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  • WorldSkills 2026: Die steirische Jugend zeigt in Shanghai ihr Können

    WorldSkills 2026: Die steirische Jugend zeigt in Shanghai ihr Können

    Wenn im September 2026 bei den WorldSkills in Shanghai die besten Nachwuchsfachkräfte der Welt aufeinandertreffen, ist die Steiermark mittendrin. Das österreichische Skills-Team Austria wächst auf insgesamt 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Steiermark stellt dabei mit zwölf jungen Fachkräften das größte Kontingent aller Bundesländer.“

    Ob Robotik, Grafikdesign, Mode Technologie oder Einzelhandel: Die steirischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, wie modern, international und leistungsstark die duale Ausbildung heute ist.

    Von 22. bis 27. September 2026 kämpfen rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt in 64 Berufsbewerben um Medaillen und Weltmeistertitel. Die WorldSkills gelten damit als größte Berufsweltmeisterschaft der Welt.

    Und die Vorbereitung darauf erinnert längst mehr an Spitzensport als an klassischen Unterricht.


    Internationale Trainings als Vorbereitung auf die Weltspitze

    Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren seit Monaten intensiv für den internationalen Wettbewerb. Vergleichswettkämpfe und Trainingscamps rund um den Globus sollen helfen, sich an das hohe Niveau der WorldSkills heranzutasten.

    Gerade die steirischen Jugendlichen sammeln dabei bereits internationale Erfahrung.

    Die steirische Einzelhandelskauffrau Anna Tritscher absolvierte vor wenigen Wochen ein internationales Vorbereitungstraining direkt in Shanghai und konnte dort erste Wettkampferfahrung sammeln.

    Im Team-Bewerb Robot Systems Integration bereiten sich Kristijan Hrdžić und Gabriel Aldrian bei internationalen Trainings in Ungarn auf die Weltmeisterschaft vor.

    Grafikdesigner Paul Andreas Bürki reist im Mai nach Kanada, um dort Erfahrungen mit internationalen Teilnehmern zu sammeln und sich auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln.

    Auch Julia Kaufmann trainiert international: Im Bereich Mode Technologie absolviert sie Vorbereitungseinheiten in Australien.

    Das Duo Konstantin Hauser und Marwin Kremser wiederum tritt im Bewerb Autonomous Mobile Robotics bei einem Wettbewerb in Kasachstan an.

    Die Vorbereitung zeigt deutlich: Moderne Lehrberufe sind längst international geworden.


    Warum die duale Ausbildung international gefragt ist

    Dass Österreich und speziell die Steiermark bei internationalen Berufsmeisterschaften regelmäßig stark vertreten sind, kommt nicht von ungefähr. Die duale Ausbildung gilt weltweit als Erfolgsmodell.

    Die Kombination aus praktischer Ausbildung im Betrieb und Theorie in der Berufsschule sorgt dafür, dass Jugendliche früh Verantwortung übernehmen und gleichzeitig hochspezialisierte Fähigkeiten entwickeln.

    SkillsAustria-Präsident Josef Herk betont:

    „Unsere jungen Fachkräfte stehen für Leistungsbereitschaft, Präzision und berufliche Leidenschaft. Sie zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in der österreichischen Berufsbildung steckt.“

    Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnen solche Leistungen zusätzlich an Bedeutung. Die WorldSkills zeigen, welches Potenzial in jungen Fachkräften steckt – und wie wichtig moderne Lehrberufe für den Wirtschaftsstandort geworden sind.


    Lehrberufe arbeiten längst an den Technologien von morgen

    Wer an klassische Lehrberufe denkt, hat oft noch alte Bilder im Kopf. Die Realität sieht längst anders aus.

    Viele Bewerbe der WorldSkills drehen sich heute um Digitalisierung, Automatisierung, Robotik oder moderne Produktionstechnologien. Die Jugendlichen arbeiten dabei oft näher an den Technologien der Zukunft, als viele vermuten.

    Gerade die Steiermark profitiert von innovativen Ausbildungsbetrieben, starken Industriebetrieben und engagierten Berufsschulen. Sie schaffen gemeinsam die Grundlage dafür, dass junge Fachkräfte auch international konkurrenzfähig werden.

    Die WorldSkills machen sichtbar, wie modern und vielfältig die Lehre heute tatsächlich ist.


    Shanghai wird zur Bühne für die nächste Generation

    Von 22. bis 27. September 2026 wird Shanghai zum Zentrum der internationalen Berufswelt. Rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt treten dort in 64 Berufen gegeneinander an.

    Für die steirischen Jugendlichen bedeutet die Teilnahme nicht nur die Chance auf Medaillen, sondern auch eine Erfahrung fürs Leben.

    Sie vertreten dabei nicht nur Österreich, sondern zeigen auch international, welche Qualität die Ausbildung in der Steiermark heute erreicht.

