„Öffne niemals die Tür einer Person, die du nicht kennst.“ – oder wie machen Sie das zu Hause?
Diesen Satz bringen wir jedem Kind in der realen Welt bei. Geh mit niemandem mit. Nimm keine Süßigkeiten an. Steig nicht in fremde Autos. Wir tun alles, um unsere Kinder in der physischen Welt zu schützen – wir nutzen Smartphones oder GPS-Chips zum Tracking, um immer zu wissen, wo unsere Kids gerade sind.
Doch während wir die Haustür bewachen, lassen wir in der digitalen Welt die Fenster sperrangelweit offen. Jeden Tag treten Algorithmen, Influencer und Plattformen in das Leben unserer Kinder, über deren Absichten wir oft erschreckend wenig wissen.
Die digitale Realität: Ein Weckruf für uns alle
Die Zahlen aus dem aktuellen Diskurs zum geplanten Social-Media-Verbot in Österreich sprechen eine deutliche Sprache:
76 % der Mädchen geben an, dass soziale Medien ihr Schönheitsbewusstsein negativ beeinflussen.
98 % der Jugendlichen sind bereits mit Hass im Netz konfrontiert worden.
Sucht als Geschäftsmodell: Plattformen wie Meta und Google standen erst jüngst vor Gericht, weil ihre Algorithmen gezielt darauf programmiert sind, die Aufmerksamkeit von Minderjährigen zu binden und Abhängigkeiten zu fördern.
Als Mensch und Mutter macht mir diese Schutzlosigkeit Sorgen. Wir sehen die Folgen dort, wo unsere Warnungen aus der realen Welt einfach nicht zu gelten scheinen. Warum akzeptieren wir im Netz Gefahren, die wir offline niemals dulden würden?
Das geplante Verbot: Ein notwendiger Riegel oder zu wenig?
Das bald kommende Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige soll hier unterstützen. Es ist der Versuch, die digitale Tür für Minderjährige geschlossen zu halten – ein staatlicher Riegel vor einer Welt, die wir physisch niemals so unkontrolliert betreten lassen würden.
Aber reicht ein Gesetz allein aus? Wie gehen wir im Alltag damit um? Das Thema brennt vielen von uns unter den Nägeln, denn es geht auch um die psychische Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit unserer Kinder.
Ihre Erfahrung ist jetzt gefragt!
Ein Gesetz kann Türen schließen, aber die echte Begleitung findet zu Hause statt. Wir möchten von Ihnen wissen – ohne Filter und ganz direkt:
Was macht Ihnen am meisten Sorgen, wenn Sie an den Medienkonsum Ihrer Kinder denken?
Befürworten Sie das Verbot oder halten Sie es für technisch nicht umsetzbar?
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Gab es Momente, in denen Sie eingreifen mussten?
Wir möchten hier einen Raum für echte Meinungen schaffen. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen unten in die Kommentare.
Hinweis: Mit Ihrem Einverständnis würden wir besonders spannende oder hilfreiche Beiträge (gerne auch anonymisiert) veröffentlichen, um anderen Eltern Orientierung zu bieten.
Um zu verstehen, wie moderne Ausbildung heute funktioniert, war das Team von ZUKUNFT MEISTERN für diese Ausgabe zu Gast bei der Roto Frank Austria GmbH in Kalsdorf. Ein Lokalaugenschein, der zeigt, wie die Initiative „Die Industrie“ der Industriellenvereinigung Steiermark in der Praxis Früchte trägt.
Ein starkes Signal der Industriellenvereinigung Steiermark
Hinter dem Erfolg der heimischen Betriebe steht eine starke Gemeinschaft. Die Industriellenvereinigung Steiermark (IV) setzt mit der Plattform dieindustrie.at ein klares Statement: Eine Lehre in der Industrie bietet Sicherheit, exzellente Verdienstmöglichkeiten und eine technische Ausbildung auf Weltniveau. Mit aktuell über 1.000 offenen Lehrstellen in der gesamten Steiermark ist die Industrie der wichtigste Ausbildungspartner für junge Talente.
Praxis-Check in Kalsdorf: Wo Lehrlinge Roboter bauen
Bei unserem Besuch bei Roto Frank Austria wurde schnell klar, warum das Unternehmen als Vorzeigebetrieb gilt. Mit einer Lehrlingsquote von fast zehn Prozent – 32 Lehrlinge bei rund 370 Mitarbeitern – wird Ausbildung hier als gesellschaftliche Verpflichtung gelebt.
Highlights der Ausbildung, die uns beeindruckt haben:
Hauseigene Lehrlingsakademie: Bevor die Jugendlichen in ihre Teams starten, absolvieren sie einen mehrwöchigen Grundlehrgang, um Basisfertigkeiten perfekt zu erlern
Innovation durch Eigenverantwortung: Wir konnten die von Lehrlingen selbst entwickelte Roboter-Schulungszelle besichtigen. Diese wird heute im gesamten Betrieb für Versuche und Instandhaltung genutzt, ohne die laufende Produktion zu stören.
Nachhaltigkeit als Entscheidungsgrund: Das Werk beeindruckt mit einem Selbstversorgungsgrad von rund 50 Prozent durch Photovoltaik und Wasserkraft. Für die junge Generation ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.
Soft Skills & Teambuilding: Neben der Technik stehen auch Gesundheitsprävention, der richtige Umgang mit Geld und internationale Austauschprogramme auf dem Plan.
