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  • Global gefragt, nachhaltig erfolgreich – Holz aus der Steiermark

    Global gefragt, nachhaltig erfolgreich – Holz aus der Steiermark

    Die Holzindustrie in der Steiermark zählt zu den innovativsten Branchen Österreichs. Sie steht für Nachhaltigkeit, Zukunft und internationale Stärke. Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern ein echter Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Karriere. Wer sich für eine Lehre im Holzbereich entscheidet, setzt auf einen Beruf mit Perspektive – regional wie international.


    Holzindustrie Steiermark: regionale Stärke, weltweite Erfolge

    Jeden Tag produziert das steirische Vorzeigeunternehmen Scheucher rund 10.000 m² Parkettboden – exportiert in 44 Länder weltweit.

    Auch die Rubner Gruppe zeigt, wie international die steirische Holzbranche ist: Das Unternehmen realisierte die beeindruckende Überdachung des Fischmarkts in Sydney – mit Holz aus der Steiermark.

    ➡️ Diese Beispiele verdeutlichen: Holz aus der Steiermark ist ein globaler Erfolgsträger.


    Nachhaltigkeit als Wachstumsmotor

    Die Steiermark verfügt über enorme Waldressourcen: Pro Einwohner stehen 0,8 Hektar Wald zur Verfügung. Durch nachhaltige Forstwirtschaft wächst diese Fläche seit Jahrzehnten kontinuierlich.

    • In den letzten 50 Jahren ist der österreichische Wald um 330.000 Hektar gewachsen.
    • Mit dem jährlich nachwachsenden Holz könnten 700.000 Holzhäuser gebaut werden.
    • Rund 220 Betriebe der Holz- und Sägeindustrie sichern in der Steiermark über 6.000 Arbeitsplätze.

    Gleichzeitig arbeitet die Forschung daran, Holz als nachhaltige Alternative zu Stahl und Beton noch stärker in Bauprojekten zu verankern.


    Lehre in der Holzindustrie: Jobs mit Zukunft

    Winfried Konrad und Regina Gimpl (zweite Reihe) kümmern sich um die Lehrlinge Stefan Konrad und Markus Pölzl.

    Die Holzbranche in der Steiermark investiert intensiv in Ausbildung und Nachwuchs. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Lehrberufe – von Holztechnik über Maschinenbedienung bis hin zu modernsten Automatisierungstechnologien.

    „Die Lehre ist weit mehr als ein Karrierestart. Sie bildet die Grundlage für Internationalität, Teamarbeit und nachhaltigen Erfolg.“
    – Anton Pausackl, HR-Manager Rubner Gruppe

    Viele Betriebe unterstützen zudem Lehre mit Matura oder den Meisterkurs – ideale Möglichkeiten, um Karriere und Weiterbildung zu verbinden.

    Stefan Kopper aus dem Unternehmen Rubner wurde für seinen ausgezeichneten Lehrabschluss ihm Rahmen der Veranstaltung „Stars of Styria“ geehrt.


    Hightech trifft Natur – moderne Jobs im Holzsektor

    Die Holzindustrie ist Hightech: Lehrlinge lernen nicht nur alles über den Werkstoff Holz, sondern auch, wie man mit modernsten Maschinen arbeitet.

    „Technisches Verständnis, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit sind essenziell.“
    – Winfried Konrad, Lehrlingsausbildner bei Scheucher

    Schon heute kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz – z. B. beim automatischen Erkennen fehlerhafter Holzteile. Zukünftig kann KI auch Sprachbarrieren in internationalen Teams überwinden.


    Bildung & Begeisterung: Holz erleben

    Damit junge Menschen die Chancen der Holzindustrie kennenlernen, setzen Steiermark, Kärnten und Slowenien auf innovative Projekte:

    • Schulbesuche machen Holzberufe greifbar.
    • Virtual-Reality-Brillen lassen den Wald als Erlebnisraum entdecken.

    So wird gezeigt: Holz ist grenzenlos – in seinen Möglichkeiten, in seiner Nachhaltigkeit und in seiner internationalen Bedeutung.


    👉 Entdecke deine Karrierechancen in der Holzindustrie:
    www.meinholzjob.at

  • Schrauben, messen, staunen.

    Schrauben, messen, staunen.

    Ein Auto nicht nur fahren, sondern auch verstehen, was dahintersteckt: Das ist die Motivation vieler Lehrlinge, die Kfz-Technik erlernen. Ein Beruf mit Zukunft – und dank E-Mobilität spannender denn je.


    Faszination Auto von klein auf

    Es gibt Kinder, deren erstes Wort „Auto“ ist – für viele wird daraus auch der erste Berufswunsch. In den 1.200 Kfz-Betrieben der Steiermark werden aktuell rund 1.400 Lehrlinge ausgebildet:

    • ca. 1.200 in der Kfz-Technik
    • ca. 200 in der Karosseriebautechnik

    Eine von ihnen ist Marie Schörgi, die im Autohaus Haas in Lannach den Beruf der Kfz-Technikerin erlernt.


    Marie Schörgi: Vom ersten Schnuppern zur Lehrstelle

    Marie hatte sich zunächst bei verschiedenen Unternehmen beworben – ohne Rückmeldung. Durch Zufall stieß ihre Mutter beim Vorbeifahren auf ein Stellenangebot des Autohauses Haas. Marie schnupperte hinein – und wusste: „Das passt!“

    Ursprünglich hatte sie die Landwirtsschule besucht und sich auch für den Beruf des Landmaschinentechnikers interessiert. Doch die Arbeit an Autos faszinierte sie mehr. „Der Beruf ist alles andere als eintönig – jeder Tag ist anders“, bestätigt auch ihr Chef, Kfz-Meister Michael Sabo, der gemeinsam mit seiner Mutter Karin das Autohaus leitet.


