Schlagwort: ausbildung

  • Jetzt heißt es Daumen halten für zwölf steirische Talente!

    Jetzt heißt es Daumen halten für zwölf steirische Talente!

    WorldSkills 2026

    Shanghai ruft – und die Steiermark schickt gleich zwölf ihrer besten jungen Fachkräfte los: Von 22. bis 27. September treten sie bei den WorldSkills 2026 gegen die internationale Berufselite an. Ob Bäckerhandwerk, Mode, Logistik, Mechatronik oder Robotik – das steirische Team zeigt, wie vielfältig berufliches Können ist.

    Es wird ernst in Shanghai: Rund 1.400 junge Fachkräfte aus 70 Nationen treten bei den WorldSkills 2026 in 64 Wettbewerbsberufen gegeneinander an. Sie alle wollen zeigen, was sie können – und natürlich eine der begehrten Medaillen mit nach Hause nehmen.

    Österreich ist mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten. Zwölf davon kommen aus der Steiermark. Damit stellen wir das größte Bundesländer-Team des Landes.

    48 Talente, 42 Berufe, ein Ziel

    Wie viel Energie in Team Austria steckt, zeigt der offizielle Teaser von SkillsAustria. 48 junge Fachkräfte reisen gemeinsam nach Shanghai – darunter zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Steiermark.

    WorldSkills 2026 – Team Austria – Teaser

    Video: SkillsAustria

    Vom Backofen bis zum Roboter

    Die Bandbreite könnte kaum größer sein: Jennifer Lueger tritt als erste steirische Bäckerin bei einem internationalen Großbewerb an. Julia Kaufmann könnte in Fashion Technology eine mehr als vier Jahrzehnte dauernde österreichische Goldpause beenden. Und Jonas Leitner hat im Stuckateur- und Trockenbau sogar die Chance auf einen österreichischen Premieren-Weltmeistertitel.

    Besonders stark ist die Steiermark auch in jenen Berufen vertreten, in denen Technologie und Teamarbeit gefragt sind: Konstantin Hauser und Marwin Kremser starten in Autonomous Mobile Robotics, Kristijan Hrdzic und Gabriel Aldrian in Robot Systems Integration. David Seidl und Paul Wohlesser stellen sich gemeinsam dem Mechatronik-Bewerb.

    „WorldSkills zeigt sehr gut, welche Begeisterung berufliche Bildung auslöst.“

    Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark und von SkillsAustria

    Das ist das steirische Team

    • Paul Bürki, Ortweinschule – Grafik Design
    • Kristijan Hrdzic, Magna – Robot Systems Integration
    • Gabriel Aldrian, Magna – Robot Systems Integration
    • Anna Tritscher, Sport Tritscher – Retail Sales
    • Jonas Leitner, Strabag – Stuckateur- und Trockenbau
    • Jennifer Lueger, Arbesleitner – Bäckerin
    • Marwin Kremser, KNAPP – Autonomous Mobile Robotics
    • Konstantin Hauser, KNAPP – Autonomous Mobile Robotics
    • Julia Kaufmann, Modeschule Graz – Fashion Technology
    • Paul Wohlesser, Flex Althofen – Mechatronik
    • David Seidl, Flex Althofen – Mechatronik
    • Paul Zadravec, Kühne+Nagel – Speditionslogistik

    Trainieren, tüfteln, durchhalten

    Wer es zu den WorldSkills schafft, hat schon vor dem eigentlichen Wettbewerb eine beachtliche Leistung erbracht. Hinter den zwölf steirischen Starts stehen Hunderte Trainingsstunden, viel Disziplin und noch mehr Durchhaltevermögen.

    Für den letzten Feinschliff ging es teilweise weit über die Landesgrenzen hinaus: David Seidl und Paul Wohlesser trainierten in Japan, Marwin Kremser und Konstantin Hauser in Kasachstan. Paul Bürki bereitete sich in Kanada vor und Anna Tritscher sammelte sogar direkt in Shanghai wertvolle Erfahrungen.

    Nun gilt es, unter Zeitdruck konzentriert zu bleiben, Lösungen zu finden und im entscheidenden Moment das Beste abzurufen.

    Eine Bühne für berufliches Können

    Für Jugendliche, die gerade überlegen, wohin ihr Weg nach der Schule führen soll, sind die WorldSkills auch ein Blick in die Zukunft der Berufe. Sie zeigen, dass sich traditionelles Handwerk und neue Technologien längst nicht mehr ausschließen.

    In der Bäckerei sind Präzision und Kreativität gefragt, in der Mode technisches Können und gestalterisches Gespür. In der Robotik, Mechatronik oder Systemintegration geht es darum, komplexe Abläufe zu verstehen, Fehler rasch zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

    So unterschiedlich die zwölf Ausbildungswege auch sind, eines verbindet sie: Junge Menschen haben ihre Stärken gefunden und über lange Zeit an ihnen gearbeitet.

    Shanghai, wir sind bereit!

    Zwölf junge Steirerinnen und Steirer, zwölf ganz unterschiedliche Berufe und ein gemeinsames Ziel: bei der Berufs-WM ihr Bestes zu geben.

    ZUKUNFT MEISTERN wünscht dem gesamten Team viel Erfolg in Shanghai. Jetzt heißt es: kräftig Daumen halten für unsere steirischen Medaillenhoffnungen!


