Kategorie: Tipps aus der Redaktion

  • Welche Lehrberufe gibt es mit Holz?

    Welche Lehrberufe gibt es mit Holz?

    Vom Wald bis zum modernen Holzbau – Karrierechancen für Jugendliche

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • welche Lehrberufe es rund um Holz gibt
    • warum die Holzindustrie eine Wachstumsbranche ist
    • wie eine Ausbildung in einem modernen Holzunternehmen aussieht
    • warum eine Lehre in der Holzbranche viele Karrierewege eröffnet

    Holz zählt zu den ältesten Werkstoffen der Welt – und gleichzeitig zu den wichtigsten Baustoffen der Zukunft. Nachhaltiges Bauen, moderne Holzarchitektur und innovative Holzprodukte sorgen dafür, dass die Branche stark wächst.

    Gerade in der Steiermark, dem waldreichsten Bundesland Österreichs, spielt die Holzindustrie eine wichtige Rolle für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Ausbildung.


    Ein Blick in die Praxis: Lehre bei Rubner Holzindustrie

    Wie eine Ausbildung in der Holzbranche konkret aussieht, haben wir uns für diese Ausgabe bei Rubner Holzindustrie in Rohrbach an der Lafnitz angesehen.

    Die steirische Holzindustrie gilt als echte Wachstumsbranche. Wie hier die Lehre abläuft, darüber haben wir mit Personalverantwortlichem Anton Pausackl und Lehrling Philipp Karner gesprochen.

    Rubner ist Teil einer international tätigen Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten in Europa und rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Standort in Rohrbach an der Lafnitz werden hochwertige Holzprodukte für den konstruktiven Holzbau hergestellt.

    Philipp Karner absolviert eine Ausbildung zum Mechatroniker und ist gemeinsam mit seinem Team für die Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen verantwortlich. Sein Arbeitsalltag zeigt, wie modern die Holzindustrie heute ist: Automatisierte Anlagen, digitale Steuerungen und industrielle Fertigung gehören längst zum Alltag.

    „Ich wollte immer etwas Praktisches machen“, erzählt der junge Lehrling. Besonders gefällt ihm die Abwechslung und das Arbeiten im Team.

    @Bild und Video @Mias Photoart


    Welche Lehrberufe gibt es mit Holz? Karrierechancen für Jugendliche in der Steiermark

    Viele denken bei Holzberufen zuerst an Tischler oder Sägewerke. Tatsächlich umfasst die Holzwirtschaft heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Berufe – vom Wald bis zum fertigen Gebäude.

    Zu den wichtigsten Lehrberufen zählen zum Beispiel:

    Rund um Wald und Rohstoff

    • Forstwirtschaft
    • Forsttechnik

    Holzverarbeitung und Handwerk

    • Holztechnik
    • Tischlerei
    • Tischlereitechnik

    Holzbau

    • Zimmerei
    • Zimmereitechnik
    • Fertigteilhausbau

    Weitere Berufe entlang der Wertschöpfungskette

    • Papiertechnik
    • Baustoffhandel

    Insgesamt stehen Jugendlichen in Österreich mehr als 20 Ausbildungswege rund um den Werkstoff Holz offen.


    Warum Holz ein Zukunftswerkstoff ist

    Holz verbindet gleich mehrere Zukunftsthemen:

    • Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und speichert CO₂.
    • Klimafreundliches Bauen: Immer mehr Gebäude werden in Holzbauweise errichtet.
    • Technologie: Moderne Holzproduktion nutzt hochautomatisierte Anlagen und digitale Planung.

    Für Jugendliche bedeutet das: Wer sich für Technik, Handwerk oder nachhaltige Materialien interessiert, findet hier viele spannende Möglichkeiten.


    Karriere nach der Lehre

    Eine Lehre ist heute oft nur der erste Schritt.

    Nach der Ausbildung stehen viele Wege offen:

    • Meisterprüfung oder Techniker-Ausbildung
    • Spezialisierung im Holzbau oder in der Holzindustrie
    • Studium an Fachhochschule oder Universität
    • Selbstständigkeit im Handwerk

    Viele erfolgreiche Unternehmer in der Branche haben ihre Karriere mit einer Lehre begonnen.


    5 Gründe für eine Karriere mit Holz

    1. Zukunftsbranche
    Nachhaltiges Bauen mit Holz boomt weltweit.

    2. Viele Berufsmöglichkeiten
    Vom Wald über Handwerk bis zur Industrie.

    3. Technik und Handwerk kombiniert
    Moderne Anlagen und traditionelles Material.

    4. Gute Karrierechancen
    Weiterbildung, Studium oder Selbstständigkeit.

    5. Nachhaltiger Werkstoff
    Holz ist klimafreundlich und regional verfügbar.


    Informationsbox: Holzindustrie Steiermark

    Die Holzindustrie zählt zu den wichtigsten Industriezweigen der Steiermark.

    Fakten zur Branche

    • rund 220 Unternehmen
    • etwa 6.000 Beschäftigte
    • viele familiengeführte Betriebe
    • wichtige Bereiche: Holzbau, Möbel, Fenster, Parkett, Sägewerke

    Die Branche verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Industrie und nachhaltigen Technologien.

    Mehr Informationen zu Ausbildungswegen und Lehrstellen:

    🌐 www.holzindustrie-steiermark.at


  • Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility

    Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • welche Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz möglich sind
    • warum Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bereits Teil der Ausbildung sind
    • wie Lehrlinge eigene technische Projekte entwickeln
    • weshalb eine technische Lehre in der Bahnindustrie besonders zukunftssicher ist

    Technik lernen, wo Mobilität der Zukunft entsteht

    In der Lehrwerkstätte von Siemens Mobility in Graz-Eggenberg ist es selten still. Zwischen Werkbänken, Bildschirmen und digitalen Lernplattformen entstehen nicht nur Bauteile für internationale Schienenfahrzeuge – sondern auch berufliche Perspektiven.