    Digitalisierung und E-Mobilität verändern den Beruf

    Der Mechanikerberuf hat sich stark gewandelt:

    • Immer mehr Sensoren steuern Assistenzsysteme wie Einparkhilfe, Kamera oder Radar.
    • Mit Elektro- und Hybridfahrzeugen kommt zusätzliches Know-how über Elektromotoren und Hybridprinzipien hinzu.

    Bei Toyota – der Marke im Autohaus Haas – haben die meisten Fahrzeuge bereits Hybrid-Antrieb. Reine Benziner sind selten. Um vorbereitet zu sein, startete Toyota früh mit Schulungsmaßnahmen für Werkstätten.

    Komplexe Arbeiten an der Elektronik übernehmen Kfz-Meister. Lehrlinge führen klassische Arbeiten durch – vom Ölwechsel bis zum Radlager.


    Aufbau der Kfz-Lehre

    Die Kfz-Techniker-Lehre besteht aus:

    • Grundmodul
    • mindestens einem Hauptmodul (Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik oder Personenkraftwagentechnik)
    • optional einem Spezialmodul (Systemelektronik oder Hochvolt-Antriebe)

    👉 Die Lehrzeit beträgt 3,5 Jahre, mit Spezialmodul 4 Jahre.
    👉 Am Elektromotor dürfen Lehrlinge erst ab 18 Jahren arbeiten.


    Hochvolt-Ausbildung: Sicherheit geht vor

    Die Ausbildung im Hochvolt-Bereich ist dreistufig:

    1. Theorie: gesetzliche Regelungen, Sicherheitsvorschriften, Funktionsweise von Elektro- und Hybridfahrzeugen
    2. Spannungsfreischaltung: berechtigt zum Arbeiten am freigeschalteten Hochvoltsystem
    3. Wartung & Reparatur: eigenständige Arbeiten an Elektrofahrzeugen – allerdings nur zu zweit

    „Lehrlinge sollten vom orangen Kabel aber sicherheitshalber die Finger lassen“, schmunzelt Landesinnungsmeister Thomas Marichhofer.


    Zukunft der Kfz-Lehre

    • In naher Zukunft wird die Lehrzeit auf 4 Jahre verlängert.
    • Das Modul Hochvolt 1 wird dann automatisch Teil der Ausbildung sein.
    • Die theoretische Ausbildung findet für Kfz-Techniker und Karosseriebautechniker in der TZA Arnfels statt.

    👉 Damit ist klar: Die Kfz-Technik bleibt ein vielseitiger Beruf, der mit der Digitalisierung und der E-Mobilität noch spannender wird.


  • Neu in der Arbeitswelt? Tipps für deinen Start

    Neu in der Arbeitswelt? Tipps für deinen Start

    Der Start ins Berufsleben bringt viele neue Erfahrungen: Kolleg:innen, Ausbilder:innen, Verantwortung und neue Abläufe. Das kann spannend, aber auch herausfordernd sein.
    In unserem kurzen Video zeigen wir dir einfache Tipps, wie du dich gut in der Welt der Erwachsenen zurechtfindest – mit Respekt, Interesse und Teamgeist.

    Unsere Tipps für deinen Einstieg:
    ✅ Sei neugierig – stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstehst
    ✅ Zeige Interesse an deinen Kolleg:innen – so integrierst du dich leichter ins Team
    ✅ Höflichkeit und Respekt öffnen Türen und erleichtern den Alltag
    ✅ Teamgeist zeigen – gemeinsam geht vieles leichter

    💡 ZUKUNFT MEISTERN wünscht dir einen gelungenen Start und viel Erfolg auf deinem Weg!
    Du bist nicht allein – es gibt immer jemanden, der dich unterstützt, wenn du ihn brauchst.

  • Die Zukunft beginnt bei der Holding Graz!

    Die Zukunft beginnt bei der Holding Graz!

    Es soll ein abwechslungsreicher Job mit Verantwortung und Perspektive sein? Dann ist die Holding Graz der perfekte Ort für den Karrierestart! Als größtes kommunales Dienstleistungsunternehmen der Steiermark gestaltet die Holding Graz das Leben der Menschen in Graz mit – zum Beispiel vom öffentlichen Verkehr über die Energieversorgung bis hin zur Abfall- und Wasserwirtschaft.

    Über 100 Berufe – Vielfalt erleben

    Die Liste der verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen ist sehr lang: Mit mehr als 100 verschiedenen Berufen bietet die Holding Graz ein Arbeitsumfeld, das so vielfältig ist wie ihre Mitarbeiter:innen. Besonders spannend für junge Talente: Jährlich werden 20 bis 25 Lehrlinge in 14 unterschiedlichen Lehrberufen ausgebildet. Ob „Lehre mit Matura“ oder weiterführende Ausbildungen in den Fachberufen – hier kann jeder die persönlichen Stärken entdecken und weiterentwickeln.

    Attraktive Benefits für Mitarbeiter:innen

    Mitarbeiter:innen der Holding Graz profitieren von attraktiven Benefits, wie dem kostenlosen KlimaTicket Steiermark, flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Möglichkeit, Familie und Beruf optimal zu vereinen.

