Kategorie: Tipps aus der Redaktion

  • Keine Lehrstelle gefunden?    Der 5-Schritte-Notfallplan für Eltern in der Steiermark

    Keine Lehrstelle gefunden? Der 5-Schritte-Notfallplan für Eltern in der Steiermark

    Wenn Jugendliche keine Lehrstelle finden, liegt das nicht immer an ihnen.
    Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sparen viele Unternehmen zuerst dort, wo die Zukunft beginnt – bei der Ausbildung. Es werden weniger Lehrlinge aufgenommen, Entscheidungen werden verschoben oder Stellen gar nicht erst ausgeschrieben.

    Für Jugendliche fühlt sich das trotzdem wie eine persönliche Niederlage an. Für Eltern beginnt eine Zeit voller Fragen: Wie geht es jetzt weiter? Ein Jahr verlieren? Wieder Schule? Warten?

    Die wichtigste Nachricht zuerst:
    In Österreich muss kein Jugendlicher ohne Ausbildung bleiben.
    Wenn kein Betrieb gefunden wird, gibt es Unterstützungssysteme, Beratung und sogar Lehrwerkstätten, in denen Jugendliche ihre Lehre trotzdem beginnen können.


    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • warum Jugendliche oft keine Lehrstelle finden, obwohl sie geeignet wären
    • was die Überbetriebliche Lehre (ÜBA) ist
    • welche Anlaufstellen in der Steiermark helfen
    • was Sie beim AMS unbedingt fragen sollten
    • wie der 5-Schritte-Plan für Eltern aussieht

    Warum viele Jugendliche keine Lehrstelle finden

    Viele Eltern denken zuerst:
    „Mein Kind hat zu schlechte Noten oder zu wenige Bewerbungen geschrieben.“

    Das stimmt manchmal – aber sehr oft liegt der Grund woanders:

    • Unternehmen sind wirtschaftlich unsicher
    • Betriebe sparen bei Ausbildung
    • Lehrlinge kosten Zeit und Personal
    • Aufträge fehlen
    • Pensionierungen werden später nachbesetzt
    • Es wird vorsichtiger geplant
    • Betriebe warten ab

    Das bedeutet:
    Nicht jeder Jugendliche ohne Lehrstelle ist ungeeignet – oft ist einfach die wirtschaftliche Situation schwierig.

    Das ist wichtig zu wissen, damit Jugendliche nicht das Gefühl bekommen, sie hätten versagt.


    1. Die wichtigste Nachricht: Ausbildung trotzdem möglich

    In Österreich gilt das Prinzip „Ausbildung bis 18“.
    Das bedeutet: Jugendliche sollen eine Ausbildung machen – und der Staat sorgt auch dafür, dass sie eine Ausbildung bekommen, wenn kein Betrieb gefunden wird.

    Die wichtigste Möglichkeit ist die Überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA).

    Was ist die Überbetriebliche Lehre?

    • Lehre findet in Lehrwerkstätten statt
    • Berufsschule wird normal besucht
    • Lehrabschluss ist gleichwertig
    • Wechsel in einen Betrieb jederzeit möglich
    • Jugendliche erhalten Ausbildungsbeihilfe
    • Voll versichert
    • Ziel ist immer Vermittlung in einen Betrieb

    Viele Jugendliche starten in der ÜBA und wechseln später in einen Betrieb.


    2. Der 5-Schritte-Notfallplan für Eltern

    Wenn Ihr Kind keine Lehrstelle findet, sollten Sie diese Schritte machen.

    Schritt 1: Beim AMS als lehrstellensuchend melden

    Das ist der wichtigste Schritt.
    Ohne Meldung beim AMS gibt es keinen Zugang zur überbetrieblichen Lehre oder zu Förderungen.

    👉 AMS Steiermark


    Schritt 2: Jugendcoaching kontaktieren

    Das Jugendcoaching hilft kostenlos bei:

    • Berufsorientierung
    • Bewerbungen
    • Lehrstellensuche
    • Entscheidung Schule oder Lehre
    • Problemen beim Einstieg ins Berufsleben

    👉 Jugendcoaching
    https://www.neba.at/jugendcoaching


    Schritt 3: Überbetriebliche Lehre (ÜBA) prüfen

    Fragen Sie beim AMS gezielt:

    „Welche Möglichkeiten der überbetrieblichen Lehrausbildung gibt es für mein Kind?“

    Viele Eltern wissen nicht, dass das AMS aktiv Lehrplätze organisiert, wenn kein Betrieb gefunden wird.


    Schritt 4: Bewerbungsunterlagen überarbeiten

    Nutzen Sie die Zeit:

    • Lebenslauf verbessern
    • Bewerbungsschreiben überarbeiten
    • Bewerbungstraining machen
    • Vorstellungsgespräch üben

    Dabei helfen:

    • AMS BerufsInfoZentrum (BIZ)
    • Arbeiterkammer
    • Jugendcoaching

    Schritt 5: Brückenangebote nutzen (z. B. AusbildungsFit)

    Manchmal ist ein zusätzliches Jahr sinnvoll, um:

    • praktische Erfahrungen zu sammeln
    • Berufe auszuprobieren
    • Selbstständigkeit zu lernen
    • Motivation zu finden
    • danach eine Lehrstelle zu bekommen

    👉 AusbildungsFit
    https://www.neba.at/ausbildungsfit


    3. Wer hilft in der Steiermark? Wichtige Anlaufstellen

    Koordination & Beratung

    KOST Steiermark – Koordinierungsstelle AusBildung bis 18

    Hilft Eltern und Jugendlichen, den Überblick zu behalten.

    👉 https://www.kost-steiermark.at

    Jugendcoaching (NEBA)

    Kostenlose Begleitung für Jugendliche am Übergang Schule – Beruf.

    👉 https://www.neba.at/jugendcoaching


    Ausbildungsträger – Hier findet die überbetriebliche Lehre statt

    Wenn kein Betrieb gefunden wird, übernehmen diese Einrichtungen die Ausbildung:

    Diese Einrichtungen betreiben Lehrwerkstätten, organisieren Praktika und helfen beim Wechsel in Betriebe.


