Autor: karin

  • Noch 77 Lehrstellen frei – jetzt Zukunft sichern!

    Noch 77 Lehrstellen frei – jetzt Zukunft sichern!

    Top-Ausbildungsplätze im Handel:
    SPAR bietet in der Steiermark und im Südburgenland aktuell noch rund 77 offene Lehrstellen – eine einmalige Chance für alle Jugendlichen, die mit einer fundierten Ausbildung durchstarten wollen.

    Ob Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittel, Feinkostfachverkauf, Produktion bei TANN oder Logistik: Bei SPAR erwarten dich vielfältige Ausbildungswege, sichere Rahmenbedingungen und echte Karrierechancen.


    Deine Vorteile bei einer SPAR-Lehre

    • Überdurchschnittliche Bezahlung: 1.320 € im 1. Lehrjahr, 1.540 € im 2., 1.940 € im 3.
    • Bis zu 2.000 € Prämie pro Lehrjahr bei sehr gutem Erfolg
    • Abschlussprämie bei ausgezeichnetem Lehrabschluss
    • Events, Weiterbildung & Aufstiegschancen
    • Sicherer Arbeitgeber – größter privater Arbeitgeber Österreichs

    „Wir geben nicht nur einen Beruf – wir geben Perspektive“

    „Eine Lehre bei SPAR ist ein sicherer Einstieg ins Berufsleben – mit vielen Chancen zur Weiterentwicklung, gutem Gehalt und tollen Benefits“, so Mag. Christoph Holzer, Geschäftsführer für Steiermark und Südburgenland.


    Jetzt bewerben!

    Die Lehrstellen sind begehrt – wer seine Zukunft im Handel gestalten möchte, sollte sich jetzt bewerben:
    👉 SPAR Karriereseite besuchen


  • Vulkanland: Region der starken Arbeitgeber

    Vulkanland: Region der starken Arbeitgeber

    Arbeitgeber-Initiative im Steirischen Vulkanland

    Das Steirische Vulkanland ist mehr als nur eine Region – es ist ein Lebensraum mit Zukunft. In ‚ZUKUNFT MEISTERN 2025‘ werden ausgewählte Leitbetriebe und zukunftsorientierte Arbeitgeber aus dem Cluster Technologie & Handwerk vorgestellt. Sie zeigen eindrucksvoll, wie moderne Ausbildung, nachhaltiges Wirtschaften und gelebter Teamgeist die Region zu einem attraktiven Ort zum Arbeiten und Leben machen.

    Was erwartet die Besucher:innen?

    • Einblicke in gelebte Lehrlingsausbildung, Weiterbildungsangebote und Karrierepfade.

    • Das Projekt „Technik für Kinder“ – eine Werkstätte für junge Talente von morgen.

    • Inspirierende Porträts von Betrieben aus Technik, Handwerk und Industrie.

    • Persönliche Geschichten von Lehrlingen und Ausbildner:innen.

    • Videos und Fotostrecken direkt aus den Betrieben der Region.

    Die Plattform work.vulkanland.at

    Alle vorgestellten Betriebe sind Teil des Clusters Technologie & Handwerk im Steirischen Vulkanland. Auf der begleitenden Plattform www.work.vulkanland.at finden Sie weiterführende Informationen, aktuelle Jobangebote, Videos sowie direkte Kontaktmöglichkeiten zu den Unternehmen.

    Jetzt eintauchen & durchstarten!

    Ob Ausbildung, beruflicher Neuanfang oder Rückkehr in die Region: ZUKUNFT MEISTERN macht sichtbar, welche Chancen das Vulkanland bietet. Blättern Sie durch die aktuelle Ausgabe, entdecken Sie Menschen und Möglichkeiten – und werden Sie Teil einer Region mit Zukunft.

    Im Special „ZUKUNFT MEISTERN 2025“ https://zukunftmeistern.at/?page_id=486#flipbook-df_632/1/ stellen sich ab Seite 26 folgende Betriebe aus dem Steirischen Vulkanland mit Porträts und Videos vor:


    1. WIET – Windisch Elektrotechnik GmbH
      Elektrotechnik, Elektroinstallation, Konstruktion
      www.wiet.at/karriere-bei-wiet
    2. DiniTech GmbH
      Flexible Wallboxen für E-Mobilität, Entwicklung & Fertigung in St. Stefan
      www.dinitech.at/karriere
    3. Müller Stahlbau GmbH
      Stahlbau für Großprojekte (Bahnhöfe, Brücken etc.)
      www.mueller-stahlbau.at/karriere
    1. Einrichtungswerkstätte Franz Gross
      Designmöbel, Innenausbau, Tischlerei mit Innovationspreisen
      www.gross-design.at
    2. Puchleitner Bau GmbH
      Hochbau, Betonbau, Zimmerei, bautechnische Assistenz
      www.puchleitner-bau.at/karriere
    3. Tischlerei Knaus
      Möbel- und Innenausbau, klassische Tischlerei
      www.knaus.at/jobs
    1. e-Lugitsch
      Elektroinstallationen, PV-Anlagen, Elektronik, Einzelhandel
      www.e-lugitsch.at/lehrlinge
    2. Tischlerei Radaschitz
      Exklusive Designmöbel für UK & USA, internationale Projekte
      www.radaschitz.at/karriere-radaschitz-qualitaetsfanatismus
    3. KGT Gebäudetechnik GmbH
      Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektro, Großprojekte
      www.kgt.at/karriere

    Zusätzlich vorgestellt:

    1. Elektro Ramert GmbH
      Elektroinstallation, Elektrohandel – über 125 Jahre Erfahrung
      www.ep.at/elektroramert
    2. Lutterschmied Bau GmbH
      Hoch- und Betonbau, Einfamilienhäuser, Sanierung
      https://jobs.lutterschmied.at
    3. Wagner Smart Living Solutions
      Smarte Gebäudetechnik, Elektrotechnik mit IT-Fokus
      www.wagner-sls.at
    4. Verein „Technik für Kinder im Vulkanland“
      Ein Bildungsprojekt zur Förderung von MINT-Kompetenzen bei Kindern von 7 bis 14 Jahren.
      www.technikfuerkinder.at

    Gemeinsam Zukunft sichtbar machen

    Kooperation mit dem Steirischen Vulkanland

    Mit dem Ziel, die wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft und Lehrlingsarbeit der Region weit über ihre Grenzen hinaus sichtbar zu machen, entstand 2025 eine besondere Kooperation:
    Michael Fend, Geschäftsführer des Steirischen Vulkanlandes, gab grünes Licht für eine Zusammenarbeit mit ZUKUNFT MEISTERN – einem Magazinformat, das genau dort ansetzt, wo Regionen lebendig werden: bei den Menschen, den Betrieben und ihren Zukunftsideen.

    Im Mittelpunkt der gemeinsamen Ausgabe stehen die Vorzeigebetriebe des Clusters Technologie & Handwerk – vom regionalen Traditionsbetrieb bis zum Hightech-Unternehmen mit internationaler Ausrichtung.
    Ziel war es, das Steirische Vulkanland und seine Arbeitgeber steiermarkweit sichtbar zu machen, Talente anzusprechen und den Spirit der Region zu vermitteln: kooperativ, zukunftsorientiert und menschlich.

    @Bilder beigestellt, Bernhard Bergmann und Mias Photoart

  • Lies rein. Denk weiter.

    Lies rein. Denk weiter.

    Lehre entdecken – ganz entspannt.

    Die Sommerferien sind da – endlich Zeit, um durchzuatmen, Energie zu tanken und sich inspirieren zu lassen.
    Vielleicht auch, um sich ganz in Ruhe die Frage zu stellen:
    „Was will ich eigentlich später machen?“

    👉 Schau mal, was andere machen!
    In unserem ZUKUNFT MEISTERN ePaper erzählen junge Menschen von ihrem Weg in die Lehre – ehrlich, direkt und motivierend.
    Viele großartige Unternehmen aus der Steiermark stellen sich gemeinsam mit ihren Lehrlingen vor – darunter auch eine ganze Region: Das Vulkanland, das zeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten direkt vor der Haustür sein können.

    Wir wollen nicht belehren, sondern einfach nur Ideen geben.
    Denn die Zukunft liegt in deiner Hand.

    📖 Jetzt einfach kostenlos online durchblättern:
    🔗 ZUKUNFT MEISTERN als ePaper lesen

    Mach’s dir bequem – am Handy, Tablet oder Laptop – und hol dir neue Impulse für deinen eigenen Weg.

  • Lehre mit Sinn

    Lehre mit Sinn

    SPAR-Lehrlinge retten Lebensmittel


    Nachhaltig lernen, Verantwortung übernehmen, Zukunft meistern.
    Bei SPAR ist eine Lehre mehr als nur eine Ausbildung – sie ist gelebte Praxis, gelebte Nachhaltigkeit und gelebte Verantwortung. Das haben Lehrlinge aus der Steiermark und dem Südburgenland eindrucksvoll bewiesen: Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit Too Good To Go haben sie von 5. bis 20. Juni insgesamt 1.820 Überraschungssackerl gepackt – und damit aktiv zur Rettung wertvoller Lebensmittel beigetragen.

    SPAR setzt auf eine Lehre mit Zukunft

    Was macht die Lehre bei SPAR besonders?
    Verantwortung ab dem ersten Tag. SPAR-Lehrlinge lernen nicht nur das Handwerk des Einzelhandels, sondern gestalten mit: bei nachhaltigen Projekten, im direkten Kundenkontakt und in der laufenden Weiterentwicklung des Unternehmens.

    SPAR-Geschäftsführer Mag. Christoph Holzer bringt es auf den Punkt:

    „Unsere Lehrlinge haben mit viel Engagement und Kreativität gezeigt, wie einfach und effektiv Lebensmittelrettung sein kann. Nachhaltigkeit wird bei SPAR nicht nur gelehrt, sondern gelebt.“

    Vorteile der Lehre bei SPAR auf einen Blick:

    Vielfältige Praxis: Lehrlinge durchlaufen alle Abteilungen – vom Frischebereich bis zur Warenwirtschaft – und lernen dabei alles, was sie für eine erfolgreiche Karriere im Handel brauchen.
    Nachhaltigkeit als Fixpunkt: Projekte wie die Kooperation mit Too Good To Go, das „Obst- und Gemüsekisterl“ oder das intelligente Bestellsystem zeigen, wie moderne Handelsunternehmen Verantwortung übernehmen – und Lehrlinge aktiv eingebunden werden.
    Top-Ausbildung: Neben der Praxis vor Ort profitieren SPAR-Lehrlinge von Seminaren, E-Learnings und speziellen Ausbildungsprogrammen – etwa zur*m „Green Champion“, bei dem ökologische Themen besonders vertieft werden.
    Starker Teamgeist: Bei SPAR wird Zusammenarbeit großgeschrieben – vom ersten Lehrjahr an sind junge Talente Teil eines großen Ganzen.
    Zukunftschancen: Wer bei SPAR seine Lehre absolviert, hat beste Perspektiven – viele Führungskräfte im Unternehmen haben als Lehrling begonnen.