    Dein Schritt in eine Zukunft voller Chancen

    Also: Ganz einfach den Schritt in eine Zukunft voller Chancen wagen, bewerben und Teil der Holding Graz werden!

    MEHR INFOS:
    www.holding-graz.at/karriere

  • Persönliche Entfaltung in einem Weltkonzern

    Persönliche Entfaltung in einem Weltkonzern

    Lehre bei Siemens Mobility

    Siemens – ein globaler Arbeitgeber:
    Weltweit beschäftigt Siemens rund 312.000 Menschen – mehr, als Graz Einwohner hat. Am Standort Siemens Mobility Graz arbeiten etwa 1.500 Personen, davon 79 Lehrlinge.


    Lehrlinge berichten: Chancen und Vielfalt

    Im Gespräch über Chancen und Vielfalt bei Siemens Mobility (v. l. n. r.): Lehrling Rosalinde Jandl, Standortleiter Stefan Erlach, Lehrling Daniel Schwar sowie Ausbildungsleiterin Rebecca Guth-Urdl. Das Interview erschien bereits in der Jänner-Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN. Ab September starten wieder neue Lehrlinge bei Siemens Mobility – die nächste Chance, Teil eines internationalen Konzerns mit Zukunft zu werden, kommt wieder.

    Rosalinde Jandl absolviert im dritten Lehrjahr ihre Ausbildung zur Schweißtechnikerin. Sie schätzt besonders die Kombination aus Theorie und Praxis sowie die Abwechslung im Arbeitsalltag:

    „Man hat hier viele Möglichkeiten, kann sich gut weiterbilden. Theorie und Praxis sind eng verwoben und es wird auch neben dem Job Abwechslung geboten, etwa durch Sport. Das tut jedem gut.“

    Daniel Schwar, Mechatroniker-Lehrling nach der Matura, hebt die Breite der Ausbildung hervor:

    „Wir durften uns an 3D-Druckprojekten probieren, derzeit haben wir einen Roboter, den wir programmieren können. Das alles kann ein kleineres Unternehmen oft gar nicht bereitstellen.“

    Ausbildung mit Zukunft

    Auch Ausbildungsleiterin Rebecca Guth-Urdl begann einst als Lehrling bei Siemens. Heute begleitet sie junge Talente:

    • Lehre mit Matura wird angeboten.
    • Karrierewege stehen offen, Studium ist kein Muss.
    • Fachliches Wissen wird ergänzt durch Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit und Teamfähigkeit.

    Besonders wichtig ist ihr:

    „Neues lernen zu wollen und sein Wissen zu erweitern, das geht auch nach der Lehrabschlussprüfung weiter.“

    Gemeinschaft und Unterstützung

    Schon beim Start erleben die Lehrlinge Gemeinschaft: Die Kennenlern-Tage am Reinischkogel fördern Motivation und Zusammenhalt.
    Daniel Schwar:

    „Gerade an stressigen Tagen steigert es die Motivation, wenn man mit den Kollegen reden und sich gegenseitig unterstützen kann.“

    Auch Rosalinde Jandl schätzt den Teamgeist:

    „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir an derselben Sache arbeiten und ähnliche Probleme haben. Du bist nicht allein, bist motiviert und weißt: Es wird auch wieder besser.“

    Bei Schwierigkeiten stehen Guth-Urdl und ihr Team auf Augenhöhe bereit, helfen auch in Fächern wie Mathematik oder technischem Zeichnen nach – damit die Lehrlinge bei der Lehrabschlussprüfung glänzen können.

    Perspektiven: Von Graz in die Welt

    Standortleiter Stefan Erlach betont:

    • Auslandspraktika helfen, Selbstverantwortung zu übernehmen und den eigenen Platz im Leben zu finden.
    • Siemens Mobility liefert wichtige Elemente für die Schienenfahrzeugindustrie – eine Branche mit Zukunft und Klimarelevanz.

    „Bei uns nehmen schon die Lehrlinge wahr, dass es sinnstiftend ist, in einer solchen Branche zu arbeiten und ein Stück weit beizutragen, den Planeten klimafreundlicher zu gestalten.“

    Info: Siemens Mobility Graz

    • Produkte: Fahrwerke und Pantographen (Dachstromabnehmer) für Schienenfahrzeuge
    • Jährliche Produktion: ca. 3.200 Fahrwerke und 1.200 Pantographen
    • Zukunftsbranche: Nachhaltige Mobilität weltweit gefragt

    Lehrberufe 2025:

    • Betriebslogistikkaufmann/-frau
    • Elektrotechnik – Anlagen- & Betriebstechnik
    • Mechatronik – Fertigungstechnik
    • Metalltechnik – Schweißtechnik

    👉 Bewerbungen: siemens.at/ausbildung

  • Noch 77 Lehrstellen frei – jetzt Zukunft sichern!

    Noch 77 Lehrstellen frei – jetzt Zukunft sichern!

    Top-Ausbildungsplätze im Handel:
    SPAR bietet in der Steiermark und im Südburgenland aktuell noch rund 77 offene Lehrstellen – eine einmalige Chance für alle Jugendlichen, die mit einer fundierten Ausbildung durchstarten wollen.

    Ob Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittel, Feinkostfachverkauf, Produktion bei TANN oder Logistik: Bei SPAR erwarten dich vielfältige Ausbildungswege, sichere Rahmenbedingungen und echte Karrierechancen.