„Wir setzen ganz stark auf Kommunikation, Wertschätzung und Respekt. Jeder darf und soll sich mit Ideen einbringen.“
— Christian Haidic, Leiter der technischen Ausbildung bei Roto Frank Austria
Vielfalt und Perspektiven: Deine Chance in der Industrie
Ob Metalltechnik, Mechatronik oder einer der insgesamt zwölf angebotenen Lehrberufe (sowie sechs Doppellehrberufe) – am Standort mit der weltweit größten Fertigungsdichte stehen alle Türen offen.
Möchtest du mehr über unseren Besuch bei Roto Frank und die Bildungsinitiativen der Industriellenvereinigung erfahren?
Den vollständigen Beitrag mit exklusiven Einblicken und weiteren Details liest du in unserem aktuellen E-Paper.
Besonderheit: Eigene Lehrlingsakademie & Fokus auf grüne Energie.
Mehr zum Thema: Den gesamten Report von unserem Redaktionsbesuch inklusive aller Hintergrundinfos findest du in der aktuellen Druckausgabe von ZUKUNFT MEISTERN. 👉 Zum E-Paper-Archiv
Österreichs Schulen erleben gerade das Ende eines jahrzehntelangen Stillstands. Mit dem neuen Lehrplan für Volksschule, Mittelschule und AHS (Lehrplanreform ab 2027/28) weht scheinbar ein neuer Wind durch die Klassenzimmer. Doch blicken wir hinter die glänzenden Überschriften: Erleben wir eine echte Modernisierung oder nur geschickte Kosmetik an den Stundentafeln?
In einer Welt, in der jede Antwort nur einen Klick entfernt ist, verliert das reine Wissen an Wert. Die aktuelle Lehrplanänderung könnte Die Chance sein: Weg vom Auswendiglernen – hin zum Denken, Hinterfragen und Problemlösen.
Der neue Lehrplan in Österreich und die 21st Century Skills
Hinter der Reform steht eine Erkenntnis, die international längst der Goldstandard ist: Die sogenannten 21st Century Skills (oder auch die 4Ks). Sie sind der eigentliche Werkzeugkasten für das Überleben in einer digitalen Arbeitswelt – egal ob in der Lehre, im Studium oder im Handwerk.
Die 4Ks des 21. Jahrhunderts
Kompetenz vor Auswendiglernen: Es zählt nicht mehr, wie viele Fakten man für einen Test kurzzeitig speichert. Entscheidend ist, ob ein Kind diese Fähigkeiten anwenden kann, um echte Probleme zu lösen.
Praxisnahes Tun: Der Unterricht soll zeigen, warum etwas gelernt wird. Das Ziel sind Jugendliche, die als Problemlöser´starten, nicht als reine „Befehlsempfänger“.
Es braucht Mut zur Lücke
Wer erkennt, was er nicht weiß, und die richtige Frage stellt, nutzt sein kritisches Denken und wird zum Problemlöser im Team. Eine KI kann zwar antworten, aber sie kann nicht kreativ um die Ecke denken – das zeigt sich immer dann, wenn spontan improvisiert oder eine neue Lösung gefunden werden muss. Richtiges Fragen verändert dabei mehr, als viele glauben. Wer fragt, bleibt nicht Konsument, sondern wird Gestalter. Und wer Informationen hinterfragt, schützt sich auch vor Manipulation und Fehlentscheidungen.
Wie Sie die 21st Century Skills spielerisch unterstützen
Echte Neugier wird im Alltag gefördert. Der wichtigste Satz für Eltern sollte heute nicht mehr „Lern mehr“ sein, sondern: „Was glaubst du? Warum ist das so?“
Kollaboration am Küchentisch: Planen Sie Projekte (Einkauf, Ausflug, Reparatur) gemeinsam. Fragen Sie: „Wie würdest du das anpacken?“
Kritisches Denken fördern: Wenn Ihr Kind eine Information aus sozialen Medien bringt, fragen Sie nach: „Wer hat das geschrieben und warum?“
Hausverstand nutzen: Ob beim Reparieren oder Kochen – beziehen Sie Ihr Kind ein. Fragen wie „Was passiert, wenn wir das so machen?“ trainieren genau die Lösungsorientierung, die Lehrbetriebe heute suchen.
Das „Warum“ fördern, auch wenn es anstrengend ist.
Wenn Kinder anfangen, Dinge kritisch zu hinterfragen, stoßen nicht nur Systeme an ihre Grenzen, auch Eltern.
Es ist anstrengend für die Eltern, wenn nach dem zehnten „Warum“ die Antworten ausgehen.
Es ist eine Herausforderung für Lehrer, wenn in einer Klasse mit 25 Kindern plötzlich fünf Kinder die Lehrmeinung hinterfragen.
Ja, Eltern und Lehrer stoßen hier oft an ihre Belastungsgrenzen. Und ja, es wird Momente geben, in denen Eltern diesen Raum in den Klassen für ihre Kinder erkämpfen müssen.
Warum wir diesen „Kampf“ führen müssen
Fragen müssen höflich formuliert und gestellt werden. Aber sie müssen erlaubt sein. Nein, sie müssen erwünscht sein. Wir bereiten unsere Kinder nicht auf die Zukunft vor, indem wir ihnen beibringen Strukturen blind zu vertrauen.