    4. Hardfacts für Eltern – Kurz erklärt

    FrageAntwort
    Kostet das etwas?Nein
    Bekommt mein Kind Geld?Ja, Ausbildungsbeihilfe
    Ist mein Kind versichert?Ja
    Ist der Abschluss gleichwertig?Ja
    Kann mein Kind in einen Betrieb wechseln?Ja, jederzeit

    5. Checkliste für das AMS-Gespräch

    Diese Fragen sollten Sie stellen:

    • Ist mein Kind offiziell als lehrstellensuchend gemeldet?
    • Welche ÜBA-Plätze gibt es aktuell?
    • Können wir einen Kontakt zum Jugendcoaching bekommen?
    • Gibt es Infotage bei Ausbildungsträgern?
    • Welche Brückenangebote sind sinnvoll?
    • Gibt es Förderungen für Betriebe, wenn mein Kind eingestellt wird?

    Keine Lehrstelle ist kein Karriereende

    Keine Lehrstelle zu finden ist für Jugendliche und Eltern belastend.
    Aber es ist kein Zeichen für Scheitern und kein Karriereende.

    Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bilden Betriebe weniger aus.
    Deshalb gibt es in Österreich ein System, das dafür sorgt, dass Jugendliche trotzdem eine Ausbildung machen können.

    Wichtig ist nur: Aktiv werden, zum AMS gehen und Hilfe holen.
    Dann kann der Weg in den Beruf trotzdem starten – manchmal über einen kleinen Umweg.

  • Im Land sind wir es schon. Im Kopf dürfen wir es werden.

    Im Land sind wir es schon. Im Kopf dürfen wir es werden.

    Haben Sie schon einmal beobachtet, mit welcher puren, unvoreingenommenen Freude ein Kind Farben entdeckt? In den Augen eines Kindes gibt es keine „falschen“ Farben – es gibt nur die Begeisterung für das Ganze.

    Wenn ich heute meine Heimat betrachte, sehe ich ein Bild, das sich in den letzten Jahren sichtlich verändert hat. Ich sehe Gesichter aus vielen Teilen der Welt, höre verschiedene Sprachen und bemerke eine neue Lebendigkeit, die unseren Alltag prägt. Doch während dieser Wandel manchmal Fragen aufwirft, sehe ich vor allem eines: Menschen, die anpacken. Ich sehe jene Gesichter, die mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass unser gewohntes Leben überhaupt noch so reibungslos funktioniert.

    Ich frage Sie: Was erleben Sie, wenn Sie im Supermarkt an der Kassa stehen, eine Freundin im Spital besuchen oder – wie ich neulich – Handwerker im Haus haben? Erleben auch Sie oft diese besondere Aufmerksamkeit und Freundlichkeit von Menschen, deren Wurzeln vielleicht in fernen Ländern liegen, die aber hier mit derselben Leidenschaft ihre Aufgaben erfüllen wie wir alle?

    Diese neue Farbigkeit in unserer Gesellschaft ist weit mehr als nur ein optischer Wandel. Sie ist ein tragendes Fundament, auf dem unser tägliches Leben ruht. Es ist an der Zeit, diese Realität mit einem offenen Geist anzuerkennen. Denn den unschätzbaren Wert dieser Vielfalt für unser aller Fortkommen zu verstehen, ist kein politisches Bekenntnis – es ist eine Anerkennung der Wirklichkeit, die uns jeden Tag umgibt.

    Ein Land in Bewegung: Warum wir diese Farbe brauchen

    Es ist Zeit für einen ehrlichen Blick auf die Fakten. Denn eines steht fest: Würden wir die Beiträge jener Menschen ausklammern, die aus anderen Teilen der Welt zu uns gekommen sind, würde in Österreich vieles stillstehen. Zuwanderung ist kein abstraktes Konzept, sondern eine lebensnotwendige Bereicherung für unser Gemeinwesen.

    📊 Faktencheck Demografie

    „Ohne internationale Zuwanderung würde die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter bis 2040 um rund 500.000 sinken. Migration ist der einzige Faktor, der unser Arbeitskräftepotenzial stabilisiert.“

    Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsprognose 2024–2040.

    Handel, Handwerk und Alltag: Farbe als Stütze

    Besonders im Handel, der unsere tägliche Versorgung sicherstellt, ist Vielfalt längst der Standard. Laut aktuellem Migrationsbericht der Statistik Austria arbeiten Menschen mit internationaler Geschichte häufiger im Handel (15,2 %) als Menschen ohne diesen Hintergrund. Ob bei großen Handelsketten wie SPAR oder im Fachgeschäft um die Ecke: Es sind Menschen vieler Nationalitäten, die dafür sorgen, dass die Regale gefüllt sind und wir alles haben, was wir für unser Leben brauchen. Es ist ein gemeinsames Anpacken für die Gemeinschaft.

    Ein Gewinn für das Sozialsystem

    Oft wird die Frage gestellt, wie sich Zuwanderung auf unsere sozialen Sicherungssysteme auswirkt. Die Daten zeichnen hier ein Bild der gegenseitigen Unterstützung. Da der Großteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter zu uns kommt, fungieren sie als wichtige Stützen für unser Pensions- und Gesundheitssystem.

    • Nettozahler für die Zukunft: Zuwanderer sind im Durchschnitt deutlich jünger als die hiesige Bevölkerung. Sie zahlen heute in die Renten- und Krankenkassen ein, von denen wir alle profitieren.
    • Wirtschaftliche Wertschöpfung: In Städten wie Wien tragen Menschen mit Migrationshintergrund bereits rund 35 % zur gesamten wirtschaftlichen Wertschöpfung bei.

    💶 Faktencheck Sozialsystem

    „Zuwanderer sind aufgrund ihrer Altersstruktur überwiegend Nettozahler im österreichischen Sozialsystem. Sie tragen maßgeblich zur Finanzierung der Pensionen bei, da der Anteil der über 65-Jährigen in dieser Gruppe deutlich geringer ist.“

    Quelle: WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung).

    Mythos Arbeitslosigkeit verstehen

    Wenn wir über Arbeitslosigkeit sprechen, dürfen wir nicht vergessen: Viele jener Menschen, die wir in der Statistik sehen, arbeiten in Branchen mit starken Saison­schwankungen – etwa Bau oder Tourismus. Diese saisonalen Beschäftigungen führen regelmäßig zu höheren Arbeitslosenzahlen im Winter.

    Gleichzeitig ist der Beitrag von Zuwanderern zum österreichischen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren stark gewachsen. Viele Branchen würden ohne sie nicht funktionieren.

    Die Mehrheit der Bezieher von Arbeitslosengeld in Österreich sind nach wie vor österreichische Staatsbürger, allerdings ist die Arbeitslosenquote unter Ausländern höher, was vor allem mit Branchenstruktur, Saisonarbeit und Qualifikationsunterschieden zusammenhängt.
    (Quelle: AMS Österreich, Arbeitsmarktberichte)

    Wer pflegt uns morgen?