    Lehrlinge als Vorbilder

    Die Aktion zur Lebensmittelrettung ist ein Beispiel dafür, wie junge Menschen bei SPAR aktiv mitgestalten – und mit ihrer Arbeit ein starkes Zeichen für den bewussten Umgang mit Ressourcen setzen.

    Georg Strasser-Müller, Country Director von Too Good To Go Österreich und der Schweiz, sagt:

    „Wir freuen uns besonders, dass sich auch die SPAR-Lehrlinge mit voller Motivation für mehr Nachhaltigkeit einsetzen und sagen DANKE für ihren Beitrag.“


    Du willst auch eine Lehre mit Sinn?

    Dann bewirb dich für eine Lehre bei SPAR und werde Teil eines Unternehmens, das Nachhaltigkeit ernst nimmt – und dich auf deinem Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft unterstützt.

    👉 Mehr zur Lehre bei SPAR

  • EuroSkills 2025 – das Steiermark-Team

    EuroSkills 2025 – das Steiermark-Team


    Die Steiermark schickt geballte Kompetenz nach Europa – und das mit einem historischen Novum: Erstmals in der Geschichte der internationalen Berufsmeisterschaften stellt unser Bundesland mehr Frauen als Männer. Zehn junge Fachkräfte werden bei den EuroSkills 2025 – der Berufseuropameisterschaft in Herning, Dänemark – sowie bei weiteren europäischen Skills-Wettbewerben im Herbst ihr Können unter Beweis stellen.

    Von 9. bis 13. September treten acht steirische Vertreter:innen in Dänemark gegen mehr als 600 junge Talente aus 32 Nationen an. Zwei weitere kämpfen im November bei eigenständigen Bewerben um Edelmetall. Sie alle sind unter 25 Jahre alt, haben ihre Ausbildung in berufsbildenden Schulen oder in Betrieben absolviert – und sie alle stehen für eine neue Generation von Fachkräften, die nicht nur ihr Handwerk beherrschen, sondern auch mit Leidenschaft, Präzision und Innovationsgeist überzeugen.

    „Dass mehr Frauen als Männer für die Steiermark antreten, ist ein starkes Zeichen dafür, dass Talent und Können geschlechtsunabhängig sind. Unsere Fachkräfte sind wahre Botschafter:innen der steirischen Ausbildungskultur“, betont SkillsAustria- und WKO Steiermark-Präsident Josef Herk.


    Das Team Steiermark im Überblick

    Leonie Tieber (Paldau) – KFZ-Technik, ÖAMTC Graz
    Eine der Vorreiterinnen im männerdominierten KFZ-Bereich. Die Autoliebhaberin aus der Südoststeiermark will zeigen, dass Technik auch weiblich gedacht werden kann – mit Vollgas Richtung Medaille!

    Eva Manninger (Ragnitz) – Grafik-Design, HTBLVA Ortweinschule Graz
    Sie bringt Kreativität und klare Linien auf die europäische Bühne – unterstützt vom Tiroler Vizeweltmeister Martin Straif.

    Maria Gesslbauer (Fischbach) – Restaurant-Service, Dorfhotel Fasching
    Inspiriert von ihrer Chefin und EuroSkills-Bronzemedaillengewinnerin Monika Pöllabauer will sie den perfekten Service nach Dänemark bringen.

    Sophie Bretterklieber (Lannach) – Floristik, Floristik Obendrauf
    Sie wurde von einem der erfolgreichsten EuroSkills-Experten Österreichs trainiert – mit Fingerspitzengefühl und Kreativität zur Medaille.

    Stefan Lanzl (Leutschach) – Hochbau, Bauunternehmung Lanzl
    „Wenn schon mit Bausteinen spielen, dann mit echten Ziegeln“ – mit Humor, aber vor allem viel Können will er den Maurer-Wettbewerb dominieren.

    Thomas Leitner (Obdach) – Bau- und Möbeltischlerei, MT Design Tischlerei Zeltweg
    Nach einer verletzungsbedingten Pause bei der WM ist er wieder topfit und motiviert, in Herning voll durchzustarten.

    Johannes Rieger (Semriach) – Zimmerei, Ing. Gerhard Feldgrill in Passail
    Vom Wald auf die Bühne Europas: Nach erfolgreichen Forstmeisterschaften will er nun als Zimmerer überzeugen.

    Simone Tieber (St. Margarethen an der Raab) – Fleischverarbeitung, Sorger
    Schon im Kindergarten wusste sie: „Ich werde Fleischerin wie mein Papa.“ Ihr Bewerb findet im Rahmen eines eigenständigen Events von 12.–15. November in der Schweiz statt.

    Marcel Resch (St. Andrä im Sausal) – Glasbautechnik, Hütinger Glas
    Er kämpft bei den European Skills Challenge von 20.–23. November in Salzburg um Gold. Seine Mission: Licht, Form und Präzision perfekt in Szene setzen.


    Steiermark als starker EuroSkills-Player
    Mit 13 Gold-, elf Silber- und sechs Bronzemedaillen liegt die Steiermark im historischen Bundesländervergleich an zweiter Stelle – gleich hinter Oberösterreich. Auch 2025 soll diese Bilanz weiter ausgebaut werden.

    Hunderte steirische Fans werden ihre „Skills-Helden“ nach Dänemark begleiten und dort für den emotionalen Heimvorteil sorgen. Möglich wird dieses Engagement auch durch starke Partner wie die BAWAG Group, die als Premium-Sponsor an der Seite des Teams steht.


