Kategorie: Tipps aus der Redaktion

  • Berufe auf Social Media

    Berufe auf Social Media

    Warum ein Song über einen Elektriker hunderttausendfach geteilt wird – für einen Beruf, nicht für einen Trend.

    Der deutsche Radiosender radio ffn hat mit seinen sogenannten Jobhits eine Idee umgesetzt, die gerade stark geteilt wird: Berufe werden besungen – unter anderem Elektriker, Maler oder Pflegekräfte.

    Allein der Jobhit für den Elektriker wurde bereits 223.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert.

    Nicht jede Attraktivierung braucht ein Konzeptpapier

    Manche brauchen einfach Haltung – und Humor.

    Während in der Steiermark Pressemeldungen vom Rückgang der Lehrlingszahlen berichten und intensiv über Maßnahmen zur Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Imagekampagnen bis hin zu Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche –, bleibt eine Frage oft unbeantwortet:
    Welche Bilder von Lehre tragen wir eigentlich in unseren Köpfen?

    Auch wenn die Idee in Deutschland entstanden ist:
    Die Inhalte funktionieren genauso in Östereich, in der Steiermark.
    Die Berufe. Die Aufgaben. Die Realität.

    Manchmal reicht es, eine gute Idee einfach weiterzusagen.

    👉 Die Jobhits gibt es hier: Jobhits vom Elektriker über Maler bis hin zur Pflegekraft

  • Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Lehre auf Weltklasse-Niveau

    Die Steiermark stellt das größte Team im österreichischen Aufgebot für WorldSkills 2026

    Während intensiv über die Attraktivierung der Lehre diskutiert wird – von Arbeitszeitmodellen wie der 4-Tage-Woche bis zu neuen Bildern von Ausbildung –, stehen junge Fachkräfte aus der Steiermark in den Startlöchern, um ihr Können unter Beweis zu stellen.


    Am 23. Jänner wurde das SkillsAustria Team Austria 2026 offiziell vorgestellt – jenes Team, das Österreich bei den WorldSkills 2026 im September in Shanghai vertreten wird, der größten Berufsweltmeisterschaft der Welt.

    47 junge Fachkräfte aus ganz Österreich haben sich für das Nationalteam qualifiziert. Zwölf von ihnen kommen aus der Steiermark, drei Mädchen und neun Burschen. Damit stellt die Steiermark das größte Kontingent im Team Austria. Ein klares Zeichen für die wachsende Vielfalt in handwerklichen und technischen Berufen sowie für die Qualität der dualen Ausbildung und die Leistungsfähigkeit steirischer Lehrbetriebe und Berufsschulen.

    Können statt Etiketten

    WorldSkills ist kein Schaulaufen. Es ist ein internationaler Leistungstest unter hohem Zeitdruck, mit klar definierten Standards und objektiver Bewertung. Gemessen wird ausschließlich das berufliche Können.
    Wer hier antritt, gehört zur Spitze seines Fachs.

    Die steirischen Teilnehmer kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen: von technischen High-Tech-Berufen über digitale Anwendungen bis hin zu klassischen Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Gemeinsam ist ihnen die Bereitschaft, über Monate hinweg intensiv zu trainieren und sich mit den Besten der Welt zu messen.

    Lehre als reale Zukunftsperspektive

    Die starke Präsenz der Steiermark im Team Austria zeigt, was Lehre heute sein kann: international anschlussfähig, leistungsorientiert und voller Entwicklungsmöglichkeiten.
    Sie ist keine theoretische Alternative, sondern eine praktische Antwort auf den Fachkräftebedarf – getragen von Betrieben, Ausbildnern und jungen Menschen, die Verantwortung übernehmen.

    Initiativen wie SkillsAustria machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: hohe Ausbildungsqualität, Präzision, Innovationskraft und beruflicher Ehrgeiz. Sie geben der Lehre ein Gesicht – und jungen Talenten eine Bühne.Mehr Informationen zum österreichischen Team Austria für WorldSkills 2026 sowie zu den steirischen Teilnehmern finden Sie in der offiziellen Pressemeldung von Skills Austria

    Bild: Credit: SkillsAustria/Wieser

  • Fachkräfte gesucht – aber wer bildet sie aus?