    Bildnachweis:
    Foto Fischer

    Quellen:
    WKO Steiermark: „Zwölf Steirer jagen in China ihren Medaillen-Traum“, aktualisiert am 17. September 2026
    SkillsAustria: WorldSkills 2026 Shanghai

  • Wenn Berufsorientierung zur Familienfrage wird

    Wenn Berufsorientierung zur Familienfrage wird

    Lehre oder weiterführende Schule: Welcher Bildungsweg passt zu meinem Kind? Für die siebte Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN möchten wir wissen, welche Fragen, Sorgen und Ängste Eltern und andere Wegbegleiter beschäftigen. Denn nur dann können wir jene Antworten geben, die Familien wirklich helfen.

    Am Küchentisch liegen drei Broschüren, zwei Ausdrucke und ein Handy mit zwölf offenen Tabs. Eigentlich wollte man nur kurz über die Zukunft sprechen.

    Dann fällt ein Satz wie: „Ich will aber …“

    Und schon wird daraus eine Familienkonferenz und Grundsatzdiskussion.

    Die Eltern sehen Sicherheit und Zukunftschancen. Der Nachwuchs sieht Interessen, Freunde und vielleicht einen Beruf, unter dem sich zu Hause noch niemand besonders viel vorstellen kann. Oder es ist genau umgekehrt. Kann alles vorkommen.

    Vielleicht kennen Sie diesen Spagat: Man möchte das eigene Kind entscheiden lassen und gleichzeitig verhindern, dass es sich eine wichtige Tür zu früh verschließt. Schließlich will man nur das Beste. Schwierig wird es, wenn das „Beste“ für Eltern anders aussieht als für ihr Kind.

    Wir wollen nicht entscheiden. Wir wollen zuerst verstehen.

    ZUKUNFT MEISTERN möchte Familien Mut zu einer gut informierten Entscheidung machen. Für oder gegen einen bestimmten Bildungsweg.

    Die Lehre ist dabei eine Möglichkeit. Nicht die einzig richtige und nicht automatisch die zweite Wahl. Wir wollen niemanden von einer Lehre überzeugen. Wir möchten aber verhindern, dass sie ausgeschlossen wird, bevor ihre Chancen, Anforderungen und weiteren Möglichkeiten bekannt sind.

    Sechs Ausgaben haben uns viel Erfahrung gebracht – und vielleicht auch ein wenig Berufsblindheit. Wer sich ständig mit Lehre und Berufsorientierung beschäftigt, hält manches irgendwann für selbstverständlich.

    Aber wissen wir deshalb, welche Frage eine Mutter beschäftigt, die abends vor zwölf geöffneten Internetseiten sitzt? Nein.

    Darum wollen wir vor der Planung der siebten Ausgabe zuhören. Denn erst wenn wir Ihre Fragen und Ängste kennen, können wir die passenden Themen setzen und jene Interviewpartnerinnen und Interviewpartner auswählen, die darauf wirklich hilfreiche Antworten geben können.

    Was beschäftigt Eltern und andere Wegbegleiter?

    Was beschäftigt Sie als Mutter oder Vater? Welche Fragen hören Sie als Tante, Onkel, Oma oder Opa? Wo fehlt Orientierung, wenn ein junger Mensch vor einer Bildungsentscheidung steht?

    • Lehre oder weiterführende Schule: Welche Informationen fehlen, um diese Möglichkeiten fair beurteilen zu können?
    • Chancen und offene Türen: Was möchten Sie über Lehre mit Matura und spätere Bildungswege wissen?
    • KI und neue Berufe: Welche Veränderungen machen Ihnen mit Blick auf die Zukunft Ihres Kindes Sorgen?
    • Begleiten, ohne zu bestimmen: Wie erkennt man, was wirklich zum eigenen Kind passt?
    • Wenn Wünsche auseinandergehen: Wie lässt sich darüber sprechen, ohne dass aus Unterstützung Druck wird?

    Vielleicht erscheint Ihnen Ihre Frage zu einfach oder selbstverständlich. Für uns ist sie genau deshalb wichtig. Wir möchten nicht über den Informationsbedarf von Familien hinwegschreiben.

    Bildung wird oft „vererbt“. Aber macht dieses Erbe glücklich?

    Wie stark das Elternhaus mit Bildungsentscheidungen zusammenhängt, zeigt eine 2026 veröffentlichte IHS-Langzeitstudie von Mario Steiner, Nora Haag und Maria Köpping. Analysiert wurden die Wege von 85.535 jungen Menschen.

    Mit 13 Jahren besuchten 65 Prozent der Kinder von Eltern mit Hochschulabschluss eine AHS. Bei Kindern, deren Eltern höchstens einen Pflichtschulabschluss hatten, waren es 11 Prozent. Mit 16 Jahren befanden sich wiederum 36 Prozent der Burschen, aber nur 20 Prozent der Mädchen in einer Lehrausbildung.

    Die Zahlen sagen nicht, welcher Weg für ein einzelnes Kind der richtige ist – und schon gar nicht, ob er glücklich macht. Sie zeigen aber, warum es wichtig ist, auch die eigenen Vorstellungen zu hinterfragen.

    Zur IHS-Langzeitstudie von Steiner, Haag und Köpping aus dem Jahr 2026

    Mütter im Talk: Was, wenn das eigene Kind anders entscheidet?

    Wie schwierig es sein kann, die eigene Vorstellung vom richtigen Weg loszulassen, zeigen zwei unserer bisherigen Gespräche.

    Monika Haider-Raunigg erzählt im „Mutter im Talk“, dass sie sich für ihren Sohn Philipp zunächst die Matura gewünscht hatte. Er merkte jedoch, dass ihm praktisches Lernen mehr liegt, und entschied sich für den Weg in eine Lehre zum Zweiradtechniker.