    Und vielleicht beweisen genau diese jungen Fachkräfte am deutlichsten, worauf es in Zukunft ankommt: Können, Einsatzbereitschaft, Präzision und die Bereitschaft, ständig weiterzulernen.


    INFO-BOX: WorldSkills 2026

    Ort: Shanghai, China
    Datum: 22. bis 27. September 2026
    Teilnehmer:innen: rund 1.400 junge Fachkräfte aus aller Welt
    Bewerbe: 64 Berufe
    Österreichisches Team: 48 Starter:innen

    Weitere Informationen

    Weitere Informationen zu den WorldSkills 2026 in Shanghai, den Wettbewerbsberufen sowie den Delegations- und Besucherreisen finden Sie unter:

    SkillsAustria – WorldSkills 2026 Shanghai

    Oder Sie schauen wieder bei ZUKUNFT MEISTERN vorbei – wir halten Sie über die steirischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Laufenden.



  • Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Kurz & Knapp: Das Wichtigste für Eltern

    • Der Gehalts-Check: Absolventen einer Lehre starten im Median mit 2.615 € brutto (1,5 Jahre nach Abschluss) – und liegen damit oft über rein schulischen Einstiegsgehältern.
    • Praxis schlägt Theorie: Unternehmen zahlen für sofortige Einsetzbarkeit. Der „Praxis-Vorsprung“ der Lehre macht sich direkt am Konto bemerkbar.
    • Karriere-Mythos: Ein Studium ist kein Garant für Reichtum, eine Lehre keine Einkommensgrenze. Meister und Spezialisten erreichen oft akademische Gehaltsniveaus.
    • Zukunftssicherheit: Fachkräfte in Technik, Handwerk und IT sind strukturell krisenfest – auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

    Lehre oder weiter in die Schule – kaum eine Entscheidung wird in Familien intensiver diskutiert. Es geht um Talente, Interessen, Zukunftsperspektiven – und nicht zuletzt um Einkommen.

    Wie sich das Einstiegsgehalt nach unterschiedlichen Ausbildungswegen tatsächlich entwickelt, zeigt das Bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Die aktuellen Auswertungen machen deutlich: Die Einkommensrealität nach Ausbildungsende ist differenzierter, als viele Eltern vermuten.

    Ausbildungsentscheidung: Was bedeutet das finanziell?

    AHS? BHS? Oder doch eine Lehre? Viele Eltern gehen davon aus, dass mehr Schuljahre automatisch zu einem höheren Einstiegsgehalt führen. Die aktuellen Auswertungen der Statistik Austria zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.

    Einstiegsgehalt nach der Lehre: Was sagen die Zahlen?

    Personen mit Lehrabschluss verdienen eineinhalb Jahre nach Ausbildungsende im Median 2.615 Euro brutto.

    Warum das viele überrascht: > Der Arbeitsmarkt bewertet nicht nur die Dauer einer Ausbildung, sondern deren unmittelbare wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wer eine Lehre absolviert, bringt Jahre an praktischer Erfahrung mit. Das bedeutet für Betriebe: kürzere Einschulung, sofortige Produktivität.

    Der Arbeitsmarkt bezahlt nicht nur Zeugnisse. Er bezahlt Können.

    Einkommen im Lebensverlauf: Holen Studienabsolventen auf?

    Eine zentrale Sorge vieler Eltern lautet: „Verdient mein Kind später als Akademiker nicht doch viel mehr?“

    Es stimmt: In manchen Branchen können akademische Laufbahnen eine steilere Kurve zeigen. Doch auch dieser Vergleich darf nicht einseitig betrachtet werden.

    Ein Lehrabsolvent verdient früher, sammelt Beitragsjahre und kann sich über Meisterprüfung, Werkmeisterausbildung, Spezialisierungen oder Selbstständigkeit ebenfalls deutlich weiterentwickeln. Technische Meister oder erfolgreiche Unternehmer erreichen Einkommensniveaus, die mit akademischen Karrieren druchaus vergleichbar sind.

    Ein akademischer Titel ist kein Einkommensversprechen.
    Und ein Lehrabschluss ist keine Einkommensgrenze.

    Entscheidend sind Branche, Weiterentwicklung, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – nicht allein der formale Abschluss.

    Arbeitsmarkt und Zukunftsperspektive: Wie stabil ist die Lehre?

    Neben dem Gehalt spielt für Eltern auch die Frage nach Sicherheit eine große Rolle. Wie schnell findet mein Kind nach der Ausbildung eine Anstellung?

    Die duale Ausbildung bietet hier klare Vorteile. Lehrabsolventen sind in der Regel rasch im ersten Job, weil praxisnahe Fachkräfte in vielen Branchen dringend gesucht werden – von Technik über Handwerk bis IT und Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist hoch und strukturell stabil.

    Welche Fragen sollten Eltern bei der Ausbildungsentscheidung stellen?

    Die Wahl zwischen Lehre und Studium ist keine Frage von höher oder niedriger, sondern von Passung.