    Denn was hier entwickelt und produziert wird, fährt später auf Schienen in vielen Teilen der Welt. Am Standort Graz entstehen unter anderem Fahrwerke und Dachstromabnehmer für moderne Züge – Technologien, die für eine sichere und nachhaltige Mobilität entscheidend sind.

    Gleichzeitig lernen hier junge Menschen Berufe, die Technik, Digitalisierung und praktische Erfahrung verbinden.

    Doch Lehrlinge bauen hier nicht nur klassische Werkstücke

    Wer an eine Lehrwerkstätte denkt, hat oft das Bild von Feilen, Maschinen und Metallteilen vor Augen. Doch in Graz-Eggenberg entstehen auch Projekte, die eher an ein Technik-Labor erinnern.

    Lehrlinge entwickeln beispielsweise einen Roboter, der einen Rubik-Würfel wieder in seine Ausgangsposition bringt. Andere Projekte verwandeln Mathematik in ein digitales Lernspiel – ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem logisches Denken gefragt ist.

    Auch für den Arbeitsalltag entstehen Ideen: Prototypen von Robotern etwa, die wiederkehrende Aufgaben übernehmen können, zum Beispiel Schrauben für den nächsten Produktionsschritt vorbereiten.

    Hier zeigt sich: Ausbildung bedeutet nicht nur Lernen nach Plan – sondern Ideen entwickeln und Lösungen finden.

    „Früher habe ich mit Lego gebaut – heute mache ich das in groß. Und bezahlt.“

    Für Sandra Langer war Technik schon früh faszinierend. Heute absolviert sie bei Siemens Mobility eine Lehre zur Maschinenbautechnikerin im vierten Lehrjahr.

    Schon als Kind hat sie gerne mit Lego gebaut, erzählt sie. Heute arbeitet sie mit Metall, Maschinen und digitalen Werkzeugen – und entwickelt gemeinsam mit anderen Lehrlingen Projekte, die weit über klassische Werkstattübungen hinausgehen.

    In der Lehrwerkstätte programmieren Lehrlinge Roboter, entwickeln Lernspiele oder tüfteln an Lösungen für reale Arbeitsprozesse.

    „Das Schöne ist, dass wir vieles gemeinsam erarbeiten“, sagt sie. Die Ausbildner geben den Auftrag – die Lehrlinge bringen ihre Ideen ein und setzen diese im Team um.

    „Hier funktioniert Zusammenarbeit wirklich auf Augenhöhe“

    Auch Silvano Gahr hat seinen Weg in die Lehrwerkstätte von Siemens Mobility über das Schnuppern gefunden. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Metall- und Schweißtechniker.

    Schon nach den ersten Tagen sei für ihn klar gewesen, dass er sich hier bewerben möchte.

    „Die Strukturen in einem großen Unternehmen passen für mich gut. Es gibt flache Hierarchien und die Zusammenarbeit funktioniert auf Augenhöhe – dadurch macht die Arbeit einfach mehr Spaß“, sagt Silvano Gahr.

    Zuvor hatte er eine Fachschule besucht und dort bereits erste Erfahrungen mit Metall gesammelt. Der Schritt in eine technische Lehre lag für ihn daher nahe.

    Besonders hilfreich findet er auch die digitalen Lernmöglichkeiten im Unternehmen. Über eine interne Lernplattform können Inhalte für Berufsschule und Lehrabschlussprüfung jederzeit abgerufen werden.

    Wenn Digitalisierung Teil der Ausbildung wird

    Digitalisierung spielt in der Ausbildung eine immer größere Rolle.

    Bei Siemens Mobility werden etwa KI-gestützte Systeme eingesetzt, um Bauteile anhand von Bildern oder Videos auf Qualität zu prüfen. Auch Bildmaterial aus dem Betrieb kann analysiert werden, um mögliche Verbesserungen an Produkten zu erkennen. Siemens 2026

    Für Lehrlinge bedeutet das: Sie lernen nicht nur klassische Fertigungstechniken, sondern auch den Umgang mit digitalen Werkzeugen.

    Lernunterlagen stehen über digitale Plattformen zur Verfügung, Produktionspläne können auf Knopfdruck abgerufen werden, und auch bei der Erstellung von Lernmaterialien kommen moderne Technologien zum Einsatz.

    Standortleiter Stefan Erlach sieht darin einen wichtigen Bestandteil moderner Ausbildung:„KI und Digitalisierung sind schon länger Teil der Lehrausbildung. Mit den neuen Möglichkeiten geht es noch stärker darum, diese Werkzeuge aktiv zu nutzen.“

    Technik braucht auch Teamarbeit

    Bei aller Technologie bleibt eines entscheidend: das menschliche Miteinander.

    Gerade in großen Organisationen sei es wichtig, miteinander zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, betont Standortleiter Stefan Erlach.

    Die Zeit zwischen 15 und 20 Jahren sei besonders prägend. Deshalb gehe es in der Ausbildung nicht nur um Fachwissen, sondern auch um persönliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

    Arbeiten in einer Branche mit Zukunft

    Die Bahnindustrie gilt als besonders stabiler Wirtschaftsbereich.

    Die Produkte, die in Graz entwickelt werden, sind oft 30 bis 40 Jahre im Einsatz und müssen regelmäßig gewartet, verbessert und weiterentwickelt werden. Mobilität auf der Schiene spielt weltweit eine immer größere Rolle – auch aus Gründen der Nachhaltigkeit.

