Schlagwort: Lehre in der Industrie

  • Ein Blick hinter die Kulissen: Wie die steirische Industrie die Fachkräfte von morgen formt

    Ein Blick hinter die Kulissen: Wie die steirische Industrie die Fachkräfte von morgen formt

    Um zu verstehen, wie moderne Ausbildung heute funktioniert, war das Team von ZUKUNFT MEISTERN für diese Ausgabe zu Gast bei der Roto Frank Austria GmbH in Kalsdorf. Ein Lokalaugenschein, der zeigt, wie die Initiative „Die Industrie“ der Industriellenvereinigung Steiermark in der Praxis Früchte trägt.

    Ein starkes Signal der Industriellenvereinigung Steiermark

    Hinter dem Erfolg der heimischen Betriebe steht eine starke Gemeinschaft. Die Industriellenvereinigung Steiermark (IV) setzt mit der Plattform dieindustrie.at ein klares Statement: Eine Lehre in der Industrie bietet Sicherheit, exzellente Verdienstmöglichkeiten und eine technische Ausbildung auf Weltniveau. Mit aktuell über 1.000 offenen Lehrstellen in der gesamten Steiermark ist die Industrie der wichtigste Ausbildungspartner für junge Talente.

    Praxis-Check in Kalsdorf: Wo Lehrlinge Roboter bauen

    Bei unserem Besuch bei Roto Frank Austria wurde schnell klar, warum das Unternehmen als Vorzeigebetrieb gilt. Mit einer Lehrlingsquote von fast zehn Prozent – 32 Lehrlinge bei rund 370 Mitarbeitern – wird Ausbildung hier als gesellschaftliche Verpflichtung gelebt.

    Highlights der Ausbildung, die uns beeindruckt haben:

    • Hauseigene Lehrlingsakademie: Bevor die Jugendlichen in ihre Teams starten, absolvieren sie einen mehrwöchigen Grundlehrgang, um Basisfertigkeiten perfekt zu erlern
    Nahaufnahme eines gelben Industrie-Roboters in einer speziellen Schulungsumgebung für Lehrlinge bei Roto Frank.
    • Innovation durch Eigenverantwortung: Wir konnten die von Lehrlingen selbst entwickelte Roboter-Schulungszelle besichtigen. Diese wird heute im gesamten Betrieb für Versuche und Instandhaltung genutzt, ohne die laufende Produktion zu stören.
    • Nachhaltigkeit als Entscheidungsgrund: Das Werk beeindruckt mit einem Selbstversorgungsgrad von rund 50 Prozent durch Photovoltaik und Wasserkraft. Für die junge Generation ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.
    • Soft Skills & Teambuilding: Neben der Technik stehen auch Gesundheitsprävention, der richtige Umgang mit Geld und internationale Austauschprogramme auf dem Plan.

    „Wir setzen ganz stark auf Kommunikation, Wertschätzung und Respekt. Jeder darf und soll sich mit Ideen einbringen.“

    Christian Haidic, Leiter der technischen Ausbildung bei Roto Frank Austria

    Ein Lehrling der Metalltechnik führt konzentriert Schweißarbeiten an einem Werkstück durch, während Funken sprühen.

    Vielfalt und Perspektiven: Deine Chance in der Industrie

    Ob Metalltechnik, Mechatronik oder einer der insgesamt zwölf angebotenen Lehrberufe (sowie sechs Doppellehrberufe) – am Standort mit der weltweit größten Fertigungsdichte stehen alle Türen offen.

    Möchtest du mehr über unseren Besuch bei Roto Frank und die Bildungsinitiativen der Industriellenvereinigung erfahren?

    Den vollständigen Beitrag mit exklusiven Einblicken und weiteren Details liest du in unserem aktuellen E-Paper.

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    @Bilder und Video von Mias Photoart

    Infobox: Die Industrie in der Steiermark

    Über das Projekt „Die Industrie“ Eine Initiative der Industriellenvereinigung Steiermark zur Förderung der dualen Ausbildung.