Die Lehrplan-Änderungen könnten ein klares Signal sein: Die Schulzeit soll nicht mehr beim „Wiederkäuen“ von Wissen enden. Doch ob sich die Haltung im Klassenzimmer tatsächlich ändert? Da müssen auch wir Eltern uns bewegen und diesen Wandel in den Schulen auch aktiv einfordern. Die Zukunft gehört nicht den besten Antwortgebern – sie gehört den Menschen, die sich trauen zu fragen.
Denken Sie daran: Neugier ist kein Störfaktor – sie ist das Fundament.
Viele der Menschen, die unsere Welt verändert haben, waren keine perfekten Schüler, sondern neugierige Fragesteller. Albert Einstein stellte sich vor, auf einem Lichtstrahl zu reiten. Steve Jobs fragte, warum Computer nicht schön sein können. Fortschritt beginnt fast immer mit einem „Warum?“
„Was hat ein Staubsauger mit der Karriere Ihres Kindes zu tun? Mehr, als Sie vielleicht vermuten.
Wenn wir unsere Kinder im Haushalt in die Pflicht nehmen, geht es um weit mehr als um Sauberkeit. Es geht um das Fundament einer Haltung, die in der modernen Arbeitswelt seltener geworden ist als jeder akademische Titel: die Hands-on-Mentalität.
Was wie eine banale Alltagspflicht wirkt, ist laut der Wissenschaft der Schlüssel zu echter Resilienz und beruflicher Exzellenz. Warum das so ist und warum Top-Manager wie Christian Ettl genau hier den Ursprung für Erfolg sehen, verrät ein Blick auf eine der faszinierendsten Studien der Welt.“
Stellen Sie sich vor, es gäbe eine einfache Übung im Familienalltag, die Ihr Kind besser auf das Berufsleben vorbereitet als jede Nachhilfestunde. In Harvard wurde genau das untersucht. Das Ergebnis ist eine wissenschaftliche Liebeserklärung an das „Anpacken“ – und ein entscheidender Wegweiser für die Berufswahl Ihres Kindes.
Die Fakten im Check: Die Harvard Grant Study
Die Studie:Harvard Study of Adult Development (die weltweit längste Langzeitstudie).
Der Zeitraum: Über 85 Jahre kontinuierliche Forschung (seit 1938).
Das Kernergebnis: Praktische Mitarbeit in der Kindheit ist der stärkste Prädiktor für beruflichen Erfolg und psychische Gesundheit im Erwachsenenalter.
Was Harvard über die Karriere Ihres Kindes weiß
Die Forscher der Elite-Universität fanden heraus: Kinder, die früh in die Pflicht genommen wurden – und ja, dazu gehört auch das banale Müllrausbringen –, entwickeln eine sogenannte „Hands-on-Mentalität“.
Diese Kinder lernen drei entscheidende Dinge:
Umsicht: Sie sehen, was getan werden muss, ohne dass man sie darum bittet.
Selbstwirksamkeit: Sie erleben das Gefühl: „Ich kann ein Problem mit meinen eigenen Händen lösen.“
Verantwortung: Sie begreifen sich als wertvoller Teil einer Gemeinschaft, in der jeder einen Beitrag leistet.
Warum ist das so wichtig? Wer lernt, dass Arbeit zum Leben gehört und Probleme durch eigenes Handeln gelöst werden, entwickelt eine tiefe Selbstwirksamkeit. Diese Jugendlichen warten später im Job nicht darauf, dass ihnen jemand sagt, was zu tun ist. Sie sehen die Arbeit, sie übernehmen Verantwortung und sie entwickeln eine Resilienz, die man in keinem Lehrbuch der Welt auswendig lernen kann.
Der Realitätscheck: Christian Ettl & die Haltung zum Erfolg
Dass diese wissenschaftliche Erkenntnis aus den USA punktgenau auf unsere heutige Arbeitswelt zutrifft, bestätigt ein Blick in das aktuelle Magazin von ZUKUNFT MEISTERN. Im Interview beschreibt Christian Ettl (Top-Manager mit Wurzeln in der Lehre) genau diesen Faktor als den „X-Faktor“ moderner Karrieren.
Ettls Erfolgsformel deckt sich exakt mit den Harvard-Ergebnissen: Er betont, dass Fachwissen heute (auch durch KI) überall verfügbar ist – Haltung und Umsicht jedoch nicht. Im Interview findet er klare Worte für die heutige Jugend und deren Eltern:
„Es gibt zwei Möglichkeiten: Man sitzt am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer und übernimmt die Verantwortung für den eigenen Weg.“
Vom Lehrling zum Top-Manager: Christian Ettlweiß, warum die Hands-on-Mentalität der Schlüssel zum Erfolg ist.
Für Christian Ettl ist die duale Ausbildung – die Lehre – das perfekte Training für diese „Macher-Mentalität“. Es geht nicht nur darum, ein Handwerk zu erlernen, sondern zu begreifen, wie man Verantwortung für ein echtes Projekt und dessen Ergebnis übernimmt.
Was bedeutet das für Sie als Eltern?
Wenn wir unseren Kindern jede Schwierigkeit aus dem Weg räumen, nehmen wir ihnen laut dem Generationenforscher Rüdiger Maas die wichtigste Erfahrung: das Selbermachen. Christian Ettl ergänzt dies aus der Sicht des Praktikers: Eltern sollten unterstützen, aber niemals die Rolle des Kindes einnehmen.
Fragen für den Küchentisch: Ein Selbsttest für Eltern
Hält Ihr Kind bereits das „Steuer“ in der Hand? Prüfen Sie es anhand dieser drei Fragen:
Hat mein Kind eine feste Aufgabe im Haushalt, für deren Gelingen es ganz allein verantwortlich ist?