    Eltern sollten sich fragen:

    • Lernt mein Kind besser theoretisch oder praktisch?
    • Entwickelt es Motivation im direkten Arbeitsumfeld?
    • Welche Branchen bieten langfristige Stabilität?
    • Welche Weiterbildungswege stehen später offen?
    • Ist frühe finanzielle Unabhängigkeit ein wichtiger Faktor?

    Und es wird nicht einfacher – denn Künstliche Intelligenz verändert die Berufswelt

    Während KI viele Büroberufe verändert, bleibt das handwerkliche und technische Können einer Lehre eine krisensichere Konstante. Gerade deshalb wird die Ausbildungsentscheidung anspruchsvoller – und zugleich klarer:

    Nicht der Titel entscheidet. Sondern Kompetenz, Flexibilität – und die Frage: Was passt wirklich zu meinem Kind?

    Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Arbeitswelt der Zukunft und Ausbildung in Zeiten von KI.

    Was KI für klassische Ausbildungswege bedeutet, haben wir bereits analysiert – etwa in unserem Beitrag
    Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?“

    Ihr Fazit: Talent vor Titel? Geld ist eine wichtige Basis, aber die Leidenschaft für das Tun ist der wahre Karrieremotor. Hat die Lehre in Ihrer Familie bereits für Überraschungen gesorgt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

    Quelle und Datenbasis: Die im Beitrag genannten Einkommenszahlen stammen aus dem Bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Das Monitoring analysiert Erwerbsverläufe und Einkommensentwicklungen nach unterschiedlichen Ausbildungswegen in Österreich und basiert auf registerbasierten Daten.

    Weitere Informationen unter:
    www.statistik.at (Bereich Bildung / Erwerbskarrierenmonitoring)

  • Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Erasmus+ in Österreich: 1.715 bewilligte Mobilitäten für Lehrlinge

    Internationale Erfahrung ist längst kein Privileg von Studierenden mehr. Laut der nationalen Agentur OeAD, die das EU-Programm Erasmus+ in Österreich umsetzt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.715 Mobilitäten von Lehrlingen im Rahmen von Erasmus+ bewilligt – so viele wie noch nie seit Beginn des Programms im Jahr 1995.

    Diese Zahl markiert einen Wendepunkt: Auslandspraktika während der Lehrzeit entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil moderner Berufsbildung in Österreich.

    Wie das konkret aussehen kann, zeigt unser Praxisbeispiel aus dem Jahr 2025 mit drei Lehrlingen des Unternehmens KNAPP.


    Seit 2022 begleiten wir das Thema Auslandspraktikum in der Lehre

    Als wir 2022 erstmals mit Martin Kahr über Erasmus+-Mobilitäten gesprochen haben, war Ausland während der Lehrzeit für viele Eltern noch erklärungsbedürftig.

    Heute ist die Diskussion eine andere.

    Mehr Betriebe öffnen sich für internationale Mobilität.
    Mehr Berufsschulen integrieren Projekte strukturiert in den Ausbildungsalltag.
    Und immer mehr Familien fragen nicht mehr, ob es möglich ist – sondern wie.

    In der Steiermark begleitet das Projekt Young Styrians GO Europe! getragen von der Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Lehrlinge bei Antragstellung, Organisation und Vorbereitung eines Erasmus+-Praktikums.

    Was 2022 noch Impuls war, ist heute Struktur.


    Was ist ein Erasmus+ Auslandspraktikum für Lehrlinge?

    Ein Erasmus+-Auslandspraktikum ermöglicht Lehrlingen, mehrere Wochen Berufserfahrung in einem europäischen Betrieb zu sammeln.

    Wichtig für Eltern:

    • Lehrlinge bleiben im österreichischen Lehrbetrieb angemeldet und versichert.
    • Die Lehrlingsentschädigung wird weiterhin ausbezahlt.
    • Fördermittel für Reise- und Aufenthaltskosten können beantragt werden.
    • Der Aufenthalt kann im Einvernehmen mit Betrieb und Berufsschule als Teil der Ausbildung anerkannt werden.

    Es ist kein Sprung ins Ungewisse – sondern ein begleiteter Schritt.


    Großbritannien ab 2027 wieder Teil von Erasmus+

    Ab 2027 soll Großbritannien wieder als assoziiertes Partnerland am Erasmus+-Programm teilnehmen. Damit ist vorgesehen, dass Mobilitäten in der Berufsbildung – also auch für Lehrlinge – wieder im regulären europäischen Rahmen möglich werden.

    Nach dem Brexit war das Vereinigte Königreich mehrere Jahre nicht Teil des Programms. Mit der geplanten Wiederbeteiligung erweitert sich das Spektrum möglicher Zielländer erneut – insbesondere im englischsprachigen Raum.

    Für viele Eltern ist genau dieser Punkt entscheidend.