    Deine Vorteile bei einer SPAR-Lehre

    • Überdurchschnittliche Bezahlung: 1.320 € im 1. Lehrjahr, 1.540 € im 2., 1.940 € im 3.
    • Bis zu 2.000 € Prämie pro Lehrjahr bei sehr gutem Erfolg
    • Abschlussprämie bei ausgezeichnetem Lehrabschluss
    • Events, Weiterbildung & Aufstiegschancen
    • Sicherer Arbeitgeber – größter privater Arbeitgeber Österreichs

    „Wir geben nicht nur einen Beruf – wir geben Perspektive“

    „Eine Lehre bei SPAR ist ein sicherer Einstieg ins Berufsleben – mit vielen Chancen zur Weiterentwicklung, gutem Gehalt und tollen Benefits“, so Mag. Christoph Holzer, Geschäftsführer für Steiermark und Südburgenland.


    Jetzt bewerben!

    Die Lehrstellen sind begehrt – wer seine Zukunft im Handel gestalten möchte, sollte sich jetzt bewerben:
    👉 SPAR Karriereseite besuchen


  • Lehre mit Sinn

    Lehre mit Sinn

    SPAR-Lehrlinge retten Lebensmittel


    Nachhaltig lernen, Verantwortung übernehmen, Zukunft meistern.
    Bei SPAR ist eine Lehre mehr als nur eine Ausbildung – sie ist gelebte Praxis, gelebte Nachhaltigkeit und gelebte Verantwortung. Das haben Lehrlinge aus der Steiermark und dem Südburgenland eindrucksvoll bewiesen: Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit Too Good To Go haben sie von 5. bis 20. Juni insgesamt 1.820 Überraschungssackerl gepackt – und damit aktiv zur Rettung wertvoller Lebensmittel beigetragen.

    SPAR setzt auf eine Lehre mit Zukunft

    Was macht die Lehre bei SPAR besonders?
    Verantwortung ab dem ersten Tag. SPAR-Lehrlinge lernen nicht nur das Handwerk des Einzelhandels, sondern gestalten mit: bei nachhaltigen Projekten, im direkten Kundenkontakt und in der laufenden Weiterentwicklung des Unternehmens.

    SPAR-Geschäftsführer Mag. Christoph Holzer bringt es auf den Punkt:

    „Unsere Lehrlinge haben mit viel Engagement und Kreativität gezeigt, wie einfach und effektiv Lebensmittelrettung sein kann. Nachhaltigkeit wird bei SPAR nicht nur gelehrt, sondern gelebt.“

    Vorteile der Lehre bei SPAR auf einen Blick:

    Vielfältige Praxis: Lehrlinge durchlaufen alle Abteilungen – vom Frischebereich bis zur Warenwirtschaft – und lernen dabei alles, was sie für eine erfolgreiche Karriere im Handel brauchen.
    Nachhaltigkeit als Fixpunkt: Projekte wie die Kooperation mit Too Good To Go, das „Obst- und Gemüsekisterl“ oder das intelligente Bestellsystem zeigen, wie moderne Handelsunternehmen Verantwortung übernehmen – und Lehrlinge aktiv eingebunden werden.
    Top-Ausbildung: Neben der Praxis vor Ort profitieren SPAR-Lehrlinge von Seminaren, E-Learnings und speziellen Ausbildungsprogrammen – etwa zur*m „Green Champion“, bei dem ökologische Themen besonders vertieft werden.
    Starker Teamgeist: Bei SPAR wird Zusammenarbeit großgeschrieben – vom ersten Lehrjahr an sind junge Talente Teil eines großen Ganzen.
    Zukunftschancen: Wer bei SPAR seine Lehre absolviert, hat beste Perspektiven – viele Führungskräfte im Unternehmen haben als Lehrling begonnen.

    Lehrlinge als Vorbilder

    Die Aktion zur Lebensmittelrettung ist ein Beispiel dafür, wie junge Menschen bei SPAR aktiv mitgestalten – und mit ihrer Arbeit ein starkes Zeichen für den bewussten Umgang mit Ressourcen setzen.

    Georg Strasser-Müller, Country Director von Too Good To Go Österreich und der Schweiz, sagt:

    „Wir freuen uns besonders, dass sich auch die SPAR-Lehrlinge mit voller Motivation für mehr Nachhaltigkeit einsetzen und sagen DANKE für ihren Beitrag.“


    Du willst auch eine Lehre mit Sinn?

    Dann bewirb dich für eine Lehre bei SPAR und werde Teil eines Unternehmens, das Nachhaltigkeit ernst nimmt – und dich auf deinem Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft unterstützt.

    👉 Mehr zur Lehre bei SPAR

  • BILLIE STEIRISCH

    BILLIE STEIRISCH

    Fotos: Leo Ihrybauer, Florian Lehner,Andreas Boldt


    „Ich mache das für mich – egal, was die anderen sagen.“

    Wie Gini Lampl alias Billie Steirisch zur steirischen Social-Media-Sensation wurde.

    Während der Pandemie startete Gini Lampl ein kreatives Experiment: Unter dem Künstlernamen Billie Steirisch lud sie Comedy-Videos im breiten steirischen Dialekt auf TikTok hoch – ganz ohne Erwartung, dass sie damit einmal ihren Lebensunterhalt verdienen könnte. Heute folgen ihr 50.000 Menschen auf Instagram, ihre „Tierdokus auf Steirisch“ sind Kult – und sie ist ein Social-Media-Star mit Zukunftsplan.