Darf mein Kind bei Projekten scheitern und es so lange versuchen, bis es eine praktische Lösung findet?
Ermutige ich mein Kind, Dinge selbst zu erschaffen oder zu reparieren, statt sofort Ersatz zu kaufen?
Die Lehre als moderne Antwort
In einer Welt, die immer digitaler und theoretischer wird, bietet die duale Ausbildung genau dieses psychologische Fundament. Wer eine Lehre wählt, entscheidet sich nicht gegen die Bildung, sondern für die Anwendung.
Hier wird die „Hands-on-Mentalität“ zum Berufsbild. Jugendliche, die anpacken, entwickeln eine Resilienz und eine Lösungsorientierung, die sie im späteren Leben – egal in welcher Position – unersetzlich macht. Es ist der Weg vom „Wissen, dass…“ zum „Wissen, wie…“.
Christian Ettl bringt es in unserem Magazin auf den Punkt: Wer die Basis versteht und gelernt hat, anzupacken, dem stehen heute alle Türen offen – bis hin zum Management oder der Unternehmensführung.
Lehre im Handwerk: Warum „das crazy“ die schlauste Karriereentscheidung 2026 ist.
Zwischen High-Tech, Klimaschutz und dem ersten eigenen Gehalt – entdecke, warum das Handwerk das Fundament deiner Zukunft ist.
Die Key-Facts
📍 Steiermark: 2.500+ Betriebe suchen dich
🎓 Niveau: Meister = Bachelor
💰 Cash: Endlich eigenes Geld verdienen
„Das Handwerk ist das Herzstück unseres Landes und das Fundament für unsere Zukunft.“
KommR Johann Reisenhofer, Spartenobmann
Von Werkstolz bis Krisensicherheit: Finde heraus, was dich antreibt.
Die Liste der Vorteile ist lang: Ob du als Klimaretter die Energiewende vorantreibst, als Macher Unikate erschaffst oder als Spezialist durch Maßarbeit überzeugst – im Handwerk findest du Sinnhaftigkeit und echte Wertschätzung. Es geht um mehr als nur einen Job; es geht um Werkstolz, Kameradschaft und die Freiheit, deine eigene Realität zu gestalten.
• Raus aus der Theorie
• Bachelor Professional werden
• Klimaretter & Macher sein
• Krisensicher & Beständig
• Volle Durchlässigkeit im System
• Keine Sackgasse, sondern Erfolg
Warum „das crazy“ Sinn macht
Wir kombinieren Tradition mit Hightech. Ob KI oder Nachhaltigkeit – du gestaltest die Realität von morgen.
Gleichgestellt: Ein Meistertitel steht im Nationalen Qualifikationsrahmen auf Stufe 6 und ist damit offiziell einem akademischen Bachelor gleichgestellt.
Zukunftsthemen: Über den neuen „Bachelor Professional“ kannst du dich nach der Lehre auf High-Tech-Bereiche wie Künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit spezialisieren.
Krisensicher: Das Handwerk gilt als das beständige Fundament der Wirtschaft und bietet enorme Sicherheit in unsicheren Zeiten.
Macher gesucht: Allein in der Steiermark suchen aktuell über 2.500 Betriebe motivierte Lehrlinge, die anpacken wollen.
Sinnstifter: Handwerker setzen aktiv die Energiewende um und sichern die regionale Nahversorgung.
Den gesamten Beitrag findet man im E-Paper von ZUKUNFT MEISTERN 2026 – Es gibt100 Gründe es durchzulesen: E-Paper ZUKUNFTMEISTERN
Vom Wald bis zum modernen Holzbau – Karrierechancen für Jugendliche
In diesem Beitrag erfahren Sie:
welche Lehrberufe es rund um Holz gibt
warum die Holzindustrie eine Wachstumsbranche ist
wie eine Ausbildung in einem modernen Holzunternehmen aussieht
warum eine Lehre in der Holzbranche viele Karrierewege eröffnet
Holz zählt zu den ältesten Werkstoffen der Welt – und gleichzeitig zu den wichtigsten Baustoffen der Zukunft. Nachhaltiges Bauen, moderne Holzarchitektur und innovative Holzprodukte sorgen dafür, dass die Branche stark wächst.
Gerade in der Steiermark, dem waldreichsten Bundesland Österreichs, spielt die Holzindustrie eine wichtige Rolle für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Ausbildung.
Ein Blick in die Praxis: Lehre bei Rubner Holzindustrie
Wie eine Ausbildung in der Holzbranche konkret aussieht, haben wir uns für diese Ausgabe bei Rubner Holzindustrie in Rohrbach an der Lafnitz angesehen.
Die steirische Holzindustrie gilt als echte Wachstumsbranche. Wie hier die Lehre abläuft, darüber haben wir mit Personalverantwortlichem Anton Pausackl und Lehrling Philipp Karner gesprochen.
Rubner ist Teil einer international tätigen Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten in Europa und rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Standort in Rohrbach an der Lafnitz werden hochwertige Holzprodukte für den konstruktiven Holzbau hergestellt.
Philipp Karner absolviert eine Ausbildung zum Mechatroniker und ist gemeinsam mit seinem Team für die Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen verantwortlich. Sein Arbeitsalltag zeigt, wie modern die Holzindustrie heute ist: Automatisierte Anlagen, digitale Steuerungen und industrielle Fertigung gehören längst zum Alltag.
