Schlagwort: Lehre in der Steiermark

  • ZUKUNFT MEISTERN – das Magazin für Eltern rund um Lehre und Berufswahl

    ZUKUNFT MEISTERN – das Magazin für Eltern rund um Lehre und Berufswahl

    „Euer Magazin gibt mir immer wieder Mut, dass eine Lehre etwas Tolles ist und nicht jeder eine Matura bestehen muss, um im beruflichen Leben erfolgreich zu sein.“

    Veronika S., Mutter

    Diese Rückmeldung beschreibt ziemlich genau, warum es ZUKUNFT MEISTERN gibt.

    ZUKUNFT MEISTERN ist ein steirisches Magazin für Eltern und andere erwachsene Begleitpersonen von Jugendlichen. Es informiert über Lehrberufe, Berufsorientierung, unterschiedliche Ausbildungswege und Anlaufstellen, die Familien beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

    Die Printausgabe erscheint einmal im Jahr im Jänner. Auf zukunftmeistern.at werden aktuelle Entwicklungen und Fragen rund um Lehre und Berufswahl das ganze Jahr über weitergeführt.

    Weil Berufswahl in der Familie besprochen und mitentschieden wird

    Die Frage, wie es nach der Schule weitergeht, beschäftigt nicht nur die Jugendlichen. Sie wird auch im Elternhaus besprochen – manchmal ruhig, manchmal kontrovers und oft mit großer Sorge, die richtige Entscheidung zu treffen.

    Eltern wollen ihrem Kind Sicherheit geben. Gleichzeitig kennen viele die heutige Ausbildungswelt vor allem aus ihrer eigenen Jugend. Manche Lehrberufe heißen heute anders, viele haben sich technisch stark verändert und neue Berufe sind hinzugekommen.

    Genau hier setzt ZUKUNFT MEISTERN an.

    Wir möchten Eltern keine Entscheidung abnehmen. Wir wollen ihnen Informationen geben, damit sie mit ihren Kindern über unterschiedliche Möglichkeiten sprechen können – offen und ohne die Lehre vorschnell als Plan B einzuordnen.

    Was Eltern bei uns finden

    In den vergangenen Ausgaben haben wir Lehrlinge gefragt, was sie in ihrem Beruf tatsächlich machen. Junge Menschen erzählten aus Werkstätten, Produktionshallen, Büros, Geschäften und Ausbildungszentren.

    Wir haben gezeigt, wie Talente sichtbar werden können und warum Schnuppern oft mehr über einen Beruf verrät als jede Beschreibung. Im Beitrag „Step by Step in die Zukunft: Talente erkennen, bevor man entscheidet“ erklären das Talentcenter der WKO Steiermark und eine Pädagogin, die ihre Schülerinnen und Schüler vor und nach dem Talentcheck begleitet, wie Berufsorientierung praktisch funktionieren kann.

    Magazinseiten von ZUKUNFT MEISTERN über den Talentcheck im Talentcenter der WKO Steiermark.

    Wir sprechen auch mit Eltern, deren Kinder einen anderen Weg eingeschlagen haben, als ursprünglich erwartet.

    „Die Lehre hat Selbstwert und Motivation bei meinem Sohn enorm gesteigert.“

    Ute Khom, Mutter eines Mechatronik-Lehrlings

    Im Interview „Für Eltern, die gerade zweifeln“ erzählt Ute Khom, warum sie die Entscheidung ihres Sohnes für eine Lehre zunächst überrascht hat und weshalb sie heute überzeugt ist, dass dieser Weg genau zu ihm passt.

    ZUKUNFT MEISTERN zeigt außerdem, was nach der Lehrabschlussprüfung möglich ist. Dazu gehören Lehre mit Matura, Weiterbildung, Meisterprüfung, beruflicher Aufstieg und Selbstständigkeit. Lehrlinge berichten von Wettbewerben und Auslandsaufenthalten. Drei junge Menschen von KNAPP erzählten beispielsweise in „Abenteuer Ausland“ von ihren Praktika in Spanien und Japan.

    Was tun, wenn es nicht nach Plan läuft?

    Berufsorientierung besteht nicht nur aus Erfolgsgeschichten.

    Manchmal weiß ein Jugendlicher nach der Pflichtschule noch nicht, wohin die Reise gehen soll. Eine Schule wird abgebrochen, die gewünschte Lehrstelle nicht gefunden oder eine bereits begonnene Ausbildung passt doch nicht.

