Kategorie: Tipps aus der Redaktion

  • Von der Werkstatt in die Chefetage

    Von der Werkstatt in die Chefetage

    Warum Karriere nichts mit Zufall zu tun hat – und was KI niemals ersetzen kann

    Er begann mit einem Werkzeugkoffer – und landete in der Gesamtverantwortung internationaler Werke.
    Christian Ettl spricht im Interview über Lehre, Aufstieg, Auslandserfahrung und jene Kompetenzen, die auch im KI-Zeitalter entscheidend bleiben.

    „Man sitzt entweder am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer.“

    Warum eine Lehre ein echter Karrierebooster sein kann, weshalb Führung nicht vom Himmel fällt und warum frühe Verantwortung prägt, beschreibt Ettl ebenso klar wie seine Jahre im Ausland – geprägt von Improvisation, Entscheidungen in Echtzeit und Lernen unter echten Bedingungen.

    „Diese Zeit hat mich resilient gemacht.“

    Auch beim Thema Lernen mit KI bleibt er differenziert: KI sei ein wertvolles Werkzeug und Beschleuniger – aber kein Ersatz für Denken, Erfahrung und Urteilskraft. Wissen müsse weiterhin überprüft, eingeordnet und verstanden werden.

    „KI ergänzt Wissen – sie ersetzt es nicht.“

    Karrieren entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und ihre Komfortzone verlassen – fachlich wie persönlich. Und sie entstehen selten allein.

    Jetzt das vollständige Interview im ePaper lesen
    Ein Gespräch über einen Weg ohne Abkürzungen. Über Lernen dort, wo es unbequem wird. Und über die Erkenntnis, dass Verantwortung, Erfahrung und menschliche Fähigkeiten nicht ersetzbar sind – und KI dort unterstützt, wo sie Arbeit erleichtert, besonders in handwerklichen und technischen Berufen.

  • Orientierung im Ausbildungsdschungel

    Orientierung im Ausbildungsdschungel

    Zeugnisse, Unsicherheit, offene Fragen: Wo Jugendliche und Eltern jetzt Unterstützung finden.

    Gerade jetzt, rund um die Zeugnisse, liegt in vielen Haushalten Spannung in der Luft.
    Noten, die nicht den Erwartungen entsprechen. Jugendliche, die in Trotz gehen und Fragen stellen wie: „Warum soll ich das alles lernen?“ Oder „Das brauche ich später sowieso nie mehr.“ Und Eltern, deren bisheriges Bild vom schulischen Weg ihres Kindes plötzlich ins Wanken gerät.

    Zwischen Zeugnisvergabe, offenen Fragen und der Unsicherheit, wie es nach der Pflichtschule weitergehen soll, fehlt oft eines: Orientierung.

    Am 16. Februar beginnen die Semesterferien. Sie können eine Pause sein – oder ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten, hinzuschauen und Unterstützung zu holen.

    Genau hier setzen qualifizierte Beratungsstellen in der Steiermark an. Sie helfen Jugendlichen, ihre Stärken zu erkennen, Perspektiven zu entwickeln und nächste Schritte zu planen – und sie entlasten Eltern, die begleiten wollen, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen.

    Die wichtigsten Beratungsstellen in der Steiermark

    BIZ Steiermark (AMS)
    Kostenlose und unabhängige Erstberatung zu Berufen, Lehrstellen, Arbeitsmarkt und Ausbildung.
    Ideal, wenn Jugendliche noch keine klare Richtung haben oder zwischen mehreren Optionen stehen.
    👉 https://www.biz-steiermark.ams.at

    KOST Steiermark
    Zentrale Drehscheibe für Übergänge von Schule in Ausbildung.
    Überblick zu Jugendcoaching, Ausbildungspflicht bis 18 und regionalen Unterstützungsangeboten.
    👉 https://www.kost-steiermark.at

    waswerden.info
    Schneller Überblick über Lehrberufe, Betriebe und Ausbildungsmöglichkeiten in der eigenen Region.
    Hilft bei der Suche nach Schnuppertagen und passenden Lehrstellen.
    👉 https://www.waswerden.info/deine-region