„Ich wollte immer etwas Praktisches machen“, erzählt der junge Lehrling. Besonders gefällt ihm die Abwechslung und das Arbeiten im Team.
@Bild und Video @Mias Photoart
Welche Lehrberufe gibt es mit Holz? Karrierechancen für Jugendliche in der Steiermark
Viele denken bei Holzberufen zuerst an Tischler oder Sägewerke. Tatsächlich umfasst die Holzwirtschaft heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Berufe – vom Wald bis zum fertigen Gebäude.
Zu den wichtigsten Lehrberufen zählen zum Beispiel:
Rund um Wald und Rohstoff
Forstwirtschaft
Forsttechnik
Holzverarbeitung und Handwerk
Holztechnik
Tischlerei
Tischlereitechnik
Holzbau
Zimmerei
Zimmereitechnik
Fertigteilhausbau
Weitere Berufe entlang der Wertschöpfungskette
Papiertechnik
Baustoffhandel
Insgesamt stehen Jugendlichen in Österreich mehr als 20 Ausbildungswege rund um den Werkstoff Holz offen.
Warum Holz ein Zukunftswerkstoff ist
Holz verbindet gleich mehrere Zukunftsthemen:
Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und speichert CO₂.
Klimafreundliches Bauen: Immer mehr Gebäude werden in Holzbauweise errichtet.
Technologie: Moderne Holzproduktion nutzt hochautomatisierte Anlagen und digitale Planung.
Für Jugendliche bedeutet das: Wer sich für Technik, Handwerk oder nachhaltige Materialien interessiert, findet hier viele spannende Möglichkeiten.
Karriere nach der Lehre
Eine Lehre ist heute oft nur der erste Schritt.
Nach der Ausbildung stehen viele Wege offen:
Meisterprüfung oder Techniker-Ausbildung
Spezialisierung im Holzbau oder in der Holzindustrie
Studium an Fachhochschule oder Universität
Selbstständigkeit im Handwerk
Viele erfolgreiche Unternehmer in der Branche haben ihre Karriere mit einer Lehre begonnen.
5 Gründe für eine Karriere mit Holz
1. Zukunftsbranche Nachhaltiges Bauen mit Holz boomt weltweit.
2. Viele Berufsmöglichkeiten Vom Wald über Handwerk bis zur Industrie.
3. Technik und Handwerk kombiniert Moderne Anlagen und traditionelles Material.
4. Gute Karrierechancen Weiterbildung, Studium oder Selbstständigkeit.
5. Nachhaltiger Werkstoff Holz ist klimafreundlich und regional verfügbar.
Informationsbox: Holzindustrie Steiermark
Die Holzindustrie zählt zu den wichtigsten Industriezweigen der Steiermark.
welche Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz möglich sind
warum Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bereits Teil der Ausbildung sind
wie Lehrlinge eigene technische Projekte entwickeln
weshalb eine technische Lehre in der Bahnindustrie besonders zukunftssicher ist
Technik lernen, wo Mobilität der Zukunft entsteht
In der Lehrwerkstätte von Siemens Mobility in Graz-Eggenberg ist es selten still. Zwischen Werkbänken, Bildschirmen und digitalen Lernplattformen entstehen nicht nur Bauteile für internationale Schienenfahrzeuge – sondern auch berufliche Perspektiven.
Denn was hier entwickelt und produziert wird, fährt später auf Schienen in vielen Teilen der Welt. Am Standort Graz entstehen unter anderem Fahrwerke und Dachstromabnehmer für moderne Züge – Technologien, die für eine sichere und nachhaltige Mobilität entscheidend sind.
Gleichzeitig lernen hier junge Menschen Berufe, die Technik, Digitalisierung und praktische Erfahrung verbinden.
Doch Lehrlinge bauen hier nicht nur klassische Werkstücke
Wer an eine Lehrwerkstätte denkt, hat oft das Bild von Feilen, Maschinen und Metallteilen vor Augen. Doch in Graz-Eggenberg entstehen auch Projekte, die eher an ein Technik-Labor erinnern.
Lehrlinge entwickeln beispielsweise einen Roboter, der einen Rubik-Würfel wieder in seine Ausgangsposition bringt. Andere Projekte verwandeln Mathematik in ein digitales Lernspiel – ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem logisches Denken gefragt ist.
Auch für den Arbeitsalltag entstehen Ideen: Prototypen von Robotern etwa, die wiederkehrende Aufgaben übernehmen können, zum Beispiel Schrauben für den nächsten Produktionsschritt vorbereiten.
Hier zeigt sich: Ausbildung bedeutet nicht nur Lernen nach Plan – sondern Ideen entwickeln und Lösungen finden.
„Früher habe ich mit Lego gebaut – heute mache ich das in groß. Und bezahlt.“
Für Sandra Langer war Technik schon früh faszinierend. Heute absolviert sie bei Siemens Mobility eine Lehre zur Maschinenbautechnikerin im vierten Lehrjahr.
Schon als Kind hat sie gerne mit Lego gebaut, erzählt sie. Heute arbeitet sie mit Metall, Maschinen und digitalen Werkzeugen – und entwickelt gemeinsam mit anderen Lehrlingen Projekte, die weit über klassische Werkstattübungen hinausgehen.
In der Lehrwerkstätte programmieren Lehrlinge Roboter, entwickeln Lernspiele oder tüfteln an Lösungen für reale Arbeitsprozesse.