    Auch darüber sprechen wir.

    Die KOST Steiermark zeigt, wo Eltern und Jugendliche am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf Unterstützung finden.

    Im Interview „Was kommt nach der Pflichtschule?“ erklärt die KOST Steiermark, wie Eltern und Jugendliche in dieser Übergangsphase begleitet werden können.

    Der Beitrag „Keine Lehrstelle gefunden? Der 5-Schritte-Notfallplan für Eltern in der Steiermark“ führt zu Stellen, die weiterhelfen, und nennt Fragen, die Eltern bei einem Beratungsgespräch stellen können.

    Denn wenn der erste Plan nicht aufgeht, braucht es keine Schuldzuweisung. Es braucht verlässliche Informationen und einen nächsten Schritt.

    Warum unsere Geschichten anders entstehen

    Damit Eltern einen echten Einblick bekommen, reicht es nicht, ein fertiges Werbesujet oder einen vorbereiteten PR-Text zu übernehmen.

    Unsere Partner suchen Lehrlinge, Ausbilderinnen, Ausbilder oder andere geeignete Gesprächspersonen aus. Sie koordinieren Termine und öffnen für unsere Redaktion ihre Werkstätten, Büros, Verkaufsräume oder Ausbildungszentren.

    Bei KNAPP erzählen Lehrlinge selbst, welche Erfahrungen ihnen ihre Ausbildung ermöglicht – vom Berufsalltag bis zum Auslandspraktikum. So erhalten Eltern einen Einblick, den ein klassisches Werbesujet kaum vermitteln könnte.

    Drei Lehrlinge von KNAPP berichten über ihre Auslandspraktika in Spanien und Japan.

    Eine unserer Journalistinnen fährt hin und führt das Gespräch persönlich. Sie fragt nach, wie die Ausbildung abläuft, was von Jugendlichen erwartet wird, wer sie im Alltag begleitet und welche Entwicklungsmöglichkeiten offenstehen. Unsere Fotografin erstellt die Bilder vor Ort. Wenn es zum Thema passt, produzieren wir zusätzlich ein Video.

    Redaktionell gestaltete Doppelseite aus ZUKUNFT MEISTERN 2026 über Lehrberufe, Digitalisierung und Ausbildung bei Siemens Mobility.

    Bei Siemens Mobility in Graz-Eggenberg zeigen Lehrlinge und Ausbildungsverantwortliche selbst, wie Ausbildung heute aussieht. Eltern erhalten Einblicke in die Lehrwerkstätte und erfahren, welche Rolle Digitalisierung und KI bereits in der Ausbildung spiele

    Das verlangt auch von den beteiligten Unternehmen und Institutionen Zeit. Dass sie diesen Weg mitgehen und sich dafür Zeit nehmen, weiß ich sehr zu schätzen. Es zeigt mir zugleich, dass auch ihnen diese Form der Darstellung wichtig ist.

    Für Eltern liegt genau darin der Mehrwert: Ein Lehrling erzählt anders über seinen Alltag als ein Werbetext. Eine Ausbilderin kann erklären, wie sie junge Menschen begleitet. Und eine Mutter spricht über andere Fragen als eine Personalabteilung.

    Die Themen und Gesprächspartner stimmen wir mit unseren Partnern ab. Die Gespräche und die redaktionelle Aufbereitung übernehmen erfahrene Journalistinnen.

    Was Eltern und Lehrkräfte sagen

    ZUKUNFT MEISTERN wird nicht nur von Eltern gelesen. Auch Pädagoginnen und Pädagogen verwenden das Magazin, um mit Jugendlichen über Ausbildung und Berufswahl zu sprechen.

    „Die Zeitschrift ZUKUNFT MEISTERN ist großartig. […] Als Lehrer kann ich die Zeitschrift gut nutzen, um Ideen und Vorschläge mit den Schülern und Schülerinnen umzusetzen.“

    Gottfried H., Lehrer

    Manchmal erreicht das Magazin eine Familie genau dann, wenn zu Hause über den weiteren Bildungsweg gesprochen wird.

    „Von einer lieben Freundin habe ich Ihr Magazin bekommen und es kam genau im richtigen Moment. […] Die Zeiten haben sich geändert: Es muss nicht jeder Matura machen.“

    Claudia J., Mutter

    Diese Rückmeldungen wurden uns persönlich übermittelt. Die Nachnamen veröffentlichen wir zum Schutz der Familien und Lesenden nur abgekürzt.