    Von der Bühne ins Netz – und wieder zurück

    Gini Lampl ist ausgebildete Sängerin und Schauspielerin. Dass sie einmal vom lustig-Sein im Internet leben würde? Daran hätte sie nie gedacht. „Mein Ziel war natürlich immer, mit Musik und Schauspiel Geld zu verdienen – aber nicht über TikTok“, erzählt sie. Doch genau das passierte. Ihre ersten Videos gingen viral, bald erreichte sie Hunderttausende.


    „Ich dachte, das sieht eh niemand.“

    Was als Pandemie-Zeitvertreib begann, wurde zum Beruf. „Ich wollte einfach kreativ bleiben und dachte, auf TikTok sieht das eh keiner.“ Doch Billie Steirisch traf einen Nerv – ihre humorvollen Dialekt-Versionen englischer Hits und steirischen Tierdokus verbreiteten sich rasant. Der erste Hype war ein Selbstläufer. Aber Gini lernte schnell: „Wenn du regelmäßig Content produzierst, bekommst du auch mal Gegenwind – da muss man drüberstehen.“


    Authentisch bleiben – auch wenn’s wehtut

    Obwohl sie heute mit Unternehmen zusammenarbeitet und Werbepartner anfragt, bleibt Billie ihrem Stil treu: direkt, pointiert, manchmal provokant. „Ich will authentisch bleiben. Natürlich denke ich heute mehr darüber nach, was ich poste – aber anecken gehört zu mir.“ Die ersten negativen Kommentare? „Die tun weh – klar. Aber irgendwann muss es einem auch egal sein.“


    Zwischen Billie & Gini: Was bringt mehr Geld?

    „Billie ist meine Cash Cow“, sagt sie offen. „Von Social Media kann ich besser leben als vom Theater.“ Trotzdem will sie sich langfristig unabhängiger machen: „Ich investiere in meine Musik, in Produkte und ins Personal Branding – denn Social Media kann auch von heute auf morgen vorbei sein.“


    „Ich wollte nie etwas anderes – und bin drangeblieben.“

    Der Weg war nicht immer leicht – aber klar. Schon als Kind wollte Gini Sängerin oder Schauspielerin werden. „Da gab’s eine Liste mit meinen Berufswünschen: Schauspiel, Gesang, Moderatorin, Stewardess – und Stripperin auf Platz fünf“, lacht sie. Warum? „Ich bin mit Cardi B. groß geworden – viele ihrer Vorbilder waren auch Stripperinnen.“ Ihr Fazit: „Wenn man wirklich etwas will, braucht’s Ausdauer und Willenskraft – dann geht vieles auch ohne Beziehungen.“


    Was sie jungen Menschen rät

    „Wählt nicht den Job, der am meisten Geld bringt. Wählt den, den ihr liebt.“ Gini ist überzeugt: Erwachsene sollten Jugendliche ermutigen, statt sie mit Sorgen über den Arbeitsmarkt zu bremsen. „Mein Traum wurde wahr, weil ich drangeblieben bin – und weil meine Eltern mich unterstützt haben, ohne Druck zu machen.“


    „Tu, was du liebst – nicht was alle wollen.“

    Für junge Menschen am Sprung ins Berufsleben hat sie einen persönlichen Tipp:
    „Wähle etwas, bei dem du dir nicht vorstellen kannst, ohne dem zu leben.“


    Was kommt als Nächstes?

    Gini arbeitet derzeit an ihrer ersten LP, an neuen Kooperationen – und an einer großen Tour. Ihr Ziel: Menschen mit ihrer Musik zu begleiten. „Vielleicht erinnern sich später manche an Billie Steirisch, weil sie meinen Song auf der Maturareise gehört haben – oder beim ersten Liebeskummer. Das wäre für mich echter Erfolg.“


    Mehr über Gini Lampl findest du auf Instagram unter @billie_steirisch oder auf TikTok.


    Möchtest du auch einen Beruf ergreifen, den (noch) nicht alle verstehen? Lass dich inspirieren. Zukunft Meistern zeigt dir, wie andere ihren Weg gegangen sind – und warum es sich lohnt, für die eigene Leidenschaft loszugehen.


    Warum dieses Interview zu unserem Schwerpunkt „Zukunft meistern“ passt:
    In Zeiten wachsender Unsicherheit und komplexer Veränderungen brauchen wir Menschen, die mit klarem Kompass, Mut und Erfahrung vorangehen. Genau dafür steht dieses Gespräch. Es zeigt, wie Führungspersönlichkeiten mit Haltung, Offenheit und Innovationsgeist Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit finden – und andere mitnehmen auf diesem Weg. Ein Interview, das Mut macht, reflektiert und inspiriert.

    👉 Das unkgekürzte Gespräch finden Sie im E-Paper auf unserer Plattform
    Hier geht’s zur vollständigen Ausgabe.

  • Abenteuer Ausland

    Abenteuer Ausland

    Ausbildung unter Kirschblüten oder im sonnigen Süden? Drei Lehrlinge des steirischen Technologieunternehmens KNAPP haben es probiert – und berichten hier von ihren Eindrücken.

    Erfahrungen sammeln, neue Kulturen und Menschen kennenlernen: Das sind die Hauptgründe, warum sich die drei KNAPP-Lehrlinge Lara Klamminger, Leon Plentner und Robin Haberl für ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ entschieden haben. Dabei zog es die beiden Burschen nach Spanien: Leon arbeitete für vier Wochen in einem kleinen Supermarkt in Sevilla, wo er spannende Einblicke in die kaufmännischen und logistischen Abläufe gewinnen konnte, Robin als Applikationsentwickler in einer IT-Firma in Valencia.