„Das Schöne ist, dass wir vieles gemeinsam erarbeiten“, sagt sie. Die Ausbildner geben den Auftrag – die Lehrlinge bringen ihre Ideen ein und setzen diese im Team um.
„Hier funktioniert Zusammenarbeit wirklich auf Augenhöhe“
Auch Silvano Gahr hat seinen Weg in die Lehrwerkstätte von Siemens Mobility über das Schnuppern gefunden. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Metall- und Schweißtechniker.
Schon nach den ersten Tagen sei für ihn klar gewesen, dass er sich hier bewerben möchte.
„Die Strukturen in einem großen Unternehmen passen für mich gut. Es gibt flache Hierarchien und die Zusammenarbeit funktioniert auf Augenhöhe – dadurch macht die Arbeit einfach mehr Spaß“, sagt Silvano Gahr.
Zuvor hatte er eine Fachschule besucht und dort bereits erste Erfahrungen mit Metall gesammelt. Der Schritt in eine technische Lehre lag für ihn daher nahe.
Besonders hilfreich findet er auch die digitalen Lernmöglichkeiten im Unternehmen. Über eine interne Lernplattform können Inhalte für Berufsschule und Lehrabschlussprüfung jederzeit abgerufen werden.
Wenn Digitalisierung Teil der Ausbildung wird
Digitalisierung spielt in der Ausbildung eine immer größere Rolle.
Bei Siemens Mobility werden etwa KI-gestützte Systeme eingesetzt, um Bauteile anhand von Bildern oder Videos auf Qualität zu prüfen. Auch Bildmaterial aus dem Betrieb kann analysiert werden, um mögliche Verbesserungen an Produkten zu erkennen. Siemens 2026
Für Lehrlinge bedeutet das: Sie lernen nicht nur klassische Fertigungstechniken, sondern auch den Umgang mit digitalen Werkzeugen.
Lernunterlagen stehen über digitale Plattformen zur Verfügung, Produktionspläne können auf Knopfdruck abgerufen werden, und auch bei der Erstellung von Lernmaterialien kommen moderne Technologien zum Einsatz.
Standortleiter Stefan Erlach sieht darin einen wichtigen Bestandteil moderner Ausbildung:„KI und Digitalisierung sind schon länger Teil der Lehrausbildung. Mit den neuen Möglichkeiten geht es noch stärker darum, diese Werkzeuge aktiv zu nutzen.“
Technik braucht auch Teamarbeit
Bei aller Technologie bleibt eines entscheidend: das menschliche Miteinander.
Gerade in großen Organisationen sei es wichtig, miteinander zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, betont Standortleiter Stefan Erlach.
Die Zeit zwischen 15 und 20 Jahren sei besonders prägend. Deshalb gehe es in der Ausbildung nicht nur um Fachwissen, sondern auch um persönliche Entwicklung und Zusammenarbeit.
Arbeiten in einer Branche mit Zukunft
Die Bahnindustrie gilt als besonders stabiler Wirtschaftsbereich.
Die Produkte, die in Graz entwickelt werden, sind oft 30 bis 40 Jahre im Einsatz und müssen regelmäßig gewartet, verbessert und weiterentwickelt werden. Mobilität auf der Schiene spielt weltweit eine immer größere Rolle – auch aus Gründen der Nachhaltigkeit.
Für junge Menschen bedeutet das: Wer hier eine technische Ausbildung beginnt, arbeitet in einer Branche mit langfristigen Perspektiven.
Oder wie Standortleiter Stefan Erlach es formuliert: „Wir entwickeln Lösungen dafür, dass Menschen sicher, nachhaltig und leistbar von A nach B kommen.“
Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz
Am Standort Graz-Eggenberg können Lehrlinge unter anderem folgende Berufe erlernen:
Ausbildung bei Siemens Mobility: Ein Blick ins Jahr 2025
Schon im vergangenen Jahr war ZUKUNFT MEISTERN bei Siemens Mobility in Graz zu Gast. Im Mittelpunkt stehen dabei auch persönliche Entwicklung und internationale Perspektiven: Projekte im internationalen Konzernumfeld, Austauschmöglichkeiten und Programme, die jungen Fachkräften Einblicke in andere Länder und Kulturen ermöglichen.
Gerade für Eltern ist das ein wichtiger Aspekt: Eine Lehre kann heute nicht nur der Einstieg in einen Beruf sein, sondern auch ein Weg zu Selbstständigkeit, Verantwortung und internationalen Erfahrungen.
Die Jugend von heute …“ – ein Satz, der schnell gesagt ist. Er fällt in Besprechungsräumen, in Unternehmen, im privaten Gespräch. Oft gestützt auf einzelne Erfahrungen. Auf Eindrücke. Auf Momentaufnahmen.
Doch Eindrücke sind keine Fakten.
Die aktuelle Hitradio Ö3-Jugendstudie geht deshalb einen anderen Weg: Sie fragt junge Menschen direkt. Wie denken sie über Arbeit? Über Ausbildung? Über Sicherheit? Über ihre Zukunft?
Und genau das begrüßen wir bei ZUKUNFT MEISTERN.
Denn wer junge Menschen verstehen will, sollte sie nicht interpretieren – sondern anhören.
Die Teilnahme an der Studie ist anonym. Im Mittelpunkt stehen vor allem 16- bis 25-Jährige – also jene Generation, die gerade in Ausbildung steht, ins Berufsleben eintritt oder erste Entscheidungen für ihre Zukunft trifft.