    Im Jänner in Print, das ganze Jahr online

    Die Ausgabe 2027 erscheint in der ersten Kalenderwoche mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren. Das Magazin wird in mehr als 250 SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Filialen in der Steiermark und im Südburgenland sowie bei McDonald’s in der Steiermark und über weitere Partner zur Mitnahme angeboten – jeweils solange Exemplare vorhanden sind.

    Die Homepage ist kein Ablageort für bereits Gedrucktes. Wir greifen dort neue Entwicklungen auf, beantworten aktuelle Fragen und führen Geschichten aus dem Magazin weiter.

    So können Eltern einen Beitrag auch Monate nach Erscheinen der Printausgabe finden, wenn genau dieses Thema in ihrer Familie plötzlich wichtig wird.

    Erstellt mit natürlicher Intelligenz

    Seit 2021 arbeitet ZUKUNFT MEISTERN mit den erfahrenen Journalistinnen Daniela Müller, Elke Jauk-Offner und Alexandra Reischl. Sie führen die Interviews, hören zu, fragen nach und bereiten die Geschichten für Eltern auf. Michaela Pfleger begleitet das Magazin seit der ersten Ausgabe als Fotografin.

    Für das Cover der Ausgabe 2026 haben wir erstmals mit künstlicher Intelligenz experimentiert. Das war eine Entscheidung und eine Erfahrung, die zur Entwicklung des Magazins gehört.

    KI bleibt auch weiterhin ein Thema für ZUKUNFT MEISTERN, denn sie verändert Berufe, Arbeitsplätze und Ausbildung.

    Die Menschen im Magazin werden aber auch 2027 von Menschen interviewt und fotografiert. Die redaktionelle Verantwortung bleibt in menschlicher Hand. Dafür steht unser Versprechen:

    ERSTELLT MIT NATÜRLICHER INTELLIGENZ.

    Ich probiere einfach gerne aus. Neue Tools machen mich neugierig, neue Möglichkeiten sowieso. Ich möchte wissen, was damit entstehen kann und ob es zu ZUKUNFT MEISTERN passt. Wer unsere sechs Cover nebeneinanderlegt, sieht diese Freude am Experimentieren: von der zerrissenen Jeans über Illustration, Fotografie und Street-Art bis zum KI-Cover 2026.

    Auch bei der Papierqualität habe ich verändert, verglichen und dazugelernt. Denn wie sich ein Magazin wirklich anfühlt, erkennt man nicht am Bildschirm. Man muss es angreifen, darin blättern und spüren, ob es passt.

    Nicht jeder Versuch muss zur Dauerlösung werden. Aber jeder bringt mich ein Stück weiter. Genau das ist für mich Experimentierfreude: neugierig bleiben, ausprobieren, hinschauen und das Gelernte in die nächste Ausgabe mitnehmen.

    ZUKUNFT MEISTERN ist mein Herzensprojekt. Und es hat auch mit meiner eigenen Rolle als Mutter zu tun. Meine beiden Söhne sind inzwischen erwachsen, aber die Fragen rund um Schule, Ausbildung und den passenden Berufsweg kenne ich auch aus unserem Familienleben. Für Eltern soll ZUKUNFT MEISTERN deshalb vor allem eines sein: eine verständliche und verlässliche Begleitung bei der Frage, wie es nach der Schule weitergehen kann.

    Karin Hödl
    Herausgeberin ZUKUNFT MEISTERN


    ZUKUNFT MEISTERN kurz erklärt

    Was ist ZUKUNFT MEISTERN?
    Ein steirisches Print- und Onlinemagazin für Eltern rund um Lehre, Berufsorientierung und Ausbildungswege.

    An wen richtet sich das Magazin?
    An Eltern, Großeltern und andere erwachsene Begleitpersonen von Jugendlichen, die bei der Wahl des weiteren Bildungsweges mitreden und Orientierung geben.

    Wann erscheint die nächste Printausgabe?
    In der ersten Kalenderwoche 2027.

    Wo ist das Magazin erhältlich?
    Bei mehr als 250 SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Filialen in der Steiermark und im Südburgenland, bei McDonald’s in der Steiermark sowie über weitere Partner – solange Exemplare verfügbar sind.