    Und Lara wagte den Sprung in noch weitere Ferne: Die angehende Industriekauffrau dockte bei einem großen Unternehmen im japanischen Fukuoka an. „Das war unglaublich bereichernd, ich habe wahnsinnig nette Menschen kennengelernt und viel über diese doch so andere und fremdartige Kultur erfahren“, meint sie. Die 20-Jährige ist schon so etwas wie ein Profi, hat sie doch bereits einen Lernaufenthalt in Irland hinter sich und packt gleich nach unserem Interview schon wieder die Koffer; diesmal geht es in die Karibik, nach Curacao.

    Lara Klamminger erkundete in Fukuoka das authentische Japan.

    „KNAPP fördert Auslandsaufenthalte sehr, unsere Lehrlingsausbildung schreibt immer wieder solche Praktikumsstellen aus. Und sowohl die direkte Führungsperson als auch die Kollegen freuen sich für uns und unterstützen uns“, erzählen die drei. Rund ein Viertel der Lehrlinge bei KNAPP nutzt die Möglichkeiten, die Erasmus+ für Lehrlinge bietet. Je nach Reiseziel gibt es längere oder kürzere Vorbereitungsworkshops und nach dem Aufenthalt ein Feedbackgespräch.

    Während die beiden jungen Männer bei Gastfamilien in Spanien untergebracht waren, wohnte Lara mit drei anderen Mädchen in einem Apartment. Ihre Freizeit nutzten alle drei zum Erkunden des Gastlandes. „Wir reisen alle sehr gern, das ist sicher ein Startvorteil, wenn man so ein Praktikum machen will.“

    „Die Arbeitskultur in Japan ist ja ganz anders als bei uns, dort dauert der Arbeitstag von 9 bis 18 Uhr. Aber ich war in der Marketingabteilung eingesetzt, wir waren vor allem für Social-Media-Content zuständig und darum auch viel in der Stadt unterwegs und haben Attraktionen besucht und gefilmt“, so Lara.

    „Am wertvollsten waren für mich die persönlichen Erfahrungen, die ich machen durfte“, meint Leon. Von Natur aus etwas zurückhaltend, hat er durch seinen Aufenthalt ordentlich an Selbstbewusstsein zugelegt. Ein weiterer Vorteil war der Sprachkurs, den die beiden jungen Männer in der ersten Woche ihres Aufenthalts besucht haben. „Zumindest ein paar Brocken Spanisch sind hängengeblieben.“

    Robin war gemeinsam mit einem Kollegen unterwegs und würde das auch empfehlen: „So hat man immer jemanden, mit dem man sich austauschen kann.“ Besonders spannend fand er, dass er in seiner Firma, einem eher kleineren Betrieb, erstmals mit Künstlicher Intelligenz arbeiten durfte.

    „Wir haben sehr spannende Erfahrungen gesammelt und würden auch anderen Lehrlingen raten, sich für ein solches Praktikum zu bewerben“, meinen die drei unisono.


    Mehr über KNAPP – Zahlen & Fakten auf einen Blick

    🛠 Familiengeführtes Technologieunternehmen
    🚀 Entwicklung & Produktion automatisierter Lagersysteme mit modernster Software & Robotik
    🌍 8.200 Mitarbeiter weltweit, davon 4.300 in Österreich
    📍 Lehrlingsausbildung in Hart bei Graz und Leoben
    🏆 Staatlich ausgezeichneter Lehrbetrieb seit über 30 Jahren
    👩‍🏭 130 Lehrlinge aktuell in Ausbildung
    📈 80 % der Lehrlinge bleiben nach der Lehre im Unternehmen
    🤝 Kunden: SPAR, Herba Chemosan, Hugo Boss, Zalando u.v.m.

    Ausbildungsberufe bei KNAPP:

    • Metalltechniker:in (Graz)
    • Mechatroniker:in (Graz und Leoben)
    • Industriekauffrau/-mann (Graz)
    • Applikationsentwickler:in – Coding (Graz)
    • Informationstechnolog:in (Graz und Leoben)

    Highlights für Lehrlinge:
    ✔ Praxisbezogene Projektarbeiten
    ✔ Lehre mit Matura
    ✔ Wöchentlicher Lehrlingssport
    ✔ Teamevents & Wissensreisen
    ✔ Abteilungsübergreifende Praxiserfahrung
    ✔ Internationale Auslandspraktika
    ✔ Teilnahme an Wettbewerben wie AustrianSkills, EuroSkills und WorldSkills

    🔗 Weitere Infos: knapp.com/lehre

  • Am richtigen Platz

    Am richtigen Platz

    POTENZIAL ENTFALTEN


    Für junge Menschen mit Behinderung, chronischen Erkrankungen oder anderen Einschränkungen ist der Einstieg ins Berufsleben nicht immer einfach.

    An der Med Uni Graz zeigt man Wege auf und lebt Diversität – mit allen Herausforderungen.

    Freude am Tun, Ausdauer auf dem Weg: Die gehörlose Labortechnikerin Mercedes Maier ist im Fachgebiet Molekularbiologie in der Alterforschung tätig.

    „Vor allem am Anfang muss man zu kämpfen bereit sein.“

    „Ich wollte es aber einfach schaffen.“ Mercedes Maier lässt keinen Zweifel daran, dass es Mut und Durchhaltevermögen gebraucht hat: Trotz ihres ungebrochenen Optimismus war der Weg zum Lehrabschluss im Jahr 2021 nicht einfach – aber schlussendlich erfolgreich.

