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  • Jetzt heißt es Daumen halten für zwölf steirische Talente!

    Jetzt heißt es Daumen halten für zwölf steirische Talente!

    WorldSkills 2026

    Shanghai ruft – und die Steiermark schickt gleich zwölf ihrer besten jungen Fachkräfte los: Von 22. bis 27. September treten sie bei den WorldSkills 2026 gegen die internationale Berufselite an. Ob Bäckerhandwerk, Mode, Logistik, Mechatronik oder Robotik – das steirische Team zeigt, wie vielfältig berufliches Können ist.

    Es wird ernst in Shanghai: Rund 1.400 junge Fachkräfte aus 70 Nationen treten bei den WorldSkills 2026 in 64 Wettbewerbsberufen gegeneinander an. Sie alle wollen zeigen, was sie können – und natürlich eine der begehrten Medaillen mit nach Hause nehmen.

    Österreich ist mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten. Zwölf davon kommen aus der Steiermark. Damit stellen wir das größte Bundesländer-Team des Landes.

    48 Talente, 42 Berufe, ein Ziel

    Wie viel Energie in Team Austria steckt, zeigt der offizielle Teaser von SkillsAustria. 48 junge Fachkräfte reisen gemeinsam nach Shanghai – darunter zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Steiermark.

    WorldSkills 2026 – Team Austria – Teaser

    Video: SkillsAustria

    Vom Backofen bis zum Roboter

    Die Bandbreite könnte kaum größer sein: Jennifer Lueger tritt als erste steirische Bäckerin bei einem internationalen Großbewerb an. Julia Kaufmann könnte in Fashion Technology eine mehr als vier Jahrzehnte dauernde österreichische Goldpause beenden. Und Jonas Leitner hat im Stuckateur- und Trockenbau sogar die Chance auf einen österreichischen Premieren-Weltmeistertitel.

    Besonders stark ist die Steiermark auch in jenen Berufen vertreten, in denen Technologie und Teamarbeit gefragt sind: Konstantin Hauser und Marwin Kremser starten in Autonomous Mobile Robotics, Kristijan Hrdzic und Gabriel Aldrian in Robot Systems Integration. David Seidl und Paul Wohlesser stellen sich gemeinsam dem Mechatronik-Bewerb.

    „WorldSkills zeigt sehr gut, welche Begeisterung berufliche Bildung auslöst.“

    Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark und von SkillsAustria

    Das ist das steirische Team

    • Paul Bürki, Ortweinschule – Grafik Design
    • Kristijan Hrdzic, Magna – Robot Systems Integration
    • Gabriel Aldrian, Magna – Robot Systems Integration
    • Anna Tritscher, Sport Tritscher – Retail Sales
    • Jonas Leitner, Strabag – Stuckateur- und Trockenbau
    • Jennifer Lueger, Arbesleitner – Bäckerin
    • Marwin Kremser, KNAPP – Autonomous Mobile Robotics
    • Konstantin Hauser, KNAPP – Autonomous Mobile Robotics
    • Julia Kaufmann, Modeschule Graz – Fashion Technology
    • Paul Wohlesser, Flex Althofen – Mechatronik
    • David Seidl, Flex Althofen – Mechatronik
    • Paul Zadravec, Kühne+Nagel – Speditionslogistik

    Trainieren, tüfteln, durchhalten

    Wer es zu den WorldSkills schafft, hat schon vor dem eigentlichen Wettbewerb eine beachtliche Leistung erbracht. Hinter den zwölf steirischen Starts stehen Hunderte Trainingsstunden, viel Disziplin und noch mehr Durchhaltevermögen.

    Für den letzten Feinschliff ging es teilweise weit über die Landesgrenzen hinaus: David Seidl und Paul Wohlesser trainierten in Japan, Marwin Kremser und Konstantin Hauser in Kasachstan. Paul Bürki bereitete sich in Kanada vor und Anna Tritscher sammelte sogar direkt in Shanghai wertvolle Erfahrungen.

    Nun gilt es, unter Zeitdruck konzentriert zu bleiben, Lösungen zu finden und im entscheidenden Moment das Beste abzurufen.

    Eine Bühne für berufliches Können

    Für Jugendliche, die gerade überlegen, wohin ihr Weg nach der Schule führen soll, sind die WorldSkills auch ein Blick in die Zukunft der Berufe. Sie zeigen, dass sich traditionelles Handwerk und neue Technologien längst nicht mehr ausschließen.

    In der Bäckerei sind Präzision und Kreativität gefragt, in der Mode technisches Können und gestalterisches Gespür. In der Robotik, Mechatronik oder Systemintegration geht es darum, komplexe Abläufe zu verstehen, Fehler rasch zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

    So unterschiedlich die zwölf Ausbildungswege auch sind, eines verbindet sie: Junge Menschen haben ihre Stärken gefunden und über lange Zeit an ihnen gearbeitet.

    Shanghai, wir sind bereit!

    Zwölf junge Steirerinnen und Steirer, zwölf ganz unterschiedliche Berufe und ein gemeinsames Ziel: bei der Berufs-WM ihr Bestes zu geben.

    ZUKUNFT MEISTERN wünscht dem gesamten Team viel Erfolg in Shanghai. Jetzt heißt es: kräftig Daumen halten für unsere steirischen Medaillenhoffnungen!


