Autor: karin

  • Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Erasmus+ in Österreich: 1.715 bewilligte Mobilitäten für Lehrlinge

    Internationale Erfahrung ist längst kein Privileg von Studierenden mehr. Laut der nationalen Agentur OeAD, die das EU-Programm Erasmus+ in Österreich umsetzt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.715 Mobilitäten von Lehrlingen im Rahmen von Erasmus+ bewilligt – so viele wie noch nie seit Beginn des Programms im Jahr 1995.

    Diese Zahl markiert einen Wendepunkt: Auslandspraktika während der Lehrzeit entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil moderner Berufsbildung in Österreich.

    Wie das konkret aussehen kann, zeigt unser Praxisbeispiel aus dem Jahr 2025 mit drei Lehrlingen des Unternehmens KNAPP.


    Seit 2022 begleiten wir das Thema Auslandspraktikum in der Lehre

    Als wir 2022 erstmals mit Martin Kahr über Erasmus+-Mobilitäten gesprochen haben, war Ausland während der Lehrzeit für viele Eltern noch erklärungsbedürftig.

    Heute ist die Diskussion eine andere.

    Mehr Betriebe öffnen sich für internationale Mobilität.
    Mehr Berufsschulen integrieren Projekte strukturiert in den Ausbildungsalltag.
    Und immer mehr Familien fragen nicht mehr, ob es möglich ist – sondern wie.

    In der Steiermark begleitet das Projekt Young Styrians GO Europe! getragen von der Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Lehrlinge bei Antragstellung, Organisation und Vorbereitung eines Erasmus+-Praktikums.

    Was 2022 noch Impuls war, ist heute Struktur.


    Was ist ein Erasmus+ Auslandspraktikum für Lehrlinge?

    Ein Erasmus+-Auslandspraktikum ermöglicht Lehrlingen, mehrere Wochen Berufserfahrung in einem europäischen Betrieb zu sammeln.

    Wichtig für Eltern:

    • Lehrlinge bleiben im österreichischen Lehrbetrieb angemeldet und versichert.
    • Die Lehrlingsentschädigung wird weiterhin ausbezahlt.
    • Fördermittel für Reise- und Aufenthaltskosten können beantragt werden.
    • Der Aufenthalt kann im Einvernehmen mit Betrieb und Berufsschule als Teil der Ausbildung anerkannt werden.

    Es ist kein Sprung ins Ungewisse – sondern ein begleiteter Schritt.


    Großbritannien ab 2027 wieder Teil von Erasmus+

    Ab 2027 soll Großbritannien wieder als assoziiertes Partnerland am Erasmus+-Programm teilnehmen. Damit ist vorgesehen, dass Mobilitäten in der Berufsbildung – also auch für Lehrlinge – wieder im regulären europäischen Rahmen möglich werden.

    Nach dem Brexit war das Vereinigte Königreich mehrere Jahre nicht Teil des Programms. Mit der geplanten Wiederbeteiligung erweitert sich das Spektrum möglicher Zielländer erneut – insbesondere im englischsprachigen Raum.

    Für viele Eltern ist genau dieser Punkt entscheidend.


    Warum Auslandserfahrung in der Lehre Karrierechancen stärkt

    Ein Auslandspraktikum stärkt Sprachkompetenz, Selbstständigkeit, interkulturelles Verständnis und berufliche Sicherheit.

    Vor allem aber stärkt es eines:

    Selbstvertrauen.

    Und das entsteht oft dort, wo junge Menschen ihre Komfortzone verlassen – begleitet, aber eigenständig.


    Auslandserfahrung ist keine Frage des Ausbildungswegs

    Seit 2022 begleiten wir dieses Thema.

    Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder „die Welt sehen“. Und was sich verändert hat, ist nicht nur die Zahl der Mobilitäten.
    Es ist die Selbstverständlichkeit. Internationale Erfahrung hängt nicht davon ab, welchen Weg jemand für seine Ausbildung wählt. Man muss kein Gymnasium besuchen, um internationale Praxis zu sammeln.