    Mehr erfahren:
    ➡️ Alle Infos zum Team, aktuelle News & Videos:
    👉 www.skillsaustria.at

    #zukunftmeistern #teamsteiermark #euroskills2025 #frauenpower #skillsaustria #leidenschaftzumberuf #stolzaufhandwerk

  • Der neue „Superstar der Spediteure“

    Der neue „Superstar der Spediteure“

    Sie meistert ihre Zukunft mit Bravour: Sophie Guggi (22) hat sich beim Lehrlingswettbewerb der Speditionskaufleute und -logistiker den ersten Platz gesichert – und ist damit der neue Superstar der Branche.

    Wenn die besten Nachwuchstalente der Speditionsbranche aufeinandertreffen, sind Fachwissen, Spontaneität und Persönlichkeit gefragt – genau das hat Sophie Guggi unter Beweis gestellt. Die Absolventin der HLW Schrödinger absolviert derzeit ihre Lehre bei Dachser Austria und überzeugte beim diesjährigen Bewerb mit einem souveränen Auftritt.

    Der Wettbewerb verlangte den Teilnehmer:innen einiges ab: Neben einer Selbstpräsentation mussten sie eine fiktive Firma vorstellen, einen (ebenfalls fiktiven) Auftrag gewinnen und spontan auf Englisch umschalten – ganz wie im echten Berufsleben. Themen wie Zoll, Versicherung, Beschwerdemanagement und Kostenkalkulation wurden ebenso geprüft wie Fähigkeiten im Neukundengespräch und der Transportabwicklung.

    Die Auszeichnung ist für Sophie Guggi nicht nur ein schöner Erfolg, sondern auch ein wichtiger Schritt auf ihrem Karriereweg: Im Juli steht ihre Lehrabschlussprüfung an – und sie weiß schon jetzt: Sie möchte bei Dachser bleiben und weiter durchstarten.

    Platz zwei ging an Judith Rienessel (21) von Kühne+Nagel, Platz drei an Lóránt Móric Tóth (20) von der Johann Huber Spedition.

    „Alle Teilnehmenden haben auf einem beeindruckend hohen Niveau performt“, sagt Norbert Adler, Obmann der Fachgruppe Spedition und Logistik. Für die Sieger:innen gab es Reisegutscheine und Sachpreise im Wert von insgesamt über 2.000 Euro.

    Zukunft gemeistert – und noch viel vor!

    Sophie Guggi zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt, die mit Leidenschaft und Ehrgeiz an ihre Ausbildung herangehen. Wir gratulieren herzlich – und sagen: Weiter so, Sophie!

    WKO, Styrian Skills, Spediteure: Kommissionsmitglied Christian Mayrhuber, Fachgruppenobmann Norbert Adler, Berufschullehrer Stefan Göttfried, Sieger-Lehrling Sophie Guggi, Fachgruppenobmann-Stellvertreter Frühauf Karl, Fachgruppenobmann-Stellvertreterin Andrea Thien-Herbst und Berufsschuldirektorin Margot Fraiß (v.l.)

  • BILLIE STEIRISCH

    BILLIE STEIRISCH

    Fotos: Leo Ihrybauer, Florian Lehner,Andreas Boldt


    „Ich mache das für mich – egal, was die anderen sagen.“

    Wie Gini Lampl alias Billie Steirisch zur steirischen Social-Media-Sensation wurde.

    Während der Pandemie startete Gini Lampl ein kreatives Experiment: Unter dem Künstlernamen Billie Steirisch lud sie Comedy-Videos im breiten steirischen Dialekt auf TikTok hoch – ganz ohne Erwartung, dass sie damit einmal ihren Lebensunterhalt verdienen könnte. Heute folgen ihr 50.000 Menschen auf Instagram, ihre „Tierdokus auf Steirisch“ sind Kult – und sie ist ein Social-Media-Star mit Zukunftsplan.


    Von der Bühne ins Netz – und wieder zurück

    Gini Lampl ist ausgebildete Sängerin und Schauspielerin. Dass sie einmal vom lustig-Sein im Internet leben würde? Daran hätte sie nie gedacht. „Mein Ziel war natürlich immer, mit Musik und Schauspiel Geld zu verdienen – aber nicht über TikTok“, erzählt sie. Doch genau das passierte. Ihre ersten Videos gingen viral, bald erreichte sie Hunderttausende.


    „Ich dachte, das sieht eh niemand.“

    Was als Pandemie-Zeitvertreib begann, wurde zum Beruf. „Ich wollte einfach kreativ bleiben und dachte, auf TikTok sieht das eh keiner.“ Doch Billie Steirisch traf einen Nerv – ihre humorvollen Dialekt-Versionen englischer Hits und steirischen Tierdokus verbreiteten sich rasant. Der erste Hype war ein Selbstläufer. Aber Gini lernte schnell: „Wenn du regelmäßig Content produzierst, bekommst du auch mal Gegenwind – da muss man drüberstehen.“


    Authentisch bleiben – auch wenn’s wehtut

    Obwohl sie heute mit Unternehmen zusammenarbeitet und Werbepartner anfragt, bleibt Billie ihrem Stil treu: direkt, pointiert, manchmal provokant. „Ich will authentisch bleiben. Natürlich denke ich heute mehr darüber nach, was ich poste – aber anecken gehört zu mir.“ Die ersten negativen Kommentare? „Die tun weh – klar. Aber irgendwann muss es einem auch egal sein.“


    Zwischen Billie & Gini: Was bringt mehr Geld?