    Welche Inhalte finden Eltern darin?
    Einblicke in Lehrberufe und Ausbildungsbetriebe, persönliche Erfahrungen von Lehrlingen und Eltern, Karrierewege nach der Lehre sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Steiermark.

    Wer produziert ZUKUNFT MEISTERN?
    Herausgeberin und Projektleiterin ist Karin Hödl. Die Beiträge entstehen gemeinsam mit einem Stammteam aus erfahrenen Journalistinnen und der Fotografin Michaela Pfleger.

  • Abgetaucht. Aber nicht verloren..

    Abgetaucht. Aber nicht verloren..

    10 Jahre Ausbildung bis 18

    Was passiert, wenn Jugendliche nach der Pflichtschule plötzlich in keiner Schule, Lehre oder anderen Ausbildung mehr auftauchen? Genau dann setzt „Ausbildung bis 18“ an. Seit zehn Jahren sorgt die Initiative dafür, dass junge Menschen nicht unbemerkt aus dem Bildungs- und Ausbildungssystem verschwinden. ZUKUNFT MEISTERN begleitet die Arbeit der KOST Steiermark seit der ersten Ausgabe 2021 – und zeigt, warum diese Unterstützung für Jugendliche und ihre Eltern so wichtig ist.

    Die Pflichtschule ist vorbei. Doch wie geht es weiter?

    Für manche Jugendliche ist die Antwort klar. Andere beginnen eine weiterführende Schule oder Lehre und merken erst später, dass der gewählte Weg doch nicht passt. Manchmal wird eine Ausbildung abgebrochen, ohne dass bereits ein neuer Plan vorhanden ist.

    Und manchmal tauchen junge Menschen einfach ab.

    Nicht unbedingt, weil ihnen ihre Zukunft gleichgültig ist. Sondern weil sie überfordert sind, keine passende Möglichkeit sehen oder nicht wissen, an wen sie sich wenden können.

    Elke Lambauer, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf, kennt diese Unsicherheit:

    „Das Ende der Pflichtschulzeit wirkt für viele erst einmal wie eine Befreiung: Alles scheint möglich. Gleichzeitig kann eine große Unentschlossenheit entstehen.“

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026.

    Seit der ersten Ausgabe an der Seite der KOST

    ZUKUNFT MEISTERN begleitet die Arbeit der KOST Steiermark seit der ersten Ausgabe im Jahr 2021 – und damit bereits in sechs Ausgaben.

    Unser erstes Interview trug den Titel „Diese KOST macht Gusto auf die richtige Ausbildung“. Schon damals brachte Elke Lambauer auf den Punkt, was bis heute den Kern der Arbeit ausmacht:

    „Wir lassen nicht locker – bis junge Menschen in dem Ausbildungs- oder Unterstützungsangebot gelandet sind, das für sie passt oder das sie jetzt brauchen.“

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2021.

    Fünf Jahre später ist die Botschaft dieselbe, auch wenn sich die Herausforderungen verändert haben. Jugendliche stehen vor einer größer gewordenen Auswahl, erleben neue Unsicherheiten und brauchen mitunter länger, um ihren Platz zu finden.

    „Wir geben Orientierung, wenn ein Plan fehlt.“

    Elke Lambauer, Geschäftsführerin der KOST Steiermark

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026.

    Zwei Aussagen aus zwei Ausgaben – und ein gemeinsamer Auftrag: Junge Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, wenn ihr Weg nach der Pflichtschule ins Stocken gerät.

    Was bedeutet „Ausbildung bis 18“?

    In Österreich gilt nach der neunjährigen Schulpflicht die Ausbildungspflicht bis zum 18. Geburtstag. Jugendliche müssen in dieser Zeit grundsätzlich eine weiterführende Schule, eine Lehre oder eine andere anerkannte Ausbildung besuchen.

    Die Ausbildungspflicht kann beispielsweise erfüllt werden durch:

    • eine weiterführende Schule,
    • eine Lehre oder überbetriebliche Ausbildung,
    • das Nachholen des Pflichtschulabschlusses,
    • eine Ausbildung in einem Gesundheits- oder Sozialberuf,
    • einen anerkannten Vorbereitungskurs oder
    • ein passendes Unterstützungsangebot.

    Eine reine Hilfsarbeit ohne Ausbildung reicht grundsätzlich nicht aus, sofern sie nicht Teil eines vereinbarten Perspektiven- oder Betreuungsplans ist.

    Was passiert, wenn Jugendliche aus dem System verschwinden?