    Auch in der Lehre – ab 16 Jahren – kann dieser Schritt möglich sein.
    Und genau das zeigt, wie sehr sich dieser Bildungsweg verändert hat – strukturierter, internationaler und selbstbewusster als noch vor wenigen Jahren.


    🔵 Service für Eltern: Ansprechpartner für Auslandspraktika in der Lehre

    Young Styrians GO Europe! (Steiermark) https://www.youngstyrians.com/
    OeAD – Nationale Agentur für Erasmus+ in Österreich
    Bereich Berufsbildung https://erasmusplus.oead.at/de/ Erster Schritt: Gespräch mit dem Lehrbetrieb oder der Berufsschule führen und nach Erasmus+-Mobilitäten fragen.


  • Lehre Metalltechnik Steiermark: Ausbildung mit Zukunft

    Lehre Metalltechnik Steiermark: Ausbildung mit Zukunft

    Lehrlingsausbildung bei MACO in Trieben

    „Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen – und damit ein zentraler Erfolgsfaktor für jeden Industriebetrieb. Wer heute in Ausbildung investiert, sichert morgen den Standort Steiermark.“

    So betont Helmut Röck, Fachgruppengeschäftsführer der Metalltechnischen Industrie Steiermark, die Bedeutung der Lehrlingsausbildung für die steirische Industrie.

    Wie diese Investitionen in Ausbildung konkret gelebt werden, zeigt ein Blick in die Praxis: Für die aktuelle Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN 2026 waren wir bei MACO in Trieben zu Gast. Dort sprachen wir mit Wolfgang Ornik (COO der MACO Gruppe), Andreas Platzer (Abteilungsleiter Betriebsmittel), Thomas Breyer (Abteilungsleiter Human Resources) und Tobias Halsmair (Ausbildungsleiter am Standort) über Fachkräftesicherung, Karrierewege, demografischen Wandel und die Zukunft technischer Lehrberufe.

    Aktuell lernen bei MACO in Trieben 37 Lehrlinge einen von zehn möglichen Berufen – darunter Metalltechnik, Mechatronik, Werkzeugbau, Oberflächentechnik oder IT-Technik. Die Ausbildung in der Industrie bietet damit vielfältige Karrierewege und hervorragende Zukunftsperspektiven.

    Gerade in Zeiten des demografischen Wandels wird deutlich:
    Investitionen in die Lehrlingsausbildung sind Investitionen in die Zukunft der Steiermark.

    Andreas Platzer, Abteilungsleiter Betriebsmittel bei MACO, sagt dazu:

    „Fordern und Fördern ist hier unsere Devise. Wir merken, dass die jungen Menschen beides brauchen. Der Lehrling muss nur wollen, beim Tun wird er von uns unterstützt.“

    Moderne Maschinen, Robotik-Trainings, digitale Aufnahmetests und eine modulare Lehrlingsakademie sorgen für eine Ausbildung auf Top-Niveau.


    Ist die Lehre noch zeitgemäß? Karriere statt Sackgasse

    Viele Eltern stellen sich die Frage: Schule oder Lehre?

    Wolfgang Ornik, COO der MACO Gruppe, spricht ein verbreitetes Vorurteil offen an:

    „Noch immer hört man: Geh zur Schule, dann ‚wirst was‘, wenn du es nicht schaffst, kannst du noch immer eine Lehre machen. Das wird der Lehre nicht gerecht.“

    Die Realität in der metalltechnischen Industrie zeigt ein anderes Bild:
    Lehre mit Matura, Werkmeisterschule oder Karriere bis in Führungspositionen sind keine Ausnahme.

    Thomas Breyer, Abteilungsleiter Human Resources, ergänzt:

    „Wir müssen den Eltern den unschätzbaren Wert einer Lehrausbildung vermitteln, damit die Lehre in der Gesellschaft wieder das Ansehen erhält, das sie verdient.“


    KI, Automatisierung und Industrie-Lehre: Zukunftssichere Berufe

    Wer sich für eine Lehrstelle in der Industrie entscheidet, wählt einen Beruf mit hoher Zukunftssicherheit.