    Nirgendwo ist die menschliche Verbindung deutlicher spürbar als im Gesundheits- und Sozialwesen. Hier zeigt sich, dass Fürsorge keine Herkunft kennt, sondern eine Qualität des Herzens ist.

    🩺 Faktencheck Pflegebedarf

    „Bis zum Jahr 2030 werden in Österreich zusätzlich rund 75.000 Pflege- und Betreuungspersonen benötigt. Die Anwerbung aus dem Ausland ist eine tragende Säule der zukünftigen Versorgungssicherheit.“ >

    Quelle: Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), Personalbedarfsprognose.

    Den Geist für das Ganze öffnen

    Den Geist für das Ganze öffnen bedeutet nicht, alles gut zu finden oder Probleme zu übersehen. Integration passiert nicht in Gesetzen, sondern in Schulen, Betrieben, Vereinen, Nachbarschaften und am Arbeitsplatz. Und vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis am Ende ganz einfach: Ist das Problem wirklich die Migration – oder oft unsere Integration?

  • Zwischen Haustür und Algorithmus: Wo ziehen wir die Grenze?

    Zwischen Haustür und Algorithmus: Wo ziehen wir die Grenze?

    „Öffne niemals die Tür einer Person, die du nicht kennst.“ – oder wie machen Sie das zu Hause?

    Diesen Satz bringen wir jedem Kind in der realen Welt bei. Geh mit niemandem mit. Nimm keine Süßigkeiten an. Steig nicht in fremde Autos. Wir tun alles, um unsere Kinder in der physischen Welt zu schützen – wir nutzen Smartphones oder GPS-Chips zum Tracking, um immer zu wissen, wo unsere Kids gerade sind.

    Doch während wir die Haustür bewachen, lassen wir in der digitalen Welt die Fenster sperrangelweit offen. Jeden Tag treten Algorithmen, Influencer und Plattformen in das Leben unserer Kinder, über deren Absichten wir oft erschreckend wenig wissen.

    Die digitale Realität: Ein Weckruf für uns alle

    Die Zahlen aus dem aktuellen Diskurs zum geplanten Social-Media-Verbot in Österreich sprechen eine deutliche Sprache:

    • 76 % der Mädchen geben an, dass soziale Medien ihr Schönheitsbewusstsein negativ beeinflussen.
    • 98 % der Jugendlichen sind bereits mit Hass im Netz konfrontiert worden.
    • Sucht als Geschäftsmodell: Plattformen wie Meta und Google standen erst jüngst vor Gericht, weil ihre Algorithmen gezielt darauf programmiert sind, die Aufmerksamkeit von Minderjährigen zu binden und Abhängigkeiten zu fördern.

    Als Mensch und Mutter macht mir diese Schutzlosigkeit Sorgen. Wir sehen die Folgen dort, wo unsere Warnungen aus der realen Welt einfach nicht zu gelten scheinen. Warum akzeptieren wir im Netz Gefahren, die wir offline niemals dulden würden?

    Das geplante Verbot: Ein notwendiger Riegel oder zu wenig?

    Das bald kommende Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige soll hier unterstützen. Es ist der Versuch, die digitale Tür für Minderjährige geschlossen zu halten – ein staatlicher Riegel vor einer Welt, die wir physisch niemals so unkontrolliert betreten lassen würden.

    Aber reicht ein Gesetz allein aus? Wie gehen wir im Alltag damit um? Das Thema brennt vielen von uns unter den Nägeln, denn es geht auch um die psychische Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder.


    Ihre Erfahrung ist jetzt gefragt!

    Ein Gesetz kann Türen schließen, aber die echte Begleitung findet zu Hause statt. Wir möchten von Ihnen wissen – ohne Filter und ganz direkt:

    • Was macht Ihnen am meisten Sorgen, wenn Sie an den Medienkonsum Ihrer Kinder denken?
    • Befürworten Sie das Verbot oder halten Sie es für technisch nicht umsetzbar?
    • Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Gab es Momente, in denen Sie eingreifen mussten?

    Wir möchten hier einen Raum für echte Meinungen schaffen. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen unten in die Kommentare.

    Hinweis: Mit Ihrem Einverständnis würden wir besonders spannende oder hilfreiche Beiträge (gerne auch anonymisiert) veröffentlichen, um anderen Eltern Orientierung zu bieten.

  • Ein Blick hinter die Kulissen: Wie die steirische Industrie die Fachkräfte von morgen formt

    Ein Blick hinter die Kulissen: Wie die steirische Industrie die Fachkräfte von morgen formt

    Um zu verstehen, wie moderne Ausbildung heute funktioniert, war das Team von ZUKUNFT MEISTERN für diese Ausgabe zu Gast bei der Roto Frank Austria GmbH in Kalsdorf. Ein Lokalaugenschein, der zeigt, wie die Initiative „Die Industrie“ der Industriellenvereinigung Steiermark in der Praxis Früchte trägt.

    Ein starkes Signal der Industriellenvereinigung Steiermark

    Hinter dem Erfolg der heimischen Betriebe steht eine starke Gemeinschaft. Die Industriellenvereinigung Steiermark (IV) setzt mit der Plattform dieindustrie.at ein klares Statement: Eine Lehre in der Industrie bietet Sicherheit, exzellente Verdienstmöglichkeiten und eine technische Ausbildung auf Weltniveau. Mit aktuell über 1.000 offenen Lehrstellen in der gesamten Steiermark ist die Industrie der wichtigste Ausbildungspartner für junge Talente.

    Praxis-Check in Kalsdorf: Wo Lehrlinge Roboter bauen

    Bei unserem Besuch bei Roto Frank Austria wurde schnell klar, warum das Unternehmen als Vorzeigebetrieb gilt. Mit einer Lehrlingsquote von fast zehn Prozent – 32 Lehrlinge bei rund 370 Mitarbeitern – wird Ausbildung hier als gesellschaftliche Verpflichtung gelebt.

    Highlights der Ausbildung, die uns beeindruckt haben:

    • Hauseigene Lehrlingsakademie: Bevor die Jugendlichen in ihre Teams starten, absolvieren sie einen mehrwöchigen Grundlehrgang, um Basisfertigkeiten perfekt zu erlern
    Nahaufnahme eines gelben Industrie-Roboters in einer speziellen Schulungsumgebung für Lehrlinge bei Roto Frank.
    • Innovation durch Eigenverantwortung: Wir konnten die von Lehrlingen selbst entwickelte Roboter-Schulungszelle besichtigen. Diese wird heute im gesamten Betrieb für Versuche und Instandhaltung genutzt, ohne die laufende Produktion zu stören.
    • Nachhaltigkeit als Entscheidungsgrund: Das Werk beeindruckt mit einem Selbstversorgungsgrad von rund 50 Prozent durch Photovoltaik und Wasserkraft. Für die junge Generation ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.
    • Soft Skills & Teambuilding: Neben der Technik stehen auch Gesundheitsprävention, der richtige Umgang mit Geld und internationale Austauschprogramme auf dem Plan.