    Warum Auslandserfahrung in der Lehre Karrierechancen stärkt

    Ein Auslandspraktikum stärkt Sprachkompetenz, Selbstständigkeit, interkulturelles Verständnis und berufliche Sicherheit.

    Vor allem aber stärkt es eines:

    Selbstvertrauen.

    Und das entsteht oft dort, wo junge Menschen ihre Komfortzone verlassen – begleitet, aber eigenständig.


    Auslandserfahrung ist keine Frage des Ausbildungswegs

    Seit 2022 begleiten wir dieses Thema.

    Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder „die Welt sehen“. Und was sich verändert hat, ist nicht nur die Zahl der Mobilitäten.
    Es ist die Selbstverständlichkeit. Internationale Erfahrung hängt nicht davon ab, welchen Weg jemand für seine Ausbildung wählt. Man muss kein Gymnasium besuchen, um internationale Praxis zu sammeln.

    Auch in der Lehre – ab 16 Jahren – kann dieser Schritt möglich sein.
    Und genau das zeigt, wie sehr sich dieser Bildungsweg verändert hat – strukturierter, internationaler und selbstbewusster als noch vor wenigen Jahren.


    🔵 Service für Eltern: Ansprechpartner für Auslandspraktika in der Lehre

    Young Styrians GO Europe! (Steiermark) https://www.youngstyrians.com/
    OeAD – Nationale Agentur für Erasmus+ in Österreich
    Bereich Berufsbildung https://erasmusplus.oead.at/de/ Erster Schritt: Gespräch mit dem Lehrbetrieb oder der Berufsschule führen und nach Erasmus+-Mobilitäten fragen.


  • Von der Werkstatt in die Chefetage

    Von der Werkstatt in die Chefetage

    Warum Karriere nichts mit Zufall zu tun hat – und was KI niemals ersetzen kann

    Er begann mit einem Werkzeugkoffer – und landete in der Gesamtverantwortung internationaler Werke.
    Christian Ettl spricht im Interview über Lehre, Aufstieg, Auslandserfahrung und jene Kompetenzen, die auch im KI-Zeitalter entscheidend bleiben.

    „Man sitzt entweder am Beifahrersitz und jammert – oder man setzt sich ans Steuer.“

    Warum eine Lehre ein echter Karrierebooster sein kann, weshalb Führung nicht vom Himmel fällt und warum frühe Verantwortung prägt, beschreibt Ettl ebenso klar wie seine Jahre im Ausland – geprägt von Improvisation, Entscheidungen in Echtzeit und Lernen unter echten Bedingungen.

    „Diese Zeit hat mich resilient gemacht.“

    Auch beim Thema Lernen mit KI bleibt er differenziert: KI sei ein wertvolles Werkzeug und Beschleuniger – aber kein Ersatz für Denken, Erfahrung und Urteilskraft. Wissen müsse weiterhin überprüft, eingeordnet und verstanden werden.

    „KI ergänzt Wissen – sie ersetzt es nicht.“

    Karrieren entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und ihre Komfortzone verlassen – fachlich wie persönlich. Und sie entstehen selten allein.

    Jetzt das vollständige Interview im ePaper lesen
    Ein Gespräch über einen Weg ohne Abkürzungen. Über Lernen dort, wo es unbequem wird. Und über die Erkenntnis, dass Verantwortung, Erfahrung und menschliche Fähigkeiten nicht ersetzbar sind – und KI dort unterstützt, wo sie Arbeit erleichtert, besonders in handwerklichen und technischen Berufen.

  • Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche

    Das Ende der Pflichtschulzeit ist ein großer Moment.
    Für Jugendliche. Und für Eltern.

    Plötzlich steht viel offen: Lehre, Schule, Pause, Umwege.
    Und oft auch Unsicherheit – auf beiden Seiten.

    Im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN-Interview spricht Elke Lambauer, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf (KOST), darüber, warum diese Übergangsphase heute besonders sensibel ist – und wie Eltern ihre Kinder gut begleiten können, ohne Druck aufzubauen.

    Sie erklärt,

    • warum Orientierung wichtiger ist als schnelle Entscheidungen,
    • weshalb Gespräche über den eigenen Berufsalltag so prägend sind,
    • und warum Jugendliche Raum brauchen, um ihre eigene Perspektive zu entwickeln.

    Die KOST Steiermark unterstützt genau dann, wenn nach der Pflichtschulzeit Fragen entstehen – mit Information, Beratung und konkreten nächsten Schritten für Jugendliche und Eltern KOST Lambauer.

    👉 Lesen Sie das vollständige Interview im aktuellen ZUKUNFT-MEISTERN ePaper.