    Talentcenter Steiermark
    Eines der modernsten Talent-Analysezentren Europas.
    Jugendliche erhalten ein persönliches Stärkenprofil und Empfehlungen für passende Ausbildungswege.
    Besonders geeignet für die 7.–9. Schulstufe.
    👉 https://www.talentcenter.at

    LOGO! Jugendmanagement
    Zentrale Informationsstelle für Jugendliche – von Ausbildung und Arbeit bis zu Auslandsaufenthalten.
    Niederschwellig, unkompliziert und gut für erste Orientierungsgespräche.
    👉 https://www.logo.at

    Jugendcoaching Steiermark
    Kostenloses Coaching ab dem 9. Schuljahr.
    Unterstützt bei Unsicherheiten, Schulabbrüchen, Neuorientierung und Übergängen in den Beruf.
    👉 https://www.oesb-jugendcoaching.at/steiermark

    BFB Steiermark – Berufsorientierung
    Materialien, Methoden und Angebote rund um Berufsorientierung.
    Gut geeignet, um als Familie gemeinsam Interessen und Stärken zu erkunden.
    👉 https://www.bfb.berufsorientierung.at

    AK Steiermark – Bildungsberatung
    Unabhängige Beratung zu Ausbildung, Weiterbildung und beruflicher Entwicklung.
    Hilfreich für Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern Bildungswege abwägen möchten.
    👉 https://www.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/bildungsberatung


    Diese Stellen geben Halt, Struktur und Klarheit – genau dann, wenn Entscheidungen groß und viele Fragen offen sind.

  • Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Das Ende der Pflichtschulzeit ist ein großer Moment.
    Für Jugendliche. Und für Eltern.

    Plötzlich steht viel offen: Lehre, Schule, Pause, Umwege.
    Und oft auch Unsicherheit – auf beiden Seiten.

    Im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN-Interview spricht Elke Lambauer, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf (KOST), darüber, warum diese Übergangsphase heute besonders sensibel ist – und wie Eltern ihre Kinder gut begleiten können, ohne Druck aufzubauen.

    Sie erklärt,

    • warum Orientierung wichtiger ist als schnelle Entscheidungen,
    • weshalb Gespräche über den eigenen Berufsalltag so prägend sind,
    • und warum Jugendliche Raum brauchen, um ihre eigene Perspektive zu entwickeln.

    Die KOST Steiermark unterstützt genau dann, wenn nach der Pflichtschulzeit Fragen entstehen – mit Information, Beratung und konkreten nächsten Schritten für Jugendliche und Eltern KOST Lambauer.

    👉 Lesen Sie das vollständige Interview im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN ePaper.


    Ein Gespräch, das Eltern stärkt – und jungen Menschen Orientierung gibt. Wer mehr erfahren möchte, findet hier die Website der KOST Steiermark. Im anschließenden Video erklärt Geschäftsführerin Elke Lambauer, wie Jugendliche und Eltern am Übergang von Schule zu Ausbildung unterstützt werden. https://ausbildungbis18.at/kost/steiermark/

  • Lehrlingsstart 2026 bei SPAR: 100 Lehrstellen in der Steiermark und im Südburgenland

    Lehrlingsstart 2026 bei SPAR: 100 Lehrstellen in der Steiermark und im Südburgenland

    Lehre, die mehr kann als Alltag.

    Man sieht Regale. Man sieht Kassa. Man sieht Routine. Was man nicht sieht: Ausbildung, Entwicklung und Zukunftsperspektiven.

    Gerade Eltern kennen dieses Gefühl. Ist eine Lehre im Lebensmittelhandel wirklich mehr als das, was im Alltag sichtbar ist?

    Die Antwort darauf gibt SPAR – mit konkreten Ausbildungswegen, klaren Entwicklungsmöglichkeiten und jungen Menschen, die diesen Weg bereits gehen.