    Auch Ute Khom spricht über Zweifel, Erwartungen und das Loslassen. Obwohl sie selbst in der Berufsorientierung arbeitet, überraschte sie die Entscheidung ihres Sohnes Florentin, das Gymnasium zu verlassen und eine Lehre als Mechatroniker zu beginnen.

    Beide Mütter wollten Sicherheit und möglichst viele Chancen für ihre Kinder. Ihre Söhne fanden diese Chancen nur auf einem anderen Weg als zunächst gedacht.

    Ein Abschluss kann Türen öffnen. Ob ein junger Mensch durchgehen möchte, steht auf einem anderen Blatt.

    Welche Frage sollen wir für Sie klären?

    Welche Information fehlt Ihnen? Welche Sorge sollten wir ernst nehmen? Und wen sollten wir für die siebte Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN unbedingt befragen?

    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken gerne in die Kommentare. Wir hören zu, fragen nach und nehmen Ihre Impulse in die Redaktionsplanung auf.

    ZUKUNFT MEISTERN 2027 erscheint einmal jährlich in gedruckter Form und wird steiermarkweit verbreitet. Online begleiten wir Eltern und Jugendliche das ganze Jahr über.

    Wir wollen keinen Weg vorzeichnen. Wir wollen die Fragen beantworten, die Familien helfen, ihren eigenen Weg zu finden.

  • Wird bei der Zukunft gespart?

    Wird bei der Zukunft gespart?

    Warum die Lehre mehr Rückhalt braucht

    Die Wirtschaft schwächelt. Die Stimmung ist schlecht. Und trotzdem fehlt es an Fachkräften.

    Das ist kein Widerspruch. Das ist Demografie.

    Die Babyboomer gehen Schritt für Schritt in Pension. Weniger junge Menschen rücken nach. Betriebe suchen Nachwuchs – und finden ihn nicht immer. Wer jetzt bei Ausbildung spart, löst daher kein Budgetproblem. Er verschiebt es nur: auf die Betriebe, auf die Regionen und auf die nächste Generation.

    Lehrlinge sind nicht die Reservebank des Bildungssystems

    In der Steiermark wurden Ende 2025 laut WKO Steiermark 14.442 Lehrlinge ausgebildet. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch bei den Neueintritten zeigt die Kurve nach unten.

    Das ist kein Randthema. Das ist ein Warnsignal.

    Denn Lehrlinge sind jene, die morgen Maschinen warten, Häuser bauen, Anlagen bedienen, Menschen versorgen, Produkte herstellen, Kundinnen beraten und Betriebe am Laufen halten.

    Wenn Universitäten vor Kürzungen warnen, gibt es Proteste, offene Briefe und mediale Aufmerksamkeit. Zu Recht: Forschung und Hochschulen sind wichtig.

    Aber die Lehre ist mindestens genauso entscheidend für die Zukunft des Landes. Nur ist sie leiser. Lehrlinge haben keine so laute Community, keine so sichtbare Lobby und selten dieselbe öffentliche Bühne.

    Genau das macht sie verwundbar. Denn gespart wird politisch gerne dort, wo der Widerstand überschaubar bleibt. Bei der Lehre wäre das fatal kurzsichtig. Wer hier kürzt, spart nicht. Er sägt am Ast, auf dem der Standort sitzt – und verschiebt die Kosten auf Betriebe, Regionen und die nächste Generation.

    Eine Lehrstelle fällt nicht vom Himmel

    Eine Lehrstelle ist kein freier Platz mit Werkzeugkasten. Sie ist eine Investition.

    Ein Betrieb braucht Ausbilderinnen und Ausbilder. Zeit. Material. Maschinen. Kurse. Geduld. Organisation. Und die Bereitschaft, einen jungen Menschen über Jahre aufzubauen.

    Große Unternehmen können das leichter stemmen. Kleine und mittlere Betriebe spüren jeden zusätzlichen Aufwand. Gerade sie sichern aber in vielen Regionen die Ausbildung vor Ort.

    Wenn sie weniger Lehrlinge aufnehmen, verliert nicht nur ein Betrieb Nachwuchs. Dann verliert eine Region an Zukunft.

    Förderungen sind kein Geschenk

    Lehrbetriebsförderungen klingen nach Verwaltung. Tatsächlich geht es um eine einfache Frage: Können Betriebe weiter ausbilden?

    Wenn hier gekürzt wird oder Mittel nicht reichen, trifft das nicht nur Unternehmen. Es trifft Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen.

    Der Staat darf diesen Rückgang nicht noch befeuern.

    Wer Fachkräftemangel beklagt und gleichzeitig bei der Ausbildung spart, sägt an dem Ast, auf dem der Standort sitzt.

    Und KI?

    Auch künstliche Intelligenz wird Berufe verändern. Aber sie wird keine defekte Leitung reparieren, keinen Dachstuhl bauen, keine Pflege übernehmen und keine Maschine vor Ort wieder zum Laufen bringen.

    Praktisches Können bleibt. Technisches Verständnis bleibt. Verlässlichkeit bleibt. Erfahrung bleibt.

    Die Lehre ist kein Bildungsweg zweiter Klasse. Sie ist ein Zukunftsweg.

    Wer bei Ausbildung spart, spart am falschen Ort

    Ein Land, das Fachkräfte braucht, muss dort investieren, wo Fachkräfte entstehen: in Betrieben, Schulen und Hochschulen. Die Lehre verdient dabei mehr Sichtbarkeit.

    Denn Zukunft entsteht dort, wo junge Menschen eine echte Chance bekommen.