    „Billie ist meine Cash Cow“, sagt sie offen. „Von Social Media kann ich besser leben als vom Theater.“ Trotzdem will sie sich langfristig unabhängiger machen: „Ich investiere in meine Musik, in Produkte und ins Personal Branding – denn Social Media kann auch von heute auf morgen vorbei sein.“


    „Ich wollte nie etwas anderes – und bin drangeblieben.“

    Der Weg war nicht immer leicht – aber klar. Schon als Kind wollte Gini Sängerin oder Schauspielerin werden. „Da gab’s eine Liste mit meinen Berufswünschen: Schauspiel, Gesang, Moderatorin, Stewardess – und Stripperin auf Platz fünf“, lacht sie. Warum? „Ich bin mit Cardi B. groß geworden – viele ihrer Vorbilder waren auch Stripperinnen.“ Ihr Fazit: „Wenn man wirklich etwas will, braucht’s Ausdauer und Willenskraft – dann geht vieles auch ohne Beziehungen.“


    Was sie jungen Menschen rät

    „Wählt nicht den Job, der am meisten Geld bringt. Wählt den, den ihr liebt.“ Gini ist überzeugt: Erwachsene sollten Jugendliche ermutigen, statt sie mit Sorgen über den Arbeitsmarkt zu bremsen. „Mein Traum wurde wahr, weil ich drangeblieben bin – und weil meine Eltern mich unterstützt haben, ohne Druck zu machen.“


    „Tu, was du liebst – nicht was alle wollen.“

    Für junge Menschen am Sprung ins Berufsleben hat sie einen persönlichen Tipp:
    „Wähle etwas, bei dem du dir nicht vorstellen kannst, ohne dem zu leben.“


    Was kommt als Nächstes?

    Gini arbeitet derzeit an ihrer ersten LP, an neuen Kooperationen – und an einer großen Tour. Ihr Ziel: Menschen mit ihrer Musik zu begleiten. „Vielleicht erinnern sich später manche an Billie Steirisch, weil sie meinen Song auf der Maturareise gehört haben – oder beim ersten Liebeskummer. Das wäre für mich echter Erfolg.“


    Mehr über Gini Lampl findest du auf Instagram unter @billie_steirisch oder auf TikTok.


    Möchtest du auch einen Beruf ergreifen, den (noch) nicht alle verstehen? Lass dich inspirieren. Zukunft Meistern zeigt dir, wie andere ihren Weg gegangen sind – und warum es sich lohnt, für die eigene Leidenschaft loszugehen.


    Warum dieses Interview zu unserem Schwerpunkt „Zukunft meistern“ passt:
    In Zeiten wachsender Unsicherheit und komplexer Veränderungen brauchen wir Menschen, die mit klarem Kompass, Mut und Erfahrung vorangehen. Genau dafür steht dieses Gespräch. Es zeigt, wie Führungspersönlichkeiten mit Haltung, Offenheit und Innovationsgeist Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit finden – und andere mitnehmen auf diesem Weg. Ein Interview, das Mut macht, reflektiert und inspiriert.

    👉 Das unkgekürzte Gespräch finden Sie im E-Paper auf unserer Plattform
    Hier geht’s zur vollständigen Ausgabe.

  • Abenteuer Ausland

    Abenteuer Ausland

    Ausbildung unter Kirschblüten oder im sonnigen Süden? Drei Lehrlinge des steirischen Technologieunternehmens KNAPP haben es probiert – und berichten hier von ihren Eindrücken.

    Erfahrungen sammeln, neue Kulturen und Menschen kennenlernen: Das sind die Hauptgründe, warum sich die drei KNAPP-Lehrlinge Lara Klamminger, Leon Plentner und Robin Haberl für ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ entschieden haben. Dabei zog es die beiden Burschen nach Spanien: Leon arbeitete für vier Wochen in einem kleinen Supermarkt in Sevilla, wo er spannende Einblicke in die kaufmännischen und logistischen Abläufe gewinnen konnte, Robin als Applikationsentwickler in einer IT-Firma in Valencia.

    Und Lara wagte den Sprung in noch weitere Ferne: Die angehende Industriekauffrau dockte bei einem großen Unternehmen im japanischen Fukuoka an. „Das war unglaublich bereichernd, ich habe wahnsinnig nette Menschen kennengelernt und viel über diese doch so andere und fremdartige Kultur erfahren“, meint sie. Die 20-Jährige ist schon so etwas wie ein Profi, hat sie doch bereits einen Lernaufenthalt in Irland hinter sich und packt gleich nach unserem Interview schon wieder die Koffer; diesmal geht es in die Karibik, nach Curacao.

    Lara Klamminger erkundete in Fukuoka das authentische Japan.

    „KNAPP fördert Auslandsaufenthalte sehr, unsere Lehrlingsausbildung schreibt immer wieder solche Praktikumsstellen aus. Und sowohl die direkte Führungsperson als auch die Kollegen freuen sich für uns und unterstützen uns“, erzählen die drei. Rund ein Viertel der Lehrlinge bei KNAPP nutzt die Möglichkeiten, die Erasmus+ für Lehrlinge bietet. Je nach Reiseziel gibt es längere oder kürzere Vorbereitungsworkshops und nach dem Aufenthalt ein Feedbackgespräch.

