Schlagwort: Berufsorientierung

  • Was Praxis für die Berufswahl bedeutet

    Was Praxis für die Berufswahl bedeutet

    Eine Jugendbefragung in der Südoststeiermark zeigt, was junge Menschen von einem Praktikum erwarten – und was Eltern daraus für die Berufswahl mitnehmen können.

    Ob ein Beruf wirklich passt, zeigt sich nicht in einer Berufsbeschreibung, sondern beim Tun. In der Werkstatt, im Büro, im Geschäft oder in der Küche erleben Jugendliche, welche Aufgaben ihnen liegen, wie ein Arbeitstag abläuft und ob sie sich in diesem Umfeld wohlfühlen.

    Wie wichtig solche Einblicke für Jugendliche sind, zeigt die regionale Befragung „Praktika und Berufserfahrung“ vom Juni 2026. Insgesamt nahmen 493 Jugendliche teil, 459 Fragebögen wurden vollständig ausgefüllt. 79 Prozent der Befragten stammen aus der Südoststeiermark.

    Erfahrung schafft Orientierung

    96 Prozent der Jugendlichen finden es gut, bereits während der Schulzeit Berufserfahrung zu sammeln. 89 Prozent haben dies schon getan – durch Pflichtpraktika, Ferialjobs, freiwillige Praktika oder berufspraktische Tage. Viele kommen bereits im Alter von 14 Jahren erstmals mit der Arbeitswelt in Berührung.

    „Junge Menschen möchten arbeiten, Erfahrungen sammeln und herausfinden, welcher Beruf zu ihnen passt. Praktika sind dabei weit mehr als ein Ferienjob – sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Berufsentscheidung“, erklärt LAbg. Michael Wagner, Vorsitzender der Region Südoststeiermark.

    Auch die Bereitschaft, einen Teil der Ferien für einen Sommerjob zu nutzen, ist hoch: 58 Prozent möchten im Sommer arbeiten, weitere 24 Prozent sind noch unentschlossen.

    Geld zählt. Der Umgang ebenso.

    55 Prozent möchten mit einem Praktikum oder Ferialjob Geld verdienen. Für 45 Prozent geht es darum, herauszufinden, welcher Beruf zu den eigenen Interessen und Stärken passt. 43 Prozent absolvieren ein Praktikum aufgrund schulischer Vorgaben.

    Was eine gelungene praktische Erfahrung ausmacht, zeigen vor allem die offenen Antworten. Jugendliche wünschen sich ein gutes Arbeitsklima, ein freundliches Team und einen respektvollen Umgang. Wichtig sind ihnen ebenso eine faire Bezahlung, eine gute Einschulung und die Möglichkeit, tatsächlich mitzuarbeiten.

    Sie wollen nicht nur zusehen, sondern ausprobieren, lernen und erleben, dass ihnen etwas zugetraut wird.

    Was Eltern daraus mitnehmen können

    Ein Praktikum muss nicht sofort zum Traumberuf führen. Es kann eine Vorstellung bestätigen – oder zeigen, dass ein anderer Weg besser passt. Beides ist eine wichtige Erkenntnis.

    Nach einem Praktikum lohnt es sich daher, nicht nur zu fragen: „Wie war es?“ Konkretere Fragen helfen Jugendlichen dabei, ihre Erfahrungen einzuordnen:

    • Welche Aufgabe hat dir besonders gefallen?
    • Was ist dir leichter oder schwerer gefallen als erwartet?
    • Wie bist du im Betrieb aufgenommen worden?
    • Würdest du diesen Beruf gerne noch besser kennenlernen?

    So wird aus einigen Tagen oder Wochen in einem Unternehmen eine wertvolle Grundlage für die weitere Berufswahl – ohne bereits eine endgültige Entscheidung treffen zu müssen.

    Weitere Anregungen bietet unser Ratgeber „Warum Schnuppern für Jugendliche so wichtig ist“.

    Wenn aus einem Praktikum mehr wird

    Die meisten praktischen Erfahrungen wurden in Betrieben der Südoststeiermark und der näheren Umgebung gesammelt. Viele Jugendliche organisierten ihren Praktikumsplatz selbst – durch eine Bewerbung oder eine persönliche Anfrage.

    Damit wird das Praktikum auch für Unternehmen zu einer Chance: Sie begegnen möglichen künftigen Mitarbeitern zu einem Zeitpunkt, an dem berufliche Entscheidungen noch offen sind. Wie dieser erste Kontakt erlebt wird, kann daher weit über einige Wochen im Sommer hinauswirken.

