Schlagwort: Berufswahl

  • Köpfchen, geschickte Hände – und ein Roboter?

    Köpfchen, geschickte Hände – und ein Roboter?

    Ein Handwerk lernen oder in die Pflege gehen: Was, wenn neue Technik einen Teil der körperlich schweren Arbeit erleichtern könnte? Für Eltern und Jugendliche lohnt sich ein Blick darauf, wie sich diese Berufe verändern.

    Wenn wir an die berufliche Zukunft unserer Kinder denken, wünschen wir ihnen eine Arbeit, die ihnen Freude macht – und die sie auch körperlich gut bewältigen können. Vielleicht eröffnen KI und Robotik hier Möglichkeiten, die wir bei der Berufswahl noch zu wenig mitdenken: Maschinen, die schwere Lasten übernehmen und anstrengende Handgriffe erleichtern. Für mich liegt darin eine Hoffnung: dass Technik Menschen entlastet und mehr Raum für ihr Wissen, ihr Geschick und ihre Ideen schafft. Was könnte dadurch aus Berufen werden, die wir heute vor allem mit körperlich schwerer Arbeit verbinden?

    Gerade am Bau und in der Pflege gehört körperlich anstrengende Arbeit zum Alltag. Deshalb haben wir uns in diesen beiden Bereichen umgesehen: Wo wird robotische Unterstützung bereits eingesetzt, und woran wird noch geforscht? Zwei Beispiele zeigen, wie Entlastung aussehen kann – ein Fliesenlegerroboter im Praxiseinsatz und ein Forschungsprojekt, das Pflegekräften schweres Halten abnehmen soll.

    Fliesenlegerroboter: Ein Beispiel aus Deutschland

    Ein Beispiel liefert Fliesen Röhlich in Deutschland. Das Unternehmen zeigt einen Verlegeroboter im eigenen neuen Bürogebäude. Laut seiner Beschreibung soll die Maschine Fliesenleger unterstützen, besonders auf Großbaustellen.

    Robotik in der Pflege: Was erforscht wird

    Auch in der Pflege wird an körperlicher Entlastung gearbeitet. Im Fraunhofer-Projekt MAPPLE soll ein Assistenzroboter etwa ein Bein halten, während eine Pflegekraft den Verband anlegt. Noch ist das ein Entwicklungsprojekt. Aber es zeigt, welche Aufgaben Technik künftig übernehmen könnte.

    Was bedeutet das für die Berufswahl?

    Darin liegt eine Chance: körperliche Belastung verringern und berufliches Können gezielt einsetzen. Eine Maschine bedienen, ihren Einsatz vorbereiten, die Arbeit kontrollieren und auf Schwierigkeiten reagieren – auch darüber sollten wir sprechen, wenn Jugendliche einen Beruf kennenlernen.

    Köpfchen und geschickte Hände gehören deshalb zusammen. Ebenso Fachwissen und die Bereitschaft, Neues zu lernen. Ein guter Grund, das eigene Bild eines Berufs zu überprüfen.

    Noch ist offen, wann solche Technik zum Arbeitsalltag vieler Betriebe gehört. Für Eltern und Jugendliche lohnt sich trotzdem der Blick nach vorn: Was wird leichter, was verändert sich – und was muss ein junger Mensch dafür können?

    Quellen & weiterführende Informationen

    Stand der Recherche: 13. Oktober 2026.


  • Steirischer Doppelsieg in der Straßenerhaltung

    Steirischer Doppelsieg in der Straßenerhaltung

    Die Lehre zur Straßenerhaltungsfachkraft haben Jugendliche und Eltern vermutlich nicht als Erstes im Blick. Dabei lohnt es sich, genauer hinzusehen: Julian Josef Grein aus Feldbach gewann den Bundeslehrlingswettbewerb, Platz zwei ging ebenfalls in die Steiermark.

    Wer denkt bei der Berufswahl schon an Straßenerhaltung? Dabei steckt hinter sicheren Straßen ein anspruchsvoller Lehrberuf, der Fachwissen, handwerkliches Geschick und Genauigkeit verlangt.

    Wie gut die steirischen Nachwuchsfachkräfte ausgebildet sind, zeigte sich beim Bundeslehrlingswettbewerb in der Straßenmeisterei Graz-Nord: Julian Josef Grein von der Straßenmeisterei Feldbach holte gemeinsam mit seinem Helfer Valentin Dresler den Staatsmeistertitel. Den zweiten Platz erreichte Florian Plösch aus Deutschlandsberg mit seinem Helfer Marvin Patzak aus Bruck.

