Am 20. Juni 2026 verwandelt sich die Grazer Messehalle A in eine Arena der Präzision. 45 der besten Tischler- und Holzgestalter-Lehrlinge Österreichs treten zum großen Bundeslehrlingswettbewerb an. Sie vertreten die Spitze von insgesamt rund 2.000 Talenten, die sich aktuell bundesweit in Ausbildung befinden. Das Besondere: Der Wettbewerb vereint alle Leistungsstufen – vom ersten bis zum vierten Lehrjahr messen sich die Besten ihrer jeweiligen Kategorie, um in Graz ihr handwerkliches Können zu beweisen.
Für die steirischen Teilnehmer ist der Druck in diesem Jahr besonders hoch. Nach den Gesamtsiegen der letzten beiden Jahre geht das „Tischlerland Steiermark“ als klarer Favorit ins Rennen. Unsere Talente sind die Gejagten – und sie sind bereit, ihren Titel vor heimischem Publikum über alle Lehrjahre hinweg zu verteidigen.
Das Handwerk der Emotionen: Warum Tischler unvergleichliche Wertschätzung erleben
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was den Tischlerberuf jenseits von Spänen und Skizzen so besonders macht? Neben der beeindruckenden Präzision und Kreativität ist es vor allem eines: die unmittelbare Emotion.

„Das Steirerland ist ein Tischlerland. Rund 1700 Betriebe sind eine nachhaltige regionale Wirtschaftsmacht, deren Mitarbeiter europaweit in der Champions League spielen. Das Erfolgsmodell Lehre bildet den Grundstein dafür.“ — Christian Zach, Landesinnungsmeister der Tischler
Wer hinter die Kulissen der Branche blickt, erkennt eine Form der Wertschätzung, die in unserer Arbeitswelt selten geworden ist. Ob beim Aufbau eines maßgefertigten Einzelstücks oder der kompletten Einrichtung eines Objekts – das Ergebnis ist kein bloßer Gegenstand, sondern die Gestaltung eines persönlichen Lebensraums.
„Es ist dieses besondere Feedback, die unmittelbare Begeisterung der Menschen, wenn ein neuer Raum entsteht. Das hat man in nicht vielen Berufen.“
Beim Einrichten geht es um Design, um Ästhetik und damit immer um das Gefühl, „zuhause“ zu sein. Tischler erschaffen mit Holz mehr als nur Funktionalität; sie gestalten Emotionen und erleben den direkten Dank ihrer Kunden oft in dem Moment, in dem das Werkstück den Raum zum ersten Mal prägt.
Spitzenleistung auf 6.600 Quadratmetern
Auf einer Wettbewerbsfläche von insgesamt 6.600 m² zeigen die 45 Finalistinnen und Finalisten, was modernes Handwerk leisten kann. Unter den Augen einer Fachjury und unter enormem Zeitdruck wird um Millimeter gekämpft. Bewertet werden:
- Maßgenauigkeit & Präzision
- Oberflächenqualität
- Funktionale Lösungen
- Gestalterisches Können
Es ist ein Event der Sonderklasse, das die Attraktivität der dualen Ausbildung sichtbar macht und zeigt, welches Niveau das Handwerk heute bereits in den ersten Lehrjahren erreicht.

Bundeslehrlingswart Ludwig Weichinger-Hieden, Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart, Landesinnungsmeister Christian Zach und Landeslehrlingswart Wolfgang Hasenburger präsentierten die Details zum Großereignis.
Mehr als nur Zuschauen: Selbst zum Hammer greifen
Besucher haben an diesem Tag die einmalige Chance, den jungen Profis direkt über die Schulter zu blicken. Doch es bleibt nicht beim Zuschauen:
- Steirische Nagelmeisterschaft: Beim „Annageln“ sind alle Gäste eingeladen, selbst aktiv zu werden und ihr handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen.
- Gänsehaut-Atmosphäre: Landeslehrlingswart Wolfgang Hasenburger verspricht: „Wie kaum anderswo wird sichtbar, wie junge Menschen ihren Beruf mit Freude ausüben. Gänsehautfeeling pur.“
- Siegerehrung im Stefaniensaal: Der feierliche Höhepunkt findet in einem der traditionsreichsten Säle der Stadt statt – ein würdiger Rahmen für die Elite des österreichischen Handwerks.

Das Ziel vor Augen: Die begehrte Trophäe für die besten Tischlerlehrlinge Österreichs.
Kommen Sie am 20. Juni in die Messe Graz und erleben Sie selbst, wie aus dem Werkstoff Holz echte Leidenschaft wird.


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