    Für junge Menschen bedeutet das: Wer hier eine technische Ausbildung beginnt, arbeitet in einer Branche mit langfristigen Perspektiven.

    Oder wie Standortleiter Stefan Erlach es formuliert: Wir entwickeln Lösungen dafür, dass Menschen sicher, nachhaltig und leistbar von A nach B kommen.“


    Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz

    Am Standort Graz-Eggenberg können Lehrlinge unter anderem folgende Berufe erlernen:

    • Betriebslogistikkaufmann / Betriebslogistikkauffrau
    • Elektrotechnik – Anlagen- und Betriebstechnik
    • Mechatronik – Fertigungstechnik
    • Metalltechnik – Schweißtechnik

    Bewerbungen sind jederzeit möglich.

    👉 Informationen zur Ausbildung:
    siemens.at/ausbildung

    Ausbildung bei Siemens Mobility: Ein Blick ins Jahr 2025

    Schon im vergangenen Jahr war ZUKUNFT MEISTERN bei Siemens Mobility in Graz zu Gast. Im Mittelpunkt stehen dabei auch persönliche Entwicklung und internationale Perspektiven: Projekte im internationalen Konzernumfeld, Austauschmöglichkeiten und Programme, die jungen Fachkräften Einblicke in andere Länder und Kulturen ermöglichen.

    Gerade für Eltern ist das ein wichtiger Aspekt: Eine Lehre kann heute nicht nur der Einstieg in einen Beruf sein, sondern auch ein Weg zu Selbstständigkeit, Verantwortung und internationalen Erfahrungen.

    👉 Hier geht es zum Beitrag aus dem Jahr 2025:. https://zukunftmeistern.at/tag/siemensmobility/

  • Ö3-Jugendstudie 2026: Wenn über Jugend gesprochen wird – und wenn sie selbst zu Wort kommt

    Ö3-Jugendstudie 2026: Wenn über Jugend gesprochen wird – und wenn sie selbst zu Wort kommt

    Die Jugend von heute …“ – ein Satz, der schnell gesagt ist.
    Er fällt in Besprechungsräumen, in Unternehmen, im privaten Gespräch. Oft gestützt auf einzelne Erfahrungen. Auf Eindrücke. Auf Momentaufnahmen.

    Doch Eindrücke sind keine Fakten.

    Die aktuelle Hitradio Ö3-Jugendstudie geht deshalb einen anderen Weg: Sie fragt junge Menschen direkt. Wie denken sie über Arbeit? Über Ausbildung? Über Sicherheit? Über ihre Zukunft?

    Und genau das begrüßen wir bei ZUKUNFT MEISTERN.

    Denn wer junge Menschen verstehen will, sollte sie nicht interpretieren – sondern anhören.

    Die Teilnahme an der Studie ist anonym. Im Mittelpunkt stehen vor allem 16- bis 25-Jährige – also jene Generation, die gerade in Ausbildung steht, ins Berufsleben eintritt oder erste Entscheidungen für ihre Zukunft trifft.

    Ein Blick, der weiter reicht als das Einzelbeispiel

    Wenn von Generation Z die Rede ist, geht es schnell um Leistungsbereitschaft, Sinnsuche oder neue Erwartungen an Arbeitgeber. Vieles davon speist sich aus persönlichen Erfahrungen – aus gelungenen Begegnungen, aber auch aus Enttäuschungen.

    Eine Studie kann diese Erfahrungen nicht ersetzen.
    Aber sie kann sie einordnen.

    Sie bündelt Stimmen. Sie zeigt Tendenzen.
    Und sie macht sichtbar, wo Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen – oder sich bestätigen.

    Gerade für Unternehmen, die ausbilden, rekrutieren oder junge Teams führen, ist das kein Nebenschauplatz. Wer wissen möchte, wie junge Menschen ihre Zukunft sehen, bekommt hier die Möglichkeit, zuzuhören.

    Jugend als Gesprächspartnerin

    Bei ZUKUNFT MEISTERN verstehen wir junge Menschen als Teil eines Dialogs.

    Initiativen wie die Ö3-Jugendstudie schaffen eine Grundlage dafür. Sie eröffnen Raum für Perspektiven – ohne Bewertung, ohne Etikett.

    Vielleicht ist das der wichtigste Schritt:
    nicht vorschnell zu deuten, sondern zunächst zu fragen.

    Teilnahme an der Ö3-Jugendstudie

    Die Teilnahme ist anonym unter

    https://www.oe3jugendstudie.at/fragen.php

    Wenige Minuten Zeit.
    Aber ein Beitrag zu einem differenzierteren Bild einer Generation, über die viel gesprochen wird.

  • Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Kurz & Knapp: Das Wichtigste für Eltern

    • Der Gehalts-Check: Absolventen einer Lehre starten im Median mit 2.615 € brutto (1,5 Jahre nach Abschluss) – und liegen damit oft über rein schulischen Einstiegsgehältern.
    • Praxis schlägt Theorie: Unternehmen zahlen für sofortige Einsetzbarkeit. Der „Praxis-Vorsprung“ der Lehre macht sich direkt am Konto bemerkbar.
    • Karriere-Mythos: Ein Studium ist kein Garant für Reichtum, eine Lehre keine Einkommensgrenze. Meister und Spezialisten erreichen oft akademische Gehaltsniveaus.
    • Zukunftssicherheit: Fachkräfte in Technik, Handwerk und IT sind strukturell krisenfest – auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

    Lehre oder weiter in die Schule – kaum eine Entscheidung wird in Familien intensiver diskutiert. Es geht um Talente, Interessen, Zukunftsperspektiven – und nicht zuletzt um Einkommen.

