ZUKUNFT MEISTERN 2026 begleitet Jugendliche und Eltern in einer Zeit, in der Bildungsentscheidungen komplexer geworden sind – aber auch chancenreicher. Die Lehre hat sich verändert: Sie ist digital, durchlässig und eng mit Zukunftsthemen wie Technologie, Nachhaltigkeit und Verantwortung verbunden. Diese Ausgabe zeigt, warum Orientierung wichtiger ist als schnelle Antworten, welche Rolle Eltern dabei spielen und wie junge Menschen heute bewusst ihren Weg wählen. ZUKUNFT MEISTERN ordnet ein, macht sichtbar und hilft, alte Bilder loszulassen. Es geht darum, Wege zu erkennen – und sie gehen zu können.
Orientierung entsteht im Gespräch. ZUKUNFT MEISTERN versteht Bildungsentscheidungen nicht als Moment, sondern als Prozess – begleitet, informiert und ohne Druck.
Die Ausgabe 2025 wurde allein auf Yumpu 71.820 Mal gelesen. Das zeigt: Orientierung rund um Lehre wird gebraucht.
2026 legen wir nach – mit KI, neuen Lehrberufen, echten Perspektiven und einem klaren Wegweiser durch die wichtigsten Stellen in der Steiermark.
Viele Erwachsene kennen „die Lehre“ noch als das, was sie in den 1990ern war. Die Realität ist längst weiter: Lehre ist heute durchlässig, digital-kompetent und öffnet Wege bis hin zu Matura, Meister und Studium. ZUKUNFT MEISTERN 2026 macht genau diese neue Realität sichtbar – mit dem Blick darauf, was funktioniert.
In der Ausgabe findest du u. a.:
Mutter-im-Talk
Neue Ära: Wie Künstliche Intelligenz Arbeit verändert
Die wichtigsten Adressen im Ausbildungsdschungel (Steiermark)
Porträts erfolgreicher Lehrlinge und Praxis-Stimmen aus Betrieben
Die Printausgabe von ZUKUNFT MEISTERN 2026 liegt ab Anfang Jänner bei SPAR in der Steiermark, bei McDonald’s und an vielen weiteren öffentlichen Stellen auf.
Ein Magazin zum Aufbewahren. Nicht zum Wegscrollen.
Und ja – digital ist praktisch. Aber Print ist anders.
Man liest langsamer. Man bleibt öfter hängen. Man legt es nicht einfach weg – man legt es zur Seite.
Gerade die Orientierungstests, Checklisten und Gespräche zwischen Eltern und Jugendlichen funktionieren auf Papier besser. Man kann markieren. Zurückblättern. Vergleichen. Und das Magazin Wochen später noch einmal hervorholen, wenn die Frage wieder auftaucht:
„Was ist der nächste Schritt, wer hilft wirklich?“
ZUKUNFT MEISTERN ist deshalb nicht nur für den Moment gedacht. Sondern als Orientierungshilfe, die bleibt.
Seit dem 30. September 2025 ist die Steiermark um eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsentscheidungen reicher: www.waswerden.info bündelt ab sofort alle Angebote zur Bildungs- und Berufsorientierung – von Bildungsmessen über Interessenstests bis zu Beratungsstellen. Das Online-Portal ist kostenlos, regional filterbar und richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Menschen im beruflichen Umbruch.
Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark auf einen Blick
Das Herzstück der Plattform ist der digitale Angebotskatalog, der bisher nur in gedruckter Form verfügbar war. Nutzerinnen und Nutzer finden hier:
Infos zu Bildungsmessen und Veranstaltungen
Berufswahl- und Interessenstests
Weiterbildungsangebote in allen sieben steirischen Regionen
Beratungsstellen für Karriere, Umschulung oder Wiedereinstieg
Besonders hervorgehoben wird die einfache Navigation, eine klare Bildsprache und die niederschwellige Sprache, die den Zugang erleichtern.
„Gemeinsam in der Region was werden“
Das Portal ist ein Gemeinschaftsprojekt aller sieben steirischen Regionen, finanziert aus Mitteln des Landes Steiermark. Trägerorganisation ist die Region Oststeiermark.
Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (Region Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland) betont:
„Das Projekt zeigt, wie stark die steirischen Regionen zusammenarbeiten, wenn es um die Zukunft unserer Bevölkerung geht. Mit waswerden.info schaffen wir ein Portal, wo Bildungs- und Berufsorientierung starten kann.“
Regionale Ansprechpersonen für Bildungs- und Berufsorientierung in der Stmk. mit LH-Stellvertreterin Manuela
Im Steirischen Vulkanland liegt ein Schwerpunkt auf Erwachsenen, die sich weiterbilden, neu orientieren oder wieder in den Beruf einsteigen möchten.