    Heute forscht die gehörlose Labortechnikerin im molekularbiologischen Team von Altersforscherin Corina Madreiter-Sokolowski. Zentrumsleiter Wolfgang Graier hatte sich damals gemeinsam mit der Servicestelle Barrierefreies Arbeiten an der Medizinischen Universität Graz dafür eingesetzt, dass Maier die Lehrstelle am Gottfried Schatz Forschungszentrum erhielt.

    Das Fachgebiet ist ihr durchaus in die Wiege gelegt: Bereits ihr gehörloser Vater ist in diesem Bereich an der Med Uni tätig.


    Ausdauer lohnt sich

    Während der Lehrzeit galt es vor allem auch die Herausforderungen in der Berufsschule zu meistern. „Die Informationen sind anfangs einfach an mir vorübergezogen, ich habe mich schon alleine gefühlt“, erinnert sie sich

    Zwar stand eine Gebärdendolmetscherin zur Verfügung – diese müssen übrigens bereits ein Jahr im Voraus über den Gehörlosenverband beantragt werden – „aber ich hätte mir mehr Unterlagen, Geduld und Unterstützung durch die Berufsschullehrer gewünscht, damit ich mich besser auf den Inhalt und die Gebärdensprache hätte konzentrieren können. Es war sehr anstrengend. Ich habe es aber am Ende trotzdem geschafft und bin stolz auf mich“.

    Sogar eigene Gebärden für die chemischen und molekularbiologischen Fachvokabeln mussten entwickelt werden.


    Hürden in der Forschung – und wie man sie überwindet

    Im Forschungsteam galt es in der täglichen Kommunikation Hürden zu überwinden. In der ersten Zeit brauchte es viele Nachfragen, um Abläufe nachvollziehen zu können. Auch die Kollegen hatten kein unbegrenztes Zeitbudget dafür, der Informationsfluss war nicht immer gesichert.

    „Als Gehörlose war und ist es oft meine Verantwortung, auf dem Laufenden zu bleiben. Hörende Personen fühlten und fühlen sich nicht unbedingt immer dafür verantwortlich, mir alles mitzuteilen“, sagt Maier.

    Hartnäckigkeit und Ausdauer machten sich aber bezahlt: Je klarer die Aufträge schon im Vorfeld formuliert waren, desto leichter gelang eine schnelle Umsetzung. So konnte sich Maier zur Zufriedenheit und Freude aller mehr und mehr Selbstständigkeit erarbeiten – und hat sich mit ihrem Wissen und Können in ihrem Aufgabenbereich etabliert.

    Was sie jungen Menschen in ähnlichen Situationen mit auf den Weg geben will:
    „Seid wach, schaut euch um und wenn ihr etwas gerne machen wollt, dann setzt euch dafür ein.“


    Lösungen finden: „Face the fear. Build the future.“

    Wege entstehen bekanntlich dadurch, dass man sie geht. So hat ein junger Mann seinen Weg an die Zahnmedizin der Med Uni Graz gefunden. Er war dem Humanbiologen Uwe Yacine Schwarze schon im Rahmen eines Praktikums auf der Animal Facility der Biomedizinischen Forschung aufgefallen: „Er hat clevere und interessante Fragen gestellt und Verständnis für spezifische Zusammenhänge an den Tag gelegt.“

    Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass dieser schließlich in einem Labor, in dem die Einheilung von Zahnimplantaten im Fokus steht, schnuppern durfte. Dank der Unterstützung des Leiters der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit, Norbert Jakse, und Laborleiter Michael Payer gelang es, eine Lehrstelle für den jungen Mann als Labortechniker Biochemie zu schaffen.

    Humanbiologe Uwe Yacine Schwarze hat sich auf der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit als Mentor für einen Lehrling engagiert.

    „Es ist ein anspruchsvoller Lehrberuf, in dem das Hantieren mit gefährlichen Chemikalien notwendig ist.“
    Schwarze intensivierte seine Rolle als Mentor, besuchte einen Ausbilderkurs und unterstützte den Lehrling während der fordernden Berufsschulzeit – denn gerade das Lernen von Stoff, das Merken von Fachvokabular, das Erfüllen von formalen Vorgaben fordern ihn mehr als andere heraus.

    Heute arbeitet der junge Mann selbstständig im Labor, die Lehrabschlussprüfung wird noch folgen.
    „Eines der wichtigsten Dinge war der Glaube an ihn, dass er es schaffen wird“, unterstreicht Schwarze.


    Vielfalt zählt

    „Wir haben uns nicht auf seine Einschränkungen fokussiert. Zumeist gibt es ja Möglichkeiten, alternative Lösungen für spezielle Bereiche zu finden.“

    Im Labor wurden einige Routinen adaptiert – etwa beim Erstellen von Protokollen. Sie wurden aus Rücksicht auf individuelle Schwächen angepasst und haben sich zugleich als Gewinn für alle erwiesen, weil neue Handlungsanweisungen wertvolle Zusatzinformationen für alle zu Tage förderten.