    Wenn ein Jugendlicher eine Schule oder Ausbildung verlässt und innerhalb von drei Monaten weder eine neue Schule, Lehrstelle oder Ausbildungsmaßnahme noch eine Betreuung durch AMS oder Sozialministeriumservice aufscheint, wird ein gesetzlich geregelter Prozess in Gang gesetzt.

    Das Sozialministeriumservice informiert die zuständige Koordinierungsstelle. Diese versucht, Kontakt mit dem Jugendlichen und seinen Erziehungsberechtigten aufzunehmen.

    Dabei geht es zunächst nicht um Strafe. Es geht darum, herauszufinden, was passiert ist:

    Warum wurde die Schule oder Lehre beendet?
    Welche Schwierigkeiten stehen einem Neustart im Weg?
    Und welche Ausbildung oder Unterstützung könnte jetzt passen?

    Die KOST klärt die Situation, informiert über mögliche Angebote und vermittelt bei Bedarf an das Jugendcoaching oder das AMS. Dort werden die Fähigkeiten, Interessen und persönlichen Voraussetzungen des Jugendlichen genauer betrachtet. Auch Praktika können organisiert werden, damit junge Menschen ausprobieren können, welcher Weg zu ihnen passt.

    Mehr als 36.000 Jugendliche begleitet

    Seit der Einführung von „Ausbildung bis 18“ wurden österreichweit mehr als 36.000 Jugendliche begleitet. Die regionalen Koordinierungsstellen bearbeiteten mehr als 41.000 Kontaktaufnahmen.

    Über 86 Prozent der Begleitungen konnten positiv abgeschlossen werden: Die Jugendlichen erfüllten danach wieder ihre Ausbildungspflicht.

    Allein 2025 wurden rund 6.000 junge Menschen begleitet. Zum Vergleich: 2018 waren es etwa 2.000.

    Auch das Jugendcoaching zeigt Wirkung. 93 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, durch die Begleitung ihre persönlichen Stärken besser erkannt zu haben.

    Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 18. September 2026.

    Mehr als 500 Jugendliche in der Steiermark zurückgeholt

    Wie wichtig dieses Auffangnetz ist, zeigt auch die Arbeit der KOST Steiermark. MMag. Sonja Schmöckel aus dem Sozialministerium erklärte bei der Eröffnung des neuen KOST-Standorts:

    „Über 500 junge Menschen, die aus Schule oder Ausbildung ausgestiegen waren, wurden durch die KOST Steiermark dabei unterstützt, wieder zurückzufinden – und ihre Ausbildung doch noch abzuschließen.“

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, 2025.

    Hinter jeder dieser Zahlen steht ein junger Mensch, dessen Weg nicht wie geplant verlaufen ist – der aber trotzdem weitergehen konnte.

    Ein Abbruch muss kein Endpunkt sein. Und ein Umweg ist noch keine verlorene Zukunft.

    Warum Eltern so wichtig sind

    Wenn Jugendliche ihre Schule oder Lehre abbrechen möchten, erfahren Eltern oft erst spät davon. Manchmal beginnt der Rückzug leise: Fehltage häufen sich, Gespräche werden abgeblockt oder der Weg zur Schule beziehungsweise Lehrstelle wird zum täglichen Konflikt.

    Welche Rolle Eltern in dieser Phase spielen?

    „Eine sehr große.“

    Elke Lambauer, Geschäftsführerin der KOST Steiermark

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026.

    Eltern müssen nicht sofort die perfekte Lösung kennen. Aber sie können zuhören, nachfragen und aufmerksam bleiben. Sie können vermitteln, dass Schwierigkeiten zum Leben gehören und bewältigt werden können.

    Dabei sollten sie ihrem Kind nicht einfach einen Weg vorgeben. Jugendliche brauchen Raum, um eine eigene Perspektive zu entwickeln. Sie brauchen aber auch die Sicherheit, dass jemand da ist, wenn es gerade nicht weitergeht.

    Unterstützung kann deshalb schon sinnvoll sein, bevor die Schule oder Lehre tatsächlich abgebrochen wird.

    Ab wann müssen Eltern handeln?

    Spätestens wenn ein Jugendlicher nach Ende der allgemeinen Schulpflicht länger als drei Monate keine Schule, Lehre oder andere anerkannte Ausbildung besucht, müssen die Erziehungsberechtigten die Koordinierungsstelle informieren.