    Ein Gespräch, das Eltern stärkt – und jungen Menschen Orientierung gibt. Wer mehr erfahren möchte, findet hier die Website der KOST Steiermark. Im anschließenden Video erklärt Geschäftsführerin Elke Lambauer, wie Jugendliche und Eltern am Übergang von Schule zu Ausbildung unterstützt werden. https://ausbildungbis18.at/kost/steiermark/

  • Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Die Steiermark stellt das größte Team im österreichischen Aufgebot für WorldSkills 2026

    Während intensiv über die Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche bis zu neuen Bildern von Ausbildung –, stehen junge Fachkräfte aus der Steiermark in den Startlöchern, um ihr Können unter Beweis zu stellen.


    Am 23. Jänner wurde das SkillsAustria Team Austria 2026 offiziell vorgestellt – jenes Team, das Österreich bei den WorldSkills 2026 im September in Shanghai vertreten wird, der größten Berufsweltmeisterschaft der Welt.

    47 junge Fachkräfte aus ganz Österreich haben sich für das Nationalteam qualifiziert. Zwölf von ihnen kommen aus der Steiermark, drei Mädchen und neun Burschen. Damit stellt die Steiermark das größte Kontingent im Team Austria. Ein klares Zeichen für die wachsende Vielfalt in handwerklichen und technischen Berufen sowie für die Qualität der dualen Ausbildung und die Leistungsfähigkeit steirischer Lehrbetriebe und Berufsschulen.

    Können statt Etiketten

    WorldSkills ist kein Schaulaufen. Es ist ein internationaler Leistungstest unter hohem Zeitdruck, mit klar definierten Standards und objektiver Bewertung. Gemessen wird ausschließlich das berufliche Können.
    Wer hier antritt, gehört zur Spitze seines Fachs.

    Die steirischen Teilnehmer kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen: von technischen High-Tech-Berufen über digitale Anwendungen bis hin zu klassischen Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Gemeinsam ist ihnen die Bereitschaft, über Monate hinweg intensiv zu trainieren und sich mit den Besten der Welt zu messen.

    Lehre als reale Zukunftsperspektive

    Die starke Präsenz der Steiermark im Team Austria zeigt, was Lehre heute sein kann: international anschlussfähig, leistungsorientiert und voller Entwicklungsmöglichkeiten.
    Sie ist keine theoretische Alternative, sondern eine praktische Antwort auf den Fachkräftebedarf – getragen von Betrieben, Ausbildnern und jungen Menschen, die Verantwortung übernehmen.

    Initiativen wie SkillsAustria machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: hohe Ausbildungsqualität, Präzision, Innovationskraft und beruflicher Ehrgeiz. Sie geben der Lehre ein Gesicht – und jungen Talenten eine Bühne.Mehr Informationen zum österreichischen Team Austria für WorldSkills 2026 sowie zu den steirischen Teilnehmern finden Sie in der offiziellen Pressemeldung von Skills Austria

    Bild: Credit: SkillsAustria/Wieser

  • Ausbildung in Echtzeit

    Ausbildung in Echtzeit

    Warum sich die Lehre schneller verändert als Schule

    Es gibt Systeme, die diskutieren Veränderung.
    Und es gibt Systeme, die sie einfach machen.

    Während über Schulreformen jahrelang verhandelt wird, hat sich die Lehre längst neu aufgestellt. Still, pragmatisch und näher an der Realität der Wirtschaft, als viele wahrhaben wollen. Nicht aus pädagogischer Mode heraus, sondern weil sich Arbeit, Technologien und Märkte schneller verändern als je zuvor. Und weil Ausbildung darauf reagieren muss.

    Lehre ist heute kein Relikt. Sie ist ein Seismograf.

    Alte Bilder. Neue Realität.

    Werkbank, Blaumann, immer gleich. Kaum Aufstieg.
    Diese Bilder halten sich hartnäckig – vor allem in den Köpfen jener, die ihre Ausbildung vor Jahrzehnten gemacht haben. Doch während Erwachsene noch vergleichen, haben Jugendliche längst verstanden: Die Lehre von heute hat mit der Lehre von gestern wenig gemeinsam.

    Sie ist digitaler. Technischer. Vernetzter.
    Und sie verändert sich schneller als viele schulische Systeme.

    Die Wirtschaft hat vorgelegt. Die Lehre liefert.

    Wenn sich Industrien wandeln, entstehen neue Anforderungen.
    Und kaum eine Ausbildungsform reagiert so unmittelbar darauf wie die Lehre. Neue Berufsbilder entstehen nicht nach jahrelangen Lehrplankommissionen, sondern dort, wo Unternehmen sie brauchen.

    Heute bedeutet Lehre:
    Robotik statt Schraubstock.
    Softwareverständnis statt Routine.
    Systemdenken statt Einzeltätigkeit.

    Hightech, Nachhaltigkeit, Automatisierung und Datenkompetenz gehören längst zum Ausbildungsalltag – leise, selbstverständlich, praxisnah.

    Jugendliche entscheiden pragmatisch. Und klug.

    Ein Blick auf die beliebtesten Lehrberufe zeigt, wohin die Reise geht: Technik, Energie, Mobilität, Logistik, Digitalisierung.
    Das sind keine Zufallsentscheidungen. Das sind Antworten auf eine Arbeitswelt, die Sicherheit, Sinn und Entwicklung verlangt.