    Quellen und Einordnung

    Lehrlingszahlen Steiermark:
    WKO Steiermark, „Wirtschaftliche Lage dämpft Entwicklung am Lehrstellenmarkt“, 23. Jänner 2026. Die WKO nennt für Ende 2025 insgesamt 14.442 Lehrlinge in der Steiermark. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In einem betrieblichen Lehrverhältnis standen 13.826 Lehrlinge, ein Minus von 3,4 Prozent.
    Quelle: https://www.wko.at/stmk/news/wirtschaftliche-lage-daempft-entwicklung-am-lehrstellenmarkt

    Demografische Einordnung der Lehrlingsentwicklung:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Lehre: Warum die Zahl der Ausbildungsbetriebe wirklich sinkt“. Die WKO ordnet den Rückgang der Lehrlingszahlen vor allem demografisch ein und verweist darauf, dass es laut Statistik Austria heute gut 235.000 weniger Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren gibt als vor 45 Jahren.
    Quelle: https://www.wko.at/oe/news/medienservice-lehre-warum-zahl-ausbildungsbetriebe-wirklich-sink

    Fachkräftemangel trotz schwacher Wirtschaft:
    Wirtschaftskammer Österreich, „WKO Fachkräfte-Radar: Gemeinsam Fachkräfte sichern“. Die WKO verweist darauf, dass die Suche nach Arbeits- und Fachkräften trotz schwacher Wirtschaftsleistung eine zentrale Herausforderung bleibt.
    Quelle: https://www.wko.at/fachkraefte/arbeitskraefteradar

    Förderungen für Lehrbetriebe:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Förderungen für Lehrbetriebe“. Die Übersicht nennt unter anderem Förderungen rund um zusätzliche Berufsschulstufen, Weiterbildung von Ausbilderinnen und Ausbildern sowie weitere Unterstützungsmaßnahmen in der Lehrlingsausbildung.
    Quelle: https://www.wko.at/lehre/gesamtuebersicht-foerderarten-lehre

    Basisförderung für Lehrbetriebe:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Basisförderung“. Die WKO beschreibt die Basisförderung als Förderung der Ausbildung eines Lehrlings über ein Lehrjahr. Die Förderung wird nach Ablauf des jeweiligen Lehrjahres gewährt.
    Quelle: https://www.wko.at/lehre/basisfoerderung

    Uni-Budgetdebatte als Vergleich zur öffentlichen Sichtbarkeit:
    ORF.at, „Sparpläne bringen Tausende auf die Straße“, 27. Mai 2026. Der ORF berichtet über Demonstrationen gegen geplante Kürzungen im Universitätsbudget.
    Quelle: https://orf.at/stories/3431550/

  • Ö3-Jugendstudie 2026: Wenn über Jugend gesprochen wird – und wenn sie selbst zu Wort kommt

    Ö3-Jugendstudie 2026: Wenn über Jugend gesprochen wird – und wenn sie selbst zu Wort kommt

    Die Jugend von heute …“ – ein Satz, der schnell gesagt ist.
    Er fällt in Besprechungsräumen, in Unternehmen, im privaten Gespräch. Oft gestützt auf einzelne Erfahrungen. Auf Eindrücke. Auf Momentaufnahmen.

    Doch Eindrücke sind keine Fakten.

    Die aktuelle Hitradio Ö3-Jugendstudie geht deshalb einen anderen Weg: Sie fragt junge Menschen direkt. Wie denken sie über Arbeit? Über Ausbildung? Über Sicherheit? Über ihre Zukunft?

    Und genau das begrüßen wir bei ZUKUNFT MEISTERN.

    Denn wer junge Menschen verstehen will, sollte sie nicht interpretieren – sondern anhören.

    Die Teilnahme an der Studie ist anonym. Im Mittelpunkt stehen vor allem 16- bis 25-Jährige – also jene Generation, die gerade in Ausbildung steht, ins Berufsleben eintritt oder erste Entscheidungen für ihre Zukunft trifft.

    Ein Blick, der weiter reicht als das Einzelbeispiel

    Wenn von Generation Z die Rede ist, geht es schnell um Leistungsbereitschaft, Sinnsuche oder neue Erwartungen an Arbeitgeber. Vieles davon speist sich aus persönlichen Erfahrungen – aus gelungenen Begegnungen, aber auch aus Enttäuschungen.

    Eine Studie kann diese Erfahrungen nicht ersetzen.
    Aber sie kann sie einordnen.

    Sie bündelt Stimmen. Sie zeigt Tendenzen.
    Und sie macht sichtbar, wo Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderliegen – oder sich bestätigen.

    Gerade für Unternehmen, die ausbilden, rekrutieren oder junge Teams führen, ist das kein Nebenschauplatz. Wer wissen möchte, wie junge Menschen ihre Zukunft sehen, bekommt hier die Möglichkeit, zuzuhören.

    Jugend als Gesprächspartnerin

    Bei ZUKUNFT MEISTERN verstehen wir junge Menschen als Teil eines Dialogs.

    Initiativen wie die Ö3-Jugendstudie schaffen eine Grundlage dafür. Sie eröffnen Raum für Perspektiven – ohne Bewertung, ohne Etikett.

    Vielleicht ist das der wichtigste Schritt:
    nicht vorschnell zu deuten, sondern zunächst zu fragen.

    Teilnahme an der Ö3-Jugendstudie

    Die Teilnahme ist anonym unter

    https://www.oe3jugendstudie.at/fragen.php

    Wenige Minuten Zeit.
    Aber ein Beitrag zu einem differenzierteren Bild einer Generation, über die viel gesprochen wird.