Ein Blick, der weiter reicht als das Einzelbeispiel
Wenn von Generation Z die Rede ist, geht es schnell um Leistungsbereitschaft, Sinnsuche oder neue Erwartungen an Arbeitgeber. Vieles davon speist sich aus persönlichen Erfahrungen – aus gelungenen Begegnungen, aber auch aus Enttäuschungen.
Eine Studie kann diese Erfahrungen nicht ersetzen. Aber sie kann sie einordnen.
Sie bündelt Stimmen. Sie zeigt Tendenzen. Und sie macht sichtbar, wo Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen – oder sich bestätigen.
Gerade für Unternehmen, die ausbilden, rekrutieren oder junge Teams führen, ist das kein Nebenschauplatz. Wer wissen möchte, wie junge Menschen ihre Zukunft sehen, bekommt hier die Möglichkeit, zuzuhören.
Jugend als Gesprächspartnerin
Bei ZUKUNFT MEISTERN verstehen wir junge Menschen als Teil eines Dialogs.
Initiativen wie die Ö3-Jugendstudie schaffen eine Grundlage dafür. Sie eröffnen Raum für Perspektiven – ohne Bewertung, ohne Etikett.
Vielleicht ist das der wichtigste Schritt: nicht vorschnell zu deuten, sondern zunächst zu fragen.
Der Gehalts-Check: Absolventen einer Lehre starten im Median mit 2.615 € brutto (1,5 Jahre nach Abschluss) – und liegen damit oft über rein schulischen Einstiegsgehältern.
Praxis schlägt Theorie: Unternehmen zahlen für sofortige Einsetzbarkeit. Der „Praxis-Vorsprung“ der Lehre macht sich direkt am Konto bemerkbar.
Karriere-Mythos: Ein Studium ist kein Garant für Reichtum, eine Lehre keine Einkommensgrenze. Meister und Spezialisten erreichen oft akademische Gehaltsniveaus.
Zukunftssicherheit: Fachkräfte in Technik, Handwerk und IT sind strukturell krisenfest – auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.
Lehre oder weiter in die Schule – kaum eine Entscheidung wird in Familien intensiver diskutiert. Es geht um Talente, Interessen, Zukunftsperspektiven – und nicht zuletzt um Einkommen.
Wie sich das Einstiegsgehalt nach unterschiedlichen Ausbildungswegen tatsächlich entwickelt, zeigt das Bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Die aktuellen Auswertungen machen deutlich: Die Einkommensrealität nach Ausbildungsende ist differenzierter, als viele Eltern vermuten.
Ausbildungsentscheidung: Was bedeutet das finanziell?
AHS? BHS? Oder doch eine Lehre? Viele Eltern gehen davon aus, dass mehr Schuljahre automatisch zu einem höheren Einstiegsgehalt führen. Die aktuellen Auswertungen der Statistik Austria zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.
Einstiegsgehalt nach der Lehre: Was sagen die Zahlen?
Personen mit Lehrabschluss verdienen eineinhalb Jahre nach Ausbildungsende im Median 2.615 Euro brutto.
Warum das viele überrascht: > Der Arbeitsmarkt bewertet nicht nur die Dauer einer Ausbildung, sondern deren unmittelbare wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wer eine Lehre absolviert, bringt Jahre an praktischer Erfahrung mit. Das bedeutet für Betriebe: kürzere Einschulung, sofortige Produktivität.
Der Arbeitsmarkt bezahlt nicht nur Zeugnisse. Er bezahlt Können.
Einkommen im Lebensverlauf: Holen Studienabsolventen auf?
Eine zentrale Sorge vieler Eltern lautet: „Verdient mein Kind später als Akademiker nicht doch viel mehr?“
Es stimmt: In manchen Branchen können akademische Laufbahnen eine steilere Kurve zeigen. Doch auch dieser Vergleich darf nicht einseitig betrachtet werden.
Ein Lehrabsolvent verdient früher, sammelt Beitragsjahre und kann sich über Meisterprüfung, Werkmeisterausbildung, Spezialisierungen oder Selbstständigkeit ebenfalls deutlich weiterentwickeln. Technische Meister oder erfolgreiche Unternehmer erreichen Einkommensniveaus, die mit akademischen Karrieren druchaus vergleichbar sind.
Ein akademischer Titel ist kein Einkommensversprechen. Und ein Lehrabschluss ist keine Einkommensgrenze.
Entscheidend sind Branche, Weiterentwicklung, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – nicht allein der formale Abschluss.
Arbeitsmarkt und Zukunftsperspektive: Wie stabil ist die Lehre?
Neben dem Gehalt spielt für Eltern auch die Frage nach Sicherheit eine große Rolle. Wie schnell findet mein Kind nach der Ausbildung eine Anstellung?
Die duale Ausbildung bietet hier klare Vorteile. Lehrabsolventen sind in der Regel rasch im ersten Job, weil praxisnahe Fachkräfte in vielen Branchen dringend gesucht werden – von Technik über Handwerk bis IT und Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist hoch und strukturell stabil.
Welche Fragen sollten Eltern bei der Ausbildungsentscheidung stellen?
Die Wahl zwischen Lehre und Studium ist keine Frage von höher oder niedriger, sondern von Passung.
Eltern sollten sich fragen:
Lernt mein Kind besser theoretisch oder praktisch?
Entwickelt es Motivation im direkten Arbeitsumfeld?
Welche Branchen bieten langfristige Stabilität?
Welche Weiterbildungswege stehen später offen?