    Nach der Jugendbefragung erhebt das Steirische Vulkanland nun auch die Erfahrungen und Bedürfnisse der regionalen Betriebe. Die Teilnahme an der kurzen Unternehmensbefragung dauert rund fünf Minuten.

    Zur Unternehmensbefragung über Praktika

    Quelle: Regionale Umfrage „Praktika und Berufserfahrung“, Juni 2026. Regionale Koordination für Bildungs- und Berufsorientierung Südoststeiermark, Regionalmanagement Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland GmbH, in Kooperation mit QUA Bildung & Projekt GmbH. Der vollständige Ergebnisbericht kann bei schober@vulkanland.at angefragt werden.

    Foto: © Steirisches Vulkanland/Manuel Flor

  • Die Welt bekochen: Johann Lafers Karriere begann mit einer Lehre

    Die Welt bekochen: Johann Lafers Karriere begann mit einer Lehre

    Vor 50 Jahren schloss Johann Lafer seine Kochlehre im Grazer Gösser-Bräu ab. Aus diesem Grundstock entstand eine internationale Karriere. Geblieben ist seine enge Verbindung zur Steiermark – zu ihrer Landschaft, ihren Menschen und ihren Produkten.

    Was kann aus einer Lehre werden? Im Fall von Johann Lafer eine internationale Karriere als Spitzenkoch, Gastronom, Fernsehstar und Bestsellerautor. Zum 50. Jahrestag seines Lehrabschlusses kehrte der gebürtige Steirer in jene Stadt zurück, an dem sein außergewöhnlicher Berufsweg begann: nach Graz

    Von der Kochlehre in die Welt

    Von 1973 bis 1976 erlernte Johann Lafer im Gösser-Bräu in Graz sein Handwerk. Danach führte ihn sein Weg aus der Steiermark zunächst in das Berliner Hotel Schweizer Hof. Es folgten renommierte Häuser in Hamburg, Wertheim und München. Im Spitzenrestaurant „Aubergine“ arbeitete er mit Eckart Witzigmann zusammen. Als Küchenchef im „Le Val d’Or“ wurde Lafer schließlich mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet.

    Einem Millionenpublikum wurde er später durch Fernsehsendungen wie „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Die Küchenschlacht“ bekannt. Er veröffentlichte mehr als 60 Kochbücher und machte sich auch als Gastronom und Unternehmer einen Namen.

    Begonnen hatte all das mit einem Lehrabschluss in Graz.

    Die Lehre ist der Grundstock

    „In Graz und in der Steiermark habe ich nicht nur mein Handwerk gelernt, sondern auch den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln, die Bedeutung von Qualität und den Wert harter Arbeit“, sagte Johann Lafer anlässlich seines Jubiläums. Dass aus einer Kochlehre im Gösser-Bräu eine internationale Karriere entstehen konnte, zeige, welche Kraft in einer fundierten Ausbildung stecke.

    Eine Botschaft blieb bei der Pressekonferenz besonders hängen: Die Lehre ist der Grundstock. Doch wer die Welt bekochen will, muss diese Welt auch kennenlernen. Wie soll man die französische Küche verstehen und zubereiten, wenn man sie selbst nie gekostet hat? Wie sollen neue Ideen entstehen, wenn man immer nur in der eigenen Küche bleibt?

    Lafers berufliche Stationen waren daher mehr als Namen in einem Lebenslauf. Sie erweiterten seinen Geschmack, sein Wissen und seinen Blick auf das eigene Handwerk. Die Lehre gab ihm das Fundament. Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, die vertraute Umgebung zu verlassen, machten daraus eine internationale Karriere.

    Botschafter seiner steirischen Heimat

    Seine Karriere führte Johann Lafer hinaus in die Welt, aber nie weg von der Steiermark. Seit Jahrzehnten macht er seine Heimat, ihre Menschen und die von ihnen erzeugten Produkte weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar.

    Was die Steiermark für ihn bis heute auszeichnet, brachte er bei der Pressekonferenz persönlich auf den Punkt:

    „Eigentlich ist die Steiermark das geblieben, was wir uns alle wünschen: authentisch, ehrlich, gastfreundlich, dienstleistungsbereit und natürlich.“

    Gerade diese Eigenschaften, verbunden mit der Qualität regionaler Lebensmittel, trägt Lafer als Genussbotschafter in die Welt. Die Steiermark gab ihm den Grundstock für seine Karriere – und er gab ihr internationale Sichtbarkeit zurück.