    Während die beiden jungen Männer bei Gastfamilien in Spanien untergebracht waren, wohnte Lara mit drei anderen Mädchen in einem Apartment. Ihre Freizeit nutzten alle drei zum Erkunden des Gastlandes. „Wir reisen alle sehr gern, das ist sicher ein Startvorteil, wenn man so ein Praktikum machen will.“

    „Die Arbeitskultur in Japan ist ja ganz anders als bei uns, dort dauert der Arbeitstag von 9 bis 18 Uhr. Aber ich war in der Marketingabteilung eingesetzt, wir waren vor allem für Social-Media-Content zuständig und darum auch viel in der Stadt unterwegs und haben Attraktionen besucht und gefilmt“, so Lara.

    „Am wertvollsten waren für mich die persönlichen Erfahrungen, die ich machen durfte“, meint Leon. Von Natur aus etwas zurückhaltend, hat er durch seinen Aufenthalt ordentlich an Selbstbewusstsein zugelegt. Ein weiterer Vorteil war der Sprachkurs, den die beiden jungen Männer in der ersten Woche ihres Aufenthalts besucht haben. „Zumindest ein paar Brocken Spanisch sind hängengeblieben.“

    Robin war gemeinsam mit einem Kollegen unterwegs und würde das auch empfehlen: „So hat man immer jemanden, mit dem man sich austauschen kann.“ Besonders spannend fand er, dass er in seiner Firma, einem eher kleineren Betrieb, erstmals mit Künstlicher Intelligenz arbeiten durfte.

    „Wir haben sehr spannende Erfahrungen gesammelt und würden auch anderen Lehrlingen raten, sich für ein solches Praktikum zu bewerben“, meinen die drei unisono.


    Mehr über KNAPP – Zahlen & Fakten auf einen Blick

    🛠 Familiengeführtes Technologieunternehmen
    🚀 Entwicklung & Produktion automatisierter Lagersysteme mit modernster Software & Robotik
    🌍 8.200 Mitarbeiter weltweit, davon 4.300 in Österreich
    📍 Lehrlingsausbildung in Hart bei Graz und Leoben
    🏆 Staatlich ausgezeichneter Lehrbetrieb seit über 30 Jahren
    👩‍🏭 130 Lehrlinge aktuell in Ausbildung
    📈 80 % der Lehrlinge bleiben nach der Lehre im Unternehmen
    🤝 Kunden: SPAR, Herba Chemosan, Hugo Boss, Zalando u.v.m.

    Ausbildungsberufe bei KNAPP:

    • Metalltechniker:in (Graz)
    • Mechatroniker:in (Graz und Leoben)
    • Industriekauffrau/-mann (Graz)
    • Applikationsentwickler:in – Coding (Graz)
    • Informationstechnolog:in (Graz und Leoben)

    Highlights für Lehrlinge:
    ✔ Praxisbezogene Projektarbeiten
    ✔ Lehre mit Matura
    ✔ Wöchentlicher Lehrlingssport
    ✔ Teamevents & Wissensreisen
    ✔ Abteilungsübergreifende Praxiserfahrung
    ✔ Internationale Auslandspraktika
    ✔ Teilnahme an Wettbewerben wie AustrianSkills, EuroSkills und WorldSkills

    🔗 Weitere Infos: knapp.com/lehre

  • Neue Adresse, bewährtes Engagement

    Neue Adresse, bewährtes Engagement

    Die KOST ist übersiedelt – wir waren dabei!

    Neue Adresse, bewährtes Engagement: Die Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf (KOST) hat ihren neuen Standort in der Grazer Innenstadt bezogen. Ab sofort ist das Team unter folgender Adresse erreichbar:

    📍 Grieskai 10/1/5, 8020 Graz

    ZUKUNFT MEISTERN war beim freudigen Eröffnungsfest mit dabei und hat Stimmen von Fördergeber:innen und Wegbegleiter:innen eingefangen.

    Elke Lambauer, MA, Geschäftsführerin der KOST Steiermark, zeigte sich sichtlich berührt:

    „Ich bin glücklich und stolz, so viele Gäste am neuen Standort begrüßen zu dürfen.“

    Dr. Diethart Schliber, Landesstellenleiter des Sozialministeriumservice Steiermark, unterstrich die Bedeutung der KOST:

    „Die KOST ist für uns eine perfekte Unterstützungsstruktur.“

    MMag.a Sonja Schmöckel, Referatsleitung im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, hob die Wirkung der KOST hervor:

    „Über 500 junge Menschen, die aus Schule oder Ausbildung ausgestiegen waren, wurden durch die KOST Steiermark dabei unterstützt, wieder zurückzufinden – und ihre Ausbildung doch noch abzuschließen. Das ist entscheidend für ein gesichertes Leben und einen gelungenen Einstieg in einen Beruf.“

    👉 Informationen und Kontakt unter: www.kost-steiermark.at
    Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung – Beruf
    Grieskai 10/1/5, 8020 Graz

    Serviceline AusBildung bis 18
    Telefon: 0800 700 118
    Mo bis Do 09:00-16:00 Uhr
    Fr 09:00-12:00 Uh

  • Am richtigen Platz

    Am richtigen Platz

    POTENZIAL ENTFALTEN


    Für junge Menschen mit Behinderung, chronischen Erkrankungen oder anderen Einschränkungen ist der Einstieg ins Berufsleben nicht immer einfach.

    An der Med Uni Graz zeigt man Wege auf und lebt Diversität – mit allen Herausforderungen.

    Freude am Tun, Ausdauer auf dem Weg: Die gehörlose Labortechnikerin Mercedes Maier ist im Fachgebiet Molekularbiologie in der Alterforschung tätig.

    „Vor allem am Anfang muss man zu kämpfen bereit sein.“

    „Ich wollte es aber einfach schaffen.“ Mercedes Maier lässt keinen Zweifel daran, dass es Mut und Durchhaltevermögen gebraucht hat: Trotz ihres ungebrochenen Optimismus war der Weg zum Lehrabschluss im Jahr 2021 nicht einfach – aber schlussendlich erfolgreich.