Der stellvertretende Regionsvorsitzende LAbg. Franz Fartek erklärt:
„Es ist uns besonders wichtig, über die neue Plattform auch die regionalen Chancen in Bildung und Beruf zu zeigen. Kennt man diese, profitiert am Ende die ganze Region.“
👉 Ende des Jahres findet im Vulkanland ein Informationsabend zu Weiterbildung und beruflicher Veränderungstatt. Details folgen auf www.vulkanland.at.
Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (2. v.l.) und Stellvertreter LAbg. Franz Fartek mit Vertreter:innen des
Bei der Auftaktveranstaltung im Schulungszentrum Fohnsdorf betonte LH-Stellvertreterin Manuela Khom die Bedeutung von waswerden.info:
„Mit waswerden.info schaffen wir eine wichtige Navigationshilfe im Bildungsbereich. Gut informierte und ausgebildete Menschen sind die beste Investition in die Zukunft unseres Landes.“
Fazit: Ein neuer Startpunkt für Bildung und Beruf in der Steiermark
Mit waswerden.info gibt es ab sofort eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark. Sie erleichtert Jugendlichen, Eltern, Erwachsenen und Menschen im beruflichen Umbruch den Zugang zu Bildung, Weiterbildung und Berufsberatung – und stärkt gleichzeitig die Regionen.
50.000. Talentcheck im Talentcenter der WKO Steiermark absolviert
Das Talentcenter der WKO Steiermark feiert ein besonderes Jubiläum: Mit dem Besuch der 4D des BG/BRG Kapfenberg wurde der 50.000. Talentcheck absolviert. Damit bestätigt sich eindrucksvoll die Rolle des Talentcenters als zentrale Anlaufstelle für Berufs- und Ausbildungsorientierung in der Steiermark – und weit darüber hinaus.
Warum der Talentcheck so wichtig ist
Die Wahl des richtigen Bildungs- und Berufsweges ist eine der entscheidendsten Weichenstellungen im Leben junger Menschen. Gleichzeitig wird es angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger, Talente frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern. Allein seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der 15-Jährigen in der Steiermark um fast 20 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig bricht fast jeder vierte AHS-Schüler die Oberstufe ab oder wechselt den Schultyp. Bei den BHS ist es sogar mehr als ein Drittel.
„Wir können es uns nicht länger leisten, dass helle Köpfe und geschickte Hände durch den Bildungsrost fallen“, betont WKO Steiermark-Präsident Josef Herk.
Wissenschaft und Wirtschaft ziehen an einem Strang
Das Talentcenter wurde 2016 in Kooperation mit der Universität Graz ins Leben gerufen und 2019 beim World Chamber Congress in Rio de Janeiro als „weltbeste Bildungsinitiative“ ausgezeichnet. Es gilt mittlerweile auch international als Modell – unter anderem wurde es erfolgreich nach Bozen exportiert.
„Der Talentcheck zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam ein praxisnahes und wissenschaftlich fundiertes Angebot schaffen können“, erklärt Peter Riedler, Rektor der Universität Graz.
So funktioniert der Talentcheck
Im Talentcenter können ganze Schulklassen den Test absolvieren. Die Jugendlichen durchlaufen eine umfassende Testbatterie, die unter anderem folgende Bereiche abdeckt:
kognitive Fähigkeiten
Motorik und Aufnahmefähigkeit
allgemeine und berufsrelevante Kenntnisse
Interessenprofile
Die Ergebnisse fließen in einen individuellen Talentreport, der passgenaue Berufsvorschläge enthält – von Lehrberufen bis hin zu akademischen Laufbahnen. Dieser Report kann drei Jahre lang online abgerufen, gespeichert oder ausgedruckt werden.
Erfolge aus erster Hand
Zahlreiche junge Menschen berichten, dass der Talentcheck für sie ein entscheidender Wendepunkt war:
Hedwig Freytag: „In meinem Talentreport wurden mir verschiedene medizinische Berufe vorgeschlagen. Heute studiere ich im 6. Semester Medizin und habe meinen Facharzt in Gynäkologie fest im Blick.“
Mika Binder: „Meine mathematischen und technischen Fähigkeiten waren im Talentreport besonders ausgeprägt. Das war der ausschlaggebende Grund, warum ich heute eine HTL besuche.“
Breite Nutzung in der Steiermark
Bereits 61 Prozent aller steirischen Schulen nutzen das Angebot des Talentcenters regelmäßig. Rund 7.000 Jugendlicheabsolvieren jedes Jahr den Talentcheck und erhalten so eine fundierte Grundlage für ihre Bildungs- und Berufsentscheidung.
