Schlagwort: Robotik

  • Köpfchen, geschickte Hände – und ein Roboter?

    Köpfchen, geschickte Hände – und ein Roboter?

    Ein Handwerk lernen oder in die Pflege gehen: Was, wenn neue Technik einen Teil der körperlich schweren Arbeit erleichtern könnte? Für Eltern und Jugendliche lohnt sich ein Blick darauf, wie sich diese Berufe verändern.

    Wenn wir an die berufliche Zukunft unserer Kinder denken, wünschen wir ihnen eine Arbeit, die ihnen Freude macht – und die sie auch körperlich gut bewältigen können. Vielleicht eröffnen KI und Robotik hier Möglichkeiten, die wir bei der Berufswahl noch zu wenig mitdenken: Maschinen, die schwere Lasten übernehmen und anstrengende Handgriffe erleichtern. Für mich liegt darin eine Hoffnung: dass Technik Menschen entlastet und mehr Raum für ihr Wissen, ihr Geschick und ihre Ideen schafft. Was könnte dadurch aus Berufen werden, die wir heute vor allem mit körperlich schwerer Arbeit verbinden?

    Gerade am Bau und in der Pflege gehört körperlich anstrengende Arbeit zum Alltag. Deshalb haben wir uns in diesen beiden Bereichen umgesehen: Wo wird robotische Unterstützung bereits eingesetzt, und woran wird noch geforscht? Zwei Beispiele zeigen, wie Entlastung aussehen kann – ein Fliesenlegerroboter im Praxiseinsatz und ein Forschungsprojekt, das Pflegekräften schweres Halten abnehmen soll.

    Fliesenlegerroboter: Ein Beispiel aus Deutschland

    Ein Beispiel liefert Fliesen Röhlich in Deutschland. Das Unternehmen zeigt einen Verlegeroboter im eigenen neuen Bürogebäude. Laut seiner Beschreibung soll die Maschine Fliesenleger unterstützen, besonders auf Großbaustellen.

    Robotik in der Pflege: Was erforscht wird

    Auch in der Pflege wird an körperlicher Entlastung gearbeitet. Im Fraunhofer-Projekt MAPPLE soll ein Assistenzroboter etwa ein Bein halten, während eine Pflegekraft den Verband anlegt. Noch ist das ein Entwicklungsprojekt. Aber es zeigt, welche Aufgaben Technik künftig übernehmen könnte.

    Was bedeutet das für die Berufswahl?

    Darin liegt eine Chance: körperliche Belastung verringern und berufliches Können gezielt einsetzen. Eine Maschine bedienen, ihren Einsatz vorbereiten, die Arbeit kontrollieren und auf Schwierigkeiten reagieren – auch darüber sollten wir sprechen, wenn Jugendliche einen Beruf kennenlernen.

    Köpfchen und geschickte Hände gehören deshalb zusammen. Ebenso Fachwissen und die Bereitschaft, Neues zu lernen. Ein guter Grund, das eigene Bild eines Berufs zu überprüfen.

    Noch ist offen, wann solche Technik zum Arbeitsalltag vieler Betriebe gehört. Für Eltern und Jugendliche lohnt sich trotzdem der Blick nach vorn: Was wird leichter, was verändert sich – und was muss ein junger Mensch dafür können?

    Quellen & weiterführende Informationen

    Stand der Recherche: 13. Oktober 2026.


  • Jetzt heißt es Daumen halten für zwölf steirische Talente!

    Jetzt heißt es Daumen halten für zwölf steirische Talente!

    WorldSkills 2026

    Shanghai ruft – und die Steiermark schickt gleich zwölf ihrer besten jungen Fachkräfte los: Von 22. bis 27. September treten sie bei den WorldSkills 2026 gegen die internationale Berufselite an. Ob Bäckerhandwerk, Mode, Logistik, Mechatronik oder Robotik – das steirische Team zeigt, wie vielfältig berufliches Können ist.

    Es wird ernst in Shanghai: Rund 1.400 junge Fachkräfte aus 70 Nationen treten bei den WorldSkills 2026 in 64 Wettbewerbsberufen gegeneinander an. Sie alle wollen zeigen, was sie können – und natürlich eine der begehrten Medaillen mit nach Hause nehmen.

    Österreich ist mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten. Zwölf davon kommen aus der Steiermark. Damit stellen wir das größte Bundesländer-Team des Landes.