  • Noten reichen nicht für die AHS – und jetzt?

    Noten reichen nicht für die AHS – und jetzt?

    Wenn die Wunschschule nicht klappt: Welche Alternativen gibt es in der Steiermark?

    Die Semesterferien sind da – und für manche Familien fühlt es sich nicht nach Pause an, sondern nach Ausnahmezustand. Die Noten sind da. Und sie reichen vielleicht nicht für die gewünschte weiterführende Schule. Die Wunsch-AHS wird es nicht. Die geplante Matura gerät ins Wanken. Der Plan, der so klar schien, ist plötzlich brüchig.

    Viele Eltern stellen sich jetzt dieselben Fragen:
    Was tun, wenn die AHS-Aufnahme nicht klappt?
    Welche Alternativen zur AHS gibt es?
    Ist die Matura auch ohne AHS möglich?

    Zunächst das Wichtigste: Eine verpasste Aufnahme in eine AHS ist kein verpasstes Leben.

    Das österreichische Bildungssystem bietet mehrere Wege zur Matura. Neben der AHS gibt es berufsbildende höhere Schulen (BHS), Lehre mit Matura, Aufbaulehrgänge sowie zweite Bildungswege. In der Steiermark ist die Bildungslandschaft breiter aufgestellt, als viele im ersten Moment denken.

    Bevor jetzt Druck entsteht oder vorschnelle Entscheidungen getroffen werden, lohnt sich ein Schritt zurück.

    Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Warum haben die Noten nicht gereicht? Sondern: Was passt wirklich zu unserem Kind?

    Ist die AHS tatsächlich der richtige Weg – oder war sie vor allem ein Wunschbild? Wo liegen Stärken? Wo Interessen? Und wo vielleicht auch Überforderung?

    Noten geben Hinweise. Aber sie definieren kein Potenzial.

    Wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht, beginnt nicht das Scheitern, sondern eine Phase der Neuorientierung. Und genau dafür gibt es Unterstützung in der Steiermark: Bildungsberatung, Jugendcoaching, Talente-Checks, Berufsorientierung, Lehrlingsberatung.

    Eine kompakte Übersicht aller Anlaufstellen finden Sie hier:
    👉 Orientierung im Ausbildungsdschungel
    https://zukunftmeistern.at/orientierung-im-ausbildungsdschungel/

    Jetzt ist kein Moment für Schnellschüsse. Sondern für Gespräche. Für ehrliche Fragen. Für Zuhören ohne sofortige Bewertung.

    Vielleicht führt der neue Weg nicht direkt über die AHS zur Matura – aber über einen anderen, stabileren Weg sehr wohl dorthin. Vielleicht entsteht daraus sogar eine Richtung, die besser passt, motivierter macht und langfristig erfolgreicher ist.

    Wenn die Wunschschule nicht klappt, ist das kein Endpunkt, sondern eine Weggabelung – und Wege gibt es in der Steiermark mehr als genug.

    ZUKUNFT MEISTERN begleitet Eltern und Jugendliche genau in solchen Phasen – mit Orientierung, Information und der nötigen Portion Zuversicht.

  • Fachkräfte gesucht – aber wer bildet sie aus?

    Fachkräfte gesucht – aber wer bildet sie aus?

    Die Diskussion über den Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Unternehmen suchen Personal, beklagen Engpässe und verweisen auf fehlende Bewerber. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen aus der Steiermark: Die Zahl der Lehrlinge ist rückläufig. Auch die Neueintritte gehen zurück.

    Das wirft eine unbequeme Frage auf:
    Gibt es zu wenige Jugendliche, die sich für eine Lehre entscheiden – oder zu wenige Unternehmen, die bereit sind auszubilden?

    Die Antwort ist nicht einfach. Viele Betriebe stehen aktuell unter wirtschaftlichem Druck. Investitionen werden verschoben, Planungssicherheit fehlt. Ausbildung – so wichtig sie langfristig ist – wird kurzfristig oft vertagt. Doch genau hier entsteht eine Entwicklung, die weit über ein einzelnes Jahr hinausreicht.

    Denn während der Ruf nach Fachkräften lauter wird, sinkt gleichzeitig die Zahl jener Betriebe, die tatsächlich Lehrlinge aufnehmen. Ausbildung passiert nicht im Konjunktiv. Sie braucht Zeit, Ressourcen und den Willen, Wissen weiterzugeben. Wer heute nicht ausbildet, kann morgen keine Fachkräfte erwarten. Und wer Ausbildung aufschiebt, verschiebt nicht nur Kosten, sondern Verantwortung.

    Was sich hier abzeichnet, ist keine Momentaufnahme, sondern eine strukturelle Baustelle.
    Fachkräfte lassen sich nicht kurzfristig ersetzen. Sie wachsen über Jahre – im Betrieb, im Tun, im Alltag. Wer heute nicht ausbildet, wird morgen nicht nur Personal vermissen, sondern Substanz.

    Für Eltern lohnt es sich, diese Entwicklung genau zu betrachten. Denn sie verändert den Blick auf die Lehre grundlegend.
    Jugendliche, die sich für handwerkliche oder technische Berufe entscheiden, sind nicht ein Risiko eingegangen – sie treffen eine strategische Entscheidung. Sie werden gebraucht. Mehr denn je.

    „Handwerk hat goldenen Boden“ bekommt damit eine neue Bedeutung. Nicht als Spruch, sondern als Realität einer Arbeitswelt, in der Können, Verlässlichkeit und Praxis wieder an Gewicht gewinnen.

    Diese Entwicklung verdient eine sachliche Diskussion.
    Nicht als Schuldfrage – sondern als gemeinsame Verantwortung für die nächste Generation.