Leiterin Sabine Sattler-Tremesberger betont: „Wir bieten Jugendlichen eine maßgeschneiderte Unterstützung für ihre Zukunft. Neben dem Talentcheck für 13- bis 15-Jährige gibt es mit dem FUTURE-Check auch ein Angebot für Maturierende und ältere Jugendliche.“
Fazit: Ein Gewinn für die Zukunft der Steiermark
Mit dem 50.000. Talentcheck setzt das Talentcenter der WKO Steiermark ein starkes Zeichen für die Bildungs- und Standortpolitik. Es zeigt, wie junge Menschen durch wissenschaftlich fundierte Tests Orientierung und Sicherheit für ihre Zukunft erhalten – und wie wichtig es ist, Talente nicht ungenutzt zu lassen.
ZUKUNFT MEISTERN fragt nach: Lehrstelle, Matura, Berufsschule – wenn es um Ausbildung geht, tauchen viele Fragen auf.
Karin Ladenberger,
Referentin, Abteilung Jugend und Lehrausbildung der Arbeiterkammer Steiermarkgibt Antworten und zeigt, wo Lehrlinge und Eltern Unterstützung finden – von der ersten Bewerbung bis zur Lehrabschlussprüfung.
1. Was ist bei der Suche nach einer Lehrstelle zu beachten?
Bevor Jugendliche mit der Lehrstellensuche beginnen, sollten sie sich darüber im Klaren sein, für welchen Beruf sie sich interessieren und wofür sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen.
Eine wichtige Anlaufstelle für die Suche von Lehrstellen ist das Arbeitsmarktservice (AMS). Aber auch Zeitungen und Internet-Jobbörsen gehören durchforstet. Zudem spielen der Freundes- sowie Verwandtenkreis eine wesentliche Rolle, denn viele Lehrstellen werden über diese Wege vermittelt.
Die Bewerbungsmappe soll Deckblatt, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse oder Praktikumsbescheinigungen beinhalten. Bei all diesen Schritten unterstützt die AK Bildungsberatung – vom Interessentest bis hin zur Erstellung der individuellen Bewerbungsunterlagen.
2. Wie unterstützt die Jugendabteilung der Arbeiterkammer Lehrlinge?
Die AK Jugend ist für alle Lehrlinge vor Beginn, während und nach der Lehrzeit bis zum Ende der Weiterbeschäftigungspflicht da.
Bei Fragen zu Entgelt, Sonderzahlungen, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Ausbildungsvorschriften, Beendigung des Lehrverhältnisses und Lehrabschlussprüfung können wir gerne weiterhelfen.
Die AK Jugendabteilung ist erreichbar: 📞 05 7799-2427 📧 jugend@akstmk.at
3. Was bekommt mein Kind bezahlt?
Der Verdienst in der Lehre richtet sich nach dem jeweils geltenden Kollektivvertrag. Meist stehen auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu.
Es kann auch sein, dass im Kollektivvertrag Zulagen vorgesehen sind. Zudem stehen Reisekosten und Reiseaufwandsentschädigungen bei Dienstreisen bzw. Arbeiten außerhalb des Betriebes zu.
4. Muss mein Kind für die Berufsschule ins Internat?
Ist der Standort zu weit vom Heimatort entfernt, kann für die Dauer des Berufsschulbesuchs im Internat gewohnt werden. Die Kosten dafür übernimmt der Lehrberechtigte.
Eine Pflicht, im Internat zu wohnen, besteht nicht.
5. Lehre mit Matura: Gibt es da Unterschiede?
Es gibt das begleitende und das integrierte Modell:
Beim begleitenden Modell findet die Maturavorbereitung ohne Anrechnung auf die Arbeitszeit statt. Somit hat dieses Modell keinen Einfluss auf den Lehrvertrag.
Beim integrierten Modell wird die Maturavorbereitung auf die Arbeitszeit angerechnet. Dabei kann die Lehrzeit im Einvernehmen zwischen Lehrling und Ausbildungsbetrieb auch verlängert werden.