    100 Lehrstellen mit Perspektive

    SPAR Steiermark und Südburgenland bietet ab Herbst 2026 100 zukunftssichere Lehrstellen in über 10 verschiedenen Lehrberufen – vom klassischen Einzelhandel über Doppellehren bis hin zu Lehrberufen in Produktionsbetrieben wie TANN in Graz sowie in INTERSPAR-Bäckereien und der Systemgastronomie.

    „SPAR steht in der Steiermark und im Südburgenland seit Jahrzehnten für Sicherheit und Verlässlichkeit – als regionaler Arbeitgeber und als Ausbilder. Wir bieten jungen Menschen eine fundierte Ausbildung mit Zukunft und echte Entwicklungschancen, oft ganz in der Nähe, denn Ausbildungs- und Arbeitsort liegen meist direkt vor der Haustür.“
    Christoph Holzer, Geschäftsführer SPAR Steiermark und Südburgenland

    Was Lehrlinge wirklich lernen

    Katharina und Tobias haben sich bewusst für eine Lehre bei SPAR entschieden. Im aktuellen ZUKUNFT MEISTERN berichten sie, warum ihre Ausbildung weit über den sichtbaren Arbeitsalltag hinausgeht.

    Tobias erzählt im Interview, dass er während seiner Lehre unterschiedliche Abteilungen kennenlernen und sich fachlich ausprobieren konnte – ein entscheidender Unterschied zwischen einem reinen Job und einer fundierten Ausbildung.

    Katharina beschreibt, wie wichtig für sie das Betriebsklima, die Begleitung während der Lehrzeit und die Möglichkeit zu Zusatzqualifikationen waren – und warum sie ihre berufliche Zukunft klar bei SPAR sieht.

    🎥 Im Video beantworten beide drei Fragen zu ihrer Ausbildung, ihrem Einstieg und ihren Zukunftsplänen.
    📖 Das vollständige Interview lesen Sie im aktuellen ePaper von ZUKUNFT MEISTERN.

    🔗 Alle Infos zur Lehre & Bewerbung:
    www.spar.at/lehre

    Eltern-Info: Warum eine Lehre bei SPAR mehr ist, als man im Alltag sieht

    Zukunftschancen
    Die Ausbildung bei SPAR endet nicht mit dem Lehrabschluss.
    Nach dem Lehrabschluss stehen unterschiedliche Entwicklungswege offen – von Fach- und Führungsfunktionen im Markt über Tätigkeiten in Produktionsbetrieben oder Zentralen bis hin zur Selbstständigkeit als eigene Kauffrau oder eigener Kaufmann. Auch internationale Karrierewege innerhalb der SPAR-Länder sind möglich.

    Praxis & Weiterbildung
    SPAR verbindet Berufsschule und Praxis konsequent:
    Was gelernt wird, kommt direkt im Markt oder in Produktionsbetrieben wie TANN oder in INTERSPAR-Bäckereien zur Anwendung. Zusätzlich stehen Lehre mit Matura, Zusatzausbildungen und geplante Weiterbildungsangebote nach dem Lehrabschluss offen.

    Sicherheit & Nähe
    Als regional verwurzelter Arbeitgeber bietet SPAR Ausbildung und Arbeitsplätze oft in Wohnortnähe – ein wichtiger Faktor für Stabilität und Alltagssicherheit, besonders für junge Menschen und ihre Familien.

    Finanzielle Benefits
    SPAR überzahlt das gesetzliche Lehrlingseinkommen.
    Zusätzlich können Lehrlinge während der Ausbildung Prämien und Benefits im Wert von über 6.700 Euro erhalten, darunter Leistungsprämien und ein iPad bei guten Leistungen.
    Nach erfolgreichem Lehrabschluss gibt es eine Garantie auf eine Vollzeitbeschäftigung inklusive erhöhtem Einstiegsgehalt.

    Fazit für Eltern
    Was im Supermarkt oft gleich aussieht, ist in Wahrheit eine Ausbildung mit Struktur, Entwicklung und Perspektive.
    Eine Lehre bei SPAR bedeutet: Sicherheit, Qualifikation und echte Zukunftschancen.

  • Berufe auf Social Media

    Berufe auf Social Media

    Warum ein Song über einen Elektriker hunderttausendfach geteilt wird – für einen Beruf, nicht für einen Trend.