    Tobias Halsmair, Ausbildungsleiter am Standort Trieben, stellt klar:

    „Zunächst: Ja, unsere Jobs sind mit Sicherheit nicht einfach durch KI ersetzbar. Automatisierung und Robotik schreiten sicherlich noch weiter voran, was aber vor allem Hilfstätigkeiten betrifft. Um diese immer komplexer werdenden Anlagen zu betreiben werden gut ausgebildete Fachkräfte aber noch wertvoller für die Unternehmen.“

    Gerade in Metalltechnik, Mechatronik und Elektrotechnik steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften kontinuierlich.


    Metalltechnische Industrie Steiermark: Zahlen & Fakten

    • Über 1.200 Lehrlinge in der metalltechnischen Industrie Steiermark
    • Ausbildung in rund 50 Berufen
    • Überdurchschnittliche Lehrlingsentschädigung
    • Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

    Die Branche bleibt damit Rückgrat der steirischen Wirtschaft und wichtiger Motor für Innovation.


    Jetzt im ePaper lesen: Lehrlingstalk MACO Trieben

    Der vollständige Lehrlingstalk mit allen Hintergründen, Karrierewegen und persönlichen Einblicken der Lehrlinge Aysela Kablic, André Bauer und Laura Kohlhofer ist in der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN 2026 nachzulesen

    👉 Hier geht’s zum ePaper

    Informationen über die Metalltechnische Industrie in der Steiermark findet man hier: https://www.wko.at/stmk/industrie/metalltechnische-industrie/start

    Informationen zur Lehrlingsausbildung bei MACO in Trieben findet man hier: https://www.maco.eu/de-AT/Karriere/Lehrlinge

  • Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?

    Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?

    Ein Österreicher sorgt derzeit international für Aufmerksamkeit: Peter Steinberger, Softwareentwickler und Gründer, zeigt in den USA, wie weit künstliche Intelligenz inzwischen gehen kann. Seine Systeme gehen deutlich über klassische KI-Anwendungen hinaus. Es geht nicht mehr nur um Textvorschläge oder Code-Unterstützung.

    Die neue Generation von KI übernimmt Aufgaben eigenständig.
    Sie organisiert Abläufe, koordiniert Termine, führt Transaktionen durch, bezahlt Rechnungen und optimiert Prozesse. Und sie lernt mit jeder Interaktion weiter. Damit wird KI nicht nur Assistenz – sondern aktives Handlungssystem. Diese Entwicklung ist technologisch beeindruckend. Gleichzeitig wirft sie eine grundlegende Frage auf:

    Welche Berufe haben in Zeiten von künstlicher Intelligenz noch Zukunft? Und welche Ausbildung ist heute die richtige Entscheidung.

    KI und Arbeitswelt: Welche Jobs verändern sich?

    Die Diskussion rund um künstliche Intelligenz dreht sich häufig um die Frage, ob KI Jobs ersetzt. Tatsächlich zeigt sich: Viele administrative, organisatorische und wissensbasierte Tätigkeiten lassen sich zunehmend automatisieren.

    KI kann analysieren, planen, buchen, dokumentieren und optimieren.
    Das verändert Berufsbilder – besonders im Büro-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich.

    Doch bedeutet das automatisch das Ende ganzer Berufsgruppen?
    Oder verschieben sich lediglich Anforderungen und Kompetenzen?

    Berufe mit Zukunft in der Steiermark

    Gerade in der Steiermark ist diese Debatte besonders relevant. Als starker Industrie-, Technologie- und Forschungsstandort ist das Land seit Jahrzehnten an Innovation gewöhnt. Automatisierung und Digitalisierung sind hier wirtschaftliche Realität.

    Gleichzeitig bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften hoch – insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen. Mechatroniker, Metalltechniker, Elektrotechniker, Installateure oder Tischler arbeiten zunehmend mit digitalen Systemen, übernehmen Verantwortung und lösen konkrete Probleme vor Ort.

    Technisches Verständnis, praktische Umsetzungskompetenz und Anpassungsfähigkeit zählen zu den entscheidenden Zukunftskompetenzen.