    Fachkräfte gesucht – aber wer bildet sie aus?

    Die Diskussion über den Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Unternehmen suchen Personal, beklagen Engpässe und verweisen auf fehlende Bewerber. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen aus der Steiermark: Die Zahl der Lehrlinge ist rückläufig. Auch die Neueintritte gehen zurück.

    Das wirft eine unbequeme Frage auf:
    Gibt es zu wenige Jugendliche, die sich für eine Lehre entscheiden – oder zu wenige Unternehmen, die bereit sind auszubilden?

    Die Antwort ist nicht einfach. Viele Betriebe stehen aktuell unter wirtschaftlichem Druck. Investitionen werden verschoben, Planungssicherheit fehlt. Ausbildung – so wichtig sie langfristig ist – wird kurzfristig oft vertagt. Doch genau hier entsteht eine Entwicklung, die weit über ein einzelnes Jahr hinausreicht.

    Denn während der Ruf nach Fachkräften lauter wird, sinkt gleichzeitig die Zahl jener Betriebe, die tatsächlich Lehrlinge aufnehmen. Ausbildung passiert nicht im Konjunktiv. Sie braucht Zeit, Ressourcen und den Willen, Wissen weiterzugeben. Wer heute nicht ausbildet, kann morgen keine Fachkräfte erwarten. Und wer Ausbildung aufschiebt, verschiebt nicht nur Kosten, sondern Verantwortung.

    Was sich hier abzeichnet, ist keine Momentaufnahme, sondern eine strukturelle Baustelle.
    Fachkräfte lassen sich nicht kurzfristig ersetzen. Sie wachsen über Jahre – im Betrieb, im Tun, im Alltag. Wer heute nicht ausbildet, wird morgen nicht nur Personal vermissen, sondern Substanz.

    Für Eltern lohnt es sich, diese Entwicklung genau zu betrachten. Denn sie verändert den Blick auf die Lehre grundlegend.
    Jugendliche, die sich für handwerkliche oder technische Berufe entscheiden, sind nicht ein Risiko eingegangen – sie treffen eine strategische Entscheidung. Sie werden gebraucht. Mehr denn je.

    „Handwerk hat goldenen Boden“ bekommt damit eine neue Bedeutung. Nicht als Spruch, sondern als Realität einer Arbeitswelt, in der Können, Verlässlichkeit und Praxis wieder an Gewicht gewinnen.

    Diese Entwicklung verdient eine sachliche Diskussion.
    Nicht als Schuldfrage – sondern als gemeinsame Verantwortung für die nächste Generation.

    🧭 Was heißt das für Eltern?
    Die Lehre ist kein Auslaufmodell, sondern ein Zukunftsthema. In einer Zeit, in der Erfahrung in Pension geht und Fachkräfte fehlen, werden junge Menschen mit handwerklichen und technischen Fähigkeiten gebraucht – nicht irgendwann, sondern jetzt. Wer sich für eine Lehre entscheidet, trifft keine Notlösung, sondern eine bewusste Wahl mit Perspektive.

    📊 Zahlenbox: Lehre in der Steiermark 2025

    Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

    • 14.442 Lehrlinge standen 2025 in der Steiermark in Ausbildung
      (–3,3 % gegenüber 2024)
    • 13.826 Lehrlinge in betrieblichen Lehrverhältnissen
      (–3,4 %)
    • 622 Lehrlinge in der überbetrieblichen Lehrausbildung
      (–1 %)
    • 4.292 Jugendliche begannen 2025 neu eine Lehre
      (–5,3 %)
    • Ausbildung erfolgt aktuell in 4.695 Lehrbetrieben
    • Rund 170 Lehrberufe werden in der Steiermark ausgebildet
    • 5.116 positiv absolvierte Lehrabschlussprüfungen
      davon 21,8 % mit ausgezeichnetem, 25,8 % mit gutem Erfolg

    👉 Quelle: WKO Steiermark


    „Dieser Rückgang ist kein Ausdruck eines mangelnden Bekenntnisses der Unternehmen zur betrieblichen Ausbildung, sondern direkte Folge der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Viele Betriebe stehen aktuell unter Druck. Umso wichtiger ist es, Ausbildung gezielt zu stärken – denn Fachkräfte sind in Zeiten des demografischen Wandels für jeden künftigen Aufschwung von entscheidender Bedeutung.

    Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark, ordnet die Entwicklung ein:

  • Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet

    Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet

    Zukunft fühlt sich für Jugendliche oft an wie ein riesiger Fragebogen – nur ohne Lösungsteil.
Und für Eltern wie ein Navigationssystem, das ständig „Route wird neu berechnet“ sagt.


    Die gute Nachricht: Man muss nicht alles wissen, um loszugehen.
 Man muss nur wissen, wo die eigenen Stärken liegen. Genau dafür gibt es in der Steiermark einen Ort, der Orientierung greifbar macht: das Talentcenter der WKO Steiermark. Dort werden Talente und berufsrelevante Fähigkeiten analysiert – und in konkrete Impulse übersetzt. Nicht als Schublade. Sondern als Startpunkt.


    Was das bringt? Vor allem Klarheit. Denn oft klaffen Selbst- und Fremdbild auseinander – viele unterschätzen sich. Sabine Sattler-Tremesberger, Leiterin des Talentcenters, beschreibt den Talentcheck deshalb als Ausgangsbasis: Danach beginnt das eigentliche Tun – recherchieren, Menschen ausfragen, schnuppern, Erfahrungen sammeln.


    Und genau deshalb haben wir von ZUKUNFT MEISTERN hingeschaut, nachgefragt und begleitet: Wir haben mit dem Talentcenter gesprochen – und auch mit Olivia Menzel, Lehrerin an der Mittelschule Anger, die ihre Klasse nicht nur zum Talentcheck führt, sondern die Ergebnisse anschließend gemeinsam mit Jugendlichen und Eltern aufarbeitet. Weil Orientierung nicht im Alleingang entsteht, sondern im Gespräch – und weil Entscheidungen leichter werden, wenn Stärken sichtbar sind.


    👉 Wie der Talentcheck abläuft, warum er oft überraschende Perspektiven eröffnet – und welche Schritte danach wirklich helfen – lesen Sie im E-Paper der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN.


    Mehr Infos zum Talentcenter:
👉 www.talentcenter.at


  • Ausbildung in Echtzeit

    Ausbildung in Echtzeit

    Warum sich die Lehre schneller verändert als Schule

    Es gibt Systeme, die diskutieren Veränderung.
    Und es gibt Systeme, die sie einfach machen.

    Während über Schulreformen jahrelang verhandelt wird, hat sich die Lehre längst neu aufgestellt. Still, pragmatisch und näher an der Realität der Wirtschaft, als viele wahrhaben wollen. Nicht aus pädagogischer Mode heraus, sondern weil sich Arbeit, Technologien und Märkte schneller verändern als je zuvor. Und weil Ausbildung darauf reagieren muss.

    Lehre ist heute kein Relikt. Sie ist ein Seismograf.

    Alte Bilder. Neue Realität.

    Werkbank, Blaumann, immer gleich. Kaum Aufstieg.
    Diese Bilder halten sich hartnäckig – vor allem in den Köpfen jener, die ihre Ausbildung vor Jahrzehnten gemacht haben. Doch während Erwachsene noch vergleichen, haben Jugendliche längst verstanden: Die Lehre von heute hat mit der Lehre von gestern wenig gemeinsam.

    Sie ist digitaler. Technischer. Vernetzter.
    Und sie verändert sich schneller als viele schulische Systeme.

    Die Wirtschaft hat vorgelegt. Die Lehre liefert.