    Wie sich das Einstiegsgehalt nach unterschiedlichen Ausbildungswegen tatsächlich entwickelt, zeigt das Bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Die aktuellen Auswertungen machen deutlich: Die Einkommensrealität nach Ausbildungsende ist differenzierter, als viele Eltern vermuten.

    Ausbildungsentscheidung: Was bedeutet das finanziell?

    AHS? BHS? Oder doch eine Lehre? Viele Eltern gehen davon aus, dass mehr Schuljahre automatisch zu einem höheren Einstiegsgehalt führen. Die aktuellen Auswertungen der Statistik Austria zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.

    Einstiegsgehalt nach der Lehre: Was sagen die Zahlen?

    Personen mit Lehrabschluss verdienen eineinhalb Jahre nach Ausbildungsende im Median 2.615 Euro brutto.

    Warum das viele überrascht: > Der Arbeitsmarkt bewertet nicht nur die Dauer einer Ausbildung, sondern deren unmittelbare wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wer eine Lehre absolviert, bringt Jahre an praktischer Erfahrung mit. Das bedeutet für Betriebe: kürzere Einschulung, sofortige Produktivität.

    Der Arbeitsmarkt bezahlt nicht nur Zeugnisse. Er bezahlt Können.

    Einkommen im Lebensverlauf: Holen Studienabsolventen auf?

    Eine zentrale Sorge vieler Eltern lautet: „Verdient mein Kind später als Akademiker nicht doch viel mehr?“

    Es stimmt: In manchen Branchen können akademische Laufbahnen eine steilere Kurve zeigen. Doch auch dieser Vergleich darf nicht einseitig betrachtet werden.

    Ein Lehrabsolvent verdient früher, sammelt Beitragsjahre und kann sich über Meisterprüfung, Werkmeisterausbildung, Spezialisierungen oder Selbstständigkeit ebenfalls deutlich weiterentwickeln. Technische Meister oder erfolgreiche Unternehmer erreichen Einkommensniveaus, die mit akademischen Karrieren druchaus vergleichbar sind.

    Ein akademischer Titel ist kein Einkommensversprechen.
    Und ein Lehrabschluss ist keine Einkommensgrenze.

    Entscheidend sind Branche, Weiterentwicklung, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – nicht allein der formale Abschluss.

    Arbeitsmarkt und Zukunftsperspektive: Wie stabil ist die Lehre?

    Neben dem Gehalt spielt für Eltern auch die Frage nach Sicherheit eine große Rolle. Wie schnell findet mein Kind nach der Ausbildung eine Anstellung?

    Die duale Ausbildung bietet hier klare Vorteile. Lehrabsolventen sind in der Regel rasch im ersten Job, weil praxisnahe Fachkräfte in vielen Branchen dringend gesucht werden – von Technik über Handwerk bis IT und Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist hoch und strukturell stabil.

    Welche Fragen sollten Eltern bei der Ausbildungsentscheidung stellen?

    Die Wahl zwischen Lehre und Studium ist keine Frage von höher oder niedriger, sondern von Passung.

    Eltern sollten sich fragen:

    • Lernt mein Kind besser theoretisch oder praktisch?
    • Entwickelt es Motivation im direkten Arbeitsumfeld?
    • Welche Branchen bieten langfristige Stabilität?
    • Welche Weiterbildungswege stehen später offen?
    • Ist frühe finanzielle Unabhängigkeit ein wichtiger Faktor?

    Und es wird nicht einfacher – denn Künstliche Intelligenz verändert die Berufswelt

    Während KI viele Büroberufe verändert, bleibt das handwerkliche und technische Können einer Lehre eine krisensichere Konstante. Gerade deshalb wird die Ausbildungsentscheidung anspruchsvoller – und zugleich klarer:

    Nicht der Titel entscheidet. Sondern Kompetenz, Flexibilität – und die Frage: Was passt wirklich zu meinem Kind?

    Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Arbeitswelt der Zukunft und Ausbildung in Zeiten von KI.

    Was KI für klassische Ausbildungswege bedeutet, haben wir bereits analysiert – etwa in unserem Beitrag
    Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?“

    Ihr Fazit: Talent vor Titel? Geld ist eine wichtige Basis, aber die Leidenschaft für das Tun ist der wahre Karrieremotor. Hat die Lehre in Ihrer Familie bereits für Überraschungen gesorgt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

    Quelle und Datenbasis: Die im Beitrag genannten Einkommenszahlen stammen aus dem Bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Das Monitoring analysiert Erwerbsverläufe und Einkommensentwicklungen nach unterschiedlichen Ausbildungswegen in Österreich und basiert auf registerbasierten Daten.

    Weitere Informationen unter:
    www.statistik.at (Bereich Bildung / Erwerbskarrierenmonitoring)

  • Lehre im Handel: SPAR Lehrlinge führen Filiale in Graz eigenständig

    Lehre im Handel: SPAR Lehrlinge führen Filiale in Graz eigenständig

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • wie eine Lehre im Handel echte Führungsverantwortung ermöglichen kann
    • was 26 SPAR Lehrlinge in Graz konkret übernommen haben
    • welche Kompetenzen dabei trainiert werden
    • warum solche Projekte für die Berufswahl Ihres Kindes relevant sind

    26 Lehrlinge übernehmen eine SPAR-Filiale in Graz

    Im Rahmen ihrer Lehre im Handel haben 26 SPAR Lehrlinge eine besondere Herausforderung übernommen: Sie führten für mehrere Tage eigenständig den EUROSPAR in der Sackstraße in Graz.