    Theorie, Präzision und Teamarbeit

    Die Lehrlinge im dritten Ausbildungsjahr mussten zunächst ihr theoretisches Wissen beweisen. Im praktischen Einzelbewerb setzten sie ein komplexes Straßenraumgestaltungsprojekt um. Beim Teambewerb galt es, unter Zeitdruck eine Baustelle einzurichten und abzusichern. Hier belegte die Steiermark hinter Oberösterreich den zweiten Platz.

    „Wir wollen die besten Lehrlinge als Facharbeiter aus- und weiterbilden, weil wir sie brauchen.“

    Claudia Holzer, Verkehrslandesrätin

    Der Doppelerfolg macht einen Lehrberuf sichtbar, den viele Jugendliche und Eltern bei der Berufsorientierung vermutlich nicht sofort auf dem Schirm haben. Dabei zeigt der Wettbewerb: Straßenerhaltung braucht junge Menschen, die praktisch arbeiten wollen, technisch interessiert sind und Verantwortung übernehmen können.

    Quelle: Kommunikation Land Steiermark, 17. September 2026
    Fotos: Land Steiermark/Jesse Streibl

  • Geschicklichkeit – und Philosoph? Was alles in einem Kind stecken kann

    Geschicklichkeit – und Philosoph? Was alles in einem Kind stecken kann

    Der Talentcheck im Talentcenter der WKO Steiermark zeigt Jugendlichen, welche Interessen und Fähigkeiten in ihnen stecken. Der persönliche Talentreport enthält auch passende Berufs- und Ausbildungswege. Wirklich hilfreich wird er aber erst, wenn Schule, Beratung und Eltern die Ergebnisse gemeinsam mit den Jugendlichen weiterdenken.

    Geschicklichkeit und Philosophie – auf den ersten Blick liegen da Welten dazwischen. Bei Raphael kamen beide Bereiche im Talentcheck zusammen.

    „Ich habe die Mischung aus Computer- und praktischen Arbeiten sehr interessant gefunden“, erzählt der Schüler. Dabei entdeckte er nicht nur seine Geschicklichkeit neu. Unter den Möglichkeiten, die sich aus seinen Ergebnissen ergaben, fand sich auch der Philosoph.

    Gerade diese Bandbreite überraschte ihn. Und sie zeigt, worum es beim Talentcheck geht: Jugendliche sollen nicht möglichst schnell in eine berufliche Schublade gesteckt werden. Sie sollen erkennen, wie unterschiedlich ihre Fähigkeiten sein können – und welche Wege sich daraus möglicherweise entwickeln.

    Ein Talentreport sagt daher nicht: Das musst du werden. Er sagt vielmehr: Schau genauer hin, auch dort könnte etwas in dir stecken.

    Ein Bericht, kein Berufsurteil

    Jugendliche der siebenten und achten Schulstufe absolvieren im Talentcenter 48 Teststationen. Dabei geht es um Interessen, kognitive Fähigkeiten, Motorik, Aufnahmefähigkeit sowie allgemeine und berufsrelevante Fertigkeiten.

    Am nächsten Tag steht der persönliche Talentreport online zur Verfügung. Er enthält die einzelnen Ergebnisse und dazu passende Berufs- und Ausbildungswege – von der Lehre über weiterführende Schulen bis zum Studium.

    Wichtig für Eltern: Der Report legt ein Kind nicht auf einen bestimmten Beruf fest. Seine Vorschläge sind Möglichkeiten, keine fertigen Entscheidungen. Auch ein unerwartetes Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass der bisherige Berufswunsch falsch war. Es lädt vielmehr dazu ein, genauer hinzusehen.

    Sabine Sattler-Tremesberger, Leiterin des Talentcenters der WKO Steiermark, beim Pressegespräch zu den „Talent Talks“.

    „Das Talentcenter entwickelt sich laufend weiter – sowohl bei der Testung an sich als auch bei den Angeboten, die wir haben.“

    Sabine Sattler-Tremesberger, Leiterin des Talentcenters der WKO Steiermark

    Seit zehn Jahren kommen Jugendliche aus allen Regionen der Steiermark ins Talentcenter. Mittlerweile begleitet die Einrichtung mit unterschiedlichen Angeboten junge Menschen von 13 Jahren bis zur Matura.