    Neue Ausbildungsstätte für Gastronomie und Hotellerie

    Steiermark Tourismus und die WKO Steiermark nahmen das Jubiläum auch zum Anlass, im Center of Excellence einen neuen gastronomischen Ausbildungsbereich vorzustellen. Dort sollen Lehrlinge aus Gastronomie und Hotellerie künftig unter modernen und möglichst realitätsnahen Bedingungen trainieren können.

    Das Ausbildungszentrum soll die Qualität und Attraktivität der Tourismuslehre erhöhen und Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen sowie Tourismusorganisationen enger miteinander vernetzen.

    Derzeit werden nach Angaben der WKO Steiermark 242 Lehrlinge in 173 steirischen Gastronomiebetrieben ausgebildet. In der Hotellerie sind es 515 Lehrlinge in 288 Betrieben.

    „Wenn wir heute auf 50 Jahre Lehrabschluss von Johann Lafer zurückblicken, dann sehen wir, was eine steirische Tourismuslehre leisten kann: Sie öffnet Türen in die Welt“, betont Hans Spreitzhofer, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO Steiermark.

    Ein Anfang, der vieles möglich macht

    Nicht jeder Kochlehrling wird später Michelin-Sterne erhalten, im Fernsehen auftreten oder Bestseller schreiben. Darum geht es auch nicht. Johann Lafers Lebensweg zeigt vielmehr, dass ein Lehrabschluss kein fertiger Berufsweg ist. Er ist ein Ausgangspunkt, von dem aus sich Möglichkeiten entwickeln können, die zu Beginn noch gar nicht sichtbar sind.

    Man muss nicht schon beim Start wissen, wohin die Reise führt. Aber man sollte bereit sein, zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und manchmal auch die vertraute Umgebung zu verlassen.

    Eine Lehre gibt jungen Menschen ein Handwerk mit. Wie weit sie damit gehen, dürfen sie selbst herausfinden.


  • Welche Lehrberufe gibt es mit Holz?

    Welche Lehrberufe gibt es mit Holz?

    Vom Wald bis zum modernen Holzbau – Karrierechancen für Jugendliche

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • welche Lehrberufe es rund um Holz gibt
    • warum die Holzindustrie eine Wachstumsbranche ist
    • wie eine Ausbildung in einem modernen Holzunternehmen aussieht
    • warum eine Lehre in der Holzbranche viele Karrierewege eröffnet

    Holz zählt zu den ältesten Werkstoffen der Welt – und gleichzeitig zu den wichtigsten Baustoffen der Zukunft. Nachhaltiges Bauen, moderne Holzarchitektur und innovative Holzprodukte sorgen dafür, dass die Branche stark wächst.

    Gerade in der Steiermark, dem waldreichsten Bundesland Österreichs, spielt die Holzindustrie eine wichtige Rolle für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Ausbildung.


    Ein Blick in die Praxis: Lehre bei Rubner Holzindustrie

    Wie eine Ausbildung in der Holzbranche konkret aussieht, haben wir uns für diese Ausgabe bei Rubner Holzindustrie in Rohrbach an der Lafnitz angesehen.

    Die steirische Holzindustrie gilt als echte Wachstumsbranche. Wie hier die Lehre abläuft, darüber haben wir mit Personalverantwortlichem Anton Pausackl und Lehrling Philipp Karner gesprochen.

    Rubner ist Teil einer international tätigen Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten in Europa und rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Standort in Rohrbach an der Lafnitz werden hochwertige Holzprodukte für den konstruktiven Holzbau hergestellt.

    Philipp Karner absolviert eine Ausbildung zum Mechatroniker und ist gemeinsam mit seinem Team für die Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen verantwortlich. Sein Arbeitsalltag zeigt, wie modern die Holzindustrie heute ist: Automatisierte Anlagen, digitale Steuerungen und industrielle Fertigung gehören längst zum Alltag.

    „Ich wollte immer etwas Praktisches machen“, erzählt der junge Lehrling. Besonders gefällt ihm die Abwechslung und das Arbeiten im Team.

    @Bild und Video @Mias Photoart


    Welche Lehrberufe gibt es mit Holz? Karrierechancen für Jugendliche in der Steiermark

    Viele denken bei Holzberufen zuerst an Tischler oder Sägewerke. Tatsächlich umfasst die Holzwirtschaft heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Berufe – vom Wald bis zum fertigen Gebäude.