    Eltern können sich jedoch schon früher an die KOST wenden – etwa wenn:

    • ein Schul- oder Lehrabbruch bevorsteht,
    • der Jugendliche keine passende Ausbildung findet,
    • psychische oder gesundheitliche Belastungen eine Ausbildung erschweren,
    • nach einem Abbruch noch kein nächster Schritt feststeht oder
    • unklar ist, welches Unterstützungsangebot helfen könnte.

    Die Beratung ist kostenlos.

    Verwaltungsstrafen gegen Erziehungsberechtigte sind erst das letzte Mittel, wenn die Zusammenarbeit zur Erfüllung der Ausbildungspflicht verweigert wird. Jugendliche selbst werden nicht bestraft.

    Viele brauchen länger, um anzukommen

    Der Wechsel von der Schule in die Arbeitswelt ist groß. Neue Strukturen, neue Menschen, neue Regeln – und plötzlich hat das eigene Handeln direkte Auswirkungen auf ein ganzes Team.

    Nicht alle Jugendlichen sind darauf sofort vorbereitet.

    „Viele brauchen länger, um anzukommen.“

    Elke Lambauer, Geschäftsführerin der KOST Steiermark

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026.

    Das ist kein Zeichen fehlender Fähigkeiten. Manchmal braucht es einfach mehr Zeit, klare Orientierung und Menschen, die jungen Menschen etwas zutrauen.

    Auch Betriebe tragen Verantwortung. Ein gutes Onboarding, klare Erwartungen und persönliche Begleitung können verhindern, dass aus ersten Unsicherheiten ein Abbruch wird.

    „Oft sind es kleine Gesten, die schon einen großen Unterschied machen – es ist wichtig, mit den jungen Menschen in Beziehung zu gehen.“

    Elke Lambauer, Geschäftsführerin der KOST Steiermark

    Quelle: ZUKUNFT MEISTERN, Ausgabe 2026.

    Genau hier setzt die KOST an.

    Damit aus einem Abtauchen kein Verschwinden wird.
    Und aus einem fehlenden Plan wieder eine Perspektive entstehen kann.

    KOST Steiermark: kostenlose Unterstützung

    Die Koordinierungsstelle Steiermark AusBildung bis 18 / Ausbildung-Beruf ist steiermarkweit tätig.

    KOST Steiermark
    Grieskai 10/1/5
    8020 Graz

    Telefon: +43 664 18 47 555
    E-Mail: office@kost-steiermark.at

    Kostenlose Serviceline Ausbildung bis 18:
    0800 700 118

    Montag bis Donnerstag: 9 bis 16 Uhr
    Freitag: 9 bis 12 Uhr

    Mehr über Elke Lambauer und die Rolle der Eltern lesen Sie im ZUKUNFT-MEISTERN-Beitrag „Was kommt nach der Pflichtschule? Orientierung für Eltern und Jugendliche“.

    Weitere Informationen bieten die KOST Steiermark und die Plattform Ausbildung bis 18.

    Ausbildung bis 18 – kurz erklärt

    Für wen gilt die Ausbildungspflicht?
    Für Jugendliche nach Erfüllung der neunjährigen Schulpflicht grundsätzlich bis zu ihrem 18. Geburtstag.

    Wann wird die KOST aktiv?
    Wenn Jugendliche keine Schule, Lehre oder andere anerkannte Ausbildung besuchen oder Unterstützung bei einem drohenden Abbruch benötigen.

    Können sich Eltern selbst an die KOST wenden?
    Ja. Eltern und Jugendliche können die kostenlose Beratung auch schon vor einem Schul- oder Lehrabbruch nutzen.

    Wer hilft bei der Suche nach einem neuen Weg?
    Die KOST klärt die Situation und vermittelt bei Bedarf an das Jugendcoaching, das AMS oder ein anderes passendes Unterstützungsangebot.

  • Starke Nerven, klares Ziel: Judith Rienessel ist Speditions-Superstar

    Starke Nerven, klares Ziel: Judith Rienessel ist Speditions-Superstar

    Mit Professionalität, Kreativität und starken Nerven überzeugten die Nachwuchs-Spediteur bei den StyrianSkills die Jury. Am stärksten präsentierte sich Judith Rienessel: Die 22-jährige Grazerin gewann den Lehrlingswettbewerb der steirischen Speditionskaufleute und wurde zum „Superstar der Spediteure“ gekürt..