    • Karriere-Check: Über 1.100 offene Lehrstellen in der Region.
    • Infos & Bewerbung:www.dieindustrie.at

    Roto Frank Austria (Kalsdorf)

    • Mitarbeiter: ca. 370 (davon fast 10 % Lehrlinge).
    • Lehrberufe: 12 Fachbereiche & 6 Doppellehrberufe.
    • Besonderheit: Eigene Lehrlingsakademie & Fokus auf grüne Energie.

    Mehr zum Thema: Den gesamten Report von unserem Redaktionsbesuch inklusive aller Hintergrundinfos findest du in der aktuellen Druckausgabe von ZUKUNFT MEISTERN. 👉 Zum E-Paper-Archiv

  • Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility

    Eine spannende Fahrt in die Zukunft mit Siemens Mobility

    In diesem Beitrag erfahren Sie:

    • welche Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz möglich sind
    • warum Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bereits Teil der Ausbildung sind
    • wie Lehrlinge eigene technische Projekte entwickeln
    • weshalb eine technische Lehre in der Bahnindustrie besonders zukunftssicher ist

    Technik lernen, wo Mobilität der Zukunft entsteht

    In der Lehrwerkstätte von Siemens Mobility in Graz-Eggenberg ist es selten still. Zwischen Werkbänken, Bildschirmen und digitalen Lernplattformen entstehen nicht nur Bauteile für internationale Schienenfahrzeuge – sondern auch berufliche Perspektiven.

    Denn was hier entwickelt und produziert wird, fährt später auf Schienen in vielen Teilen der Welt. Am Standort Graz entstehen unter anderem Fahrwerke und Dachstromabnehmer für moderne Züge – Technologien, die für eine sichere und nachhaltige Mobilität entscheidend sind.

    Gleichzeitig lernen hier junge Menschen Berufe, die Technik, Digitalisierung und praktische Erfahrung verbinden.

    Doch Lehrlinge bauen hier nicht nur klassische Werkstücke

    Wer an eine Lehrwerkstätte denkt, hat oft das Bild von Feilen, Maschinen und Metallteilen vor Augen. Doch in Graz-Eggenberg entstehen auch Projekte, die eher an ein Technik-Labor erinnern.

    Lehrlinge entwickeln beispielsweise einen Roboter, der einen Rubik-Würfel wieder in seine Ausgangsposition bringt. Andere Projekte verwandeln Mathematik in ein digitales Lernspiel – ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem logisches Denken gefragt ist.

    Auch für den Arbeitsalltag entstehen Ideen: Prototypen von Robotern etwa, die wiederkehrende Aufgaben übernehmen können, zum Beispiel Schrauben für den nächsten Produktionsschritt vorbereiten.

    Hier zeigt sich: Ausbildung bedeutet nicht nur Lernen nach Plan – sondern Ideen entwickeln und Lösungen finden.

    „Früher habe ich mit Lego gebaut – heute mache ich das in groß. Und bezahlt.“

    Für Sandra Langer war Technik schon früh faszinierend. Heute absolviert sie bei Siemens Mobility eine Lehre zur Maschinenbautechnikerin im vierten Lehrjahr.

    Schon als Kind hat sie gerne mit Lego gebaut, erzählt sie. Heute arbeitet sie mit Metall, Maschinen und digitalen Werkzeugen – und entwickelt gemeinsam mit anderen Lehrlingen Projekte, die weit über klassische Werkstattübungen hinausgehen.

    In der Lehrwerkstätte programmieren Lehrlinge Roboter, entwickeln Lernspiele oder tüfteln an Lösungen für reale Arbeitsprozesse.

    „Das Schöne ist, dass wir vieles gemeinsam erarbeiten“, sagt sie. Die Ausbildner geben den Auftrag – die Lehrlinge bringen ihre Ideen ein und setzen diese im Team um.

    „Hier funktioniert Zusammenarbeit wirklich auf Augenhöhe“

    Auch Silvano Gahr hat seinen Weg in die Lehrwerkstätte von Siemens Mobility über das Schnuppern gefunden. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Metall- und Schweißtechniker.

    Schon nach den ersten Tagen sei für ihn klar gewesen, dass er sich hier bewerben möchte.

    „Die Strukturen in einem großen Unternehmen passen für mich gut. Es gibt flache Hierarchien und die Zusammenarbeit funktioniert auf Augenhöhe – dadurch macht die Arbeit einfach mehr Spaß“, sagt Silvano Gahr.