    Lehre oder Studium? Die Kompetenzfrage entscheidet

    Im Interview mit Wolfgang Eder wird deutlich: Entscheidend ist weniger der Titel als die Fähigkeit, mit Veränderung umzugehen. Wer lernt, mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten, statt gegen sie, bleibt handlungsfähig. Die Lehre verbindet Praxis, technisches Know-how und unmittelbare Verantwortung im Betrieb. Gerade in einer Arbeitswelt, in der KI Prozesse übernimmt, gewinnen reale Umsetzungskompetenz und Problemlösungsfähigkeit an strategischer Bedeutung.

    Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob Lehre oder Studium.
    Vielmehr braucht es einen Perspektivenwechsel in der Ausbildung: weg von reinen Titeln, hin zu Kompetenzen, Verantwortung und technologischer Offenheit.

    👉 Das vollständige Interview mit Wolfgang Eder im ePaper lesen

    Wie verändert künstliche Intelligenz die Berufswelt?
    Welche Berufe gelten als besonders zukunftsfähig?
    Und warum kann die Lehre in einer KI-geprägten Arbeitswelt ein stabiler Weg sein?


    Wolfgang Eder ist Leadership-Experte, Executive Coach und Universitätslektor mit internationaler Erfahrung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Zusammenspiel von Mensch und Technologie und begleitet Organisationen in Veränderungsprozessen – insbesondere im Kontext künstlicher Intelligenz und neuer Arbeitswelten.

    https://www.eder.ch

  • Noten reichen nicht für die AHS – und jetzt?

    Noten reichen nicht für die AHS – und jetzt?

    Wenn die Wunschschule nicht klappt: Welche Alternativen gibt es in der Steiermark?

    Die Semesterferien sind da – und für manche Familien fühlt es sich nicht nach Pause an, sondern nach Ausnahmezustand. Die Noten sind da. Und sie reichen vielleicht nicht für die gewünschte weiterführende Schule. Die Wunsch-AHS wird es nicht. Die geplante Matura gerät ins Wanken. Der Plan, der so klar schien, ist plötzlich brüchig.

    Viele Eltern stellen sich jetzt dieselben Fragen:
    Was tun, wenn die AHS-Aufnahme nicht klappt?
    Welche Alternativen zur AHS gibt es?
    Ist die Matura auch ohne AHS möglich?

    Zunächst das Wichtigste: Eine verpasste Aufnahme in eine AHS ist kein verpasstes Leben.

    Das österreichische Bildungssystem bietet mehrere Wege zur Matura. Neben der AHS gibt es berufsbildende höhere Schulen (BHS), Lehre mit Matura, Aufbaulehrgänge sowie zweite Bildungswege. In der Steiermark ist die Bildungslandschaft breiter aufgestellt, als viele im ersten Moment denken.

    Bevor jetzt Druck entsteht oder vorschnelle Entscheidungen getroffen werden, lohnt sich ein Schritt zurück.

    Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Warum haben die Noten nicht gereicht? Sondern: Was passt wirklich zu unserem Kind?

    Ist die AHS tatsächlich der richtige Weg – oder war sie vor allem ein Wunschbild? Wo liegen Stärken? Wo Interessen? Und wo vielleicht auch Überforderung?

    Noten geben Hinweise. Aber sie definieren kein Potenzial.

    Wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht, beginnt nicht das Scheitern, sondern eine Phase der Neuorientierung. Und genau dafür gibt es Unterstützung in der Steiermark: Bildungsberatung, Jugendcoaching, Talente-Checks, Berufsorientierung, Lehrlingsberatung.

    Eine kompakte Übersicht aller Anlaufstellen finden Sie hier:
    👉 Orientierung im Ausbildungsdschungel
    https://zukunftmeistern.at/orientierung-im-ausbildungsdschungel/

    Jetzt ist kein Moment für Schnellschüsse. Sondern für Gespräche. Für ehrliche Fragen. Für Zuhören ohne sofortige Bewertung.

    Vielleicht führt der neue Weg nicht direkt über die AHS zur Matura – aber über einen anderen, stabileren Weg sehr wohl dorthin. Vielleicht entsteht daraus sogar eine Richtung, die besser passt, motivierter macht und langfristig erfolgreicher ist.