    48 Talente, 42 Berufe, ein Ziel

    Wie viel Energie in Team Austria steckt, zeigt der offizielle Teaser von SkillsAustria. 48 junge Fachkräfte reisen gemeinsam nach Shanghai – darunter zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Steiermark.

    WorldSkills 2026 – Team Austria – Teaser

    Video: SkillsAustria

    Vom Backofen bis zum Roboter

    Die Bandbreite könnte kaum größer sein: Jennifer Lueger tritt als erste steirische Bäckerin bei einem internationalen Großbewerb an. Julia Kaufmann könnte in Fashion Technology eine mehr als vier Jahrzehnte dauernde österreichische Goldpause beenden. Und Jonas Leitner hat im Stuckateur- und Trockenbau sogar die Chance auf einen österreichischen Premieren-Weltmeistertitel.

    Besonders stark ist die Steiermark auch in jenen Berufen vertreten, in denen Technologie und Teamarbeit gefragt sind: Konstantin Hauser und Marwin Kremser starten in Autonomous Mobile Robotics, Kristijan Hrdzic und Gabriel Aldrian in Robot Systems Integration. David Seidl und Paul Wohlesser stellen sich gemeinsam dem Mechatronik-Bewerb.

    „WorldSkills zeigt sehr gut, welche Begeisterung berufliche Bildung auslöst.“

    Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark und von SkillsAustria

    Das ist das steirische Team

    • Paul Bürki, Ortweinschule – Grafik Design
    • Kristijan Hrdzic, Magna – Robot Systems Integration
    • Gabriel Aldrian, Magna – Robot Systems Integration
    • Anna Tritscher, Sport Tritscher – Retail Sales
    • Jonas Leitner, Strabag – Stuckateur- und Trockenbau
    • Jennifer Lueger, Arbesleitner – Bäckerin
    • Marwin Kremser, KNAPP – Autonomous Mobile Robotics
    • Konstantin Hauser, KNAPP – Autonomous Mobile Robotics
    • Julia Kaufmann, Modeschule Graz – Fashion Technology
    • Paul Wohlesser, Flex Althofen – Mechatronik
    • David Seidl, Flex Althofen – Mechatronik
    • Paul Zadravec, Kühne+Nagel – Speditionslogistik

    Trainieren, tüfteln, durchhalten

    Wer es zu den WorldSkills schafft, hat schon vor dem eigentlichen Wettbewerb eine beachtliche Leistung erbracht. Hinter den zwölf steirischen Starts stehen Hunderte Trainingsstunden, viel Disziplin und noch mehr Durchhaltevermögen.

    Für den letzten Feinschliff ging es teilweise weit über die Landesgrenzen hinaus: David Seidl und Paul Wohlesser trainierten in Japan, Marwin Kremser und Konstantin Hauser in Kasachstan. Paul Bürki bereitete sich in Kanada vor und Anna Tritscher sammelte sogar direkt in Shanghai wertvolle Erfahrungen.

    Nun gilt es, unter Zeitdruck konzentriert zu bleiben, Lösungen zu finden und im entscheidenden Moment das Beste abzurufen.

    Eine Bühne für berufliches Können

    Für Jugendliche, die gerade überlegen, wohin ihr Weg nach der Schule führen soll, sind die WorldSkills auch ein Blick in die Zukunft der Berufe. Sie zeigen, dass sich traditionelles Handwerk und neue Technologien längst nicht mehr ausschließen.

    In der Bäckerei sind Präzision und Kreativität gefragt, in der Mode technisches Können und gestalterisches Gespür. In der Robotik, Mechatronik oder Systemintegration geht es darum, komplexe Abläufe zu verstehen, Fehler rasch zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

    So unterschiedlich die zwölf Ausbildungswege auch sind, eines verbindet sie: Junge Menschen haben ihre Stärken gefunden und über lange Zeit an ihnen gearbeitet.

    Shanghai, wir sind bereit!

    Zwölf junge Steirerinnen und Steirer, zwölf ganz unterschiedliche Berufe und ein gemeinsames Ziel: bei der Berufs-WM ihr Bestes zu geben.

    ZUKUNFT MEISTERN wünscht dem gesamten Team viel Erfolg in Shanghai. Jetzt heißt es: kräftig Daumen halten für unsere steirischen Medaillenhoffnungen!


    Bildnachweis:
    Foto Fischer

    Quellen:
    WKO Steiermark: „Zwölf Steirer jagen in China ihren Medaillen-Traum“, aktualisiert am 17. September 2026
    SkillsAustria: WorldSkills 2026 Shanghai