    Bildnachweis:
    Foto Fischer

    Quellen:
    WKO Steiermark: „Zwölf Steirer jagen in China ihren Medaillen-Traum“, aktualisiert am 17. September 2026
    SkillsAustria: WorldSkills 2026 Shanghai

  • Siemens Mobility Graz: Lehrstart für 14 junge Talente

    Siemens Mobility Graz: Lehrstart für 14 junge Talente

    Vier Ausbildungsrichtungen, moderne Technologien und langfristige Karriereperspektiven: Am Grazer Weltkompetenzzentrum beginnt ein neuer Lehrlingsjahrgang seinen Weg in die Bahnindustrie.

    Der erste Schritt ist gemacht: Am 1. September 2026 haben die neuen Lehrlinge bei Siemens Mobility in Graz ihre Ausbildung aufgenommen. Sie lernen dort, wo Fahrwerke und Pantografen für Schienenfahrzeuge entwickelt und gefertigt werden, die weltweit im Einsatz sind. Nach Angaben des Unternehmens liegt die Übernahmequote nach dem Lehrabschluss bei 99 Prozent.

    Vom ersten Lehrtag in eine Zukunftsbranche

    Ein erster Arbeitstag ist immer ein Einschnitt: neue Menschen, neue Abläufe und plötzlich eine Verantwortung, die weit über den Stundenplan hinausgeht. Für die 14 neuen Siemens-Lehrlinge beginnt dieser Weg in einem Werk, in dem moderne Bahnindustrie, Digitalisierung und handwerkliches Können unmittelbar zusammenkommen.

    Siemens verbindet damit ein klares Ziel: Junge Fachkräfte sollen nicht nur einen Lehrabschluss erwerben, sondern langfristig im Unternehmen bleiben. Nach Angaben des Unternehmens werden 99 Prozent der Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen übernommen. Das ist für Jugendliche eine konkrete berufliche Perspektive – und für die Steiermark ein Beitrag zur Sicherung jener Fachkräfte, die Industrie und Mobilitätswirtschaft dringend benötigen.

    „Wir haben Jobs, mit denen sich eine Zukunft gut planen lässt.“

    Stefan Erlach, Standortleiter Siemens Mobility Graz, im Gespräch mit ZUKUNFT MEISTERN 2026

    Was die Lehre bei Siemens Mobility auszeichnet

    Im Mittelpunkt stehen fachliche Qualifikation und persönliche Entwicklung. Lernen bedeutet dabei nicht nur, Arbeitsabläufe zu beherrschen. Die Lehrlinge arbeiten praktisch, bringen eigene Ideen ein und werden Schritt für Schritt an neue Aufgaben herangeführt. Seminare, Exkursionen und mögliche Auslandspraktika ergänzen die Ausbildung.

    Hinzu kommen laut Siemens eine überdurchschnittliche Vergütung nach dem Elektro-Kollektivvertrag, Leistungsprämien für den Lehrabschluss, vergünstigte Verpflegung und freie Fenstertage.

    Auch Inklusion gehört nach Angaben des Unternehmens zum Ausbildungskonzept. Jugendliche sollen unabhängig von Geschlecht oder Herkunft gefördert werden. Menschen mit neurodiversen Profilen, etwa Autismus oder Dyskalkulie, erhalten Unterstützung beim Einstieg in die Berufswelt.

    Wie KI und Teamarbeit in der Lehrwerkstatt zusammenfinden

    Wie eine Lehre am Grazer Standort konkret aussehen kann, zeigte bereits der Beitrag „Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility“ in der Ausgabe 2026 von ZUKUNFT MEISTERN. Die Lehrlinge Sandra Langer und Silvano Gahr berichteten darin von eigenen Projekten, digitalem Lernen und einem Miteinander auf Augenhöhe.

    In der Lehrwerkstatt entstehen nicht nur klassische Werkstücke. Lehrlinge entwickelten etwa einen Roboter, der einen Rubik-Würfel lösen kann, und arbeiteten an einem Prototyp, der wiederkehrende Tätigkeiten übernimmt. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung sind am Standort längst Teil der Ausbildung – beispielsweise bei automatisierten Anlagen, in der Qualitätskontrolle und bei der Aufbereitung von Lernunterlagen.

    Doch Technik allein macht noch keine gute Ausbildung. Standortleiter Stefan Erlach betonte im damaligen Gespräch mit ZUKUNFT MEISTERN, wie wichtig direkte Kommunikation, Konfliktfähigkeit und Zusammenarbeit gerade in den prägenden Jahren zwischen 15 und 20 sind. Die neue Lehrlingsgruppe setzt diesen Weg nun fort.

    Lehre in Graz mit langfristiger Perspektive

    Der Siemens-Mobility-Standort in Graz-Eggenberg ist innerhalb des Konzerns das Weltkompetenzzentrum für die Entwicklung und Fertigung von Fahrwerken und Pantografen, also Dachstromabnehmern für Schienenfahrzeuge. Die Ausbildung im eigenen Haus soll qualifizierten Nachwuchs sichern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des steirischen Standorts stärken.

    Österreichweit haben 2026 rund 73 Jugendliche bei Siemens eine Ausbildung in insgesamt 17 Lehrberufen begonnen. 14 davon starten in Graz – und damit in einer Branche, die Technik mit der Frage verbindet, wie Mobilität künftig sicherer und nachhaltiger werden kann.

    Weitere Informationen zur Lehre und zur Bewerbung gibt es unter siemens.at/ausbildung.

    Quellen: Presseinformation Siemens AG Österreich und Siemens Mobility Austria vom 1. September 2026; ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026, Seiten 32–33.