    Heute forscht die gehörlose Labortechnikerin im molekularbiologischen Team von Altersforscherin Corina Madreiter-Sokolowski. Zentrumsleiter Wolfgang Graier hatte sich damals gemeinsam mit der Servicestelle Barrierefreies Arbeiten an der Medizinischen Universität Graz dafür eingesetzt, dass Maier die Lehrstelle am Gottfried Schatz Forschungszentrum erhielt.

    Das Fachgebiet ist ihr durchaus in die Wiege gelegt: Bereits ihr gehörloser Vater ist in diesem Bereich an der Med Uni tätig.


    Ausdauer lohnt sich

    Während der Lehrzeit galt es vor allem auch die Herausforderungen in der Berufsschule zu meistern. „Die Informationen sind anfangs einfach an mir vorübergezogen, ich habe mich schon alleine gefühlt“, erinnert sie sich

    Zwar stand eine Gebärdendolmetscherin zur Verfügung – diese müssen übrigens bereits ein Jahr im Voraus über den Gehörlosenverband beantragt werden – „aber ich hätte mir mehr Unterlagen, Geduld und Unterstützung durch die Berufsschullehrer gewünscht, damit ich mich besser auf den Inhalt und die Gebärdensprache hätte konzentrieren können. Es war sehr anstrengend. Ich habe es aber am Ende trotzdem geschafft und bin stolz auf mich“.

    Sogar eigene Gebärden für die chemischen und molekularbiologischen Fachvokabeln mussten entwickelt werden.


    Hürden in der Forschung – und wie man sie überwindet

    Im Forschungsteam galt es in der täglichen Kommunikation Hürden zu überwinden. In der ersten Zeit brauchte es viele Nachfragen, um Abläufe nachvollziehen zu können. Auch die Kollegen hatten kein unbegrenztes Zeitbudget dafür, der Informationsfluss war nicht immer gesichert.

    „Als Gehörlose war und ist es oft meine Verantwortung, auf dem Laufenden zu bleiben. Hörende Personen fühlten und fühlen sich nicht unbedingt immer dafür verantwortlich, mir alles mitzuteilen“, sagt Maier.

    Hartnäckigkeit und Ausdauer machten sich aber bezahlt: Je klarer die Aufträge schon im Vorfeld formuliert waren, desto leichter gelang eine schnelle Umsetzung. So konnte sich Maier zur Zufriedenheit und Freude aller mehr und mehr Selbstständigkeit erarbeiten – und hat sich mit ihrem Wissen und Können in ihrem Aufgabenbereich etabliert.

    Was sie jungen Menschen in ähnlichen Situationen mit auf den Weg geben will:
    „Seid wach, schaut euch um und wenn ihr etwas gerne machen wollt, dann setzt euch dafür ein.“


    Lösungen finden: „Face the fear. Build the future.“

    Wege entstehen bekanntlich dadurch, dass man sie geht. So hat ein junger Mann seinen Weg an die Zahnmedizin der Med Uni Graz gefunden. Er war dem Humanbiologen Uwe Yacine Schwarze schon im Rahmen eines Praktikums auf der Animal Facility der Biomedizinischen Forschung aufgefallen: „Er hat clevere und interessante Fragen gestellt und Verständnis für spezifische Zusammenhänge an den Tag gelegt.“

    Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass dieser schließlich in einem Labor, in dem die Einheilung von Zahnimplantaten im Fokus steht, schnuppern durfte. Dank der Unterstützung des Leiters der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit, Norbert Jakse, und Laborleiter Michael Payer gelang es, eine Lehrstelle für den jungen Mann als Labortechniker Biochemie zu schaffen.

    Humanbiologe Uwe Yacine Schwarze hat sich auf der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit als Mentor für einen Lehrling engagiert.

    „Es ist ein anspruchsvoller Lehrberuf, in dem das Hantieren mit gefährlichen Chemikalien notwendig ist.“
    Schwarze intensivierte seine Rolle als Mentor, besuchte einen Ausbilderkurs und unterstützte den Lehrling während der fordernden Berufsschulzeit – denn gerade das Lernen von Stoff, das Merken von Fachvokabular, das Erfüllen von formalen Vorgaben fordern ihn mehr als andere heraus.

    Heute arbeitet der junge Mann selbstständig im Labor, die Lehrabschlussprüfung wird noch folgen.
    „Eines der wichtigsten Dinge war der Glaube an ihn, dass er es schaffen wird“, unterstreicht Schwarze.


    Vielfalt zählt

    „Wir haben uns nicht auf seine Einschränkungen fokussiert. Zumeist gibt es ja Möglichkeiten, alternative Lösungen für spezielle Bereiche zu finden.“

    Im Labor wurden einige Routinen adaptiert – etwa beim Erstellen von Protokollen. Sie wurden aus Rücksicht auf individuelle Schwächen angepasst und haben sich zugleich als Gewinn für alle erwiesen, weil neue Handlungsanweisungen wertvolle Zusatzinformationen für alle zu Tage förderten.

