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  • Siemens Mobility Graz: Lehrstart für 14 junge Talente

    Siemens Mobility Graz: Lehrstart für 14 junge Talente

    Vier Ausbildungsrichtungen, moderne Technologien und langfristige Karriereperspektiven: Am Grazer Weltkompetenzzentrum beginnt ein neuer Lehrlingsjahrgang seinen Weg in die Bahnindustrie.

    Der erste Schritt ist gemacht: Am 1. September 2026 haben die neuen Lehrlinge bei Siemens Mobility in Graz ihre Ausbildung aufgenommen. Sie lernen dort, wo Fahrwerke und Pantografen für Schienenfahrzeuge entwickelt und gefertigt werden, die weltweit im Einsatz sind. Nach Angaben des Unternehmens liegt die Übernahmequote nach dem Lehrabschluss bei 99 Prozent.

    Vom ersten Lehrtag in eine Zukunftsbranche

    Ein erster Arbeitstag ist immer ein Einschnitt: neue Menschen, neue Abläufe und plötzlich eine Verantwortung, die weit über den Stundenplan hinausgeht. Für die 14 neuen Siemens-Lehrlinge beginnt dieser Weg in einem Werk, in dem moderne Bahnindustrie, Digitalisierung und handwerkliches Können unmittelbar zusammenkommen.

    Siemens verbindet damit ein klares Ziel: Junge Fachkräfte sollen nicht nur einen Lehrabschluss erwerben, sondern langfristig im Unternehmen bleiben. Nach Angaben des Unternehmens werden 99 Prozent der Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen übernommen. Das ist für Jugendliche eine konkrete berufliche Perspektive – und für die Steiermark ein Beitrag zur Sicherung jener Fachkräfte, die Industrie und Mobilitätswirtschaft dringend benötigen.

    „Wir haben Jobs, mit denen sich eine Zukunft gut planen lässt.“

    Stefan Erlach, Standortleiter Siemens Mobility Graz, im Gespräch mit ZUKUNFT MEISTERN 2026

    Was die Lehre bei Siemens Mobility auszeichnet

    Im Mittelpunkt stehen fachliche Qualifikation und persönliche Entwicklung. Lernen bedeutet dabei nicht nur, Arbeitsabläufe zu beherrschen. Die Lehrlinge arbeiten praktisch, bringen eigene Ideen ein und werden Schritt für Schritt an neue Aufgaben herangeführt. Seminare, Exkursionen und mögliche Auslandspraktika ergänzen die Ausbildung.

    Hinzu kommen laut Siemens eine überdurchschnittliche Vergütung nach dem Elektro-Kollektivvertrag, Leistungsprämien für den Lehrabschluss, vergünstigte Verpflegung und freie Fenstertage.

    Auch Inklusion gehört nach Angaben des Unternehmens zum Ausbildungskonzept. Jugendliche sollen unabhängig von Geschlecht oder Herkunft gefördert werden. Menschen mit neurodiversen Profilen, etwa Autismus oder Dyskalkulie, erhalten Unterstützung beim Einstieg in die Berufswelt.

    Wie KI und Teamarbeit in der Lehrwerkstatt zusammenfinden

    Wie eine Lehre am Grazer Standort konkret aussehen kann, zeigte bereits der Beitrag „Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility“ in der Ausgabe 2026 von ZUKUNFT MEISTERN. Die Lehrlinge Sandra Langer und Silvano Gahr berichteten darin von eigenen Projekten, digitalem Lernen und einem Miteinander auf Augenhöhe.

    In der Lehrwerkstatt entstehen nicht nur klassische Werkstücke. Lehrlinge entwickelten etwa einen Roboter, der einen Rubik-Würfel lösen kann, und arbeiteten an einem Prototyp, der wiederkehrende Tätigkeiten übernimmt. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung sind am Standort längst Teil der Ausbildung – beispielsweise bei automatisierten Anlagen, in der Qualitätskontrolle und bei der Aufbereitung von Lernunterlagen.

    Doch Technik allein macht noch keine gute Ausbildung. Standortleiter Stefan Erlach betonte im damaligen Gespräch mit ZUKUNFT MEISTERN, wie wichtig direkte Kommunikation, Konfliktfähigkeit und Zusammenarbeit gerade in den prägenden Jahren zwischen 15 und 20 sind. Die neue Lehrlingsgruppe setzt diesen Weg nun fort.

    Lehre in Graz mit langfristiger Perspektive

    Der Siemens-Mobility-Standort in Graz-Eggenberg ist innerhalb des Konzerns das Weltkompetenzzentrum für die Entwicklung und Fertigung von Fahrwerken und Pantografen, also Dachstromabnehmern für Schienenfahrzeuge. Die Ausbildung im eigenen Haus soll qualifizierten Nachwuchs sichern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des steirischen Standorts stärken.

    Österreichweit haben 2026 rund 73 Jugendliche bei Siemens eine Ausbildung in insgesamt 17 Lehrberufen begonnen. 14 davon starten in Graz – und damit in einer Branche, die Technik mit der Frage verbindet, wie Mobilität künftig sicherer und nachhaltiger werden kann.

    Weitere Informationen zur Lehre und zur Bewerbung gibt es unter siemens.at/ausbildung.

    Quellen: Presseinformation Siemens AG Österreich und Siemens Mobility Austria vom 1. September 2026; ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026, Seiten 32–33.