    Wenn sich Industrien wandeln, entstehen neue Anforderungen.
    Und kaum eine Ausbildungsform reagiert so unmittelbar darauf wie die Lehre. Neue Berufsbilder entstehen nicht nach jahrelangen Lehrplankommissionen, sondern dort, wo Unternehmen sie brauchen.

    Heute bedeutet Lehre:
    Robotik statt Schraubstock.
    Softwareverständnis statt Routine.
    Systemdenken statt Einzeltätigkeit.

    Hightech, Nachhaltigkeit, Automatisierung und Datenkompetenz gehören längst zum Ausbildungsalltag – leise, selbstverständlich, praxisnah.

    Jugendliche entscheiden pragmatisch. Und klug.

    Ein Blick auf die beliebtesten Lehrberufe zeigt, wohin die Reise geht: Technik, Energie, Mobilität, Logistik, Digitalisierung.
    Das sind keine Zufallsentscheidungen. Das sind Antworten auf eine Arbeitswelt, die Sicherheit, Sinn und Entwicklung verlangt.

    Jugendliche wählen nicht den einfachsten Weg.
    Sie wählen den realistischsten.

    Die Lehre ist keine Endstation

    Wer heute eine Lehre beginnt, entscheidet sich nicht für einen Endpunkt. Sondern für einen Einstieg.
    Module, Spezialisierungen, Berufsreifeprüfung, Meister, Werkmeister, Fachakademien – Wege verzweigen sich, öffnen sich, wachsen mit.

    Die Lehre fixiert nicht.
    Sie befähigt.

    Neue Berufe entstehen dort, wo Zukunft passiert.

    Viele der heutigen Lehrberufe gab es vor wenigen Jahren noch nicht. Sie sind Antworten auf konkrete Fragen unserer Zeit:
    Wie gestalten wir lebenswerte Städte?
    Wie organisieren wir Energie nachhaltig?
    Wie funktionieren Logistik, Materialien und Mobilität morgen?

    Die Lehre wartet nicht auf perfekte Konzepte.
    Sie entwickelt sie im Tun.

    Warum das für Eltern entscheidend ist.

    Dass sich die Lehre schneller verändert als Schule, ist kein Zufall. Wirtschaft, Sozialpartner und öffentliche Hand entwickeln sie gemeinsam weiter. Inhalte werden angepasst, Berufe modernisiert, neue Ausbildungen geschaffen – sobald sie gebraucht werden.

    Die Lehre von morgen sieht anders aus als die von gestern.
    Und genau darin liegt ihre Stärke.

    👉 Warum weiterlesen?

    Weil hier nur der Rahmen sichtbar wird.
    Die Details stehen im Magazin.

    In der vollständigen Story in ZUKUNFT MEISTERN zeigen wir,

    • welche neuen Lehrberufe in den letzten Jahren entstanden sind,
    • wie sich Inhalte konkret verändert haben,
    • warum Jugendliche heute oft realistischer entscheiden als Erwachsene,
    • und weshalb die Lehre kein Gegenmodell zur Schule ist, sondern ein eigenes System mit Tempo.

    Kurz:
    Hier geht es um den Überblick.
    Im Magazin um das Verstehen.

    👉 Die gesamte Geschichte lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN
    📖 im E-Paper https://zukunftmeistern.at/druckausgaben/
    🛒 oder kostenlos in allen SPAR-Filialen in der Steiermark.

  • Altes Denken & neue Klarheiten

    Altes Denken & neue Klarheiten

    Warum die Lehre für Jugendliche längst attraktiv ist – und wir Erwachsenen noch aufholen müssen

    Es gibt Gedanken, die halten sich erstaunlich lange.
    Zum Beispiel jener, dass die Lehre ein Plan B sei – ein Ersatzweg, den man nur einschlägt, wenn die schulische Laufbahn ins Stocken gerät. Ein Bild, das viele Erwachsene aus ihrer eigenen Jugend noch bestens kennen. Und das heute weiter von der Realität entfernt ist als ein Wählscheibentelefon vom Smartphone.