    „Ich fühle mich bei einem neuen Schritt zwar jedes Mal noch etwas unsicher. Aber man kann alles schaffen, solange man es nur versucht – die Wahrscheinlichkeit ist immer da. Und: Man sollte ruhig Unterstützung annehmen“, sagt der junge Grazer, dessen Credo lautet:
    „Face the fear. Build the future.“


    „Erst durch Diversität wird ein System resilient.“

    „Die Natur führt es uns anschaulich vor“, betont Schwarze, „es braucht einfach Diversität. Erst durch Diversität wird ein System resistent gegenüber Außenfaktoren, die es aus dem Gleichgewicht bringen können. Erst das Einbeziehen unterschiedlicher Perspektiven und Aspekte ermöglicht es, potenzielle Probleme zu erkennen. Der Blick über den eigenen Tellerrand und den Horizont hinaus hilft uns allen. Je vielfältiger ein Team ist, desto besser ist es.“
    Diesen Effekt kann man kaum besser auf den Punkt bringen.


    Barrierefrei arbeiten an der Med Uni Graz

    Sandra Gamse, Leiterin der Servicestelle Barrierefrei Arbeiten in der Gender:Unit der Medizinischen Universität Graz und Behindertenvertrauensperson, ermutigt junge Menschen mit Behinderung, ihre beruflichen Träume konsequent zu verfolgen.


    Wie geht man an der Medizinischen Universität Graz grundsätzlich mit dem Thema Arbeiten mit Behinderung um?

    Professionelle Unterstützung: Sandra Gamse ist Leiterin der Servicestelle Barrierefrei Arbeiten in der Gender:Unit der Medizinischen Universität Graz.

    Sandra Gamse:
    „Die Universität ist ein freier Ort für Forschung und Wissenschaft – wo, wenn nicht hier, sollte Offenheit für das Thema gegeben sein. An der Med Uni Graz arbeiten bereits viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Wir wollen aber noch mehr dazu ermutigen. Diese Überzeugung wird auch vom Rektorat getragen.“

    Offen mit einer Einschränkung umzugehen, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn eine Behinderung wird in der Gesellschaft noch immer häufig als individuelles Merkmal gesehen, das einen Menschen von anderen unterscheidet. Oft wird man auf dieses eine Merkmal reduziert.

    „Wir arbeiten an unserer Universität gemeinsam daran, ein Umfeld zu schaffen, in dem Vielfalt geschätzt wird und jeder Mensch die Möglichkeit hat, sein volles Potenzial zu entfalten.“


    Mit welcher Unterstützung kann man rechnen?

    Sandra Gamse:
    „In der Servicestelle Barrierefrei Arbeiten, die ich seit 2009 aufgebaut habe, ist man mit allen Fragen rund um die Themen Arbeit und Behinderung beziehungsweise chronische Erkrankungen gut aufgehoben. Alle Bediensteten der Med Uni Graz und jene, die sich um eine Stelle bewerben möchten, können sich vertraulich an mich wenden.“

    Die Servicestelle ist aber nicht nur eine Anlaufstelle für Betroffene selber, sondern auch für all jene, die Fragen zu diesen Themen haben, weil sie zum Beispiel mit jemandem mit Behinderung im Team zusammenarbeiten. Hier werden auch Sensibilisierungsmaßnahmen angeboten.

    „Uns ist es darüber hinaus wichtig zu vermitteln, dass an unserer Universität Menschen keine Scheu zu haben brauchen, sich zu ihrer Behinderung oder chronischen Erkrankung zu bekennen. Denn damit einher gehen auch rechtliche Rahmenbedingungen wie beispielsweise ein besonderer Kündigungsschutz oder zusätzlicher Urlaub unter bestimmten Voraussetzungen.“


    Mit welchen Fragestellungen ist man gut bei der Servicestelle aufgehoben?

    Sandra Gamse:
    „Für Mitarbeiter:innen und jene, die bei uns arbeiten möchten, stehe ich bei allen Fragen zum Thema Behinderung – etwa zu behördlichen Verfahren, zu Fördermöglichkeiten, zu Vor- und befürchteten Nachteilen sowie bei Antragstellungen und zu innerbetrieblichen strukturellen und organisatorischen Fragen – gerne zur Verfügung.“

    Die erste Auseinandersetzung mit dem Thema Behinderung ist oft mit Befürchtungen verbunden, aber Offenheit bringt allen etwas. Nur wenn das Umfeld Bescheid weiß, kann auch der richtige Umgang gepflegt und die richtige Unterstützung angeboten werden.

    „So ist es zum Beispiel bei Epilepsie oder Diabetes ganz wesentlich zu wissen, wie man im Anlassfall richtig reagiert. Auch für Jugendliche mit Behinderung, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen und bei uns arbeiten möchten, sowie deren Eltern bin ich die erste Anlaufstelle.“

    Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass durch das Engagement Einzelner bereits einige neue Lehrstellen für junge Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen an der Med Uni Graz geschaffen werden konnten – und alle davon profitieren. Das ist ein Grund, warum die Servicestelle sukzessive an Bekanntheit gewonnen hat – und ein Beweis dafür, dass die Arbeit fruchtet.


    Lehre an der Med Uni Graz

    An der Medizinischen Universität Graz sind rund 2.500 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Dazu gehören derzeit 27 Lehrlinge.

    Ausbildungsberufe an der Med Uni Graz:

    • Chemielabortechniker:in
    • Tierpfleger:in
    • Verwaltungsassistent:in
    • EDV-Techniker:in
    • Zahntechniker:in

    Benefits für Lehrlinge:

    • 8 Euro Essenszuschuss pro Tag in der Mensa
    • Jobticket
    • Gemeinsame Aktivitäten
    • Freistellung zur Lehrabschlussprüfung (LAP)

    Kontakt

    Mehr Informationen zu Barrierefreiheit und Diversität an der Med Uni Graz:
    👉 www.medunigraz.at/diversitaet-barrierefreiheit