Die maximale Teilnahmedauer beträgt fünf Jahre ab Beginn des ersten Vorbereitungslehrgangs. Innerhalb dieser Frist werden vier Teilprüfungen abgelegt.
Eine Lehrstelle zu finden, ist für viele Jugendliche der erste große Schritt in Richtung Zukunft. Doch wie schafft man es, mit seiner Bewerbung wirklich zu überzeugen? Jugendcoach Katrine Jarnig, Teamleiterin beim Jugendcoaching der Chance B Gruppe und Sprecherin aller steirischen Jugendcoaching-Träger, gibt die besten Tipps für Lebenslauf, Anschreiben und Vorstellungsgespräch.
Die besten Tipps vom Profi für die ultimative Bewerbung: Jugendcoach Katrine Jarnig über die Dos and Don’ts bei Lebenslauf, Anschreiben und Vorstellungsgespräch. www.neba.at/jugendcoaching
Warum eine gute Bewerbung so wichtig ist
Die Bewerbung ist oft der erste Eindruck, den ein Unternehmen von einem Jugendlichen bekommt. Sie entscheidet, ob man überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Ein professioneller Lebenslauf, ein individuelles Anschreiben und ein sicheres Auftreten im Gespräch sind daher die Schlüsselfaktoren für den Erfolg.
Dabei gilt: Die eine perfekte Bewerbung für alle gibt es nicht. Jede Lehrstelle erfordert ein individuelles Vorgehen – eine Bewerbung im Bürobereich sieht ganz anders aus als eine für einen handwerklichen Beruf.
Jugendcoaching: Unterstützung für den Start ins Berufsleben
Das Jugendcoaching steht allen Jugendlichen ab der 9. Schulstufe kostenlos zur Verfügung. Es bietet Jugendlichen und ihren Eltern professionelle Beratung in der schwierigen Phase der Berufs- und Ausbildungswahl.
11.500 Jugendliche in der Steiermark haben dieses Angebot im Vorjahr genutzt.
Das Coaching hilft nicht nur bei der Berufswahl, sondern auch ganz konkret bei der Erstellung von Bewerbungen.
Auch während der Lehrzeit steht das Jugendcoaching unterstützend zur Seite, damit jeder Jugendliche die Ausbildung erfolgreich abschließen kann.
Die Holzindustrie in der Steiermark zählt zu den innovativsten Branchen Österreichs. Sie steht für Nachhaltigkeit, Zukunft und internationale Stärke. Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern ein echter Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Karriere. Wer sich für eine Lehre im Holzbereich entscheidet, setzt auf einen Beruf mit Perspektive – regional wie international.
Jeden Tag produziert das steirische Vorzeigeunternehmen Scheucher rund 10.000 m² Parkettboden – exportiert in 44 Länder weltweit.
Auch die Rubner Gruppe zeigt, wie international die steirische Holzbranche ist: Das Unternehmen realisierte die beeindruckende Überdachung des Fischmarkts in Sydney – mit Holz aus der Steiermark.
➡️ Diese Beispiele verdeutlichen: Holz aus der Steiermark ist ein globaler Erfolgsträger.
Nachhaltigkeit als Wachstumsmotor
Die Steiermark verfügt über enorme Waldressourcen: Pro Einwohner stehen 0,8 Hektar Wald zur Verfügung. Durch nachhaltige Forstwirtschaft wächst diese Fläche seit Jahrzehnten kontinuierlich.
In den letzten 50 Jahren ist der österreichische Wald um 330.000 Hektar gewachsen.
Mit dem jährlich nachwachsenden Holz könnten 700.000 Holzhäuser gebaut werden.
Rund 220 Betriebe der Holz- und Sägeindustrie sichern in der Steiermark über 6.000 Arbeitsplätze.
Gleichzeitig arbeitet die Forschung daran, Holz als nachhaltige Alternative zu Stahl und Beton noch stärker in Bauprojekten zu verankern.
Lehre in der Holzindustrie: Jobs mit Zukunft
Winfried Konrad und Regina Gimpl (zweite Reihe) kümmern sich um die Lehrlinge Stefan Konrad und Markus Pölzl.
Die Holzbranche in der Steiermark investiert intensiv in Ausbildung und Nachwuchs. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Lehrberufe – von Holztechnik über Maschinenbedienung bis hin zu modernsten Automatisierungstechnologien.