    Das bedeutet:
    Keine Übungssituation. Kein Planspiel. Sondern realer Filialbetrieb.

    Die Jugendlichen organisierten Warenbestellungen, koordinierten Abläufe zwischen den Abteilungen, übernahmen Verantwortung an der Kassa und standen im direkten Kundenkontakt. Begleitet wurden sie im Hintergrund – die operative Führung lag jedoch bei ihnen.

    Solche Projekte zeigen, wie modern eine Ausbildung im Handel heute gestaltet ist.

    Was lernen Jugendliche bei einer Lehre im Handel wirklich?

    Eine Lehre im Einzelhandel wird oft unterschätzt. Tatsächlich vermittelt sie weit mehr als Verkaufstechniken.

    Bei einer Filialübernahme wie in Graz trainieren Lehrlinge:

    Wirtschaftliches Denken
    Wie viel Ware wird bestellt? Welche Produkte verkaufen sich? Wie funktionieren Aktionen?

    Organisation und Struktur
    Dienstpläne, Warenfluss, Zeitmanagement.

    Führung und Teamarbeit
    Wer übernimmt welche Rolle? Wie löst man Konflikte? Wie trifft man Entscheidungen?

    Kommunikation mit Kundinnen und Kunden
    Beratungsgespräche, Reklamationen, Serviceorientierung.

    Diese Kompetenzen sind Grundlagen für spätere Führungspositionen im Handel – und darüber hinaus.

    Einordnung: Wie sich die Lehre im Handel verändert hat

    Viele Eltern verbinden mit einer Lehre im Handel noch immer ein klassisches Bild: Regale einschlichten, kassieren, Ware übernehmen.

    Die Realität sieht heute anders aus.

    Große Handelsunternehmen wie SPAR investieren stark in:

    • Persönlichkeitsentwicklung
    • Projektverantwortung
    • eigenständiges Arbeiten
    • interne Karriereprogramme
    • Weiterbildung bis hin zur Markt- oder Filialleitung

    Eine Lehrlingsausbildung bei SPAR kann damit der Einstieg in eine langfristige Karriere im Einzelhandel sein – nicht nur ein erster Job.

    Was bedeutet das für Eltern?

    Wenn Ihr Kind Interesse an einer Lehre im Handel in Graz oder der Steiermark zeigt, können diese Fragen helfen:

    • Welche Verantwortung dürfen Lehrlinge übernehmen?
    • Gibt es Projektwochen oder Filialübernahmen?
    • Wie sehen die Karrierewege nach der Lehrabschlussprüfung aus?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten werden angeboten?

    Wichtig zu wissen:
    Moderne Lehrbetriebe fördern Selbstständigkeit früh. Verantwortung ist kein Risiko – sie ist Teil des Lernprozesses.

    Rund 100 Lehrstellen sind bei SPAR wieder zu besetzen

    Die Filialübernahme in Graz zeigt, wie praxisnah und verantwortungsvoll eine Lehre im Handel bei SPAR heute aufgebaut ist.

    Gleichzeitig ist sie ein Signal:
    SPAR sucht steiermarkweit aktuell rund 100 Lehrlinge.

    ➡️ „Interessiert an einer Lehrstelle im Handel oder anderen Lehrberufen bei SPAR? Alle offenen Lehrstellen und die Online-Bewerbung finden Sie auf der SPAR Job- und Lehrstellenbörse

    Für Jugendliche bedeutet das:
    Der Einstieg ist möglich.
    Die Perspektiven sind da.
    Die Entwicklungschancen ebenfalls.

    Für Eltern heißt das:
    Wer sich mit dem Thema Lehre im Handel in der Steiermark beschäftigt, sollte jetzt hinschauen – nicht irgendwann.

    Eine Lehre ist kein Kompromiss.
    Sie kann ein strukturierter, begleiteter Einstieg in Verantwortung und Karriere sein.


  • Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Erasmus+ in Österreich: 1.715 bewilligte Mobilitäten für Lehrlinge

    Internationale Erfahrung ist längst kein Privileg von Studierenden mehr. Laut der nationalen Agentur OeAD, die das EU-Programm Erasmus+ in Österreich umsetzt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.715 Mobilitäten von Lehrlingen im Rahmen von Erasmus+ bewilligt – so viele wie noch nie seit Beginn des Programms im Jahr 1995.

    Diese Zahl markiert einen Wendepunkt: Auslandspraktika während der Lehrzeit entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil moderner Berufsbildung in Österreich.

    Wie das konkret aussehen kann, zeigt unser Praxisbeispiel aus dem Jahr 2025 mit drei Lehrlingen des Unternehmens KNAPP.


    Seit 2022 begleiten wir das Thema Auslandspraktikum in der Lehre

    Als wir 2022 erstmals mit Martin Kahr über Erasmus+-Mobilitäten gesprochen haben, war Ausland während der Lehrzeit für viele Eltern noch erklärungsbedürftig.

    Heute ist die Diskussion eine andere.

    Mehr Betriebe öffnen sich für internationale Mobilität.
    Mehr Berufsschulen integrieren Projekte strukturiert in den Ausbildungsalltag.
    Und immer mehr Familien fragen nicht mehr, ob es möglich ist – sondern wie.

    In der Steiermark begleitet das Projekt Young Styrians GO Europe! getragen von der Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Lehrlinge bei Antragstellung, Organisation und Vorbereitung eines Erasmus+-Praktikums.

    Was 2022 noch Impuls war, ist heute Struktur.