    Aktuelle Jugendstudien zeigen ein anderes Bild:
    Für die Generation Z ist die Lehre ein moderner, sicherer und völlig selbstverständlicher Bildungsweg. Kein Abstieg, kein Kompromiss – sondern eine sinnstiftende und zielführende Wahl. Jugendliche denken nüchterner, klarer und oft auch realistischer als wir Erwachsenen. Sie fragen nicht: „Wie wirkt das?“
    Sondern: „Was funktioniert?“

    Und funktionieren soll vor allem eines: ein Alltag, der Sinn macht.

    Sicherheit statt Prestige

    Sicherheit, Wertschätzung und Verlässlichkeit im Team stehen für viele 16- bis 25-Jährige deutlich über Prestige oder Titeln. Die Lehre liefert genau das: frühe Verantwortung, echte Aufgaben und ein Umfeld, in dem man spürt, dass der eigene Beitrag zählt.

    Zahlen belegen diesen Trend: Rund ein Drittel der Jugendlichen in Österreich sieht die Lehre heute als bevorzugten Bildungsweg – nicht als Notlösung, sondern als bewusste Entscheidung für Sicherheit und Perspektive. Viele wünschen sich einen raschen Einstieg ins Berufsleben, ein eigenes Einkommen und klare Rollen im Arbeitsalltag.

    Lehrlinge verdienen bereits während der Ausbildung ihr eigenes Geld. In zahlreichen technischen Lehrberufen liegt die Lehrlingsentschädigung im 4. Lehrjahr bei über 2.000 Euro brutto. Nach dem Lehrabschluss starten Fachkräfte häufig mit Einstiegsgehältern, die über jenen vieler Schulabsolvent:innen liegen.

    Die eigentliche Hürde sitzt woanders

    Gleichzeitig räumen Studien mit hartnäckigen Klischees auf. Die Generation Z ist weder arbeitsscheu noch illusionslos. Sie weiß sehr genau, dass sie sich beim Betrieb bewirbt – nicht umgekehrt. Sie will Leistung bringen, Entwicklung erleben und Verantwortung übernehmen. Und sie erkennt, dass die Lehre Aufstieg, Matura, Studium und sogar Selbstständigkeit ermöglicht.

    Tatsächlich haben rund 40 Prozent der Meister:innen in Österreich ihre berufliche Laufbahn mit einer Lehre begonnen. Die Lehre ist kein Tunnel – sie ist ein Netz.

    Die eigentliche Hürde für den Einstieg in einen Lehrberuf liegt daher nicht bei den Jugendlichen – sondern bei uns Erwachsenen.
    Wir tragen Bilder im Kopf, die Jahrzehnte alt sind. Bilder von begrenzten Möglichkeiten und fehlenden Aufstiegschancen.

    Die Jugend hingegen sieht längst die neue Realität:
    eine Lehre, die digitaler, flexibler, internationaler und mit mehr Perspektiven ausgestattet ist, als viele von uns je erlebt haben.

    Während Erwachsene noch diskutieren, ob künstliche Intelligenz die Arbeitswelt rettet oder gefährdet, fragt die Jugend pragmatisch: „Was kann ich lernen – und was bringt mich weiter?“
    Und findet in der Lehre erstaunlich oft eine Antwort, die passt.

    Die Lehre funktioniert

    Die Jugendlichen sind bereit.
    Die Lehre passt zu ihnen.

    Was es jetzt braucht, ist die Bereitschaft der Erwachsenen, das eigene Denken zu aktualisieren – und alte Bilder loszulassen. Die Lehre von heute ist nicht das, was viele von uns früher kannten. Sie ist moderner, offener und durchlässiger. Und sie bietet Wege, die nicht nach oben begrenzt sind, sondern sich verzweigen.

    ZUKUNFT MEISTERN möchte dabei helfen, diese neue Realität sichtbar zu machen – und Orientierung zu geben, wo Unsicherheit entstanden ist. Nicht mit einfachen Antworten, sondern mit Klarheit.