„Die Lehre ist weit mehr als ein Karrierestart. Sie bildet die Grundlage für Internationalität, Teamarbeit und nachhaltigen Erfolg.“ – Anton Pausackl, HR-Manager Rubner Gruppe
Viele Betriebe unterstützen zudem Lehre mit Matura oder den Meisterkurs – ideale Möglichkeiten, um Karriere und Weiterbildung zu verbinden.
Stefan Kopper aus dem Unternehmen Rubner wurde für seinen ausgezeichneten Lehrabschluss ihm Rahmen der Veranstaltung „Stars of Styria“ geehrt.
Hightech trifft Natur – moderne Jobs im Holzsektor
Die Holzindustrie ist Hightech: Lehrlinge lernen nicht nur alles über den Werkstoff Holz, sondern auch, wie man mit modernsten Maschinen arbeitet.
„Technisches Verständnis, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit sind essenziell.“ – Winfried Konrad, Lehrlingsausbildner bei Scheucher
Schon heute kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz – z. B. beim automatischen Erkennen fehlerhafter Holzteile. Zukünftig kann KI auch Sprachbarrieren in internationalen Teams überwinden.
Bildung & Begeisterung: Holz erleben
Damit junge Menschen die Chancen der Holzindustrie kennenlernen, setzen Steiermark, Kärnten und Slowenien auf innovative Projekte:
Schulbesuche machen Holzberufe greifbar.
Virtual-Reality-Brillen lassen den Wald als Erlebnisraum entdecken.
So wird gezeigt: Holz ist grenzenlos – in seinen Möglichkeiten, in seiner Nachhaltigkeit und in seiner internationalen Bedeutung.
👉 Entdecke deine Karrierechancen in der Holzindustrie: www.meinholzjob.at
Ein Auto nicht nur fahren, sondern auch verstehen, was dahintersteckt: Das ist die Motivation vieler Lehrlinge, die Kfz-Technik erlernen. Ein Beruf mit Zukunft – und dank E-Mobilität spannender denn je.
Faszination Auto von klein auf
Es gibt Kinder, deren erstes Wort „Auto“ ist – für viele wird daraus auch der erste Berufswunsch. In den 1.200 Kfz-Betrieben der Steiermark werden aktuell rund 1.400 Lehrlinge ausgebildet:
ca. 1.200 in der Kfz-Technik
ca. 200 in der Karosseriebautechnik
Eine von ihnen ist Marie Schörgi, die im Autohaus Haas in Lannach den Beruf der Kfz-Technikerin erlernt.
Marie Schörgi: Vom ersten Schnuppern zur Lehrstelle
Marie hatte sich zunächst bei verschiedenen Unternehmen beworben – ohne Rückmeldung. Durch Zufall stieß ihre Mutter beim Vorbeifahren auf ein Stellenangebot des Autohauses Haas. Marie schnupperte hinein – und wusste: „Das passt!“
Ursprünglich hatte sie die Landwirtsschule besucht und sich auch für den Beruf des Landmaschinentechnikers interessiert. Doch die Arbeit an Autos faszinierte sie mehr. „Der Beruf ist alles andere als eintönig – jeder Tag ist anders“, bestätigt auch ihr Chef, Kfz-Meister Michael Sabo, der gemeinsam mit seiner Mutter Karin das Autohaus leitet.
Digitalisierung und E-Mobilität verändern den Beruf
Der Mechanikerberuf hat sich stark gewandelt:
Immer mehr Sensoren steuern Assistenzsysteme wie Einparkhilfe, Kamera oder Radar.
Mit Elektro- und Hybridfahrzeugen kommt zusätzliches Know-how über Elektromotoren und Hybridprinzipien hinzu.
Bei Toyota – der Marke im Autohaus Haas – haben die meisten Fahrzeuge bereits Hybrid-Antrieb. Reine Benziner sind selten. Um vorbereitet zu sein, startete Toyota früh mit Schulungsmaßnahmen für Werkstätten.
Komplexe Arbeiten an der Elektronik übernehmen Kfz-Meister. Lehrlinge führen klassische Arbeiten durch – vom Ölwechsel bis zum Radlager.
Aufbau der Kfz-Lehre
Die Kfz-Techniker-Lehre besteht aus:
Grundmodul
mindestens einem Hauptmodul (Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik oder Personenkraftwagentechnik)
optional einem Spezialmodul (Systemelektronik oder Hochvolt-Antriebe)
👉 Die Lehrzeit beträgt 3,5 Jahre, mit Spezialmodul 4 Jahre. 👉 Am Elektromotor dürfen Lehrlinge erst ab 18 Jahren arbeiten.