    Was ist ein Erasmus+ Auslandspraktikum für Lehrlinge?

    Ein Erasmus+-Auslandspraktikum ermöglicht Lehrlingen, mehrere Wochen Berufserfahrung in einem europäischen Betrieb zu sammeln.

    Wichtig für Eltern:

    • Lehrlinge bleiben im österreichischen Lehrbetrieb angemeldet und versichert.
    • Die Lehrlingsentschädigung wird weiterhin ausbezahlt.
    • Fördermittel für Reise- und Aufenthaltskosten können beantragt werden.
    • Der Aufenthalt kann im Einvernehmen mit Betrieb und Berufsschule als Teil der Ausbildung anerkannt werden.

    Es ist kein Sprung ins Ungewisse – sondern ein begleiteter Schritt.


    Großbritannien ab 2027 wieder Teil von Erasmus+

    Ab 2027 soll Großbritannien wieder als assoziiertes Partnerland am Erasmus+-Programm teilnehmen. Damit ist vorgesehen, dass Mobilitäten in der Berufsbildung – also auch für Lehrlinge – wieder im regulären europäischen Rahmen möglich werden.

    Nach dem Brexit war das Vereinigte Königreich mehrere Jahre nicht Teil des Programms. Mit der geplanten Wiederbeteiligung erweitert sich das Spektrum möglicher Zielländer erneut – insbesondere im englischsprachigen Raum.

    Für viele Eltern ist genau dieser Punkt entscheidend.


    Warum Auslandserfahrung in der Lehre Karrierechancen stärkt

    Ein Auslandspraktikum stärkt Sprachkompetenz, Selbstständigkeit, interkulturelles Verständnis und berufliche Sicherheit.

    Vor allem aber stärkt es eines:

    Selbstvertrauen.

    Und das entsteht oft dort, wo junge Menschen ihre Komfortzone verlassen – begleitet, aber eigenständig.


    Auslandserfahrung ist keine Frage des Ausbildungswegs

    Seit 2022 begleiten wir dieses Thema.

    Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder „die Welt sehen“. Und was sich verändert hat, ist nicht nur die Zahl der Mobilitäten.
    Es ist die Selbstverständlichkeit. Internationale Erfahrung hängt nicht davon ab, welchen Weg jemand für seine Ausbildung wählt. Man muss kein Gymnasium besuchen, um internationale Praxis zu sammeln.

    Auch in der Lehre – ab 16 Jahren – kann dieser Schritt möglich sein.
    Und genau das zeigt, wie sehr sich dieser Bildungsweg verändert hat – strukturierter, internationaler und selbstbewusster als noch vor wenigen Jahren.


    🔵 Service für Eltern: Ansprechpartner für Auslandspraktika in der Lehre

    Young Styrians GO Europe! (Steiermark) https://www.youngstyrians.com/
    OeAD – Nationale Agentur für Erasmus+ in Österreich
    Bereich Berufsbildung https://erasmusplus.oead.at/de/ Erster Schritt: Gespräch mit dem Lehrbetrieb oder der Berufsschule führen und nach Erasmus+-Mobilitäten fragen.


  • Lehre Metalltechnik Steiermark: Ausbildung mit Zukunft

    Lehre Metalltechnik Steiermark: Ausbildung mit Zukunft

    Lehrlingsausbildung bei MACO in Trieben

    „Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen – und damit ein zentraler Erfolgsfaktor für jeden Industriebetrieb. Wer heute in Ausbildung investiert, sichert morgen den Standort Steiermark.“

    So betont Helmut Röck, Fachgruppengeschäftsführer der Metalltechnischen Industrie Steiermark, die Bedeutung der Lehrlingsausbildung für die steirische Industrie.

    Wie diese Investitionen in Ausbildung konkret gelebt werden, zeigt ein Blick in die Praxis: Für die aktuelle Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN 2026 waren wir bei MACO in Trieben zu Gast. Dort sprachen wir mit Wolfgang Ornik (COO der MACO Gruppe), Andreas Platzer (Abteilungsleiter Betriebsmittel), Thomas Breyer (Abteilungsleiter Human Resources) und Tobias Halsmair (Ausbildungsleiter am Standort) über Fachkräftesicherung, Karrierewege, demografischen Wandel und die Zukunft technischer Lehrberufe.

    Aktuell lernen bei MACO in Trieben 37 Lehrlinge einen von zehn möglichen Berufen – darunter Metalltechnik, Mechatronik, Werkzeugbau, Oberflächentechnik oder IT-Technik. Die Ausbildung in der Industrie bietet damit vielfältige Karrierewege und hervorragende Zukunftsperspektiven.

    Gerade in Zeiten des demografischen Wandels wird deutlich:
    Investitionen in die Lehrlingsausbildung sind Investitionen in die Zukunft der Steiermark.

    Andreas Platzer, Abteilungsleiter Betriebsmittel bei MACO, sagt dazu:

    „Fordern und Fördern ist hier unsere Devise. Wir merken, dass die jungen Menschen beides brauchen. Der Lehrling muss nur wollen, beim Tun wird er von uns unterstützt.“

    Moderne Maschinen, Robotik-Trainings, digitale Aufnahmetests und eine modulare Lehrlingsakademie sorgen für eine Ausbildung auf Top-Niveau.


    Ist die Lehre noch zeitgemäß? Karriere statt Sackgasse

    Viele Eltern stellen sich die Frage: Schule oder Lehre?