    Der deutsche Radiosender radio ffn hat mit seinen sogenannten Jobhits eine Idee umgesetzt, die gerade stark geteilt wird: Berufe werden besungen – unter anderem Elektriker, Maler oder Pflegekräfte.

    Allein der Jobhit für den Elektriker wurde bereits 223.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert.

    Nicht jede Attraktivierung braucht ein Konzeptpapier

    Manche brauchen einfach Haltung – und Humor.

    Während in der Steiermark Pressemeldungen vom Rückgang der Lehrlingszahlen berichten und intensiv über Maßnahmen zur Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Imagekampagnen bis hin zu Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche –, bleibt eine Frage oft unbeantwortet:
    Welche Bilder von Lehre tragen wir eigentlich in unseren Köpfen?

    Auch wenn die Idee in Deutschland entstanden ist:
    Die Inhalte funktionieren genauso in Östereich, in der Steiermark.
    Die Berufe. Die Aufgaben. Die Realität.

    Manchmal reicht es, eine gute Idee einfach weiterzusagen.

    👉 Die Jobhits gibt es hier: Jobhits vom Elektriker über Maler bis hin zur Pflegekraft

  • Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Die Steiermark stellt das größte Team im österreichischen Aufgebot für WorldSkills 2026

    Während intensiv über die Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche bis zu neuen Bildern von Ausbildung –, stehen junge Fachkräfte aus der Steiermark in den Startlöchern, um ihr Können unter Beweis zu stellen.


    Am 23. Jänner wurde das SkillsAustria Team Austria 2026 offiziell vorgestellt – jenes Team, das Österreich bei den WorldSkills 2026 im September in Shanghai vertreten wird, der größten Berufsweltmeisterschaft der Welt.

    47 junge Fachkräfte aus ganz Österreich haben sich für das Nationalteam qualifiziert. Zwölf von ihnen kommen aus der Steiermark, drei Mädchen und neun Burschen. Damit stellt die Steiermark das größte Kontingent im Team Austria. Ein klares Zeichen für die wachsende Vielfalt in handwerklichen und technischen Berufen sowie für die Qualität der dualen Ausbildung und die Leistungsfähigkeit steirischer Lehrbetriebe und Berufsschulen.

    Können statt Etiketten

    WorldSkills ist kein Schaulaufen. Es ist ein internationaler Leistungstest unter hohem Zeitdruck, mit klar definierten Standards und objektiver Bewertung. Gemessen wird ausschließlich das berufliche Können.
    Wer hier antritt, gehört zur Spitze seines Fachs.

    Die steirischen Teilnehmer kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen: von technischen High-Tech-Berufen über digitale Anwendungen bis hin zu klassischen Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Gemeinsam ist ihnen die Bereitschaft, über Monate hinweg intensiv zu trainieren und sich mit den Besten der Welt zu messen.

    Lehre als reale Zukunftsperspektive

    Die starke Präsenz der Steiermark im Team Austria zeigt, was Lehre heute sein kann: international anschlussfähig, leistungsorientiert und voller Entwicklungsmöglichkeiten.
    Sie ist keine theoretische Alternative, sondern eine praktische Antwort auf den Fachkräftebedarf – getragen von Betrieben, Ausbildnern und jungen Menschen, die Verantwortung übernehmen.

    Initiativen wie SkillsAustria machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: hohe Ausbildungsqualität, Präzision, Innovationskraft und beruflicher Ehrgeiz. Sie geben der Lehre ein Gesicht – und jungen Talenten eine Bühne.Mehr Informationen zum österreichischen Team Austria für WorldSkills 2026 sowie zu den steirischen Teilnehmern finden Sie in der offiziellen Pressemeldung von Skills Austria

    Bild: Credit: SkillsAustria/Wieser

  • Fachkräfte gesucht – aber wer bildet sie aus?

    Fachkräfte gesucht – aber wer bildet sie aus?