Ist frühe finanzielle Unabhängigkeit ein wichtiger Faktor?
Und es wird nicht einfacher – denn Künstliche Intelligenz verändert die Berufswelt
Während KI viele Büroberufe verändert, bleibt das handwerkliche und technische Können einer Lehre eine krisensichere Konstante. Gerade deshalb wird die Ausbildungsentscheidung anspruchsvoller – und zugleich klarer:
Nicht der Titel entscheidet. Sondern Kompetenz, Flexibilität – und die Frage: Was passt wirklich zu meinem Kind?
Ihr Fazit: Talent vor Titel? Geld ist eine wichtige Basis, aber die Leidenschaft für das Tun ist der wahre Karrieremotor. Hat die Lehre in Ihrer Familie bereits für Überraschungen gesorgt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.
Quelle und Datenbasis: Die im Beitrag genannten Einkommenszahlen stammen aus dem Bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Das Monitoring analysiert Erwerbsverläufe und Einkommensentwicklungen nach unterschiedlichen Ausbildungswegen in Österreich und basiert auf registerbasierten Daten.
Weitere Informationen unter: www.statistik.at (Bereich Bildung / Erwerbskarrierenmonitoring)
wie eine Lehre im Handel echte Führungsverantwortung ermöglichen kann
was 26 SPAR Lehrlinge in Graz konkret übernommen haben
welche Kompetenzen dabei trainiert werden
warum solche Projekte für die Berufswahl Ihres Kindes relevant sind
26 Lehrlinge übernehmen eine SPAR-Filiale in Graz
Im Rahmen ihrer Lehre im Handel haben 26 SPAR Lehrlinge eine besondere Herausforderung übernommen: Sie führten für mehrere Tage eigenständig den EUROSPAR in der Sackstraße in Graz.
Das bedeutet: Keine Übungssituation. Kein Planspiel. Sondern realer Filialbetrieb.
Die Jugendlichen organisierten Warenbestellungen, koordinierten Abläufe zwischen den Abteilungen, übernahmen Verantwortung an der Kassa und standen im direkten Kundenkontakt. Begleitet wurden sie im Hintergrund – die operative Führung lag jedoch bei ihnen.
Solche Projekte zeigen, wie modern eine Ausbildung im Handel heute gestaltet ist.
Was lernen Jugendliche bei einer Lehre im Handel wirklich?
Eine Lehre im Einzelhandel wird oft unterschätzt. Tatsächlich vermittelt sie weit mehr als Verkaufstechniken.
Bei einer Filialübernahme wie in Graz trainieren Lehrlinge:
Wirtschaftliches Denken Wie viel Ware wird bestellt? Welche Produkte verkaufen sich? Wie funktionieren Aktionen?
Organisation und Struktur Dienstpläne, Warenfluss, Zeitmanagement.
Führung und Teamarbeit Wer übernimmt welche Rolle? Wie löst man Konflikte? Wie trifft man Entscheidungen?
Kommunikation mit Kundinnen und Kunden Beratungsgespräche, Reklamationen, Serviceorientierung.
Diese Kompetenzen sind Grundlagen für spätere Führungspositionen im Handel – und darüber hinaus.
Einordnung: Wie sich die Lehre im Handel verändert hat
Viele Eltern verbinden mit einer Lehre im Handel noch immer ein klassisches Bild: Regale einschlichten, kassieren, Ware übernehmen.
Die Realität sieht heute anders aus.
Große Handelsunternehmen wie SPAR investieren stark in:
Persönlichkeitsentwicklung
Projektverantwortung
eigenständiges Arbeiten
interne Karriereprogramme
Weiterbildung bis hin zur Markt- oder Filialleitung
Eine Lehrlingsausbildung bei SPAR kann damit der Einstieg in eine langfristige Karriere im Einzelhandel sein – nicht nur ein erster Job.
Was bedeutet das für Eltern?
Wenn Ihr Kind Interesse an einer Lehre im Handel in Graz oder der Steiermark zeigt, können diese Fragen helfen:
Welche Verantwortung dürfen Lehrlinge übernehmen?
Gibt es Projektwochen oder Filialübernahmen?
Wie sehen die Karrierewege nach der Lehrabschlussprüfung aus?
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten werden angeboten?
Wichtig zu wissen: Moderne Lehrbetriebe fördern Selbstständigkeit früh. Verantwortung ist kein Risiko – sie ist Teil des Lernprozesses.
Rund 100 Lehrstellen sind bei SPAR wieder zu besetzen
Die Filialübernahme in Graz zeigt, wie praxisnah und verantwortungsvoll eine Lehre im Handel bei SPAR heute aufgebaut ist.
Gleichzeitig ist sie ein Signal: SPAR sucht steiermarkweit aktuell rund 100 Lehrlinge.
➡️ „Interessiert an einer Lehrstelle im Handel oder anderen Lehrberufen bei SPAR? Alle offenen Lehrstellen und die Online-Bewerbung finden Sie auf der SPAR Job- und Lehrstellenbörse
Für Jugendliche bedeutet das: Der Einstieg ist möglich. Die Perspektiven sind da. Die Entwicklungschancen ebenfalls.
Für Eltern heißt das: Wer sich mit dem Thema Lehre im Handel in der Steiermark beschäftigt, sollte jetzt hinschauen – nicht irgendwann.
Eine Lehre ist kein Kompromiss. Sie kann ein strukturierter, begleiteter Einstieg in Verantwortung und Karriere sein.