    🧭 Was heißt das für Eltern?
    Die Lehre ist kein Auslaufmodell, sondern ein Zukunftsthema. In einer Zeit, in der Erfahrung in Pension geht und Fachkräfte fehlen, werden junge Menschen mit handwerklichen und technischen Fähigkeiten gebraucht – nicht irgendwann, sondern jetzt. Wer sich für eine Lehre entscheidet, trifft keine Notlösung, sondern eine bewusste Wahl mit Perspektive.

    📊 Zahlenbox: Lehre in der Steiermark 2025

    Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

    • 14.442 Lehrlinge standen 2025 in der Steiermark in Ausbildung
      (–3,3 % gegenüber 2024)
    • 13.826 Lehrlinge in betrieblichen Lehrverhältnissen
      (–3,4 %)
    • 622 Lehrlinge in der überbetrieblichen Lehrausbildung
      (–1 %)
    • 4.292 Jugendliche begannen 2025 neu eine Lehre
      (–5,3 %)
    • Ausbildung erfolgt aktuell in 4.695 Lehrbetrieben
    • Rund 170 Lehrberufe werden in der Steiermark ausgebildet
    • 5.116 positiv absolvierte Lehrabschlussprüfungen
      davon 21,8 % mit ausgezeichnetem, 25,8 % mit gutem Erfolg

    👉 Quelle: WKO Steiermark


    „Dieser Rückgang ist kein Ausdruck eines mangelnden Bekenntnisses der Unternehmen zur betrieblichen Ausbildung, sondern direkte Folge der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Viele Betriebe stehen aktuell unter Druck. Umso wichtiger ist es, Ausbildung gezielt zu stärken – denn Fachkräfte sind in Zeiten des demografischen Wandels für jeden künftigen Aufschwung von entscheidender Bedeutung.

    Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark, ordnet die Entwicklung ein:

  • Global gefragt, nachhaltig erfolgreich – Holz aus der Steiermark

    Global gefragt, nachhaltig erfolgreich – Holz aus der Steiermark

    Die Holzindustrie in der Steiermark zählt zu den innovativsten Branchen Österreichs. Sie steht für Nachhaltigkeit, Zukunft und internationale Stärke. Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern ein echter Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Karriere. Wer sich für eine Lehre im Holzbereich entscheidet, setzt auf einen Beruf mit Perspektive – regional wie international.


    Holzindustrie Steiermark: regionale Stärke, weltweite Erfolge

    Jeden Tag produziert das steirische Vorzeigeunternehmen Scheucher rund 10.000 m² Parkettboden – exportiert in 44 Länder weltweit.

    Auch die Rubner Gruppe zeigt, wie international die steirische Holzbranche ist: Das Unternehmen realisierte die beeindruckende Überdachung des Fischmarkts in Sydney – mit Holz aus der Steiermark.

    ➡️ Diese Beispiele verdeutlichen: Holz aus der Steiermark ist ein globaler Erfolgsträger.


    Nachhaltigkeit als Wachstumsmotor

    Die Steiermark verfügt über enorme Waldressourcen: Pro Einwohner stehen 0,8 Hektar Wald zur Verfügung. Durch nachhaltige Forstwirtschaft wächst diese Fläche seit Jahrzehnten kontinuierlich.

    • In den letzten 50 Jahren ist der österreichische Wald um 330.000 Hektar gewachsen.
    • Mit dem jährlich nachwachsenden Holz könnten 700.000 Holzhäuser gebaut werden.
    • Rund 220 Betriebe der Holz- und Sägeindustrie sichern in der Steiermark über 6.000 Arbeitsplätze.

    Gleichzeitig arbeitet die Forschung daran, Holz als nachhaltige Alternative zu Stahl und Beton noch stärker in Bauprojekten zu verankern.


    Lehre in der Holzindustrie: Jobs mit Zukunft

    Winfried Konrad und Regina Gimpl (zweite Reihe) kümmern sich um die Lehrlinge Stefan Konrad und Markus Pölzl.

    Die Holzbranche in der Steiermark investiert intensiv in Ausbildung und Nachwuchs. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Lehrberufe – von Holztechnik über Maschinenbedienung bis hin zu modernsten Automatisierungstechnologien.

    „Die Lehre ist weit mehr als ein Karrierestart. Sie bildet die Grundlage für Internationalität, Teamarbeit und nachhaltigen Erfolg.“
    – Anton Pausackl, HR-Manager Rubner Gruppe

    Viele Betriebe unterstützen zudem Lehre mit Matura oder den Meisterkurs – ideale Möglichkeiten, um Karriere und Weiterbildung zu verbinden.

    Stefan Kopper aus dem Unternehmen Rubner wurde für seinen ausgezeichneten Lehrabschluss ihm Rahmen der Veranstaltung „Stars of Styria“ geehrt.


    Hightech trifft Natur – moderne Jobs im Holzsektor

    Die Holzindustrie ist Hightech: Lehrlinge lernen nicht nur alles über den Werkstoff Holz, sondern auch, wie man mit modernsten Maschinen arbeitet.

    „Technisches Verständnis, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit sind essenziell.“
    – Winfried Konrad, Lehrlingsausbildner bei Scheucher

    Schon heute kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz – z. B. beim automatischen Erkennen fehlerhafter Holzteile. Zukünftig kann KI auch Sprachbarrieren in internationalen Teams überwinden.


