Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?

Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Arbeitswelt der Zukunft und Ausbildung in Zeiten von KI.

Ein Österreicher sorgt derzeit international für Aufmerksamkeit: Peter Steinberger, Softwareentwickler und Gründer, zeigt in den USA, wie weit künstliche Intelligenz inzwischen gehen kann. Seine Systeme gehen deutlich über klassische KI-Anwendungen hinaus. Es geht nicht mehr nur um Textvorschläge oder Code-Unterstützung.

Die neue Generation von KI übernimmt Aufgaben eigenständig.
Sie organisiert Abläufe, koordiniert Termine, führt Transaktionen durch, bezahlt Rechnungen und optimiert Prozesse. Und sie lernt mit jeder Interaktion weiter. Damit wird KI nicht nur Assistenz – sondern aktives Handlungssystem. Diese Entwicklung ist technologisch beeindruckend. Gleichzeitig wirft sie eine grundlegende Frage auf:

Welche Berufe haben in Zeiten von künstlicher Intelligenz noch Zukunft? Und welche Ausbildung ist heute die richtige Entscheidung.

KI und Arbeitswelt: Welche Jobs verändern sich?

Die Diskussion rund um künstliche Intelligenz dreht sich häufig um die Frage, ob KI Jobs ersetzt. Tatsächlich zeigt sich: Viele administrative, organisatorische und wissensbasierte Tätigkeiten lassen sich zunehmend automatisieren.

KI kann analysieren, planen, buchen, dokumentieren und optimieren.
Das verändert Berufsbilder – besonders im Büro-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich.

Doch bedeutet das automatisch das Ende ganzer Berufsgruppen?
Oder verschieben sich lediglich Anforderungen und Kompetenzen?

Berufe mit Zukunft in der Steiermark

Gerade in der Steiermark ist diese Debatte besonders relevant. Als starker Industrie-, Technologie- und Forschungsstandort ist das Land seit Jahrzehnten an Innovation gewöhnt. Automatisierung und Digitalisierung sind hier wirtschaftliche Realität.

Gleichzeitig bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften hoch – insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen. Mechatroniker, Metalltechniker, Elektrotechniker, Installateure oder Tischler arbeiten zunehmend mit digitalen Systemen, übernehmen Verantwortung und lösen konkrete Probleme vor Ort.

Technisches Verständnis, praktische Umsetzungskompetenz und Anpassungsfähigkeit zählen zu den entscheidenden Zukunftskompetenzen.

Lehre oder Studium? Die Kompetenzfrage entscheidet

Im Interview mit Wolfgang Eder wird deutlich: Entscheidend ist weniger der Titel als die Fähigkeit, mit Veränderung umzugehen. Wer lernt, mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten, statt gegen sie, bleibt handlungsfähig. Die Lehre verbindet Praxis, technisches Know-how und unmittelbare Verantwortung im Betrieb. Gerade in einer Arbeitswelt, in der KI Prozesse übernimmt, gewinnen reale Umsetzungskompetenz und Problemlösungsfähigkeit an strategischer Bedeutung.

Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob Lehre oder Studium.
Vielmehr braucht es einen Perspektivenwechsel in der Ausbildung: weg von reinen Titeln, hin zu Kompetenzen, Verantwortung und technologischer Offenheit.

👉 Das vollständige Interview mit Wolfgang Eder im ePaper lesen

Wie verändert künstliche Intelligenz die Berufswelt?
Welche Berufe gelten als besonders zukunftsfähig?
Und warum kann die Lehre in einer KI-geprägten Arbeitswelt ein stabiler Weg sein?


Wolfgang Eder ist Leadership-Experte, Executive Coach und Universitätslektor mit internationaler Erfahrung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Zusammenspiel von Mensch und Technologie und begleitet Organisationen in Veränderungsprozessen – insbesondere im Kontext künstlicher Intelligenz und neuer Arbeitswelten.

https://www.eder.ch

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