    Für Sattler-Tremesberger endet Berufsorientierung jedoch nicht mit dem fertigen Talentreport. Besonders wichtig ist ihr die Zusammenarbeit mit den Schulen. Werden Jugendliche auf den Besuch vorbereitet und ihre Ergebnisse anschließend gemeinsam besprochen, können sie wesentlich mehr damit anfangen.

    Der zweite Blick macht den Unterschied

    Das zeigt auch eine Befragung unter 2.687 ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern: 35 Prozent der Jugendlichen, deren Talentreport in der Schule nachbereitet wurde, gaben an, dadurch ganz neue Stärken entdeckt zu haben. Ohne Nachbereitung waren es 24,2 Prozent.

    Auch die eigene Einschätzung wurde klarer: Mit schulischer Nachbereitung sagten 74,6 Prozent, ihre Stärken und Talente gut zu kennen. Ohne Nachbereitung waren es 66,5 Prozent.

    Eine Lehrerin, die seit Jahren mit ihren Klassen ins Talentcenter kommt, kennt das Problem aus der Praxis. Viele Jugendliche schauen im Report zuerst auf jene Bereiche, in denen sie vermeintlich schlecht abgeschnitten haben. Deshalb bespricht sie die Ergebnisse in Gruppen, arbeitet mit vorbereiteten Arbeitsblättern und führt bei Bedarf Einzelgespräche.

    Ihr Fazit: „Wenn man das nicht nachbereitet, lässt man zu viel Potenzial liegen.“

    Bitte keine Berufsprüfung am Küchentisch

    Auch Eltern können viel dazu beitragen, dass aus dem Talentreport mehr als ein abgelegtes Dokument wird. Dafür müssen sie weder jedes Ergebnis erklären noch sofort den passenden Ausbildungsweg kennen.

    Ein ruhiges Gespräch reicht für den Anfang. Zum Beispiel mit diesen Fragen:

    • Welches Ergebnis hat dich am meisten überrascht?
    • Welche Aufgabe ist dir besonders leichtgefallen?
    • Welcher Berufsvorschlag war völlig neu für dich?
    • Was davon möchtest du dir genauer ansehen?
    • Gibt es ein Ergebnis, das für dich überhaupt nicht passt?

    Gerade die letzte Frage ist wichtig. Ein Test liefert eine Außenansicht. Wie sich ein Jugendlicher selbst erlebt, gehört ebenso zur Entscheidung.

    Und wenn die Schule nicht nachbereitet?

    Nicht jede Schule kann den Talentreport gleich intensiv im Unterricht behandeln. Eltern finden auf der Website des Talentcenters ein Erklärvideo, einen Leitfaden und weitere Unterlagen zur Nachbereitung.

    Zusätzliche Unterstützung bieten die BerufsInfoZentren des AMS Steiermark. Im Rahmen der neuen „Talent Talks“ sollen Vorbereitung, Talentcheck und persönliche Beratung besser miteinander verbunden werden. Die Beratung ist kostenlos und kann bei Bedarf auch gemeinsam mit den Eltern stattfinden.

    Ein Talentreport kann Jugendlichen die Entscheidung über ihre Zukunft nicht abnehmen. Aber er kann ein Gespräch anstoßen, das ohne ihn vielleicht nie geführt worden wäre.

    Weitere Informationen und Unterlagen für Eltern:
    Talentcenter: Informationen für Jugendliche und Eltern

    Quelle: Presseinformation und Pressegespräch von WKO Steiermark, Arbeiterkammer Steiermark, AMS Steiermark, Universität Graz und Talentcenter vom 7. September 2026; Talentcenter der WKO Steiermark.

  • Noch keinen Lehrplatz? In der Steiermark sind noch 758 Lehrstellen offen

    Noch keinen Lehrplatz? In der Steiermark sind noch 758 Lehrstellen offen

    Wer zu Beginn des Herbstes noch keinen Lehrplatz gefunden hat, ist nicht automatisch zu spät dran. Ende Juli 2026 waren beim AMS in der Steiermark 758 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet. Auch Unternehmen wie SPAR suchen weiterhin Jugendliche, die noch in diesem Herbst ihre Ausbildung beginnen möchten.

    Für viele Jugendliche startet im September ein neuer Lebensabschnitt. Doch nicht alle haben ihre Entscheidung für einen Lehrberuf bereits getroffen oder den passenden Ausbildungsbetrieb gefunden. Manche ändern ihre ursprünglichen Pläne, andere erhalten Absagen oder erkennen erst nach Schulschluss, welcher Beruf tatsächlich zu ihnen passen könnte.