    Zu den wichtigsten Lehrberufen zählen zum Beispiel:

    Rund um Wald und Rohstoff

    • Forstwirtschaft
    • Forsttechnik

    Holzverarbeitung und Handwerk

    • Holztechnik
    • Tischlerei
    • Tischlereitechnik

    Holzbau

    • Zimmerei
    • Zimmereitechnik
    • Fertigteilhausbau

    Weitere Berufe entlang der Wertschöpfungskette

    • Papiertechnik
    • Baustoffhandel

    Insgesamt stehen Jugendlichen in Österreich mehr als 20 Ausbildungswege rund um den Werkstoff Holz offen.


    Warum Holz ein Zukunftswerkstoff ist

    Holz verbindet gleich mehrere Zukunftsthemen:

    • Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und speichert CO₂.
    • Klimafreundliches Bauen: Immer mehr Gebäude werden in Holzbauweise errichtet.
    • Technologie: Moderne Holzproduktion nutzt hochautomatisierte Anlagen und digitale Planung.

    Für Jugendliche bedeutet das: Wer sich für Technik, Handwerk oder nachhaltige Materialien interessiert, findet hier viele spannende Möglichkeiten.


    Karriere nach der Lehre

    Eine Lehre ist heute oft nur der erste Schritt.

    Nach der Ausbildung stehen viele Wege offen:

    • Meisterprüfung oder Techniker-Ausbildung
    • Spezialisierung im Holzbau oder in der Holzindustrie
    • Studium an Fachhochschule oder Universität
    • Selbstständigkeit im Handwerk

    Viele erfolgreiche Unternehmer in der Branche haben ihre Karriere mit einer Lehre begonnen.


    5 Gründe für eine Karriere mit Holz

    1. Zukunftsbranche
    Nachhaltiges Bauen mit Holz boomt weltweit.

    2. Viele Berufsmöglichkeiten
    Vom Wald über Handwerk bis zur Industrie.

    3. Technik und Handwerk kombiniert
    Moderne Anlagen und traditionelles Material.

    4. Gute Karrierechancen
    Weiterbildung, Studium oder Selbstständigkeit.

    5. Nachhaltiger Werkstoff
    Holz ist klimafreundlich und regional verfügbar.


    Informationsbox: Holzindustrie Steiermark

    Die Holzindustrie zählt zu den wichtigsten Industriezweigen der Steiermark.

    Fakten zur Branche

    • rund 220 Unternehmen
    • etwa 6.000 Beschäftigte
    • viele familiengeführte Betriebe
    • wichtige Bereiche: Holzbau, Möbel, Fenster, Parkett, Sägewerke

    Die Branche verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Industrie und nachhaltigen Technologien.

    Mehr Informationen zu Ausbildungswegen und Lehrstellen:

    🌐 www.holzindustrie-steiermark.at


  • Von der Werkstatt in die Chefetage

    Von der Werkstatt in die Chefetage

    Warum Karriere nichts mit Zufall zu tun hat – und was KI niemals ersetzen kann

    Er begann mit einem Werkzeugkoffer – und landete in der Gesamtverantwortung internationaler Werke.
    Christian Ettl spricht im Interview über Lehre, Aufstieg, Auslandserfahrung und jene Kompetenzen, die auch im KI-Zeitalter entscheidend bleiben.

    „Man sitzt entweder am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer.“

    Warum eine Lehre ein echter Karrierebooster sein kann, weshalb Führung nicht vom Himmel fällt und warum frühe Verantwortung prägt, beschreibt Ettl ebenso klar wie seine Jahre im Ausland – geprägt von Improvisation, Entscheidungen in Echtzeit und Lernen unter echten Bedingungen.

    „Diese Zeit hat mich resilient gemacht.“

    Auch beim Thema Lernen mit KI bleibt er differenziert: KI sei ein wertvolles Werkzeug und Beschleuniger – aber kein Ersatz für Denken, Erfahrung und Urteilskraft. Wissen müsse weiterhin überprüft, eingeordnet und verstanden werden.

    „KI ergänzt Wissen – sie ersetzt es nicht.“

    Karrieren entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und ihre Komfortzone verlassen – fachlich wie persönlich. Und sie entstehen selten allein.

    Jetzt das vollständige Interview im ePaper lesen
    Ein Gespräch über einen Weg ohne Abkürzungen. Über Lernen dort, wo es unbequem wird. Und über die Erkenntnis, dass Verantwortung, Erfahrung und menschliche Fähigkeiten nicht ersetzbar sind – und KI dort unterstützt, wo sie Arbeit erleichtert, besonders in handwerklichen und technischen Berufen.

  • Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Das Ende der Pflichtschulzeit ist ein großer Moment.
    Für Jugendliche. Und für Eltern.

    Plötzlich steht viel offen: Lehre, Schule, Pause, Umwege.
    Und oft auch Unsicherheit – auf beiden Seiten.