    Wenn die Wunschschule nicht klappt, ist das kein Endpunkt, sondern eine Weggabelung – und Wege gibt es in der Steiermark mehr als genug.

    ZUKUNFT MEISTERN begleitet Eltern und Jugendliche genau in solchen Phasen – mit Orientierung, Information und der nötigen Portion Zuversicht.

  • Von der Werkstatt in die Chefetage

    Von der Werkstatt in die Chefetage

    Warum Karriere nichts mit Zufall zu tun hat – und was KI niemals ersetzen kann

    Er begann mit einem Werkzeugkoffer – und landete in der Gesamtverantwortung internationaler Werke.
    Christian Ettl spricht im Interview über Lehre, Aufstieg, Auslandserfahrung und jene Kompetenzen, die auch im KI-Zeitalter entscheidend bleiben.

    „Man sitzt entweder am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer.“

    Warum eine Lehre ein echter Karrierebooster sein kann, weshalb Führung nicht vom Himmel fällt und warum frühe Verantwortung prägt, beschreibt Ettl ebenso klar wie seine Jahre im Ausland – geprägt von Improvisation, Entscheidungen in Echtzeit und Lernen unter echten Bedingungen.

    „Diese Zeit hat mich resilient gemacht.“

    Auch beim Thema Lernen mit KI bleibt er differenziert: KI sei ein wertvolles Werkzeug und Beschleuniger – aber kein Ersatz für Denken, Erfahrung und Urteilskraft. Wissen müsse weiterhin überprüft, eingeordnet und verstanden werden.

    „KI ergänzt Wissen – sie ersetzt es nicht.“

    Karrieren entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und ihre Komfortzone verlassen – fachlich wie persönlich. Und sie entstehen selten allein.

    Jetzt das vollständige Interview im ePaper lesen
    Ein Gespräch über einen Weg ohne Abkürzungen. Über Lernen dort, wo es unbequem wird. Und über die Erkenntnis, dass Verantwortung, Erfahrung und menschliche Fähigkeiten nicht ersetzbar sind – und KI dort unterstützt, wo sie Arbeit erleichtert, besonders in handwerklichen und technischen Berufen.

  • Orientierung im Ausbildungsdschungel

    Orientierung im Ausbildungsdschungel

    Zeugnisse, Unsicherheit, offene Fragen: Wo Jugendliche und Eltern jetzt Unterstützung finden.

    Gerade jetzt, rund um die Zeugnisse, liegt in vielen Haushalten Spannung in der Luft.
    Noten, die nicht den Erwartungen entsprechen. Jugendliche, die in Trotz gehen und Fragen stellen wie: „Warum soll ich das alles lernen?“ Oder „Das brauche ich später sowieso nie mehr.“ Und Eltern, deren bisheriges Bild vom schulischen Weg ihres Kindes plötzlich ins Wanken gerät.

    Zwischen Zeugnisvergabe, offenen Fragen und der Unsicherheit, wie es nach der Pflichtschule weitergehen soll, fehlt oft eines: Orientierung.

    Am 16. Februar beginnen die Semesterferien. Sie können eine Pause sein – oder ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten, hinzuschauen und Unterstützung zu holen.

    Genau hier setzen qualifizierte Beratungsstellen in der Steiermark an. Sie helfen Jugendlichen, ihre Stärken zu erkennen, Perspektiven zu entwickeln und nächste Schritte zu planen – und sie entlasten Eltern, die begleiten wollen, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen.