    Zuvor hatte er eine Fachschule besucht und dort bereits erste Erfahrungen mit Metall gesammelt. Der Schritt in eine technische Lehre lag für ihn daher nahe.

    Besonders hilfreich findet er auch die digitalen Lernmöglichkeiten im Unternehmen. Über eine interne Lernplattform können Inhalte für Berufsschule und Lehrabschlussprüfung jederzeit abgerufen werden.

    Wenn Digitalisierung Teil der Ausbildung wird

    Digitalisierung spielt in der Ausbildung eine immer größere Rolle.

    Bei Siemens Mobility werden etwa KI-gestützte Systeme eingesetzt, um Bauteile anhand von Bildern oder Videos auf Qualität zu prüfen. Auch Bildmaterial aus dem Betrieb kann analysiert werden, um mögliche Verbesserungen an Produkten zu erkennen. Siemens 2026

    Für Lehrlinge bedeutet das: Sie lernen nicht nur klassische Fertigungstechniken, sondern auch den Umgang mit digitalen Werkzeugen.

    Lernunterlagen stehen über digitale Plattformen zur Verfügung, Produktionspläne können auf Knopfdruck abgerufen werden, und auch bei der Erstellung von Lernmaterialien kommen moderne Technologien zum Einsatz.

    Standortleiter Stefan Erlach sieht darin einen wichtigen Bestandteil moderner Ausbildung:„KI und Digitalisierung sind schon länger Teil der Lehrausbildung. Mit den neuen Möglichkeiten geht es noch stärker darum, diese Werkzeuge aktiv zu nutzen.“

    Technik braucht auch Teamarbeit

    Bei aller Technologie bleibt eines entscheidend: das menschliche Miteinander.

    Gerade in großen Organisationen sei es wichtig, miteinander zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, betont Standortleiter Stefan Erlach.

    Die Zeit zwischen 15 und 20 Jahren sei besonders prägend. Deshalb gehe es in der Ausbildung nicht nur um Fachwissen, sondern auch um persönliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

    Arbeiten in einer Branche mit Zukunft

    Die Bahnindustrie gilt als besonders stabiler Wirtschaftsbereich.

    Die Produkte, die in Graz entwickelt werden, sind oft 30 bis 40 Jahre im Einsatz und müssen regelmäßig gewartet, verbessert und weiterentwickelt werden. Mobilität auf der Schiene spielt weltweit eine immer größere Rolle – auch aus Gründen der Nachhaltigkeit.

    Für junge Menschen bedeutet das: Wer hier eine technische Ausbildung beginnt, arbeitet in einer Branche mit langfristigen Perspektiven.

    Oder wie Standortleiter Stefan Erlach es formuliert: Wir entwickeln Lösungen dafür, dass Menschen sicher, nachhaltig und leistbar von A nach B kommen.“


    Lehrberufe bei Siemens Mobility in Graz

    Am Standort Graz-Eggenberg können Lehrlinge unter anderem folgende Berufe erlernen:

    • Betriebslogistikkaufmann / Betriebslogistikkauffrau
    • Elektrotechnik – Anlagen- und Betriebstechnik
    • Mechatronik – Fertigungstechnik
    • Metalltechnik – Schweißtechnik

    Bewerbungen sind jederzeit möglich.

    👉 Informationen zur Ausbildung:
    siemens.at/ausbildung

    Ausbildung bei Siemens Mobility: Ein Blick ins Jahr 2025

    Schon im vergangenen Jahr war ZUKUNFT MEISTERN bei Siemens Mobility in Graz zu Gast. Im Mittelpunkt stehen dabei auch persönliche Entwicklung und internationale Perspektiven: Projekte im internationalen Konzernumfeld, Austauschmöglichkeiten und Programme, die jungen Fachkräften Einblicke in andere Länder und Kulturen ermöglichen.

    Gerade für Eltern ist das ein wichtiger Aspekt: Eine Lehre kann heute nicht nur der Einstieg in einen Beruf sein, sondern auch ein Weg zu Selbstständigkeit, Verantwortung und internationalen Erfahrungen.

    👉 Hier geht es zum Beitrag aus dem Jahr 2025:. https://zukunftmeistern.at/tag/siemensmobility/