    Zum Weiterlesen

    Dieser Beitrag ist Teil der aktuellen Ausgabe ZUKUNFT MEISTERN 2026 – dem Magazin für Eltern rund um das Thema Lehre.
    Im Heft finden sich Interviews, Orientierungshilfen, Praxisbeispiele und konkrete Anlaufstellen aus der Steiermark.

    👉 Hier geht es zum E-Paper
    👉 Die Printausgabe liegt bei SPAR in der Steiermark, bei McDonald’s und an vielen weiteren öffentlichen Stellen auf.

    Quellen (Auswahl): Ö3-Jugendstudie, ibw Lehrlingsmonitor, AMS Jugendbarometer, WKO Zukunftslehre.


  • Über ZUKUNFT MEISTERN

    Über ZUKUNFT MEISTERN

    ZUKUNFT MEISTERN 2026 begleitet Jugendliche und Eltern in einer Zeit, in der Bildungsentscheidungen komplexer geworden sind – aber auch chancenreicher.
    Die Lehre hat sich verändert: Sie ist digital, durchlässig und eng mit Zukunftsthemen wie Technologie, Nachhaltigkeit und Verantwortung verbunden.
    Diese Ausgabe zeigt, warum Orientierung wichtiger ist als schnelle Antworten, welche Rolle Eltern dabei spielen und wie junge Menschen heute bewusst ihren Weg wählen.
    ZUKUNFT MEISTERN ordnet ein, macht sichtbar und hilft, alte Bilder loszulassen.
    Es geht darum, Wege zu erkennen – und sie gehen zu können.

    Orientierung entsteht im Gespräch.
    ZUKUNFT MEISTERN versteht Bildungsentscheidungen nicht als Moment, sondern als Prozess – begleitet, informiert und ohne Druck.

  • ZUKUNFT MEISTERN 2026

    ZUKUNFT MEISTERN 2026

    Die Ausgabe 2025 wurde allein auf Yumpu 71.820 Mal gelesen. Das zeigt: Orientierung rund um Lehre wird gebraucht.

    2026 legen wir nach – mit KI, neuen Lehrberufen, echten Perspektiven und einem klaren Wegweiser durch die wichtigsten Stellen in der Steiermark.

    Viele Erwachsene kennen „die Lehre“ noch als das, was sie in den 1990ern war. Die Realität ist längst weiter: Lehre ist heute durchlässig, digital-kompetent und öffnet Wege bis hin zu Matura, Meister und Studium. ZUKUNFT MEISTERN 2026 macht genau diese neue Realität sichtbar – mit dem Blick darauf, was funktioniert.

    In der Ausgabe findest du u. a.:

    Mutter-im-Talk

    Neue Ära: Wie Künstliche Intelligenz Arbeit verändert

    Die wichtigsten Adressen im Ausbildungsdschungel (Steiermark)

    Porträts erfolgreicher Lehrlinge und Praxis-Stimmen aus Betrieben

    Das E-Paper ist ab sofort verfügbar: Hier geht es zum E-Paper:

    Die Printausgabe von ZUKUNFT MEISTERN 2026 liegt ab Anfang Jänner bei SPAR in der Steiermark, bei McDonald’s und an vielen weiteren öffentlichen Stellen auf.

    Ein Magazin zum Aufbewahren.
    Nicht zum Wegscrollen.

    Und ja – digital ist praktisch.
    Aber Print ist anders.

    Man liest langsamer.
    Man bleibt öfter hängen.
    Man legt es nicht einfach weg – man legt es zur Seite.

    Gerade die Orientierungstests, Checklisten und Gespräche zwischen Eltern und Jugendlichen funktionieren auf Papier besser.
    Man kann markieren. Zurückblättern. Vergleichen.
    Und das Magazin Wochen später noch einmal hervorholen, wenn die Frage wieder auftaucht:

    „Was ist der nächste Schritt, wer hilft wirklich?“

    ZUKUNFT MEISTERN ist deshalb nicht nur für den Moment gedacht.
    Sondern als Orientierungshilfe, die bleibt.