    „Wir setzen ganz stark auf Kommunikation, Wertschätzung und Respekt. Jeder darf und soll sich mit Ideen einbringen.“

    Christian Haidic, Leiter der technischen Ausbildung bei Roto Frank Austria

    Ein Lehrling der Metalltechnik führt konzentriert Schweißarbeiten an einem Werkstück durch, während Funken sprühen.

    Vielfalt und Perspektiven: Deine Chance in der Industrie

    Ob Metalltechnik, Mechatronik oder einer der insgesamt zwölf angebotenen Lehrberufe (sowie sechs Doppellehrberufe) – am Standort mit der weltweit größten Fertigungsdichte stehen alle Türen offen.

    Möchtest du mehr über unseren Besuch bei Roto Frank und die Bildungsinitiativen der Industriellenvereinigung erfahren?

    Den vollständigen Beitrag mit exklusiven Einblicken und weiteren Details liest du in unserem aktuellen E-Paper.

    👉 Hier geht es zum vollständigen Beitrag im E-Paper


    @Bilder und Video von Mias Photoart

    Infobox: Die Industrie in der Steiermark

    Über das Projekt „Die Industrie“ Eine Initiative der Industriellenvereinigung Steiermark zur Förderung der dualen Ausbildung.

    • Karriere-Check: Über 1.100 offene Lehrstellen in der Region.
    • Infos & Bewerbung:www.dieindustrie.at

    Roto Frank Austria (Kalsdorf)

    • Mitarbeiter: ca. 370 (davon fast 10 % Lehrlinge).
    • Lehrberufe: 12 Fachbereiche & 6 Doppellehrberufe.
    • Besonderheit: Eigene Lehrlingsakademie & Fokus auf grüne Energie.

    Mehr zum Thema: Den gesamten Report von unserem Redaktionsbesuch inklusive aller Hintergrundinfos findest du in der aktuellen Druckausgabe von ZUKUNFT MEISTERN. 👉 Zum E-Paper-Archiv

  • Früher mussten Kinder Antworten lernen. Heute müssen sie lernen, die richtigen Fragen zu stellen.

    Früher mussten Kinder Antworten lernen. Heute müssen sie lernen, die richtigen Fragen zu stellen.

    Österreichs Schulen erleben gerade das Ende eines jahrzehntelangen Stillstands. Mit dem neuen Lehrplan für Volksschule, Mittelschule und AHS (Lehrplanreform ab 2027/28) weht scheinbar ein neuer Wind durch die Klassenzimmer. Doch blicken wir hinter die glänzenden Überschriften: Erleben wir eine echte Modernisierung oder nur geschickte Kosmetik an den Stundentafeln?

    In einer Welt, in der jede Antwort nur einen Klick entfernt ist, verliert das reine Wissen an Wert. Die aktuelle Lehrplanänderung könnte Die Chance sein: Weg vom Auswendiglernen – hin zum Denken, Hinterfragen und Problemlösen.

    Der neue Lehrplan in Österreich und die 21st Century Skills

    Hinter der Reform steht eine Erkenntnis, die international längst der Goldstandard ist: Die sogenannten 21st Century Skills (oder auch die 4Ks). Sie sind der eigentliche Werkzeugkasten für das Überleben in einer digitalen Arbeitswelt – egal ob in der Lehre, im Studium oder im Handwerk.

    Die 4Ks des 21. Jahrhunderts

    • Kompetenz vor Auswendiglernen: Es zählt nicht mehr, wie viele Fakten man für einen Test kurzzeitig speichert. Entscheidend ist, ob ein Kind diese Fähigkeiten anwenden kann, um echte Probleme zu lösen.
    • Praxisnahes Tun: Der Unterricht soll zeigen, warum etwas gelernt wird. Das Ziel sind Jugendliche, die als Problemlöser´starten, nicht als reine „Befehlsempfänger“.

    Es braucht Mut zur Lücke

    Wer erkennt, was er nicht weiß, und die richtige Frage stellt, nutzt sein kritisches Denken und wird zum Problemlöser im Team. Eine KI kann zwar antworten, aber sie kann nicht kreativ um die Ecke denken – das zeigt sich immer dann, wenn spontan improvisiert oder eine neue Lösung gefunden werden muss. Richtiges Fragen verändert dabei mehr, als viele glauben. Wer fragt, bleibt nicht Konsument, sondern wird Gestalter. Und wer Informationen hinterfragt, schützt sich auch vor Manipulation und Fehlentscheidungen.


    Wie Sie die 21st Century Skills spielerisch unterstützen

    Echte Neugier wird im Alltag gefördert. Der wichtigste Satz für Eltern sollte heute nicht mehr „Lern mehr“ sein, sondern: „Was glaubst du? Warum ist das so?“

    • Kollaboration am Küchentisch: Planen Sie Projekte (Einkauf, Ausflug, Reparatur) gemeinsam. Fragen Sie: „Wie würdest du das anpacken?“
    • Kritisches Denken fördern: Wenn Ihr Kind eine Information aus sozialen Medien bringt, fragen Sie nach: „Wer hat das geschrieben und warum?“
    • Hausverstand nutzen: Ob beim Reparieren oder Kochen – beziehen Sie Ihr Kind ein. Fragen wie „Was passiert, wenn wir das so machen?“ trainieren genau die Lösungsorientierung, die Lehrbetriebe heute suchen.

    Das „Warum“ fördern, auch wenn es anstrengend ist.

    Wenn Kinder anfangen, Dinge kritisch zu hinterfragen, stoßen nicht nur Systeme an ihre Grenzen, auch Eltern.

    • Es ist anstrengend für die Eltern, wenn nach dem zehnten „Warum“ die Antworten ausgehen.
    • Es ist eine Herausforderung für Lehrer, wenn in einer Klasse mit 25 Kindern plötzlich fünf Kinder die Lehrmeinung hinterfragen.

    Ja, Eltern und Lehrer stoßen hier oft an ihre Belastungsgrenzen. Und ja, es wird Momente geben, in denen Eltern diesen Raum in den Klassen für ihre Kinder erkämpfen müssen.