    Bildung & Begeisterung: Holz erleben

    Damit junge Menschen die Chancen der Holzindustrie kennenlernen, setzen Steiermark, Kärnten und Slowenien auf innovative Projekte:

    • Schulbesuche machen Holzberufe greifbar.
    • Virtual-Reality-Brillen lassen den Wald als Erlebnisraum entdecken.

    So wird gezeigt: Holz ist grenzenlos – in seinen Möglichkeiten, in seiner Nachhaltigkeit und in seiner internationalen Bedeutung.


    👉 Entdecke deine Karrierechancen in der Holzindustrie:
    www.meinholzjob.at

  • Schrauben, messen, staunen.

    Schrauben, messen, staunen.

    Ein Auto nicht nur fahren, sondern auch verstehen, was dahintersteckt: Das ist die Motivation vieler Lehrlinge, die Kfz-Technik erlernen. Ein Beruf mit Zukunft – und dank E-Mobilität spannender denn je.


    Faszination Auto von klein auf

    Es gibt Kinder, deren erstes Wort „Auto“ ist – für viele wird daraus auch der erste Berufswunsch. In den 1.200 Kfz-Betrieben der Steiermark werden aktuell rund 1.400 Lehrlinge ausgebildet:

    • ca. 1.200 in der Kfz-Technik
    • ca. 200 in der Karosseriebautechnik

    Eine von ihnen ist Marie Schörgi, die im Autohaus Haas in Lannach den Beruf der Kfz-Technikerin erlernt.


    Marie Schörgi: Vom ersten Schnuppern zur Lehrstelle

    Marie hatte sich zunächst bei verschiedenen Unternehmen beworben – ohne Rückmeldung. Durch Zufall stieß ihre Mutter beim Vorbeifahren auf ein Stellenangebot des Autohauses Haas. Marie schnupperte hinein – und wusste: „Das passt!“

    Ursprünglich hatte sie die Landwirtsschule besucht und sich auch für den Beruf des Landmaschinentechnikers interessiert. Doch die Arbeit an Autos faszinierte sie mehr. „Der Beruf ist alles andere als eintönig – jeder Tag ist anders“, bestätigt auch ihr Chef, Kfz-Meister Michael Sabo, der gemeinsam mit seiner Mutter Karin das Autohaus leitet.


    Digitalisierung und E-Mobilität verändern den Beruf

    Der Mechanikerberuf hat sich stark gewandelt:

    • Immer mehr Sensoren steuern Assistenzsysteme wie Einparkhilfe, Kamera oder Radar.
    • Mit Elektro- und Hybridfahrzeugen kommt zusätzliches Know-how über Elektromotoren und Hybridprinzipien hinzu.

    Bei Toyota – der Marke im Autohaus Haas – haben die meisten Fahrzeuge bereits Hybrid-Antrieb. Reine Benziner sind selten. Um vorbereitet zu sein, startete Toyota früh mit Schulungsmaßnahmen für Werkstätten.

    Komplexe Arbeiten an der Elektronik übernehmen Kfz-Meister. Lehrlinge führen klassische Arbeiten durch – vom Ölwechsel bis zum Radlager.


    Aufbau der Kfz-Lehre

    Die Kfz-Techniker-Lehre besteht aus:

    • Grundmodul
    • mindestens einem Hauptmodul (Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik oder Personenkraftwagentechnik)
    • optional einem Spezialmodul (Systemelektronik oder Hochvolt-Antriebe)

    👉 Die Lehrzeit beträgt 3,5 Jahre, mit Spezialmodul 4 Jahre.
    👉 Am Elektromotor dürfen Lehrlinge erst ab 18 Jahren arbeiten.


    Hochvolt-Ausbildung: Sicherheit geht vor

    Die Ausbildung im Hochvolt-Bereich ist dreistufig:

    1. Theorie: gesetzliche Regelungen, Sicherheitsvorschriften, Funktionsweise von Elektro- und Hybridfahrzeugen
    2. Spannungsfreischaltung: berechtigt zum Arbeiten am freigeschalteten Hochvoltsystem
    3. Wartung & Reparatur: eigenständige Arbeiten an Elektrofahrzeugen – allerdings nur zu zweit

    „Lehrlinge sollten vom orangen Kabel aber sicherheitshalber die Finger lassen“, schmunzelt Landesinnungsmeister Thomas Marichhofer.


    Zukunft der Kfz-Lehre

    • In naher Zukunft wird die Lehrzeit auf 4 Jahre verlängert.
    • Das Modul Hochvolt 1 wird dann automatisch Teil der Ausbildung sein.
    • Die theoretische Ausbildung findet für Kfz-Techniker und Karosseriebautechniker in der TZA Arnfels statt.

    👉 Damit ist klar: Die Kfz-Technik bleibt ein vielseitiger Beruf, der mit der Digitalisierung und der E-Mobilität noch spannender wird.


  • Die Zukunft beginnt bei der Holding Graz!

    Die Zukunft beginnt bei der Holding Graz!

    Es soll ein abwechslungsreicher Job mit Verantwortung und Perspektive sein? Dann ist die Holding Graz der perfekte Ort für den Karrierestart! Als größtes kommunales Dienstleistungsunternehmen der Steiermark gestaltet die Holding Graz das Leben der Menschen in Graz mit – zum Beispiel vom öffentlichen Verkehr über die Energieversorgung bis hin zur Abfall- und Wasserwirtschaft.

    Über 100 Berufe – Vielfalt erleben

    Die Liste der verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen ist sehr lang: Mit mehr als 100 verschiedenen Berufen bietet die Holding Graz ein Arbeitsumfeld, das so vielfältig ist wie ihre Mitarbeiter:innen. Besonders spannend für junge Talente: Jährlich werden 20 bis 25 Lehrlinge in 14 unterschiedlichen Lehrberufen ausgebildet. Ob „Lehre mit Matura“ oder weiterführende Ausbildungen in den Fachberufen – hier kann jeder die persönlichen Stärken entdecken und weiterentwickeln.