    Wolfgang Ornik, COO der MACO Gruppe, spricht ein verbreitetes Vorurteil offen an:

    „Noch immer hört man: Geh zur Schule, dann ‚wirst was‘, wenn du es nicht schaffst, kannst du noch immer eine Lehre machen. Das wird der Lehre nicht gerecht.“

    Die Realität in der metalltechnischen Industrie zeigt ein anderes Bild:
    Lehre mit Matura, Werkmeisterschule oder Karriere bis in Führungspositionen sind keine Ausnahme.

    Thomas Breyer, Abteilungsleiter Human Resources, ergänzt:

    „Wir müssen den Eltern den unschätzbaren Wert einer Lehrausbildung vermitteln, damit die Lehre in der Gesellschaft wieder das Ansehen erhält, das sie verdient.“


    KI, Automatisierung und Industrie-Lehre: Zukunftssichere Berufe

    Wer sich für eine Lehrstelle in der Industrie entscheidet, wählt einen Beruf mit hoher Zukunftssicherheit.

    Tobias Halsmair, Ausbildungsleiter am Standort Trieben, stellt klar:

    „Zunächst: Ja, unsere Jobs sind mit Sicherheit nicht einfach durch KI ersetzbar. Automatisierung und Robotik schreiten sicherlich noch weiter voran, was aber vor allem Hilfstätigkeiten betrifft. Um diese immer komplexer werdenden Anlagen zu betreiben werden gut ausgebildete Fachkräfte aber noch wertvoller für die Unternehmen.“

    Gerade in Metalltechnik, Mechatronik und Elektrotechnik steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften kontinuierlich.


    Metalltechnische Industrie Steiermark: Zahlen & Fakten

    • Über 1.200 Lehrlinge in der metalltechnischen Industrie Steiermark
    • Ausbildung in rund 50 Berufen
    • Überdurchschnittliche Lehrlingsentschädigung
    • Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

    Die Branche bleibt damit Rückgrat der steirischen Wirtschaft und wichtiger Motor für Innovation.


    Jetzt im ePaper lesen: Lehrlingstalk MACO Trieben

    Der vollständige Lehrlingstalk mit allen Hintergründen, Karrierewegen und persönlichen Einblicken der Lehrlinge Aysela Kablic, André Bauer und Laura Kohlhofer ist in der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN 2026 nachzulesen

    👉 Hier geht’s zum ePaper

    Informationen über die Metalltechnische Industrie in der Steiermark findet man hier: https://www.wko.at/stmk/industrie/metalltechnische-industrie/start

    Informationen zur Lehrlingsausbildung bei MACO in Trieben findet man hier: https://www.maco.eu/de-AT/Karriere/Lehrlinge

  • Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?

    Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?

    Ein Österreicher sorgt derzeit international für Aufmerksamkeit: Peter Steinberger, Softwareentwickler und Gründer, zeigt in den USA, wie weit künstliche Intelligenz inzwischen gehen kann. Seine Systeme gehen deutlich über klassische KI-Anwendungen hinaus. Es geht nicht mehr nur um Textvorschläge oder Code-Unterstützung.

    Die neue Generation von KI übernimmt Aufgaben eigenständig.
    Sie organisiert Abläufe, koordiniert Termine, führt Transaktionen durch, bezahlt Rechnungen und optimiert Prozesse. Und sie lernt mit jeder Interaktion weiter. Damit wird KI nicht nur Assistenz – sondern aktives Handlungssystem. Diese Entwicklung ist technologisch beeindruckend. Gleichzeitig wirft sie eine grundlegende Frage auf:

    Welche Berufe haben in Zeiten von künstlicher Intelligenz noch Zukunft? Und welche Ausbildung ist heute die richtige Entscheidung.

    KI und Arbeitswelt: Welche Jobs verändern sich?

    Die Diskussion rund um künstliche Intelligenz dreht sich häufig um die Frage, ob KI Jobs ersetzt. Tatsächlich zeigt sich: Viele administrative, organisatorische und wissensbasierte Tätigkeiten lassen sich zunehmend automatisieren.

    KI kann analysieren, planen, buchen, dokumentieren und optimieren.
    Das verändert Berufsbilder – besonders im Büro-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich.

    Doch bedeutet das automatisch das Ende ganzer Berufsgruppen?
    Oder verschieben sich lediglich Anforderungen und Kompetenzen?

    Berufe mit Zukunft in der Steiermark

    Gerade in der Steiermark ist diese Debatte besonders relevant. Als starker Industrie-, Technologie- und Forschungsstandort ist das Land seit Jahrzehnten an Innovation gewöhnt. Automatisierung und Digitalisierung sind hier wirtschaftliche Realität.

    Gleichzeitig bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften hoch – insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen. Mechatroniker, Metalltechniker, Elektrotechniker, Installateure oder Tischler arbeiten zunehmend mit digitalen Systemen, übernehmen Verantwortung und lösen konkrete Probleme vor Ort.

    Technisches Verständnis, praktische Umsetzungskompetenz und Anpassungsfähigkeit zählen zu den entscheidenden Zukunftskompetenzen.

    Lehre oder Studium? Die Kompetenzfrage entscheidet

    Im Interview mit Wolfgang Eder wird deutlich: Entscheidend ist weniger der Titel als die Fähigkeit, mit Veränderung umzugehen. Wer lernt, mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten, statt gegen sie, bleibt handlungsfähig. Die Lehre verbindet Praxis, technisches Know-how und unmittelbare Verantwortung im Betrieb. Gerade in einer Arbeitswelt, in der KI Prozesse übernimmt, gewinnen reale Umsetzungskompetenz und Problemlösungsfähigkeit an strategischer Bedeutung.

    Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob Lehre oder Studium.
    Vielmehr braucht es einen Perspektivenwechsel in der Ausbildung: weg von reinen Titeln, hin zu Kompetenzen, Verantwortung und technologischer Offenheit.