    Warum wir diesen „Kampf“ führen müssen

    Fragen müssen höflich formuliert und gestellt werden. Aber sie müssen erlaubt sein. Nein, sie müssen erwünscht sein. Wir bereiten unsere Kinder nicht auf die Zukunft vor, indem wir ihnen beibringen Strukturen blind zu vertrauen.

    Die Lehrplan-Änderungen könnten ein klares Signal sein: Die Schulzeit soll nicht mehr beim „Wiederkäuen“ von Wissen enden. Doch ob sich die Haltung im Klassenzimmer tatsächlich ändert? Da müssen auch wir Eltern uns bewegen und diesen Wandel in den Schulen auch aktiv einfordern. Die Zukunft gehört nicht den besten Antwortgebern – sie gehört den Menschen, die sich trauen zu fragen.

    Denken Sie daran: Neugier ist kein Störfaktor – sie ist das Fundament.

    Viele der Menschen, die unsere Welt verändert haben, waren keine perfekten Schüler, sondern neugierige Fragesteller. Albert Einstein stellte sich vor, auf einem Lichtstrahl zu reiten. Steve Jobs fragte, warum Computer nicht schön sein können. Fortschritt beginnt fast immer mit einem „Warum?“

  • Warum Kinder den Müll rausbringen sollten – Das Harvard-Geheimnis für echte Karriere-Chancen

    Warum Kinder den Müll rausbringen sollten – Das Harvard-Geheimnis für echte Karriere-Chancen

    „Was hat ein Staubsauger mit der Karriere Ihres Kindes zu tun? Mehr, als Sie vielleicht vermuten.

    Wenn wir unsere Kinder im Haushalt in die Pflicht nehmen, geht es um weit mehr als um Sauberkeit. Es geht um das Fundament einer Haltung, die in der modernen Arbeitswelt seltener geworden ist als jeder akademische Titel: die Hands-on-Mentalität.

    Was wie eine banale Alltagspflicht wirkt, ist laut der Wissenschaft der Schlüssel zu echter Resilienz und beruflicher Exzellenz. Warum das so ist und warum Top-Manager wie Christian Ettl genau hier den Ursprung für Erfolg sehen, verrät ein Blick auf eine der faszinierendsten Studien der Welt.“

    Stellen Sie sich vor, es gäbe eine einfache Übung im Familienalltag, die Ihr Kind besser auf das Berufsleben vorbereitet als jede Nachhilfestunde. In Harvard wurde genau das untersucht. Das Ergebnis ist eine wissenschaftliche Liebeserklärung an das „Anpacken“ – und ein entscheidender Wegweiser für die Berufswahl Ihres Kindes.


    Die Fakten im Check: Die Harvard Grant Study

    • Die Studie: Harvard Study of Adult Development (die weltweit längste Langzeitstudie).
    • Der Zeitraum: Über 85 Jahre kontinuierliche Forschung (seit 1938).
    • Das Kernergebnis: Praktische Mitarbeit in der Kindheit ist der stärkste Prädiktor für beruflichen Erfolg und psychische Gesundheit im Erwachsenenalter.

    Was Harvard über die Karriere Ihres Kindes weiß

    Die Forscher der Elite-Universität fanden heraus: Kinder, die früh in die Pflicht genommen wurden – und ja, dazu gehört auch das banale Müllrausbringen –, entwickeln eine sogenannte „Hands-on-Mentalität“.

    Diese Kinder lernen drei entscheidende Dinge:

    1. Umsicht: Sie sehen, was getan werden muss, ohne dass man sie darum bittet.
    2. Selbstwirksamkeit: Sie erleben das Gefühl: „Ich kann ein Problem mit meinen eigenen Händen lösen.“
    3. Verantwortung: Sie begreifen sich als wertvoller Teil einer Gemeinschaft, in der jeder einen Beitrag leistet.

    Warum ist das so wichtig? Wer lernt, dass Arbeit zum Leben gehört und Probleme durch eigenes Handeln gelöst werden, entwickelt eine tiefe Selbstwirksamkeit. Diese Jugendlichen warten später im Job nicht darauf, dass ihnen jemand sagt, was zu tun ist. Sie sehen die Arbeit, sie übernehmen Verantwortung und sie entwickeln eine Resilienz, die man in keinem Lehrbuch der Welt auswendig lernen kann.


    Der Realitätscheck: Christian Ettl & die Haltung zum Erfolg

    Dass diese wissenschaftliche Erkenntnis aus den USA punktgenau auf unsere heutige Arbeitswelt zutrifft, bestätigt ein Blick in das aktuelle Magazin von ZUKUNFT MEISTERN. Im Interview beschreibt Christian Ettl (Top-Manager mit Wurzeln in der Lehre) genau diesen Faktor als den „X-Faktor“ moderner Karrieren.

    Ettls Erfolgsformel deckt sich exakt mit den Harvard-Ergebnissen: Er betont, dass Fachwissen heute (auch durch KI) überall verfügbar ist – Haltung und Umsicht jedoch nicht. Im Interview findet er klare Worte für die heutige Jugend und deren Eltern:

    „Es gibt zwei Möglichkeiten: Man sitzt am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer und übernimmt die Verantwortung für den eigenen Weg.“

    Vom Lehrling zum Top-Manager: Christian Ettl weiß, warum die Hands-on-Mentalität der Schlüssel zum Erfolg ist.

    Für Christian Ettl ist die duale Ausbildung – die Lehre – das perfekte Training für diese „Macher-Mentalität“. Es geht nicht nur darum, ein Handwerk zu erlernen, sondern zu begreifen, wie man Verantwortung für ein echtes Projekt und dessen Ergebnis übernimmt.

    Was bedeutet das für Sie als Eltern?

    Wenn wir unseren Kindern jede Schwierigkeit aus dem Weg räumen, nehmen wir ihnen laut dem Generationenforscher Rüdiger Maas die wichtigste Erfahrung: das Selbermachen. Christian Ettl ergänzt dies aus der Sicht des Praktikers: Eltern sollten unterstützen, aber niemals die Rolle des Kindes einnehmen.


    Fragen für den Küchentisch: Ein Selbsttest für Eltern

    Hält Ihr Kind bereits das „Steuer“ in der Hand? Prüfen Sie es anhand dieser drei Fragen:

    1. Hat mein Kind eine feste Aufgabe im Haushalt, für deren Gelingen es ganz allein verantwortlich ist?
    2. Darf mein Kind bei Projekten scheitern und es so lange versuchen, bis es eine praktische Lösung findet?
    3. Ermutige ich mein Kind, Dinge selbst zu erschaffen oder zu reparieren, statt sofort Ersatz zu kaufen?