    Fachwissen, Englisch und starke Nerven gefragt

    Der Wettbewerb verlangte den Teilnehmer einiges ab. Sie mussten einen anspruchsvollen Geschäftsfall schriftlich lösen, eine fiktive Spedition präsentieren und die Jury davon überzeugen, ihrem Unternehmen einen Auftrag zu erteilen.

    Dabei ging es unter anderem um Transportleistungen, Haftung, Versicherung, Zollabwicklung und die passenden Dokumente. Ein Teil des Gesprächs wurde auf Englisch geführt. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind in der international ausgerichteten Speditions- und Logistikbranche besonders wichtig.

    Neben Fachwissen waren auch ein professioneller Auftritt, Kreativität und starke Nerven gefragt.

    „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Top-Leistungen abgeliefert. Man spürt die Begeisterung und die hohe Motivation“, betonte Norbert Adler, Obmann der Fachgruppe Spedition und Logistik und Mitglied der Jury.

    Beim zweiten Anlauf zum Sieg

    Für Judith Rienessel war es bereits die zweite Teilnahme am Wettbewerb. Im Vorjahr hatte sie den Sieg noch knapp verpasst. Die Erfahrungen aus dem ersten Anlauf und ihre berufliche Praxis halfen ihr diesmal, die Jury zu überzeugen.

    Die Grazerin hat ihre Lehrabschlussprüfungen als Speditionskauffrau und Speditionslogistikerin bereits erfolgreich absolviert. Derzeit arbeitet sie bei Temmel Air & Sea. Dort ist sie unter anderem in den Bereichen Luftfracht, Zollabwicklung und Expresssendungen tätig.

    Aufgrund ihres jungen Alters durfte sie noch einmal bei den StyrianSkills antreten.

    Das sind die weiteren Platzierungen

    Den zweiten Platz erreichte der 18-jährige Maximilian Maier, der sich im dritten Lehrjahr bei Dachser Austria befindet.

    Platz drei ging an den 17-jährigen Florian Hörbinger von ÖBB Rail Cargo. Sein ebenfalls bei ÖBB Rail Cargo beschäftigter Kollege Mark Lepold erreichte den vierten Platz.

    Als Gewinnerin erhielt Judith Rienessel einen Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro. Damit möchte sie sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und nach Zypern reisen. Auch die weiteren Teilnehmer konnten sich über Gutscheine freuen.

    Maximilian Maier, Florian Hörbinger und Judith Rienessel (v.l.) dürfen sich über die Stockerlplätze freuen.

    Vom StyrianSkills-Sieger zu den WorldSkills

    Siegerin Judith Rienessel mit Staatsmeister Paul Zadravec und Fachgruppenobmann Norbert Adler bei den StyrianSkills der Spediteure

    Ein ehemaliger Gewinner verfolgte den Wettbewerb diesmal aus einer neuen Perspektive: Paul Zadravec, im Bild links, Sieger der StyrianSkills 2024 und späterer Staatsmeister, war als Beobachter Teil der Jury.

    Für ihn diente der Perspektivenwechsel auch als Vorbereitung auf die WorldSkills, bei denen er im September 2026 in Shanghai antreten wird.

    Welche Aufgaben haben Speditionskaufleute?

    Speditionskaufleute organisieren den Transport von Waren und sorgen dafür, dass Lieferungen zuverlässig, wirtschaftlich und termingerecht an ihr Ziel gelangen.

    Sie planen Transportwege, vergleichen Angebote, erstellen Dokumente und kümmern sich um Fragen rund um Zoll, Versicherung und Haftung. Dabei arbeiten sie mit Kunden, Transportunternehmen, Behörden und internationalen Partnern zusammen.

    Der Lehrberuf verbindet Organisation, kaufmännisches Denken, Kommunikation, Fremdsprachen und internationale Zusammenarbeit.

    Interesse an einer Lehre in der Spedition?

    Welche Unternehmen in der Steiermark Lehrlinge in den Bereichen Speditionskaufmann/-frau und Speditionslogistik ausbilden, zeigt die Lehrbetriebsübersicht der Wirtschaftskammer.

    Dort einfach Steiermark auswählen und nach dem gewünschten Lehrberuf suchen.

    Zur WKO-Lehrbetriebsübersicht:
    https://lehrbetriebsuebersicht.wko.at/

    Fotos: Foto Firscher, WK Steiermark