    Jugendliche wählen nicht den einfachsten Weg.
    Sie wählen den realistischsten.

    Die Lehre ist keine Endstation

    Wer heute eine Lehre beginnt, entscheidet sich nicht für einen Endpunkt. Sondern für einen Einstieg.
    Module, Spezialisierungen, Berufsreifeprüfung, Meister, Werkmeister, Fachakademien – Wege verzweigen sich, öffnen sich, wachsen mit.

    Die Lehre fixiert nicht.
    Sie befähigt.

    Neue Berufe entstehen dort, wo Zukunft passiert.

    Viele der heutigen Lehrberufe gab es vor wenigen Jahren noch nicht. Sie sind Antworten auf konkrete Fragen unserer Zeit:
    Wie gestalten wir lebenswerte Städte?
    Wie organisieren wir Energie nachhaltig?
    Wie funktionieren Logistik, Materialien und Mobilität morgen?

    Die Lehre wartet nicht auf perfekte Konzepte.
    Sie entwickelt sie im Tun.

    Warum das für Eltern entscheidend ist.

    Dass sich die Lehre schneller verändert als Schule, ist kein Zufall. Wirtschaft, Sozialpartner und öffentliche Hand entwickeln sie gemeinsam weiter. Inhalte werden angepasst, Berufe modernisiert, neue Ausbildungen geschaffen – sobald sie gebraucht werden.

    Die Lehre von morgen sieht anders aus als die von gestern.
    Und genau darin liegt ihre Stärke.

    👉 Warum weiterlesen?

    Weil hier nur der Rahmen sichtbar wird.
    Die Details stehen im Magazin.

    In der vollständigen Story in ZUKUNFT MEISTERN zeigen wir,

    • welche neuen Lehrberufe in den letzten Jahren entstanden sind,
    • wie sich Inhalte konkret verändert haben,
    • warum Jugendliche heute oft realistischer entscheiden als Erwachsene,
    • und weshalb die Lehre kein Gegenmodell zur Schule ist, sondern ein eigenes System mit Tempo.

    Kurz:
    Hier geht es um den Überblick.
    Im Magazin um das Verstehen.

    👉 Die gesamte Geschichte lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN
    📖 im E-Paper https://zukunftmeistern.at/druckausgaben/
    🛒 oder kostenlos in allen SPAR-Filialen in der Steiermark.

  • Fragen zur Lehre?

    Fragen zur Lehre?

    ZUKUNFT MEISTERN fragt nach: Lehrstelle, Matura, Berufsschule – wenn es um Ausbildung geht, tauchen viele Fragen auf.

    Karin Ladenberger,

    Referentin, Abteilung Jugend und Lehrausbildung der Arbeiterkammer Steiermark gibt Antworten und zeigt, wo Lehrlinge und Eltern Unterstützung finden – von der ersten Bewerbung bis zur Lehrabschlussprüfung.

    1. Was ist bei der Suche nach einer Lehrstelle zu beachten?

    Bevor Jugendliche mit der Lehrstellensuche beginnen, sollten sie sich darüber im Klaren sein, für welchen Beruf sie sich interessieren und wofür sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen.

    Eine wichtige Anlaufstelle für die Suche von Lehrstellen ist das Arbeitsmarktservice (AMS). Aber auch Zeitungen und Internet-Jobbörsen gehören durchforstet. Zudem spielen der Freundes- sowie Verwandtenkreis eine wesentliche Rolle, denn viele Lehrstellen werden über diese Wege vermittelt.

    Die Bewerbungsmappe soll Deckblatt, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse oder Praktikumsbescheinigungen beinhalten. Bei all diesen Schritten unterstützt die AK Bildungsberatung – vom Interessentest bis hin zur Erstellung der individuellen Bewerbungsunterlagen.


    2. Wie unterstützt die Jugendabteilung der Arbeiterkammer Lehrlinge?

    Die AK Jugend ist für alle Lehrlinge vor Beginn, während und nach der Lehrzeit bis zum Ende der Weiterbeschäftigungspflicht da.

    Bei Fragen zu Entgelt, Sonderzahlungen, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Ausbildungsvorschriften, Beendigung des Lehrverhältnisses und Lehrabschlussprüfung können wir gerne weiterhelfen.

    Die AK Jugendabteilung ist erreichbar:
    📞 05 7799-2427
    📧 jugend@akstmk.at


    3. Was bekommt mein Kind bezahlt?

    Der Verdienst in der Lehre richtet sich nach dem jeweils geltenden Kollektivvertrag. Meist stehen auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu.

    Es kann auch sein, dass im Kollektivvertrag Zulagen vorgesehen sind. Zudem stehen Reisekosten und Reiseaufwandsentschädigungen bei Dienstreisen bzw. Arbeiten außerhalb des Betriebes zu.