    Die Lehre als moderne Antwort

    In einer Welt, die immer digitaler und theoretischer wird, bietet die duale Ausbildung genau dieses psychologische Fundament. Wer eine Lehre wählt, entscheidet sich nicht gegen die Bildung, sondern für die Anwendung.

    Hier wird die „Hands-on-Mentalität“ zum Berufsbild. Jugendliche, die anpacken, entwickeln eine Resilienz und eine Lösungsorientierung, die sie im späteren Leben – egal in welcher Position – unersetzlich macht. Es ist der Weg vom „Wissen, dass…“ zum „Wissen, wie…“.

    Christian Ettl bringt es in unserem Magazin auf den Punkt: Wer die Basis versteht und gelernt hat, anzupacken, dem stehen heute alle Türen offen – bis hin zum Management oder der Unternehmensführung.


  • 100 Gründe fürs Handwerk

    100 Gründe fürs Handwerk

    Lehre im Handwerk: Warum „das crazy“ die schlauste Karriereentscheidung 2026 ist.

    Zwischen High-Tech, Klimaschutz und dem ersten eigenen Gehalt – entdecke, warum das Handwerk das Fundament deiner Zukunft ist.

    Die Key-Facts

    📍 Steiermark: 2.500+ Betriebe suchen dich

    🎓 Niveau: Meister = Bachelor

    💰 Cash: Endlich eigenes Geld verdienen

    „Das Handwerk ist das Herzstück unseres Landes und das Fundament für unsere Zukunft.“

    KommR Johann Reisenhofer, Spartenobmann

    Wordcloud Handwerk mit 100 Gründen: ZUKUNFT, Werkstolz, Macher, Unikat, Krisensicher, Energiewende, Meistertitel und Bachelor Professional.
    Von Werkstolz bis Krisensicherheit: Finde heraus, was dich antreibt.

    Die Liste der Vorteile ist lang: Ob du als Klimaretter die Energiewende vorantreibst, als Macher Unikate erschaffst oder als Spezialist durch Maßarbeit überzeugst – im Handwerk findest du Sinnhaftigkeit und echte Wertschätzung. Es geht um mehr als nur einen Job; es geht um Werkstolz, Kameradschaft und die Freiheit, deine eigene Realität zu gestalten.

    • Raus aus der Theorie

    • Bachelor Professional werden

    • Klimaretter & Macher sein

    • Krisensicher & Beständig

    • Volle Durchlässigkeit im System

    • Keine Sackgasse, sondern Erfolg

    Warum „das crazy“ Sinn macht

    Wir kombinieren Tradition mit Hightech. Ob KI oder Nachhaltigkeit – du gestaltest die Realität von morgen.


    Wusstest du schon?

    – Fakten zum Handwerk 2026

    • Gleichgestellt: Ein Meistertitel steht im Nationalen Qualifikationsrahmen auf Stufe 6 und ist damit offiziell einem akademischen Bachelor gleichgestellt.
    • Zukunftsthemen: Über den neuen „Bachelor Professional“ kannst du dich nach der Lehre auf High-Tech-Bereiche wie Künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit spezialisieren.
    • Krisensicher: Das Handwerk gilt als das beständige Fundament der Wirtschaft und bietet enorme Sicherheit in unsicheren Zeiten.
    • Macher gesucht: Allein in der Steiermark suchen aktuell über 2.500 Betriebe motivierte Lehrlinge, die anpacken wollen.
    • Sinnstifter: Handwerker setzen aktiv die Energiewende um und sichern die regionale Nahversorgung.

    Den gesamten Beitrag findet man im E-Paper von ZUKUNFT MEISTERN 2026 – Es gibt100 Gründe es durchzulesen: E-Paper ZUKUNFTMEISTERN

  • Welche Lehrberufe gibt es mit Holz?

    Welche Lehrberufe gibt es mit Holz?

    Vom Wald bis zum modernen Holzbau – Karrierechancen für Jugendliche

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • welche Lehrberufe es rund um Holz gibt
    • warum die Holzindustrie eine Wachstumsbranche ist
    • wie eine Ausbildung in einem modernen Holzunternehmen aussieht
    • warum eine Lehre in der Holzbranche viele Karrierewege eröffnet

    Holz zählt zu den ältesten Werkstoffen der Welt – und gleichzeitig zu den wichtigsten Baustoffen der Zukunft. Nachhaltiges Bauen, moderne Holzarchitektur und innovative Holzprodukte sorgen dafür, dass die Branche stark wächst.

    Gerade in der Steiermark, dem waldreichsten Bundesland Österreichs, spielt die Holzindustrie eine wichtige Rolle für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Ausbildung.


    Ein Blick in die Praxis: Lehre bei Rubner Holzindustrie

    Wie eine Ausbildung in der Holzbranche konkret aussieht, haben wir uns für diese Ausgabe bei Rubner Holzindustrie in Rohrbach an der Lafnitz angesehen.

    Die steirische Holzindustrie gilt als echte Wachstumsbranche. Wie hier die Lehre abläuft, darüber haben wir mit Personalverantwortlichem Anton Pausackl und Lehrling Philipp Karner gesprochen.

    Rubner ist Teil einer international tätigen Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten in Europa und rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Standort in Rohrbach an der Lafnitz werden hochwertige Holzprodukte für den konstruktiven Holzbau hergestellt.

    Philipp Karner absolviert eine Ausbildung zum Mechatroniker und ist gemeinsam mit seinem Team für die Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen verantwortlich. Sein Arbeitsalltag zeigt, wie modern die Holzindustrie heute ist: Automatisierte Anlagen, digitale Steuerungen und industrielle Fertigung gehören längst zum Alltag.

    „Ich wollte immer etwas Praktisches machen“, erzählt der junge Lehrling. Besonders gefällt ihm die Abwechslung und das Arbeiten im Team.

    @Bild und Video @Mias Photoart


    Welche Lehrberufe gibt es mit Holz? Karrierechancen für Jugendliche in der Steiermark

    Viele denken bei Holzberufen zuerst an Tischler oder Sägewerke. Tatsächlich umfasst die Holzwirtschaft heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Berufe – vom Wald bis zum fertigen Gebäude.