  • Neues Bildungs- und Berufsorientierungsportal für die Steiermark

    Neues Bildungs- und Berufsorientierungsportal für die Steiermark


    Was soll ich werden

    Seit dem 30. September 2025 ist die Steiermark um eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsentscheidungen reicher: www.waswerden.info bündelt ab sofort alle Angebote zur Bildungs- und Berufsorientierung – von Bildungsmessen über Interessenstests bis zu Beratungsstellen. Das Online-Portal ist kostenlosregional filterbar und richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Menschen im beruflichen Umbruch.


    Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark auf einen Blick

    Das Herzstück der Plattform ist der digitale Angebotskatalog, der bisher nur in gedruckter Form verfügbar war. Nutzerinnen und Nutzer finden hier:

    • Infos zu Bildungsmessen und Veranstaltungen
    • Berufswahl- und Interessenstests
    • Weiterbildungsangebote in allen sieben steirischen Regionen
    • Beratungsstellen für Karriere, Umschulung oder Wiedereinstieg

    Besonders hervorgehoben wird die einfache Navigation, eine klare Bildsprache und die niederschwellige Sprache, die den Zugang erleichtern.


    „Gemeinsam in der Region was werden“

    Das Portal ist ein Gemeinschaftsprojekt aller sieben steirischen Regionen, finanziert aus Mitteln des Landes Steiermark. Trägerorganisation ist die Region Oststeiermark.

    Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (Region Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland) betont:

    „Das Projekt zeigt, wie stark die steirischen Regionen zusammenarbeiten, wenn es um die Zukunft unserer Bevölkerung geht. Mit waswerden.info schaffen wir ein Portal, wo Bildungs- und Berufsorientierung starten kann.“

    Regionale Ansprechpersonen für Bildungs- und Berufsorientierung in der Stmk. mit LH-Stellvertreterin Manuela

    Khom beim WasWerden-Auftakt in Fohnsdorf © Regionalmanagement Murau-Murtal


    Regionale Perspektiven im Fokus

    Im Steirischen Vulkanland liegt ein Schwerpunkt auf Erwachsenen, die sich weiterbildenneu orientieren oder wieder in den Beruf einsteigen möchten.

    Der stellvertretende Regionsvorsitzende LAbg. Franz Fartek erklärt:

    „Es ist uns besonders wichtig, über die neue Plattform auch die regionalen Chancen in Bildung und Beruf zu zeigen. Kennt man diese, profitiert am Ende die ganze Region.“

    👉 Ende des Jahres findet im Vulkanland ein Informationsabend zu Weiterbildung und beruflicher Veränderungstatt. Details folgen auf www.vulkanland.at.

    Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (2. v.l.) und Stellvertreter LAbg. Franz Fartek mit Vertreter:innen des

    Regionalmanagements Steirisches Vulkanland © Simon Fortmüller / Steirisches Vulkanland


    Politische Unterstützung für das Bildungsportal

    Bei der Auftaktveranstaltung im Schulungszentrum Fohnsdorf betonte LH-Stellvertreterin Manuela Khom die Bedeutung von waswerden.info:

    „Mit waswerden.info schaffen wir eine wichtige Navigationshilfe im Bildungsbereich. Gut informierte und ausgebildete Menschen sind die beste Investition in die Zukunft unseres Landes.“


    Fazit: Ein neuer Startpunkt für Bildung und Beruf in der Steiermark

    Mit waswerden.info gibt es ab sofort eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark. Sie erleichtert Jugendlichen, Eltern, Erwachsenen und Menschen im beruflichen Umbruch den Zugang zu Bildung, Weiterbildung und Berufsberatung – und stärkt gleichzeitig die Regionen.

    👉 Jetzt entdecken: www.waswerden.info


  • Chancen, Zukunft, Talente

    Chancen, Zukunft, Talente

    50.000. Talentcheck im Talentcenter der WKO Steiermark absolviert

    Das Talentcenter der WKO Steiermark feiert ein besonderes Jubiläum: Mit dem Besuch der 4D des BG/BRG Kapfenberg wurde der 50.000. Talentcheck absolviert. Damit bestätigt sich eindrucksvoll die Rolle des Talentcenters als zentrale Anlaufstelle für Berufs- und Ausbildungsorientierung in der Steiermark – und weit darüber hinaus.