    Das bedeutet nicht, dass die Chance auf eine Lehrstelle für dieses Jahr vorbei ist.

    758 offene Lehrstellen in der Steiermark

    Nach den jüngsten veröffentlichten Zahlen des AMS Österreich waren Ende Juli 2026 in der Steiermark 758 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet. Gleichzeitig suchten 1.141 Jugendliche eine sofort verfügbare Lehrstelle.

    Die Zahlen zeigen zwei Seiten: Es gibt auch unmittelbar vor dem üblichen Ausbildungsbeginn noch zahlreiche freie Plätze. Gleichzeitig passt nicht jede offene Lehrstelle automatisch zu den Interessen, Fähigkeiten oder zum Wohnort der Jugendlichen. Je nach Beruf und Region kann die Suche daher unterschiedlich schwierig sein.

    Wer bisher noch nicht erfolgreich war, sollte auch verwandte Lehrberufe prüfen und den Suchradius über den eigenen Wohnort hinaus erweitern. Die BerufsInfoZentren des AMS unterstützen Jugendliche kostenlos bei der Orientierung und bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz.

    SPAR bietet auch im Herbst noch Lehrstellen an

    Mehr als 50 junge Menschen starten in diesem Herbst ihre Ausbildung bei SPAR Steiermark und im südlichen Burgenland. Wer noch auf der Suche ist, kann sich weiterhin für eine der offenen Lehrstellen bewerben – unter anderem im Verkauf oder in der TANN-Fleischproduktion.

    „Unsere Lehrlinge sind die Zukunft unseres Unternehmens. Deshalb legen wir großen Wert auf eine praxisorientierte Ausbildung, individuelle Unterstützung und attraktive Entwicklungsperspektiven“, erklärt Christoph Holzer, Geschäftsführer von SPAR Steiermark und Südburgenland.

    Motivierte Jugendliche seien weiterhin eingeladen, sich für die noch offenen Ausbildungsplätze zu bewerben und ihren beruflichen Weg gemeinsam mit dem Unternehmen zu beginnen.

    Mehr als zehn Lehrberufe bei SPAR

    Das Ausbildungsangebot von SPAR umfasst mehr als zehn Lehrberufe. Die Möglichkeiten reichen vom Einzelhandel über die TANN-Fleischproduktion und die Logistik bis zum Büromanagement.

    Von Beginn an sammeln die Lehrlinge praktische Erfahrungen und übernehmen schrittweise Verantwortung. Begleitet werden sie dabei von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern. Wer zusätzlich die Reifeprüfung ablegen möchte, kann Berufsausbildung und Matura miteinander verbinden.

    Wie viel verdienen Lehrlinge bei SPAR?

    Die Lehrlingsentschädigung beträgt laut SPAR derzeit:

    • 1.380 Euro brutto im ersten Lehrjahr
    • 1.580 Euro brutto im zweiten Lehrjahr
    • 1.940 Euro brutto im dritten Lehrjahr

    Zusätzlich bietet das Unternehmen Leistungsprämien von insgesamt mehr als 6.700 Euro, verschiedene Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Workshops zur persönlichen und beruflichen Entwicklung.

    Nach dem Lehrabschluss stehen unterschiedliche Karrierewege offen. Zahlreiche heutige Marktleiterinnen und Marktleiter sowie weitere Führungskräfte bei SPAR haben ihre Laufbahn selbst mit einer Lehre im Unternehmen begonnen.

    Wo findet man jetzt noch offene Lehrstellen?

    Jugendliche können über die AMS-Stellensuche „alle jobs“ kostenlos und ohne Anmeldung nach offenen Lehrstellen suchen. Die Ergebnisse lassen sich nach Bundesland, Region, Ort und Lehrberuf filtern.

    Zusätzlich lohnt es sich:

    • die Karriereportale interessanter Unternehmen direkt aufzurufen,
    • bei Wunschbetrieben persönlich nachzufragen,
    • sich beim AMS als lehrstellensuchend vormerken zu lassen,
    • einen kostenlosen Beratungstermin in einem BerufsInfoZentrum zu vereinbaren,
    • auch ähnliche oder bisher nicht berücksichtigte Lehrberufe zu prüfen.