    Zu den wichtigsten Lehrberufen zählen zum Beispiel:

    Rund um Wald und Rohstoff

    • Forstwirtschaft
    • Forsttechnik

    Holzverarbeitung und Handwerk

    • Holztechnik
    • Tischlerei
    • Tischlereitechnik

    Holzbau

    • Zimmerei
    • Zimmereitechnik
    • Fertigteilhausbau

    Weitere Berufe entlang der Wertschöpfungskette

    • Papiertechnik
    • Baustoffhandel

    Insgesamt stehen Jugendlichen in Österreich mehr als 20 Ausbildungswege rund um den Werkstoff Holz offen.


    Warum Holz ein Zukunftswerkstoff ist

    Holz verbindet gleich mehrere Zukunftsthemen:

    • Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und speichert CO₂.
    • Klimafreundliches Bauen: Immer mehr Gebäude werden in Holzbauweise errichtet.
    • Technologie: Moderne Holzproduktion nutzt hochautomatisierte Anlagen und digitale Planung.

    Für Jugendliche bedeutet das: Wer sich für Technik, Handwerk oder nachhaltige Materialien interessiert, findet hier viele spannende Möglichkeiten.


    Karriere nach der Lehre

    Eine Lehre ist heute oft nur der erste Schritt.

    Nach der Ausbildung stehen viele Wege offen:

    • Meisterprüfung oder Techniker-Ausbildung
    • Spezialisierung im Holzbau oder in der Holzindustrie
    • Studium an Fachhochschule oder Universität
    • Selbstständigkeit im Handwerk

    Viele erfolgreiche Unternehmer in der Branche haben ihre Karriere mit einer Lehre begonnen.


    5 Gründe für eine Karriere mit Holz

    1. Zukunftsbranche
    Nachhaltiges Bauen mit Holz boomt weltweit.

    2. Viele Berufsmöglichkeiten
    Vom Wald über Handwerk bis zur Industrie.

    3. Technik und Handwerk kombiniert
    Moderne Anlagen und traditionelles Material.

    4. Gute Karrierechancen
    Weiterbildung, Studium oder Selbstständigkeit.

    5. Nachhaltiger Werkstoff
    Holz ist klimafreundlich und regional verfügbar.


    Informationsbox: Holzindustrie Steiermark

    Die Holzindustrie zählt zu den wichtigsten Industriezweigen der Steiermark.

    Fakten zur Branche

    • rund 220 Unternehmen
    • etwa 6.000 Beschäftigte
    • viele familiengeführte Betriebe
    • wichtige Bereiche: Holzbau, Möbel, Fenster, Parkett, Sägewerke

    Die Branche verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Industrie und nachhaltigen Technologien.

    Mehr Informationen zu Ausbildungswegen und Lehrstellen:

    🌐 www.holzindustrie-steiermark.at


  • Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility

    Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • welche Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz möglich sind
    • warum Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bereits Teil der Ausbildung sind
    • wie Lehrlinge eigene technische Projekte entwickeln
    • weshalb eine technische Lehre in der Bahnindustrie besonders zukunftssicher ist

    Technik lernen, wo Mobilität der Zukunft entsteht

    In der Lehrwerkstätte von Siemens Mobility in Graz-Eggenberg ist es selten still. Zwischen Werkbänken, Bildschirmen und digitalen Lernplattformen entstehen nicht nur Bauteile für internationale Schienenfahrzeuge – sondern auch berufliche Perspektiven.

    Denn was hier entwickelt und produziert wird, fährt später auf Schienen in vielen Teilen der Welt. Am Standort Graz entstehen unter anderem Fahrwerke und Dachstromabnehmer für moderne Züge – Technologien, die für eine sichere und nachhaltige Mobilität entscheidend sind.

    Gleichzeitig lernen hier junge Menschen Berufe, die Technik, Digitalisierung und praktische Erfahrung verbinden.

    Doch Lehrlinge bauen hier nicht nur klassische Werkstücke

    Wer an eine Lehrwerkstätte denkt, hat oft das Bild von Feilen, Maschinen und Metallteilen vor Augen. Doch in Graz-Eggenberg entstehen auch Projekte, die eher an ein Technik-Labor erinnern.

    Lehrlinge entwickeln beispielsweise einen Roboter, der einen Rubik-Würfel wieder in seine Ausgangsposition bringt. Andere Projekte verwandeln Mathematik in ein digitales Lernspiel – ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem logisches Denken gefragt ist.

    Auch für den Arbeitsalltag entstehen Ideen: Prototypen von Robotern etwa, die wiederkehrende Aufgaben übernehmen können, zum Beispiel Schrauben für den nächsten Produktionsschritt vorbereiten.

    Hier zeigt sich: Ausbildung bedeutet nicht nur Lernen nach Plan – sondern Ideen entwickeln und Lösungen finden.

    „Früher habe ich mit Lego gebaut – heute mache ich das in groß. Und bezahlt.“

    Für Sandra Langer war Technik schon früh faszinierend. Heute absolviert sie bei Siemens Mobility eine Lehre zur Maschinenbautechnikerin im vierten Lehrjahr.

    Schon als Kind hat sie gerne mit Lego gebaut, erzählt sie. Heute arbeitet sie mit Metall, Maschinen und digitalen Werkzeugen – und entwickelt gemeinsam mit anderen Lehrlingen Projekte, die weit über klassische Werkstattübungen hinausgehen.

    In der Lehrwerkstätte programmieren Lehrlinge Roboter, entwickeln Lernspiele oder tüfteln an Lösungen für reale Arbeitsprozesse.

    „Das Schöne ist, dass wir vieles gemeinsam erarbeiten“, sagt sie. Die Ausbildner geben den Auftrag – die Lehrlinge bringen ihre Ideen ein und setzen diese im Team um.

    „Hier funktioniert Zusammenarbeit wirklich auf Augenhöhe“

    Auch Silvano Gahr hat seinen Weg in die Lehrwerkstätte von Siemens Mobility über das Schnuppern gefunden. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Metall- und Schweißtechniker.

    Schon nach den ersten Tagen sei für ihn klar gewesen, dass er sich hier bewerben möchte.

    „Die Strukturen in einem großen Unternehmen passen für mich gut. Es gibt flache Hierarchien und die Zusammenarbeit funktioniert auf Augenhöhe – dadurch macht die Arbeit einfach mehr Spaß“, sagt Silvano Gahr.

    Zuvor hatte er eine Fachschule besucht und dort bereits erste Erfahrungen mit Metall gesammelt. Der Schritt in eine technische Lehre lag für ihn daher nahe.

    Besonders hilfreich findet er auch die digitalen Lernmöglichkeiten im Unternehmen. Über eine interne Lernplattform können Inhalte für Berufsschule und Lehrabschlussprüfung jederzeit abgerufen werden.

    Wenn Digitalisierung Teil der Ausbildung wird

    Digitalisierung spielt in der Ausbildung eine immer größere Rolle.