    👉 Das vollständige Interview mit Wolfgang Eder im ePaper lesen

    Wie verändert künstliche Intelligenz die Berufswelt?
    Welche Berufe gelten als besonders zukunftsfähig?
    Und warum kann die Lehre in einer KI-geprägten Arbeitswelt ein stabiler Weg sein?


    Wolfgang Eder ist Leadership-Experte, Executive Coach und Universitätslektor mit internationaler Erfahrung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Zusammenspiel von Mensch und Technologie und begleitet Organisationen in Veränderungsprozessen – insbesondere im Kontext künstlicher Intelligenz und neuer Arbeitswelten.

    https://www.eder.ch

  • Noten reichen nicht für die AHS – und jetzt?

    Noten reichen nicht für die AHS – und jetzt?

    Wenn die Wunschschule nicht klappt: Welche Alternativen gibt es in der Steiermark?

    Die Semesterferien sind da – und für manche Familien fühlt es sich nicht nach Pause an, sondern nach Ausnahmezustand. Die Noten sind da. Und sie reichen vielleicht nicht für die gewünschte weiterführende Schule. Die Wunsch-AHS wird es nicht. Die geplante Matura gerät ins Wanken. Der Plan, der so klar schien, ist plötzlich brüchig.

    Viele Eltern stellen sich jetzt dieselben Fragen:
    Was tun, wenn die AHS-Aufnahme nicht klappt?
    Welche Alternativen zur AHS gibt es?
    Ist die Matura auch ohne AHS möglich?

    Zunächst das Wichtigste: Eine verpasste Aufnahme in eine AHS ist kein verpasstes Leben.

    Das österreichische Bildungssystem bietet mehrere Wege zur Matura. Neben der AHS gibt es berufsbildende höhere Schulen (BHS), Lehre mit Matura, Aufbaulehrgänge sowie zweite Bildungswege. In der Steiermark ist die Bildungslandschaft breiter aufgestellt, als viele im ersten Moment denken.

    Bevor jetzt Druck entsteht oder vorschnelle Entscheidungen getroffen werden, lohnt sich ein Schritt zurück.

    Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Warum haben die Noten nicht gereicht? Sondern: Was passt wirklich zu unserem Kind?

    Ist die AHS tatsächlich der richtige Weg – oder war sie vor allem ein Wunschbild? Wo liegen Stärken? Wo Interessen? Und wo vielleicht auch Überforderung?

    Noten geben Hinweise. Aber sie definieren kein Potenzial.

    Wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht, beginnt nicht das Scheitern, sondern eine Phase der Neuorientierung. Und genau dafür gibt es Unterstützung in der Steiermark: Bildungsberatung, Jugendcoaching, Talente-Checks, Berufsorientierung, Lehrlingsberatung.

    Eine kompakte Übersicht aller Anlaufstellen finden Sie hier:
    👉 Orientierung im Ausbildungsdschungel
    https://zukunftmeistern.at/orientierung-im-ausbildungsdschungel/

    Jetzt ist kein Moment für Schnellschüsse. Sondern für Gespräche. Für ehrliche Fragen. Für Zuhören ohne sofortige Bewertung.

    Vielleicht führt der neue Weg nicht direkt über die AHS zur Matura – aber über einen anderen, stabileren Weg sehr wohl dorthin. Vielleicht entsteht daraus sogar eine Richtung, die besser passt, motivierter macht und langfristig erfolgreicher ist.

    Wenn die Wunschschule nicht klappt, ist das kein Endpunkt, sondern eine Weggabelung – und Wege gibt es in der Steiermark mehr als genug.

    ZUKUNFT MEISTERN begleitet Eltern und Jugendliche genau in solchen Phasen – mit Orientierung, Information und der nötigen Portion Zuversicht.

  • Von der Werkstatt in die Chefetage

    Von der Werkstatt in die Chefetage

    Warum Karriere nichts mit Zufall zu tun hat – und was KI niemals ersetzen kann

    Er begann mit einem Werkzeugkoffer – und landete in der Gesamtverantwortung internationaler Werke.
    Christian Ettl spricht im Interview über Lehre, Aufstieg, Auslandserfahrung und jene Kompetenzen, die auch im KI-Zeitalter entscheidend bleiben.

    „Man sitzt entweder am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer.“

    Warum eine Lehre ein echter Karrierebooster sein kann, weshalb Führung nicht vom Himmel fällt und warum frühe Verantwortung prägt, beschreibt Ettl ebenso klar wie seine Jahre im Ausland – geprägt von Improvisation, Entscheidungen in Echtzeit und Lernen unter echten Bedingungen.

    „Diese Zeit hat mich resilient gemacht.“

    Auch beim Thema Lernen mit KI bleibt er differenziert: KI sei ein wertvolles Werkzeug und Beschleuniger – aber kein Ersatz für Denken, Erfahrung und Urteilskraft. Wissen müsse weiterhin überprüft, eingeordnet und verstanden werden.

    „KI ergänzt Wissen – sie ersetzt es nicht.“

    Karrieren entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und ihre Komfortzone verlassen – fachlich wie persönlich. Und sie entstehen selten allein.

    Jetzt das vollständige Interview im ePaper lesen
    Ein Gespräch über einen Weg ohne Abkürzungen. Über Lernen dort, wo es unbequem wird. Und über die Erkenntnis, dass Verantwortung, Erfahrung und menschliche Fähigkeiten nicht ersetzbar sind – und KI dort unterstützt, wo sie Arbeit erleichtert, besonders in handwerklichen und technischen Berufen.