    Die Diskussion über den Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Unternehmen suchen Personal, beklagen Engpässe und verweisen auf fehlende Bewerber. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen aus der Steiermark: Die Zahl der Lehrlinge ist rückläufig. Auch die Neueintritte gehen zurück.

    Das wirft eine unbequeme Frage auf:
    Gibt es zu wenige Jugendliche, die sich für eine Lehre entscheiden – oder zu wenige Unternehmen, die bereit sind auszubilden?

    Die Antwort ist nicht einfach. Viele Betriebe stehen aktuell unter wirtschaftlichem Druck. Investitionen werden verschoben, Planungssicherheit fehlt. Ausbildung – so wichtig sie langfristig ist – wird kurzfristig oft vertagt. Doch genau hier entsteht eine Entwicklung, die weit über ein einzelnes Jahr hinausreicht.

    Denn während der Ruf nach Fachkräften lauter wird, sinkt gleichzeitig die Zahl jener Betriebe, die tatsächlich Lehrlinge aufnehmen. Ausbildung passiert nicht im Konjunktiv. Sie braucht Zeit, Ressourcen und den Willen, Wissen weiterzugeben. Wer heute nicht ausbildet, kann morgen keine Fachkräfte erwarten. Und wer Ausbildung aufschiebt, verschiebt nicht nur Kosten, sondern Verantwortung.

    Was sich hier abzeichnet, ist keine Momentaufnahme, sondern eine strukturelle Baustelle.
    Fachkräfte lassen sich nicht kurzfristig ersetzen. Sie wachsen über Jahre – im Betrieb, im Tun, im Alltag. Wer heute nicht ausbildet, wird morgen nicht nur Personal vermissen, sondern Substanz.

    Für Eltern lohnt es sich, diese Entwicklung genau zu betrachten. Denn sie verändert den Blick auf die Lehre grundlegend.
    Jugendliche, die sich für handwerkliche oder technische Berufe entscheiden, sind nicht ein Risiko eingegangen – sie treffen eine strategische Entscheidung. Sie werden gebraucht. Mehr denn je.

    „Handwerk hat goldenen Boden“ bekommt damit eine neue Bedeutung. Nicht als Spruch, sondern als Realität einer Arbeitswelt, in der Können, Verlässlichkeit und Praxis wieder an Gewicht gewinnen.

    Diese Entwicklung verdient eine sachliche Diskussion.
    Nicht als Schuldfrage – sondern als gemeinsame Verantwortung für die nächste Generation.

    🧭 Was heißt das für Eltern?
    Die Lehre ist kein Auslaufmodell, sondern ein Zukunftsthema. In einer Zeit, in der Erfahrung in Pension geht und Fachkräfte fehlen, werden junge Menschen mit handwerklichen und technischen Fähigkeiten gebraucht – nicht irgendwann, sondern jetzt. Wer sich für eine Lehre entscheidet, trifft keine Notlösung, sondern eine bewusste Wahl mit Perspektive.

    📊 Zahlenbox: Lehre in der Steiermark 2025

    Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

    • 14.442 Lehrlinge standen 2025 in der Steiermark in Ausbildung
      (–3,3 % gegenüber 2024)
    • 13.826 Lehrlinge in betrieblichen Lehrverhältnissen
      (–3,4 %)
    • 622 Lehrlinge in der überbetrieblichen Lehrausbildung
      (–1 %)
    • 4.292 Jugendliche begannen 2025 neu eine Lehre
      (–5,3 %)
    • Ausbildung erfolgt aktuell in 4.695 Lehrbetrieben
    • Rund 170 Lehrberufe werden in der Steiermark ausgebildet
    • 5.116 positiv absolvierte Lehrabschlussprüfungen
      davon 21,8 % mit ausgezeichnetem, 25,8 % mit gutem Erfolg

    👉 Quelle: WKO Steiermark


    „Dieser Rückgang ist kein Ausdruck eines mangelnden Bekenntnisses der Unternehmen zur betrieblichen Ausbildung, sondern direkte Folge der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Viele Betriebe stehen aktuell unter Druck. Umso wichtiger ist es, Ausbildung gezielt zu stärken – denn Fachkräfte sind in Zeiten des demografischen Wandels für jeden künftigen Aufschwung von entscheidender Bedeutung.

    Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark, ordnet die Entwicklung ein:

  • Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet

    Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet

    Zukunft fühlt sich für Jugendliche oft an wie ein riesiger Fragebogen – nur ohne Lösungsteil.
Und für Eltern wie ein Navigationssystem, das ständig „Route wird neu berechnet“ sagt.


    Die gute Nachricht: Man muss nicht alles wissen, um loszugehen.
 Man muss nur wissen, wo die eigenen Stärken liegen. Genau dafür gibt es in der Steiermark einen Ort, der Orientierung greifbar macht: das Talentcenter der WKO Steiermark. Dort werden Talente und berufsrelevante Fähigkeiten analysiert – und in konkrete Impulse übersetzt. Nicht als Schublade. Sondern als Startpunkt.


    Was das bringt? Vor allem Klarheit. Denn oft klaffen Selbst- und Fremdbild auseinander – viele unterschätzen sich. Sabine Sattler-Tremesberger, Leiterin des Talentcenters, beschreibt den Talentcheck deshalb als Ausgangsbasis: Danach beginnt das eigentliche Tun – recherchieren, Menschen ausfragen, schnuppern, Erfahrungen sammeln.


    Und genau deshalb haben wir von ZUKUNFT MEISTERN hingeschaut, nachgefragt und begleitet: Wir haben mit dem Talentcenter gesprochen – und auch mit Olivia Menzel, Lehrerin an der Mittelschule Anger, die ihre Klasse nicht nur zum Talentcheck führt, sondern die Ergebnisse anschließend gemeinsam mit Jugendlichen und Eltern aufarbeitet. Weil Orientierung nicht im Alleingang entsteht, sondern im Gespräch – und weil Entscheidungen leichter werden, wenn Stärken sichtbar sind.


    👉 Wie der Talentcheck abläuft, warum er oft überraschende Perspektiven eröffnet – und welche Schritte danach wirklich helfen – lesen Sie im E-Paper der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN.


    Mehr Infos zum Talentcenter:
👉 www.talentcenter.at


  • Ausbildung in Echtzeit

    Ausbildung in Echtzeit

    Warum sich die Lehre schneller verändert als Schule

    Es gibt Systeme, die diskutieren Veränderung.
    Und es gibt Systeme, die sie einfach machen.

    Während über Schulreformen jahrelang verhandelt wird, hat sich die Lehre längst neu aufgestellt. Still, pragmatisch und näher an der Realität der Wirtschaft, als viele wahrhaben wollen. Nicht aus pädagogischer Mode heraus, sondern weil sich Arbeit, Technologien und Märkte schneller verändern als je zuvor. Und weil Ausbildung darauf reagieren muss.

    Lehre ist heute kein Relikt. Sie ist ein Seismograf.

    Alte Bilder. Neue Realität.

    Werkbank, Blaumann, immer gleich. Kaum Aufstieg.
    Diese Bilder halten sich hartnäckig – vor allem in den Köpfen jener, die ihre Ausbildung vor Jahrzehnten gemacht haben. Doch während Erwachsene noch vergleichen, haben Jugendliche längst verstanden: Die Lehre von heute hat mit der Lehre von gestern wenig gemeinsam.

    Sie ist digitaler. Technischer. Vernetzter.
    Und sie verändert sich schneller als viele schulische Systeme.

    Die Wirtschaft hat vorgelegt. Die Lehre liefert.

    Wenn sich Industrien wandeln, entstehen neue Anforderungen.
    Und kaum eine Ausbildungsform reagiert so unmittelbar darauf wie die Lehre. Neue Berufsbilder entstehen nicht nach jahrelangen Lehrplankommissionen, sondern dort, wo Unternehmen sie brauchen.

    Heute bedeutet Lehre:
    Robotik statt Schraubstock.
    Softwareverständnis statt Routine.
    Systemdenken statt Einzeltätigkeit.

    Hightech, Nachhaltigkeit, Automatisierung und Datenkompetenz gehören längst zum Ausbildungsalltag – leise, selbstverständlich, praxisnah.

