, die zum Zeitpunkt der Lehrabschlussprüfung mindestens 18 Monate Berufserfahrung im Lebensmitteleinzelhandel nachweisen können. Für Beschäftigte aus dem Filialbereich übernimmt SPAR die Kurskosten.

    Am 11. September 2026 findet im SPAR Campus Graz eine kostenlose Informationsveranstaltung statt. Der 13. Ausbildungsdurchgang startet im Oktober.

    Ein Abschluss darf auch später kommen

    Ein Berufsweg muss nicht immer geradlinig verlaufen. Unabhängig vom konkreten Angebot bei SPAR können Erwachsene in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen einen Lehrabschluss nachholen. Wer die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten durch einschlägige Berufspraxis oder eine entsprechende Ausbildung erworben hat, kann bei der zuständigen Lehrlingsstelle die ausnahmsweise Zulassung zur Lehrabschlussprüfung beantragen.

    Informationen zu den Voraussetzungen und zur Antragstellung bietet die Wirtschaftskammer Österreich.

    Darin liegt auch für junge Menschen und ihre Eltern eine wichtige Botschaft: Eine Entscheidung in jungen Jahren legt nicht das gesamte Berufsleben fest. Erfahrung und Wissen wachsen weiter – und die formale Bestätigung dafür kann auch später folgen.

    Manches Können wächst lange, bevor es auf einem Zeugnis sichtbar wird.

    Quellen: SPAR Österreich, 20. August 2026; Wirtschaftskammer Österreich, 4. November 2025

    Bild: © SPAR / Velchev

  • Die Welt bekochen: Johann Lafers Karriere begann mit einer Lehre

    Die Welt bekochen: Johann Lafers Karriere begann mit einer Lehre

    Vor 50 Jahren schloss Johann Lafer seine Kochlehre im Grazer Gösser-Bräu ab. Aus diesem Grundstock entstand eine internationale Karriere. Geblieben ist seine enge Verbindung zur Steiermark – zu ihrer Landschaft, ihren Menschen und ihren Produkten.

    Was kann aus einer Lehre werden? Im Fall von Johann Lafer eine internationale Karriere als Spitzenkoch, Gastronom, Fernsehstar und Bestsellerautor. Zum 50. Jahrestag seines Lehrabschlusses kehrte der gebürtige Steirer in jene Stadt zurück, an dem sein außergewöhnlicher Berufsweg begann: nach Graz

    Von der Kochlehre in die Welt

    Von 1973 bis 1976 erlernte Johann Lafer im Gösser-Bräu in Graz sein Handwerk. Danach führte ihn sein Weg aus der Steiermark zunächst in das Berliner Hotel Schweizer Hof. Es folgten renommierte Häuser in Hamburg, Wertheim und München. Im Spitzenrestaurant „Aubergine“ arbeitete er mit Eckart Witzigmann zusammen. Als Küchenchef im „Le Val d’Or“ wurde Lafer schließlich mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet.

    Einem Millionenpublikum wurde er später durch Fernsehsendungen wie „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Die Küchenschlacht“ bekannt. Er veröffentlichte mehr als 60 Kochbücher und machte sich auch als Gastronom und Unternehmer einen Namen.

    Begonnen hatte all das mit einem Lehrabschluss in Graz.

    Die Lehre ist der Grundstock

    „In Graz und in der Steiermark habe ich nicht nur mein Handwerk gelernt, sondern auch den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln, die Bedeutung von Qualität und den Wert harter Arbeit“, sagte Johann Lafer anlässlich seines Jubiläums. Dass aus einer Kochlehre im Gösser-Bräu eine internationale Karriere entstehen konnte, zeige, welche Kraft in einer fundierten Ausbildung stecke.

    Eine Botschaft blieb bei der Pressekonferenz besonders hängen: Die Lehre ist der Grundstock. Doch wer die Welt bekochen will, muss diese Welt auch kennenlernen. Wie soll man die französische Küche verstehen und zubereiten, wenn man sie selbst nie gekostet hat? Wie sollen neue Ideen entstehen, wenn man immer nur in der eigenen Küche bleibt?

    Lafers berufliche Stationen waren daher mehr als Namen in einem Lebenslauf. Sie erweiterten seinen Geschmack, sein Wissen und seinen Blick auf das eigene Handwerk. Die Lehre gab ihm das Fundament. Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, die vertraute Umgebung zu verlassen, machten daraus eine internationale Karriere.

    Botschafter seiner steirischen Heimat

    Seine Karriere führte Johann Lafer hinaus in die Welt, aber nie weg von der Steiermark. Seit Jahrzehnten macht er seine Heimat, ihre Menschen und die von ihnen erzeugten Produkte weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar.

    Was die Steiermark für ihn bis heute auszeichnet, brachte er bei der Pressekonferenz persönlich auf den Punkt:

    „Eigentlich ist die Steiermark das geblieben, was wir uns alle wünschen: authentisch, ehrlich, gastfreundlich, dienstleistungsbereit und natürlich.“

    Gerade diese Eigenschaften, verbunden mit der Qualität regionaler Lebensmittel, trägt Lafer als Genussbotschafter in die Welt. Die Steiermark gab ihm den Grundstock für seine Karriere – und er gab ihr internationale Sichtbarkeit zurück.

    Neue Ausbildungsstätte für Gastronomie und Hotellerie

    Steiermark Tourismus und die WKO Steiermark nahmen das Jubiläum auch zum Anlass, im Center of Excellence einen neuen gastronomischen Ausbildungsbereich vorzustellen. Dort sollen Lehrlinge aus Gastronomie und Hotellerie künftig unter modernen und möglichst realitätsnahen Bedingungen trainieren können.

    Das Ausbildungszentrum soll die Qualität und Attraktivität der Tourismuslehre erhöhen und Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen sowie Tourismusorganisationen enger miteinander vernetzen.

    Derzeit werden nach Angaben der WKO Steiermark 242 Lehrlinge in 173 steirischen Gastronomiebetrieben ausgebildet. In der Hotellerie sind es 515 Lehrlinge in 288 Betrieben.

    „Wenn wir heute auf 50 Jahre Lehrabschluss von Johann Lafer zurückblicken, dann sehen wir, was eine steirische Tourismuslehre leisten kann: Sie öffnet Türen in die Welt“, betont Hans Spreitzhofer, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO Steiermark.

    Ein Anfang, der vieles möglich macht

    Nicht jeder Kochlehrling wird später Michelin-Sterne erhalten, im Fernsehen auftreten oder Bestseller schreiben. Darum geht es auch nicht. Johann Lafers Lebensweg zeigt vielmehr, dass ein Lehrabschluss kein fertiger Berufsweg ist. Er ist ein Ausgangspunkt, von dem aus sich Möglichkeiten entwickeln können, die zu Beginn noch gar nicht sichtbar sind.

    Man muss nicht schon beim Start wissen, wohin die Reise führt. Aber man sollte bereit sein, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und manchmal auch die vertraute Umgebung zu verlassen.

    Eine Lehre gibt jungen Menschen ein Handwerk mit. Wie weit sie damit gehen, dürfen sie selbst herausfinden.