    Die wichtigsten Beratungsstellen in der Steiermark

    BIZ Steiermark (AMS)
    Kostenlose und unabhängige Erstberatung zu Berufen, Lehrstellen, Arbeitsmarkt und Ausbildung.
    Ideal, wenn Jugendliche noch keine klare Richtung haben oder zwischen mehreren Optionen stehen.
    👉 https://www.biz-steiermark.ams.at

    KOST Steiermark
    Zentrale Drehscheibe für Übergänge von Schule in Ausbildung.
    Überblick zu Jugendcoaching, Ausbildungspflicht bis 18 und regionalen Unterstützungsangeboten.
    👉 https://www.kost-steiermark.at

    waswerden.info
    Schneller Überblick über Lehrberufe, Betriebe und Ausbildungsmöglichkeiten in der eigenen Region.
    Hilft bei der Suche nach Schnuppertagen und passenden Lehrstellen.
    👉 https://www.waswerden.info/deine-region

    Talentcenter Steiermark
    Eines der modernsten Talent-Analysezentren Europas.
    Jugendliche erhalten ein persönliches Stärkenprofil und Empfehlungen für passende Ausbildungswege.
    Besonders geeignet für die 7.–9. Schulstufe.
    👉 https://www.talentcenter.at

    LOGO! Jugendmanagement
    Zentrale Informationsstelle für Jugendliche – von Ausbildung und Arbeit bis zu Auslandsaufenthalten.
    Niederschwellig, unkompliziert und gut für erste Orientierungsgespräche.
    👉 https://www.logo.at

    Jugendcoaching Steiermark
    Kostenloses Coaching ab dem 9. Schuljahr.
    Unterstützt bei Unsicherheiten, Schulabbrüchen, Neuorientierung und Übergängen in den Beruf.
    👉 https://www.oesb-jugendcoaching.at/steiermark

    BFB Steiermark – Berufsorientierung
    Materialien, Methoden und Angebote rund um Berufsorientierung.
    Gut geeignet, um als Familie gemeinsam Interessen und Stärken zu erkunden.
    👉 https://www.bfb.berufsorientierung.at

    AK Steiermark – Bildungsberatung
    Unabhängige Beratung zu Ausbildung, Weiterbildung und beruflicher Entwicklung.
    Hilfreich für Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern Bildungswege abwägen möchten.
    👉 https://www.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/bildungsberatung


    Diese Stellen geben Halt, Struktur und Klarheit – genau dann, wenn Entscheidungen groß und viele Fragen offen sind.

  • Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Das Ende der Pflichtschulzeit ist ein großer Moment.
    Für Jugendliche. Und für Eltern.

    Plötzlich steht viel offen: Lehre, Schule, Pause, Umwege.
    Und oft auch Unsicherheit – auf beiden Seiten.

    Im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN-Interview spricht Elke Lambauer, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf (KOST), darüber, warum diese Übergangsphase heute besonders sensibel ist – und wie Eltern ihre Kinder gut begleiten können, ohne Druck aufzubauen.

    Sie erklärt,

    • warum Orientierung wichtiger ist als schnelle Entscheidungen,
    • weshalb Gespräche über den eigenen Berufsalltag so prägend sind,
    • und warum Jugendliche Raum brauchen, um ihre eigene Perspektive zu entwickeln.

    Die KOST Steiermark unterstützt genau dann, wenn nach der Pflichtschulzeit Fragen entstehen – mit Information, Beratung und konkreten nächsten Schritten für Jugendliche und Eltern KOST Lambauer.

    👉 Lesen Sie das vollständige Interview im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN ePaper.


    Ein Gespräch, das Eltern stärkt – und jungen Menschen Orientierung gibt. Wer mehr erfahren möchte, findet hier die Website der KOST Steiermark. Im anschließenden Video erklärt Geschäftsführerin Elke Lambauer, wie Jugendliche und Eltern am Übergang von Schule zu Ausbildung unterstützt werden. https://ausbildungbis18.at/kost/steiermark/

  • Lehrlingsstart 2026 bei SPAR: 100 Lehrstellen in der Steiermark und im Südburgenland

    Lehrlingsstart 2026 bei SPAR: 100 Lehrstellen in der Steiermark und im Südburgenland

    Lehre, die mehr kann als Alltag.

    Man sieht Regale. Man sieht Kassa. Man sieht Routine. Was man nicht sieht: Ausbildung, Entwicklung und Zukunftsperspektiven.

    Gerade Eltern kennen dieses Gefühl. Ist eine Lehre im Lebensmittelhandel wirklich mehr als das, was im Alltag sichtbar ist?