    Eine berufliche Entscheidung darf Zeit benötigen – und sie darf auch neu getroffen werden. Wer im Herbst noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte deshalb nicht aufgeben, sondern die vorhandenen Möglichkeiten gezielt nutzen.

    Aktuelle Lehrstellen in der Steiermark finden sich über die Lehrstellensuche des AMS.

    Informationen zu den offenen Ausbildungsplätzen bei SPAR gibt es unter www.spar.at/karriere/lehre/lehrberufe.

    Quelle der Arbeitsmarktzahlen: AMS Österreich, „Eckdaten Juli 2026“, Datenstand 31. Juli 2026, veröffentlicht im August 2026.

  • Was Praxis für die Berufswahl bedeutet

    Was Praxis für die Berufswahl bedeutet

    Eine Jugendbefragung in der Südoststeiermark zeigt, was junge Menschen von einem Praktikum erwarten – und was Eltern daraus für die Berufswahl mitnehmen können.

    Ob ein Beruf wirklich passt, zeigt sich nicht in einer Berufsbeschreibung, sondern beim Tun. In der Werkstatt, im Büro, im Geschäft oder in der Küche erleben Jugendliche, welche Aufgaben ihnen liegen, wie ein Arbeitstag abläuft und ob sie sich in diesem Umfeld wohlfühlen.

    Wie wichtig solche Einblicke für Jugendliche sind, zeigt die regionale Befragung „Praktika und Berufserfahrung“ vom Juni 2026. Insgesamt nahmen 493 Jugendliche teil, 459 Fragebögen wurden vollständig ausgefüllt. 79 Prozent der Befragten stammen aus der Südoststeiermark.

    Erfahrung schafft Orientierung

    96 Prozent der Jugendlichen finden es gut, bereits während der Schulzeit Berufserfahrung zu sammeln. 89 Prozent haben dies schon getan – durch Pflichtpraktika, Ferialjobs, freiwillige Praktika oder berufspraktische Tage. Viele kommen bereits im Alter von 14 Jahren erstmals mit der Arbeitswelt in Berührung.

    „Junge Menschen möchten arbeiten, Erfahrungen sammeln und herausfinden, welcher Beruf zu ihnen passt. Praktika sind dabei weit mehr als ein Ferienjob – sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Berufsentscheidung“, erklärt LAbg. Michael Wagner, Vorsitzender der Region Südoststeiermark.

    Auch die Bereitschaft, einen Teil der Ferien für einen Sommerjob zu nutzen, ist hoch: 58 Prozent möchten im Sommer arbeiten, weitere 24 Prozent sind noch unentschlossen.

    Geld zählt. Der Umgang ebenso.

    55 Prozent möchten mit einem Praktikum oder Ferialjob Geld verdienen. Für 45 Prozent geht es darum, herauszufinden, welcher Beruf zu den eigenen Interessen und Stärken passt. 43 Prozent absolvieren ein Praktikum aufgrund schulischer Vorgaben.

    Was eine gelungene praktische Erfahrung ausmacht, zeigen vor allem die offenen Antworten. Jugendliche wünschen sich ein gutes Arbeitsklima, ein freundliches Team und einen respektvollen Umgang. Wichtig sind ihnen ebenso eine faire Bezahlung, eine gute Einschulung und die Möglichkeit, tatsächlich mitzuarbeiten.

    Sie wollen nicht nur zusehen, sondern ausprobieren, lernen und erleben, dass ihnen etwas zugetraut wird.

    Was Eltern daraus mitnehmen können

    Ein Praktikum muss nicht sofort zum Traumberuf führen. Es kann eine Vorstellung bestätigen – oder zeigen, dass ein anderer Weg besser passt. Beides ist eine wichtige Erkenntnis.

    Nach einem Praktikum lohnt es sich daher, nicht nur zu fragen: „Wie war es?“ Konkretere Fragen helfen Jugendlichen dabei, ihre Erfahrungen einzuordnen:

    • Welche Aufgabe hat dir besonders gefallen?
    • Was ist dir leichter oder schwerer gefallen als erwartet?
    • Wie bist du im Betrieb aufgenommen worden?
    • Würdest du diesen Beruf gerne noch besser kennenlernen?

    So wird aus einigen Tagen oder Wochen in einem Unternehmen eine wertvolle Grundlage für die weitere Berufswahl – ohne bereits eine endgültige Entscheidung treffen zu müssen.

    Weitere Anregungen bietet unser Ratgeber „Warum Schnuppern für Jugendliche so wichtig ist“.