    4. Muss mein Kind für die Berufsschule ins Internat?

    Ist der Standort zu weit vom Heimatort entfernt, kann für die Dauer des Berufsschulbesuchs im Internat gewohnt werden. Die Kosten dafür übernimmt der Lehrberechtigte.

    Eine Pflicht, im Internat zu wohnen, besteht nicht.


    5. Lehre mit Matura: Gibt es da Unterschiede?

    Es gibt das begleitende und das integrierte Modell:

    • Beim begleitenden Modell findet die Maturavorbereitung ohne Anrechnung auf die Arbeitszeit statt. Somit hat dieses Modell keinen Einfluss auf den Lehrvertrag.
    • Beim integrierten Modell wird die Maturavorbereitung auf die Arbeitszeit angerechnet. Dabei kann die Lehrzeit im Einvernehmen zwischen Lehrling und Ausbildungsbetrieb auch verlängert werden.

    Die maximale Teilnahmedauer beträgt fünf Jahre ab Beginn des ersten Vorbereitungslehrgangs. Innerhalb dieser Frist werden vier Teilprüfungen abgelegt.


    📍 Arbeiterkammer Steiermark
    Hans-Resel-Gasse 6-14, 8020 Graz
    🌐 www.akstmk.at

    👩‍💼 Kontakt:
    Karin Ladenberger
    Referentin, Abteilung Jugend und Lehrausbildung


  • Global gefragt, nachhaltig erfolgreich – Holz aus der Steiermark

    Global gefragt, nachhaltig erfolgreich – Holz aus der Steiermark

    Die Holzindustrie in der Steiermark zählt zu den innovativsten Branchen Österreichs. Sie steht für Nachhaltigkeit, Zukunft und internationale Stärke. Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern ein echter Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Karriere. Wer sich für eine Lehre im Holzbereich entscheidet, setzt auf einen Beruf mit Perspektive – regional wie international.


    Holzindustrie Steiermark: regionale Stärke, weltweite Erfolge

    Jeden Tag produziert das steirische Vorzeigeunternehmen Scheucher rund 10.000 m² Parkettboden – exportiert in 44 Länder weltweit.

    Auch die Rubner Gruppe zeigt, wie international die steirische Holzbranche ist: Das Unternehmen realisierte die beeindruckende Überdachung des Fischmarkts in Sydney – mit Holz aus der Steiermark.

    ➡️ Diese Beispiele verdeutlichen: Holz aus der Steiermark ist ein globaler Erfolgsträger.


    Nachhaltigkeit als Wachstumsmotor

    Die Steiermark verfügt über enorme Waldressourcen: Pro Einwohner stehen 0,8 Hektar Wald zur Verfügung. Durch nachhaltige Forstwirtschaft wächst diese Fläche seit Jahrzehnten kontinuierlich.

    • In den letzten 50 Jahren ist der österreichische Wald um 330.000 Hektar gewachsen.
    • Mit dem jährlich nachwachsenden Holz könnten 700.000 Holzhäuser gebaut werden.
    • Rund 220 Betriebe der Holz- und Sägeindustrie sichern in der Steiermark über 6.000 Arbeitsplätze.

    Gleichzeitig arbeitet die Forschung daran, Holz als nachhaltige Alternative zu Stahl und Beton noch stärker in Bauprojekten zu verankern.


    Lehre in der Holzindustrie: Jobs mit Zukunft

    Winfried Konrad und Regina Gimpl (zweite Reihe) kümmern sich um die Lehrlinge Stefan Konrad und Markus Pölzl.

    Die Holzbranche in der Steiermark investiert intensiv in Ausbildung und Nachwuchs. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Lehrberufe – von Holztechnik über Maschinenbedienung bis hin zu modernsten Automatisierungstechnologien.

    „Die Lehre ist weit mehr als ein Karrierestart. Sie bildet die Grundlage für Internationalität, Teamarbeit und nachhaltigen Erfolg.“
    – Anton Pausackl, HR-Manager Rubner Gruppe

    Viele Betriebe unterstützen zudem Lehre mit Matura oder den Meisterkurs – ideale Möglichkeiten, um Karriere und Weiterbildung zu verbinden.

    Stefan Kopper aus dem Unternehmen Rubner wurde für seinen ausgezeichneten Lehrabschluss ihm Rahmen der Veranstaltung „Stars of Styria“ geehrt.


    Hightech trifft Natur – moderne Jobs im Holzsektor

    Die Holzindustrie ist Hightech: Lehrlinge lernen nicht nur alles über den Werkstoff Holz, sondern auch, wie man mit modernsten Maschinen arbeitet.

    „Technisches Verständnis, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit sind essenziell.“
    – Winfried Konrad, Lehrlingsausbildner bei Scheucher

    Schon heute kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz – z. B. beim automatischen Erkennen fehlerhafter Holzteile. Zukünftig kann KI auch Sprachbarrieren in internationalen Teams überwinden.