Hochvolt-Ausbildung: Sicherheit geht vor
Die Ausbildung im Hochvolt-Bereich ist dreistufig:
Theorie: gesetzliche Regelungen, Sicherheitsvorschriften, Funktionsweise von Elektro- und Hybridfahrzeugen
Spannungsfreischaltung: berechtigt zum Arbeiten am freigeschalteten Hochvoltsystem
Wartung & Reparatur: eigenständige Arbeiten an Elektrofahrzeugen – allerdings nur zu zweit
„Lehrlinge sollten vom orangen Kabel aber sicherheitshalber die Finger lassen“, schmunzelt Landesinnungsmeister Thomas Marichhofer.
Zukunft der Kfz-Lehre
In naher Zukunft wird die Lehrzeit auf 4 Jahre verlängert.
Das Modul Hochvolt 1 wird dann automatisch Teil der Ausbildung sein.
Die theoretische Ausbildung findet für Kfz-Techniker und Karosseriebautechniker in der TZA Arnfels statt.
👉 Damit ist klar: Die Kfz-Technik bleibt ein vielseitiger Beruf, der mit der Digitalisierung und der E-Mobilität noch spannender wird.
Der Start ins Berufsleben bringt viele neue Erfahrungen: Kolleg:innen, Ausbilder:innen, Verantwortung und neue Abläufe. Das kann spannend, aber auch herausfordernd sein. In unserem kurzen Video zeigen wir dir einfache Tipps, wie du dich gut in der Welt der Erwachsenen zurechtfindest – mit Respekt, Interesse und Teamgeist.
Unsere Tipps für deinen Einstieg: ✅ Sei neugierig – stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstehst ✅ Zeige Interesse an deinen Kolleg:innen – so integrierst du dich leichter ins Team ✅ Höflichkeit und Respekt öffnen Türen und erleichtern den Alltag ✅ Teamgeist zeigen – gemeinsam geht vieles leichter
💡 ZUKUNFT MEISTERN wünscht dir einen gelungenen Start und viel Erfolg auf deinem Weg! Du bist nicht allein – es gibt immer jemanden, der dich unterstützt, wenn du ihn brauchst.
5 Tipps, damit der Start ins erste Lehrjahr und die 40-Stunden-Woche entspannt gelingt.
„Wer fragt, gewinnt – und lernt schneller.“
Für viele beginnt mit 1. September ein neuer Lebensabschnitt: das erste Lehrjahr. Nach den letzten langen Sommerferien geht es nun erstmals in die 40-Stunden-Woche. Damit der Einstieg in die Lehrlingsausbildung stressfrei und motivierend gelingt, haben wir fünf Tipps für dich zusammengestellt:
Die 5 Tipps auf einen Blick:
1. Struktur schafft Sicherheit Plane deine Woche: Arbeitsweg, Pausen, Lern- oder Übungszeiten. Ein klarer Tagesablauf hilft, den neuen Rhythmus in der Arbeitswelt zu meistern.
2. Fragen stellen und Unterstützung holen Scheue dich nicht, Kolleg:innen oder Ausbildner:innen um Hilfe zu bitten. So lernst du schneller, vermeidest Fehler und fühlst dich von Anfang an sicherer.
3. Netzwerk aufbauen – einer der wichtigsten Punkte Lerne Kolleg:innen und andere Lehrlinge kennen. Ein gutes Team erleichtert den Einstieg, schafft Unterstützung und macht die Arbeit als Lehrling von Anfang an angenehmer.
4. Gemeinsame Aktivitäten nutzen Ob Mittagessen, Pausen oder sportliche Aktivitäten nach der Arbeit – gemeinsam verbrachte Zeit stärkt den Teamzusammenhalt und erleichtert die Integration im Arbeitsumfeld.
5. Auf sich achten Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung sind die Basis, um die 40-Stunden-Woche voller Energie zu meistern und die täglichen Aufgabe gekonnt zu lösen – und die kürzeren Erholungsphasen optimal zu genießen.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – aber wer aufmerksam ist, mitdenkt, die Augen offen hält und manchmal auch „out of the box“ denkt, hebt sich von der Masse ab. So kannst du deine Arbeit zu etwas ganz Besonderem machen – so besonders, wie du es auch bist. Den ersten Schritt hast Du ja schon erfolgreich gemeistert – denn man hat dich ausgewählt. Herzlichen Glückwunsch zum Start ins erste Lehrjahr und toi toi toi für deinen Weg!