    Im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN-Interview spricht Elke Lambauer, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf (KOST), darüber, warum diese Übergangsphase heute besonders sensibel ist – und wie Eltern ihre Kinder gut begleiten können, ohne Druck aufzubauen.

    Sie erklärt,

    • warum Orientierung wichtiger ist als schnelle Entscheidungen,
    • weshalb Gespräche über den eigenen Berufsalltag so prägend sind,
    • und warum Jugendliche Raum brauchen, um ihre eigene Perspektive zu entwickeln.

    Die KOST Steiermark unterstützt genau dann, wenn nach der Pflichtschulzeit Fragen entstehen – mit Information, Beratung und konkreten nächsten Schritten für Jugendliche und Eltern KOST Lambauer.

    👉 Lesen Sie das vollständige Interview im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN ePaper.


    Ein Gespräch, das Eltern stärkt – und jungen Menschen Orientierung gibt. Wer mehr erfahren möchte, findet hier die Website der KOST Steiermark. Im anschließenden Video erklärt Geschäftsführerin Elke Lambauer, wie Jugendliche und Eltern am Übergang von Schule zu Ausbildung unterstützt werden. https://ausbildungbis18.at/kost/steiermark/

  • Berufe auf Social Media

    Berufe auf Social Media

    Warum ein Song über einen Elektriker hunderttausendfach geteilt wird – für einen Beruf, nicht für einen Trend.

    Der deutsche Radiosender radio ffn hat mit seinen sogenannten Jobhits eine Idee umgesetzt, die gerade stark geteilt wird: Berufe werden besungen – unter anderem Elektriker, Maler oder Pflegekräfte.

    Allein der Jobhit für den Elektriker wurde bereits 223.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert.

    Nicht jede Attraktivierung braucht ein Konzeptpapier

    Manche brauchen einfach Haltung – und Humor.

    Während in der Steiermark Pressemeldungen vom Rückgang der Lehrlingszahlen berichten und intensiv über Maßnahmen zur Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Imagekampagnen bis hin zu Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche –, bleibt eine Frage oft unbeantwortet:
    Welche Bilder von Lehre tragen wir eigentlich in unseren Köpfen?

    Auch wenn die Idee in Deutschland entstanden ist:
    Die Inhalte funktionieren genauso in Östereich, in der Steiermark.
    Die Berufe. Die Aufgaben. Die Realität.

    Manchmal reicht es, eine gute Idee einfach weiterzusagen.

    👉 Die Jobhits gibt es hier: Jobhits vom Elektriker über Maler bis hin zur Pflegekraft

  • Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet

    Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet

    Zukunft fühlt sich für Jugendliche oft an wie ein riesiger Fragebogen – nur ohne Lösungsteil.
Und für Eltern wie ein Navigationssystem, das ständig „Route wird neu berechnet“ sagt.


    Die gute Nachricht: Man muss nicht alles wissen, um loszugehen.
 Man muss nur wissen, wo die eigenen Stärken liegen. Genau dafür gibt es in der Steiermark einen Ort, der Orientierung greifbar macht: das Talentcenter der WKO Steiermark. Dort werden Talente und berufsrelevante Fähigkeiten analysiert – und in konkrete Impulse übersetzt. Nicht als Schublade. Sondern als Startpunkt.


    Was das bringt? Vor allem Klarheit. Denn oft klaffen Selbst- und Fremdbild auseinander – viele unterschätzen sich. Sabine Sattler-Tremesberger, Leiterin des Talentcenters, beschreibt den Talentcheck deshalb als Ausgangsbasis: Danach beginnt das eigentliche Tun – recherchieren, Menschen ausfragen, schnuppern, Erfahrungen sammeln.


    Und genau deshalb haben wir von ZUKUNFT MEISTERN hingeschaut, nachgefragt und begleitet: Wir haben mit dem Talentcenter gesprochen – und auch mit Olivia Menzel, Lehrerin an der Mittelschule Anger, die ihre Klasse nicht nur zum Talentcheck führt, sondern die Ergebnisse anschließend gemeinsam mit Jugendlichen und Eltern aufarbeitet. Weil Orientierung nicht im Alleingang entsteht, sondern im Gespräch – und weil Entscheidungen leichter werden, wenn Stärken sichtbar sind.


    👉 Wie der Talentcheck abläuft, warum er oft überraschende Perspektiven eröffnet – und welche Schritte danach wirklich helfen – lesen Sie im E-Paper der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN.


    Mehr Infos zum Talentcenter:
👉 www.talentcenter.at