    Attraktive Benefits für Mitarbeiter:innen

    Mitarbeiter:innen der Holding Graz profitieren von attraktiven Benefits, wie dem kostenlosen KlimaTicket Steiermark, flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Möglichkeit, Familie und Beruf optimal zu vereinen.

    Dein Schritt in eine Zukunft voller Chancen

    Also: Ganz einfach den Schritt in eine Zukunft voller Chancen wagen, bewerben und Teil der Holding Graz werden!

    MEHR INFOS:
    www.holding-graz.at/karriere

  • Chance für Jugendliche ohne Lehrstelle – ÜBA

    Chance für Jugendliche ohne Lehrstelle – ÜBA

    ÜBA: Chance auf eine Lehre

    Nicht jeder Einstieg in die Lehre verläuft nach Plan. Genau hier setzt die Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) an:  Sie ermöglicht Jugendlichen eine fundierte Berufsausbildung auch dann, wenn sie keinen direkten Lehrplatz finden.

    Praxisnahe Ausbildung und persönliche Unterstützung
    Fahed Al Tamimi ist ein Beispiel dafür: Der 19-Jährige, der mit seiner Familie aus dem Irak nach Österreich kam,  absolviert seine ÜBA als Kfz-Techniker bei Jugend am Werk Steiermark. Sein Ziel: die Meisterprüfung und ein eigener Betrieb.

    Auch beim bfi Steiermark finden Jugendliche wie Adam Amgoune, Zerdest Fakhan, Said Dovtaev oder Jasem Ataei eine zweite Chance. 
    In Kleingruppen lernen sie Metall- oder Elektrotechnik, Maschinenbau oder Kfz-Technik – ohne Produktionsdruck, dafür mit intensiver Betreuung.

    Stimmen der Partner
    – Gert Niederdorfer, Geschäftsführer bfi Steiermark: „In unseren Technikzentren haben wir keinen Produktionsdruck. Wir haben hier mehr Zeit, uns auf eine Fachausbildung vorzubereiten.“
    – Eva-Maria Kabas, Projektleiterin ÜBA beim bfi: Sie betont, wie wichtig kleinere Gruppen und persönliche Betreuung sind, besonders nach den Belastungen der Pandemie.
    – Erwin Krobek, Leiter des Bildungszentrums Paula-Wallisch-Straße (bfi): „Es geht um berufliche Handlungskompetenz – von Pünktlichkeit bis zum achtstündigen Arbeitstag.“
    – Walerich Berger, Geschäftsführer Jugend am Werk Steiermark: „Die ÜBA hat auch eine gesellschaftliche Funktion: Sie qualifiziert Menschen beruflich und macht sie fit für die Zukunft.“
    – Teresa Hutter-Kanduth, Teamleiterin ÜBA bei Jugend am Werk Graz: „Neben Fachwissen vermitteln wir auch Alltagskompetenzen  – von Finanzen bis Integration.“
    – Helge Röder, AMS Steiermark: „Die ÜBA nimmt eine wichtige arbeitsmarktpolitische Funktion ein und ist Brücke zwischen Jugendlichen und Wirtschaft.“

    Ein wichtiger Baustein für die Wirtschaft
    Derzeit befinden sich 666 junge Menschen in der Steiermark in einer ÜBA oder in einem Zusatzqualifizierungsprogramm. 
    Ziel ist, die Jugendlichen möglichst rasch in betriebliche Lehrstellen zu vermitteln – unterstützt durch Veranstaltungen 
    wie das AMS-Talente-Frühstück oder Lehrstellenbörsen.

    Die Jugendlichen selbst wissen, wofür sie kämpfen: eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein sicherer Arbeitsplatz und Perspektiven für die Zukunft.

    👉 Mehr über die Überbetriebliche Ausbildung lesen Sie in der Print-Ausgabe von ZUKUNFT MEISTERN – auch als E-Paper verfügbar.

    Betreuerin Teresa Hutter-Kanduth, Fahed Al Tamimi und Walerich Berger, Geschäft sführer von Jugend am Werk Steiermark.

    Gert Niederdorfer, Geschäftsführer bfi-Steiermark, mit Eva-Maria Kabas und Erwin Krobek, die ÜBA-Lehrlinge betreuen.

    Helge Röder – Ziel der ÜBA ist es, dass die Lehrlinge bereits während der Ausbildung von einem Betrieb in ein reguläres Lehrverhältnis übernommen werden. 

    Erste Anlaufstelle für die ÜBA in der Steiermark

    Wer nach der Pflichtschule keine Lehrstelle findet oder eine betriebliche Lehre abbricht, wendet sich zuerst an das AMS Steiermark

    Dort wird geprüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und welcher Weg in die Überbetriebliche Ausbildung passt.

    Umgesetzt wird die ÜBA in der Steiermark gemeinsam mit folgenden Partnern:

    • bfi Steiermark (https://www.bfi-stmk.at/)

    • Jugend am Werk Steiermark (https://www.jaw.or.at/)

    • LFI Steiermark (https://stmk.lfi.at/)

    • bit Schulungscenter GmbH (https://www.bitschulungscenter.at)

    Absolvieren eine ÜBA am bfi : Zerdest Fakhan, Adam Amgoune, Said Dovtaev (v. li.) und Jasem Ataeis (vorne).