    Warum der Talentcheck so wichtig ist

    Die Wahl des richtigen Bildungs- und Berufsweges ist eine der entscheidendsten Weichenstellungen im Leben junger Menschen. Gleichzeitig wird es angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger, Talente frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern. Allein seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der 15-Jährigen in der Steiermark um fast 20 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig bricht fast jeder vierte AHS-Schüler die Oberstufe ab oder wechselt den Schultyp. Bei den BHS ist es sogar mehr als ein Drittel.

    „Wir können es uns nicht länger leisten, dass helle Köpfe und geschickte Hände durch den Bildungsrost fallen“, betont WKO Steiermark-Präsident Josef Herk.

    Wissenschaft und Wirtschaft ziehen an einem Strang

    Das Talentcenter wurde 2016 in Kooperation mit der Universität Graz ins Leben gerufen und 2019 beim World Chamber Congress in Rio de Janeiro als „weltbeste Bildungsinitiative“ ausgezeichnet. Es gilt mittlerweile auch international als Modell – unter anderem wurde es erfolgreich nach Bozen exportiert.

    „Der Talentcheck zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam ein praxisnahes und wissenschaftlich fundiertes Angebot schaffen können“, erklärt Peter Riedler, Rektor der Universität Graz.

    So funktioniert der Talentcheck

    Im Talentcenter können ganze Schulklassen den Test absolvieren. Die Jugendlichen durchlaufen eine umfassende Testbatterie, die unter anderem folgende Bereiche abdeckt:

    • kognitive Fähigkeiten
    • Motorik und Aufnahmefähigkeit
    • allgemeine und berufsrelevante Kenntnisse
    • Interessenprofile

    Die Ergebnisse fließen in einen individuellen Talentreport, der passgenaue Berufsvorschläge enthält – von Lehrberufen bis hin zu akademischen Laufbahnen. Dieser Report kann drei Jahre lang online abgerufen, gespeichert oder ausgedruckt werden.

    Erfolge aus erster Hand

    Zahlreiche junge Menschen berichten, dass der Talentcheck für sie ein entscheidender Wendepunkt war:

    • Hedwig Freytag: „In meinem Talentreport wurden mir verschiedene medizinische Berufe vorgeschlagen. Heute studiere ich im 6. Semester Medizin und habe meinen Facharzt in Gynäkologie fest im Blick.“
    • Mika Binder: „Meine mathematischen und technischen Fähigkeiten waren im Talentreport besonders ausgeprägt. Das war der ausschlaggebende Grund, warum ich heute eine HTL besuche.“

    Breite Nutzung in der Steiermark

    Bereits 61 Prozent aller steirischen Schulen nutzen das Angebot des Talentcenters regelmäßig. Rund 7.000 Jugendlicheabsolvieren jedes Jahr den Talentcheck und erhalten so eine fundierte Grundlage für ihre Bildungs- und Berufsentscheidung.

    Leiterin Sabine Sattler-Tremesberger betont: „Wir bieten Jugendlichen eine maßgeschneiderte Unterstützung für ihre Zukunft. Neben dem Talentcheck für 13- bis 15-Jährige gibt es mit dem FUTURE-Check auch ein Angebot für Maturierende und ältere Jugendliche.“


    Fazit: Ein Gewinn für die Zukunft der Steiermark

    Mit dem 50.000. Talentcheck setzt das Talentcenter der WKO Steiermark ein starkes Zeichen für die Bildungs- und Standortpolitik. Es zeigt, wie junge Menschen durch wissenschaftlich fundierte Tests Orientierung und Sicherheit für ihre Zukunft erhalten – und wie wichtig es ist, Talente nicht ungenutzt zu lassen.

    Weitere Informationen: https://talentcenter.at