    Die Antwort darauf gibt SPAR – mit konkreten Ausbildungswegen, klaren Entwicklungsmöglichkeiten und jungen Menschen, die diesen Weg bereits gehen.

    100 Lehrstellen mit Perspektive

    SPAR Steiermark und Südburgenland bietet ab Herbst 2026 100 zukunftssichere Lehrstellen in über 10 verschiedenen Lehrberufen – vom klassischen Einzelhandel über Doppellehren bis hin zu Lehrberufen in Produktionsbetrieben wie TANN in Graz sowie in INTERSPAR-Bäckereien und der Systemgastronomie.

    „SPAR steht in der Steiermark und im Südburgenland seit Jahrzehnten für Sicherheit und Verlässlichkeit – als regionaler Arbeitgeber und als Ausbilder. Wir bieten jungen Menschen eine fundierte Ausbildung mit Zukunft und echte Entwicklungschancen, oft ganz in der Nähe, denn Ausbildungs- und Arbeitsort liegen meist direkt vor der Haustür.“
    Christoph Holzer, Geschäftsführer SPAR Steiermark und Südburgenland

    Was Lehrlinge wirklich lernen

    Katharina und Tobias haben sich bewusst für eine Lehre bei SPAR entschieden. Im aktuellen ZUKUNFT MEISTERN berichten sie, warum ihre Ausbildung weit über den sichtbaren Arbeitsalltag hinausgeht.

    Tobias erzählt im Interview, dass er während seiner Lehre unterschiedliche Abteilungen kennenlernen und sich fachlich ausprobieren konnte – ein entscheidender Unterschied zwischen einem reinen Job und einer fundierten Ausbildung.

    Katharina beschreibt, wie wichtig für sie das Betriebsklima, die Begleitung während der Lehrzeit und die Möglichkeit zu Zusatzqualifikationen waren – und warum sie ihre berufliche Zukunft klar bei SPAR sieht.

    🎥 Im Video beantworten beide drei Fragen zu ihrer Ausbildung, ihrem Einstieg und ihren Zukunftsplänen.
    📖 Das vollständige Interview lesen Sie im aktuellen ePaper von ZUKUNFT MEISTERN.

    🔗 Alle Infos zur Lehre & Bewerbung:
    www.spar.at/lehre

    Eltern-Info: Warum eine Lehre bei SPAR mehr ist, als man im Alltag sieht

    Zukunftschancen
    Die Ausbildung bei SPAR endet nicht mit dem Lehrabschluss.
    Nach dem Lehrabschluss stehen unterschiedliche Entwicklungswege offen – von Fach- und Führungsfunktionen im Markt über Tätigkeiten in Produktionsbetrieben oder Zentralen bis hin zur Selbstständigkeit als eigene Kauffrau oder eigener Kaufmann. Auch internationale Karrierewege innerhalb der SPAR-Länder sind möglich.

    Praxis & Weiterbildung
    SPAR verbindet Berufsschule und Praxis konsequent:
    Was gelernt wird, kommt direkt im Markt oder in Produktionsbetrieben wie TANN oder in INTERSPAR-Bäckereien zur Anwendung. Zusätzlich stehen Lehre mit Matura, Zusatzausbildungen und geplante Weiterbildungsangebote nach dem Lehrabschluss offen.

    Sicherheit & Nähe
    Als regional verwurzelter Arbeitgeber bietet SPAR Ausbildung und Arbeitsplätze oft in Wohnortnähe – ein wichtiger Faktor für Stabilität und Alltagssicherheit, besonders für junge Menschen und ihre Familien.

    Finanzielle Benefits
    SPAR überzahlt das gesetzliche Lehrlingseinkommen.
    Zusätzlich können Lehrlinge während der Ausbildung Prämien und Benefits im Wert von über 6.700 Euro erhalten, darunter Leistungsprämien und ein iPad bei guten Leistungen.
    Nach erfolgreichem Lehrabschluss gibt es eine Garantie auf eine Vollzeitbeschäftigung inklusive erhöhtem Einstiegsgehalt.