    Bei Siemens Mobility werden etwa KI-gestützte Systeme eingesetzt, um Bauteile anhand von Bildern oder Videos auf Qualität zu prüfen. Auch Bildmaterial aus dem Betrieb kann analysiert werden, um mögliche Verbesserungen an Produkten zu erkennen. Siemens 2026

    Für Lehrlinge bedeutet das: Sie lernen nicht nur klassische Fertigungstechniken, sondern auch den Umgang mit digitalen Werkzeugen.

    Lernunterlagen stehen über digitale Plattformen zur Verfügung, Produktionspläne können auf Knopfdruck abgerufen werden, und auch bei der Erstellung von Lernmaterialien kommen moderne Technologien zum Einsatz.

    Standortleiter Stefan Erlach sieht darin einen wichtigen Bestandteil moderner Ausbildung:„KI und Digitalisierung sind schon länger Teil der Lehrausbildung. Mit den neuen Möglichkeiten geht es noch stärker darum, diese Werkzeuge aktiv zu nutzen.“

    Technik braucht auch Teamarbeit

    Bei aller Technologie bleibt eines entscheidend: das menschliche Miteinander.

    Gerade in großen Organisationen sei es wichtig, miteinander zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, betont Standortleiter Stefan Erlach.

    Die Zeit zwischen 15 und 20 Jahren sei besonders prägend. Deshalb gehe es in der Ausbildung nicht nur um Fachwissen, sondern auch um persönliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

    Arbeiten in einer Branche mit Zukunft

    Die Bahnindustrie gilt als besonders stabiler Wirtschaftsbereich.

    Die Produkte, die in Graz entwickelt werden, sind oft 30 bis 40 Jahre im Einsatz und müssen regelmäßig gewartet, verbessert und weiterentwickelt werden. Mobilität auf der Schiene spielt weltweit eine immer größere Rolle – auch aus Gründen der Nachhaltigkeit.

    Für junge Menschen bedeutet das: Wer hier eine technische Ausbildung beginnt, arbeitet in einer Branche mit langfristigen Perspektiven.

    Oder wie Standortleiter Stefan Erlach es formuliert: Wir entwickeln Lösungen dafür, dass Menschen sicher, nachhaltig und leistbar von A nach B kommen.“


    Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz

    Am Standort Graz-Eggenberg können Lehrlinge unter anderem folgende Berufe erlernen:

    • Betriebslogistikkaufmann / Betriebslogistikkauffrau
    • Elektrotechnik – Anlagen- und Betriebstechnik
    • Mechatronik – Fertigungstechnik
    • Metalltechnik – Schweißtechnik

    Bewerbungen sind jederzeit möglich.

    👉 Informationen zur Ausbildung:
    siemens.at/ausbildung

    Ausbildung bei Siemens Mobility: Ein Blick ins Jahr 2025

    Schon im vergangenen Jahr war ZUKUNFT MEISTERN bei Siemens Mobility in Graz zu Gast. Im Mittelpunkt stehen dabei auch persönliche Entwicklung und internationale Perspektiven: Projekte im internationalen Konzernumfeld, Austauschmöglichkeiten und Programme, die jungen Fachkräften Einblicke in andere Länder und Kulturen ermöglichen.

    Gerade für Eltern ist das ein wichtiger Aspekt: Eine Lehre kann heute nicht nur der Einstieg in einen Beruf sein, sondern auch ein Weg zu Selbstständigkeit, Verantwortung und internationalen Erfahrungen.

    👉 Hier geht es zum Beitrag aus dem Jahr 2025:. https://zukunftmeistern.at/tag/siemensmobility/

  • Ö3-Jugendstudie 2026: Wenn über Jugend gesprochen wird – und wenn sie selbst zu Wort kommt

    Ö3-Jugendstudie 2026: Wenn über Jugend gesprochen wird – und wenn sie selbst zu Wort kommt

    Die Jugend von heute …“ – ein Satz, der schnell gesagt ist.
    Er fällt in Besprechungsräumen, in Unternehmen, im privaten Gespräch. Oft gestützt auf einzelne Erfahrungen. Auf Eindrücke. Auf Momentaufnahmen.

    Doch Eindrücke sind keine Fakten.

    Die aktuelle Hitradio Ö3-Jugendstudie geht deshalb einen anderen Weg: Sie fragt junge Menschen direkt. Wie denken sie über Arbeit? Über Ausbildung? Über Sicherheit? Über ihre Zukunft?

    Und genau das begrüßen wir bei ZUKUNFT MEISTERN.

    Denn wer junge Menschen verstehen will, sollte sie nicht interpretieren – sondern anhören.

    Die Teilnahme an der Studie ist anonym. Im Mittelpunkt stehen vor allem 16- bis 25-Jährige – also jene Generation, die gerade in Ausbildung steht, ins Berufsleben eintritt oder erste Entscheidungen für ihre Zukunft trifft.

    Ein Blick, der weiter reicht als das Einzelbeispiel

    Wenn von Generation Z die Rede ist, geht es schnell um Leistungsbereitschaft, Sinnsuche oder neue Erwartungen an Arbeitgeber. Vieles davon speist sich aus persönlichen Erfahrungen – aus gelungenen Begegnungen, aber auch aus Enttäuschungen.

    Eine Studie kann diese Erfahrungen nicht ersetzen.
    Aber sie kann sie einordnen.

    Sie bündelt Stimmen. Sie zeigt Tendenzen.
    Und sie macht sichtbar, wo Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen – oder sich bestätigen.

    Gerade für Unternehmen, die ausbilden, rekrutieren oder junge Teams führen, ist das kein Nebenschauplatz. Wer wissen möchte, wie junge Menschen ihre Zukunft sehen, bekommt hier die Möglichkeit, zuzuhören.

    Jugend als Gesprächspartnerin

    Bei ZUKUNFT MEISTERN verstehen wir junge Menschen als Teil eines Dialogs.

    Initiativen wie die Ö3-Jugendstudie schaffen eine Grundlage dafür. Sie eröffnen Raum für Perspektiven – ohne Bewertung, ohne Etikett.

    Vielleicht ist das der wichtigste Schritt:
    nicht vorschnell zu deuten, sondern zunächst zu fragen.

    Teilnahme an der Ö3-Jugendstudie

    Die Teilnahme ist anonym unter

    https://www.oe3jugendstudie.at/fragen.php

    Wenige Minuten Zeit.
    Aber ein Beitrag zu einem differenzierteren Bild einer Generation, über die viel gesprochen wird.