    „Ich fühle mich bei einem neuen Schritt zwar jedes Mal noch etwas unsicher. Aber man kann alles schaffen, solange man es nur versucht – die Wahrscheinlichkeit ist immer da. Und: Man sollte ruhig Unterstützung annehmen“, sagt der junge Grazer, dessen Credo lautet:
    „Face the fear. Build the future.“


    „Erst durch Diversität wird ein System resilient.“

    „Die Natur führt es uns anschaulich vor“, betont Schwarze, „es braucht einfach Diversität. Erst durch Diversität wird ein System resistent gegenüber Außenfaktoren, die es aus dem Gleichgewicht bringen können. Erst das Einbeziehen unterschiedlicher Perspektiven und Aspekte ermöglicht es, potenzielle Probleme zu erkennen. Der Blick über den eigenen Tellerrand und den Horizont hinaus hilft uns allen. Je vielfältiger ein Team ist, desto besser ist es.“
    Diesen Effekt kann man kaum besser auf den Punkt bringen.


    Barrierefrei arbeiten an der Med Uni Graz

    Sandra Gamse, Leiterin der Servicestelle Barrierefrei Arbeiten in der Gender:Unit der Medizinischen Universität Graz und Behindertenvertrauensperson, ermutigt junge Menschen mit Behinderung, ihre beruflichen Träume konsequent zu verfolgen.


    Wie geht man an der Medizinischen Universität Graz grundsätzlich mit dem Thema Arbeiten mit Behinderung um?

    Professionelle Unterstützung: Sandra Gamse ist Leiterin der Servicestelle Barrierefrei Arbeiten in der Gender:Unit der Medizinischen Universität Graz.

    Sandra Gamse:
    „Die Universität ist ein freier Ort für Forschung und Wissenschaft – wo, wenn nicht hier, sollte Offenheit für das Thema gegeben sein. An der Med Uni Graz arbeiten bereits viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Wir wollen aber noch mehr dazu ermutigen. Diese Überzeugung wird auch vom Rektorat getragen.“

    Offen mit einer Einschränkung umzugehen, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn eine Behinderung wird in der Gesellschaft noch immer häufig als individuelles Merkmal gesehen, das einen Menschen von anderen unterscheidet. Oft wird man auf dieses eine Merkmal reduziert.

    „Wir arbeiten an unserer Universität gemeinsam daran, ein Umfeld zu schaffen, in dem Vielfalt geschätzt wird und jeder Mensch die Möglichkeit hat, sein volles Potenzial zu entfalten.“


    Mit welcher Unterstützung kann man rechnen?

    Sandra Gamse:
    „In der Servicestelle Barrierefrei Arbeiten, die ich seit 2009 aufgebaut habe, ist man mit allen Fragen rund um die Themen Arbeit und Behinderung beziehungsweise chronische Erkrankungen gut aufgehoben. Alle Bediensteten der Med Uni Graz und jene, die sich um eine Stelle bewerben möchten, können sich vertraulich an mich wenden.“

    Die Servicestelle ist aber nicht nur eine Anlaufstelle für Betroffene selber, sondern auch für all jene, die Fragen zu diesen Themen haben, weil sie zum Beispiel mit jemandem mit Behinderung im Team zusammenarbeiten. Hier werden auch Sensibilisierungsmaßnahmen angeboten.

    „Uns ist es darüber hinaus wichtig zu vermitteln, dass an unserer Universität Menschen keine Scheu zu haben brauchen, sich zu ihrer Behinderung oder chronischen Erkrankung zu bekennen. Denn damit einher gehen auch rechtliche Rahmenbedingungen wie beispielsweise ein besonderer Kündigungsschutz oder zusätzlicher Urlaub unter bestimmten Voraussetzungen.“


    Mit welchen Fragestellungen ist man gut bei der Servicestelle aufgehoben?

    Sandra Gamse:
    „Für Mitarbeiter:innen und jene, die bei uns arbeiten möchten, stehe ich bei allen Fragen zum Thema Behinderung – etwa zu behördlichen Verfahren, zu Fördermöglichkeiten, zu Vor- und befürchteten Nachteilen sowie bei Antragstellungen und zu innerbetrieblichen strukturellen und organisatorischen Fragen – gerne zur Verfügung.“

    Die erste Auseinandersetzung mit dem Thema Behinderung ist oft mit Befürchtungen verbunden, aber Offenheit bringt allen etwas. Nur wenn das Umfeld Bescheid weiß, kann auch der richtige Umgang gepflegt und die richtige Unterstützung angeboten werden.

    „So ist es zum Beispiel bei Epilepsie oder Diabetes ganz wesentlich zu wissen, wie man im Anlassfall richtig reagiert. Auch für Jugendliche mit Behinderung, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen und bei uns arbeiten möchten, sowie deren Eltern bin ich die erste Anlaufstelle.“

    Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass durch das Engagement Einzelner bereits einige neue Lehrstellen für junge Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen an der Med Uni Graz geschaffen werden konnten – und alle davon profitieren. Das ist ein Grund, warum die Servicestelle sukzessive an Bekanntheit gewonnen hat – und ein Beweis dafür, dass die Arbeit fruchtet.


    Lehre an der Med Uni Graz

    An der Medizinischen Universität Graz sind rund 2.500 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Dazu gehören derzeit 27 Lehrlinge.

    Ausbildungsberufe an der Med Uni Graz:

    • Chemielabortechniker:in
    • Tierpfleger:in
    • Verwaltungsassistent:in
    • EDV-Techniker:in
    • Zahntechniker:in

    Benefits für Lehrlinge:

    • 8 Euro Essenszuschuss pro Tag in der Mensa
    • Jobticket
    • Gemeinsame Aktivitäten
    • Freistellung zur Lehrabschlussprüfung (LAP)

    Kontakt

    Mehr Informationen zu Barrierefreiheit und Diversität an der Med Uni Graz:
    👉 www.medunigraz.at/diversitaet-barrierefreiheit