    Fazit für Eltern
    Was im Supermarkt oft gleich aussieht, ist in Wahrheit eine Ausbildung mit Struktur, Entwicklung und Perspektive.
    Eine Lehre bei SPAR bedeutet: Sicherheit, Qualifikation und echte Zukunftschancen.

  • Berufe auf Social Media

    Berufe auf Social Media

    Warum ein Song über einen Elektriker hunderttausendfach geteilt wird – für einen Beruf, nicht für einen Trend.

    Der deutsche Radiosender radio ffn hat mit seinen sogenannten Jobhits eine Idee umgesetzt, die gerade stark geteilt wird: Berufe werden besungen – unter anderem Elektriker, Maler oder Pflegekräfte.

    Allein der Jobhit für den Elektriker wurde bereits 223.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert.

    Nicht jede Attraktivierung braucht ein Konzeptpapier

    Manche brauchen einfach Haltung – und Humor.

    Während in der Steiermark Pressemeldungen vom Rückgang der Lehrlingszahlen berichten und intensiv über Maßnahmen zur Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Imagekampagnen bis hin zu Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche –, bleibt eine Frage oft unbeantwortet:
    Welche Bilder von Lehre tragen wir eigentlich in unseren Köpfen?

    Auch wenn die Idee in Deutschland entstanden ist:
    Die Inhalte funktionieren genauso in Östereich, in der Steiermark.
    Die Berufe. Die Aufgaben. Die Realität.

    Manchmal reicht es, eine gute Idee einfach weiterzusagen.

    👉 Die Jobhits gibt es hier: Jobhits vom Elektriker über Maler bis hin zur Pflegekraft

  • Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Die Steiermark stellt das größte Team im österreichischen Aufgebot für WorldSkills 2026

    Während intensiv über die Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche bis zu neuen Bildern von Ausbildung –, stehen junge Fachkräfte aus der Steiermark in den Startlöchern, um ihr Können unter Beweis zu stellen.


    Am 23. Jänner wurde das SkillsAustria Team Austria 2026 offiziell vorgestellt – jenes Team, das Österreich bei den WorldSkills 2026 im September in Shanghai vertreten wird, der größten Berufsweltmeisterschaft der Welt.

    47 junge Fachkräfte aus ganz Österreich haben sich für das Nationalteam qualifiziert. Zwölf von ihnen kommen aus der Steiermark, drei Mädchen und neun Burschen. Damit stellt die Steiermark das größte Kontingent im Team Austria. Ein klares Zeichen für die wachsende Vielfalt in handwerklichen und technischen Berufen sowie für die Qualität der dualen Ausbildung und die Leistungsfähigkeit steirischer Lehrbetriebe und Berufsschulen.

    Können statt Etiketten

    WorldSkills ist kein Schaulaufen. Es ist ein internationaler Leistungstest unter hohem Zeitdruck, mit klar definierten Standards und objektiver Bewertung. Gemessen wird ausschließlich das berufliche Können.
    Wer hier antritt, gehört zur Spitze seines Fachs.

    Die steirischen Teilnehmer kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen: von technischen High-Tech-Berufen über digitale Anwendungen bis hin zu klassischen Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Gemeinsam ist ihnen die Bereitschaft, über Monate hinweg intensiv zu trainieren und sich mit den Besten der Welt zu messen.

    Lehre als reale Zukunftsperspektive

    Die starke Präsenz der Steiermark im Team Austria zeigt, was Lehre heute sein kann: international anschlussfähig, leistungsorientiert und voller Entwicklungsmöglichkeiten.
    Sie ist keine theoretische Alternative, sondern eine praktische Antwort auf den Fachkräftebedarf – getragen von Betrieben, Ausbildnern und jungen Menschen, die Verantwortung übernehmen.

    Initiativen wie SkillsAustria machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: hohe Ausbildungsqualität, Präzision, Innovationskraft und beruflicher Ehrgeiz. Sie geben der Lehre ein Gesicht – und jungen Talenten eine Bühne.Mehr Informationen zum österreichischen Team Austria für WorldSkills 2026 sowie zu den steirischen Teilnehmern finden Sie in der offiziellen Pressemeldung von Skills Austria

    Bild: Credit: SkillsAustria/Wieser