    Jugendliche entscheiden pragmatisch. Und klug.

    Ein Blick auf die beliebtesten Lehrberufe zeigt, wohin die Reise geht: Technik, Energie, Mobilität, Logistik, Digitalisierung.
    Das sind keine Zufallsentscheidungen. Das sind Antworten auf eine Arbeitswelt, die Sicherheit, Sinn und Entwicklung verlangt.

    Jugendliche wählen nicht den einfachsten Weg.
    Sie wählen den realistischsten.

    Die Lehre ist keine Endstation

    Wer heute eine Lehre beginnt, entscheidet sich nicht für einen Endpunkt. Sondern für einen Einstieg.
    Module, Spezialisierungen, Berufsreifeprüfung, Meister, Werkmeister, Fachakademien – Wege verzweigen sich, öffnen sich, wachsen mit.

    Die Lehre fixiert nicht.
    Sie befähigt.

    Neue Berufe entstehen dort, wo Zukunft passiert.

    Viele der heutigen Lehrberufe gab es vor wenigen Jahren noch nicht. Sie sind Antworten auf konkrete Fragen unserer Zeit:
    Wie gestalten wir lebenswerte Städte?
    Wie organisieren wir Energie nachhaltig?
    Wie funktionieren Logistik, Materialien und Mobilität morgen?

    Die Lehre wartet nicht auf perfekte Konzepte.
    Sie entwickelt sie im Tun.

    Warum das für Eltern entscheidend ist.

    Dass sich die Lehre schneller verändert als Schule, ist kein Zufall. Wirtschaft, Sozialpartner und öffentliche Hand entwickeln sie gemeinsam weiter. Inhalte werden angepasst, Berufe modernisiert, neue Ausbildungen geschaffen – sobald sie gebraucht werden.

    Die Lehre von morgen sieht anders aus als die von gestern.
    Und genau darin liegt ihre Stärke.

    👉 Warum weiterlesen?

    Weil hier nur der Rahmen sichtbar wird.
    Die Details stehen im Magazin.

    In der vollständigen Story in ZUKUNFT MEISTERN zeigen wir,

    • welche neuen Lehrberufe in den letzten Jahren entstanden sind,
    • wie sich Inhalte konkret verändert haben,
    • warum Jugendliche heute oft realistischer entscheiden als Erwachsene,
    • und weshalb die Lehre kein Gegenmodell zur Schule ist, sondern ein eigenes System mit Tempo.

    Kurz:
    Hier geht es um den Überblick.
    Im Magazin um das Verstehen.

    👉 Die gesamte Geschichte lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN
    📖 im E-Paper https://zukunftmeistern.at/druckausgaben/
    🛒 oder kostenlos in allen SPAR-Filialen in der Steiermark.

  • Altes Denken & neue Klarheiten

    Altes Denken & neue Klarheiten

    Warum die Lehre für Jugendliche längst attraktiv ist – und wir Erwachsenen noch aufholen müssen

    Es gibt Gedanken, die halten sich erstaunlich lange.
    Zum Beispiel jener, dass die Lehre ein Plan B sei – ein Ersatzweg, den man nur einschlägt, wenn die schulische Laufbahn ins Stocken gerät. Ein Bild, das viele Erwachsene aus ihrer eigenen Jugend noch bestens kennen. Und das heute weiter von der Realität entfernt ist als ein Wählscheibentelefon vom Smartphone.

    Aktuelle Jugendstudien zeigen ein anderes Bild:
    Für die Generation Z ist die Lehre ein moderner, sicherer und völlig selbstverständlicher Bildungsweg. Kein Abstieg, kein Kompromiss – sondern eine sinnstiftende und zielführende Wahl. Jugendliche denken nüchterner, klarer und oft auch realistischer als wir Erwachsenen. Sie fragen nicht: „Wie wirkt das?“
    Sondern: „Was funktioniert?“

    Und funktionieren soll vor allem eines: ein Alltag, der Sinn macht.