    Bildung & Begeisterung: Holz erleben

    Damit junge Menschen die Chancen der Holzindustrie kennenlernen, setzen Steiermark, Kärnten und Slowenien auf innovative Projekte:

    • Schulbesuche machen Holzberufe greifbar.
    • Virtual-Reality-Brillen lassen den Wald als Erlebnisraum entdecken.

    So wird gezeigt: Holz ist grenzenlos – in seinen Möglichkeiten, in seiner Nachhaltigkeit und in seiner internationalen Bedeutung.


    👉 Entdecke deine Karrierechancen in der Holzindustrie:
    www.meinholzjob.at

  • Schrauben, messen, staunen.

    Schrauben, messen, staunen.

    Ein Auto nicht nur fahren, sondern auch verstehen, was dahintersteckt: Das ist die Motivation vieler Lehrlinge, die Kfz-Technik erlernen. Ein Beruf mit Zukunft – und dank E-Mobilität spannender denn je.


    Faszination Auto von klein auf

    Es gibt Kinder, deren erstes Wort „Auto“ ist – für viele wird daraus auch der erste Berufswunsch. In den 1.200 Kfz-Betrieben der Steiermark werden aktuell rund 1.400 Lehrlinge ausgebildet:

    • ca. 1.200 in der Kfz-Technik
    • ca. 200 in der Karosseriebautechnik

    Eine von ihnen ist Marie Schörgi, die im Autohaus Haas in Lannach den Beruf der Kfz-Technikerin erlernt.


    Marie Schörgi: Vom ersten Schnuppern zur Lehrstelle

    Marie hatte sich zunächst bei verschiedenen Unternehmen beworben – ohne Rückmeldung. Durch Zufall stieß ihre Mutter beim Vorbeifahren auf ein Stellenangebot des Autohauses Haas. Marie schnupperte hinein – und wusste: „Das passt!“

    Ursprünglich hatte sie die Landwirtsschule besucht und sich auch für den Beruf des Landmaschinentechnikers interessiert. Doch die Arbeit an Autos faszinierte sie mehr. „Der Beruf ist alles andere als eintönig – jeder Tag ist anders“, bestätigt auch ihr Chef, Kfz-Meister Michael Sabo, der gemeinsam mit seiner Mutter Karin das Autohaus leitet.


    Digitalisierung und E-Mobilität verändern den Beruf

    Der Mechanikerberuf hat sich stark gewandelt:

    • Immer mehr Sensoren steuern Assistenzsysteme wie Einparkhilfe, Kamera oder Radar.
    • Mit Elektro- und Hybridfahrzeugen kommt zusätzliches Know-how über Elektromotoren und Hybridprinzipien hinzu.

    Bei Toyota – der Marke im Autohaus Haas – haben die meisten Fahrzeuge bereits Hybrid-Antrieb. Reine Benziner sind selten. Um vorbereitet zu sein, startete Toyota früh mit Schulungsmaßnahmen für Werkstätten.

    Komplexe Arbeiten an der Elektronik übernehmen Kfz-Meister. Lehrlinge führen klassische Arbeiten durch – vom Ölwechsel bis zum Radlager.


    Aufbau der Kfz-Lehre

    Die Kfz-Techniker-Lehre besteht aus:

    • Grundmodul
    • mindestens einem Hauptmodul (Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik oder Personenkraftwagentechnik)
    • optional einem Spezialmodul (Systemelektronik oder Hochvolt-Antriebe)

    👉 Die Lehrzeit beträgt 3,5 Jahre, mit Spezialmodul 4 Jahre.
    👉 Am Elektromotor dürfen Lehrlinge erst ab 18 Jahren arbeiten.


    Hochvolt-Ausbildung: Sicherheit geht vor

    Die Ausbildung im Hochvolt-Bereich ist dreistufig:

    1. Theorie: gesetzliche Regelungen, Sicherheitsvorschriften, Funktionsweise von Elektro- und Hybridfahrzeugen
    2. Spannungsfreischaltung: berechtigt zum Arbeiten am freigeschalteten Hochvoltsystem
    3. Wartung & Reparatur: eigenständige Arbeiten an Elektrofahrzeugen – allerdings nur zu zweit

    „Lehrlinge sollten vom orangen Kabel aber sicherheitshalber die Finger lassen“, schmunzelt Landesinnungsmeister Thomas Marichhofer.


    Zukunft der Kfz-Lehre

    • In naher Zukunft wird die Lehrzeit auf 4 Jahre verlängert.
    • Das Modul Hochvolt 1 wird dann automatisch Teil der Ausbildung sein.
    • Die theoretische Ausbildung findet für Kfz-Techniker und Karosseriebautechniker in der TZA Arnfels statt.

    👉 Damit ist klar: Die Kfz-Technik bleibt ein vielseitiger Beruf, der mit der Digitalisierung und der E-Mobilität noch spannender wird.