    Sicherheit statt Prestige

    Sicherheit, Wertschätzung und Verlässlichkeit im Team stehen für viele 16- bis 25-Jährige deutlich über Prestige oder Titeln. Die Lehre liefert genau das: frühe Verantwortung, echte Aufgaben und ein Umfeld, in dem man spürt, dass der eigene Beitrag zählt.

    Zahlen belegen diesen Trend: Rund ein Drittel der Jugendlichen in Österreich sieht die Lehre heute als bevorzugten Bildungsweg – nicht als Notlösung, sondern als bewusste Entscheidung für Sicherheit und Perspektive. Viele wünschen sich einen raschen Einstieg ins Berufsleben, ein eigenes Einkommen und klare Rollen im Arbeitsalltag.

    Lehrlinge verdienen bereits während der Ausbildung ihr eigenes Geld. In zahlreichen technischen Lehrberufen liegt die Lehrlingsentschädigung im 4. Lehrjahr bei über 2.000 Euro brutto. Nach dem Lehrabschluss starten Fachkräfte häufig mit Einstiegsgehältern, die über jenen vieler Schulabsolvent:innen liegen.

    Die eigentliche Hürde sitzt woanders

    Gleichzeitig räumen Studien mit hartnäckigen Klischees auf. Die Generation Z ist weder arbeitsscheu noch illusionslos. Sie weiß sehr genau, dass sie sich beim Betrieb bewirbt – nicht umgekehrt. Sie will Leistung bringen, Entwicklung erleben und Verantwortung übernehmen. Und sie erkennt, dass die Lehre Aufstieg, Matura, Studium und sogar Selbstständigkeit ermöglicht.

    Tatsächlich haben rund 40 Prozent der Meister:innen in Österreich ihre berufliche Laufbahn mit einer Lehre begonnen. Die Lehre ist kein Tunnel – sie ist ein Netz.

    Die eigentliche Hürde für den Einstieg in einen Lehrberuf liegt daher nicht bei den Jugendlichen – sondern bei uns Erwachsenen.
    Wir tragen Bilder im Kopf, die Jahrzehnte alt sind. Bilder von begrenzten Möglichkeiten und fehlenden Aufstiegschancen.

    Die Jugend hingegen sieht längst die neue Realität:
    eine Lehre, die digitaler, flexibler, internationaler und mit mehr Perspektiven ausgestattet ist, als viele von uns je erlebt haben.

    Während Erwachsene noch diskutieren, ob künstliche Intelligenz die Arbeitswelt rettet oder gefährdet, fragt die Jugend pragmatisch: „Was kann ich lernen – und was bringt mich weiter?“
    Und findet in der Lehre erstaunlich oft eine Antwort, die passt.

    Die Lehre funktioniert

    Die Jugendlichen sind bereit.
    Die Lehre passt zu ihnen.

    Was es jetzt braucht, ist die Bereitschaft der Erwachsenen, das eigene Denken zu aktualisieren – und alte Bilder loszulassen. Die Lehre von heute ist nicht das, was viele von uns früher kannten. Sie ist moderner, offener und durchlässiger. Und sie bietet Wege, die nicht nach oben begrenzt sind, sondern sich verzweigen.

    ZUKUNFT MEISTERN möchte dabei helfen, diese neue Realität sichtbar zu machen – und Orientierung zu geben, wo Unsicherheit entstanden ist. Nicht mit einfachen Antworten, sondern mit Klarheit.


    Zum Weiterlesen

    Dieser Beitrag ist Teil der aktuellen Ausgabe ZUKUNFT MEISTERN 2026 – dem Magazin für Eltern rund um das Thema Lehre.
    Im Heft finden sich Interviews, Orientierungshilfen, Praxisbeispiele und konkrete Anlaufstellen aus der Steiermark.

    👉 Hier geht es zum E-Paper
    👉 Die Printausgabe liegt bei SPAR in der Steiermark, bei McDonald’s und an vielen weiteren öffentlichen Stellen auf.

    Quellen (Auswahl): Ö3-Jugendstudie, ibw Lehrlingsmonitor, AMS Jugendbarometer, WKO Zukunftslehre.