    Wenn aus einem Praktikum mehr wird

    Die meisten praktischen Erfahrungen wurden in Betrieben der Südoststeiermark und der näheren Umgebung gesammelt. Viele Jugendliche organisierten ihren Praktikumsplatz selbst – durch eine Bewerbung oder eine persönliche Anfrage.

    Damit wird das Praktikum auch für Unternehmen zu einer Chance: Sie begegnen möglichen künftigen Mitarbeitern zu einem Zeitpunkt, an dem berufliche Entscheidungen noch offen sind. Wie dieser erste Kontakt erlebt wird, kann daher weit über einige Wochen im Sommer hinauswirken.

    Nach der Jugendbefragung erhebt das Steirische Vulkanland nun auch die Erfahrungen und Bedürfnisse der regionalen Betriebe. Die Teilnahme an der kurzen Unternehmensbefragung dauert rund fünf Minuten.

    Zur Unternehmensbefragung über Praktika

    Quelle: Regionale Umfrage „Praktika und Berufserfahrung“, Juni 2026. Regionale Koordination für Bildungs- und Berufsorientierung Südoststeiermark, Regionalmanagement Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland GmbH, in Kooperation mit QUA Bildung & Projekt GmbH. Der vollständige Ergebnisbericht kann bei schober@vulkanland.at angefragt werden.

    Foto: © Steirisches Vulkanland/Manuel Flor

  • Wird bei der Zukunft gespart?

    Wird bei der Zukunft gespart?

    Warum die Lehre mehr Rückhalt braucht

    Die Wirtschaft schwächelt. Die Stimmung ist schlecht. Und trotzdem fehlt es an Fachkräften.

    Das ist kein Widerspruch. Das ist Demografie.

    Die Babyboomer gehen Schritt für Schritt in Pension. Weniger junge Menschen rücken nach. Betriebe suchen Nachwuchs – und finden ihn nicht immer. Wer jetzt bei Ausbildung spart, löst daher kein Budgetproblem. Er verschiebt es nur: auf die Betriebe, auf die Regionen und auf die nächste Generation.

    Lehrlinge sind nicht die Reservebank des Bildungssystems

    In der Steiermark wurden Ende 2025 laut WKO Steiermark 14.442 Lehrlinge ausgebildet. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch bei den Neueintritten zeigt die Kurve nach unten.

    Das ist kein Randthema. Das ist ein Warnsignal.

    Denn Lehrlinge sind jene, die morgen Maschinen warten, Häuser bauen, Anlagen bedienen, Menschen versorgen, Produkte herstellen, Kundinnen beraten und Betriebe am Laufen halten.

    Wenn Universitäten vor Kürzungen warnen, gibt es Proteste, offene Briefe und mediale Aufmerksamkeit. Zu Recht: Forschung und Hochschulen sind wichtig.

    Aber die Lehre ist mindestens genauso entscheidend für die Zukunft des Landes. Nur ist sie leiser. Lehrlinge haben keine so laute Community, keine so sichtbare Lobby und selten dieselbe öffentliche Bühne.

    Genau das macht sie verwundbar. Denn gespart wird politisch gerne dort, wo der Widerstand überschaubar bleibt. Bei der Lehre wäre das fatal kurzsichtig. Wer hier kürzt, spart nicht. Er sägt am Ast, auf dem der Standort sitzt – und verschiebt die Kosten auf Betriebe, Regionen und die nächste Generation.

    Eine Lehrstelle fällt nicht vom Himmel

    Eine Lehrstelle ist kein freier Platz mit Werkzeugkasten. Sie ist eine Investition.

    Ein Betrieb braucht Ausbilderinnen und Ausbilder. Zeit. Material. Maschinen. Kurse. Geduld. Organisation. Und die Bereitschaft, einen jungen Menschen über Jahre aufzubauen.

    Große Unternehmen können das leichter stemmen. Kleine und mittlere Betriebe spüren jeden zusätzlichen Aufwand. Gerade sie sichern aber in vielen Regionen die Ausbildung vor Ort.

    Wenn sie weniger Lehrlinge aufnehmen, verliert nicht nur ein Betrieb Nachwuchs. Dann verliert eine Region an Zukunft.

    Förderungen sind kein Geschenk

    Lehrbetriebsförderungen klingen nach Verwaltung. Tatsächlich geht es um eine einfache Frage: Können Betriebe weiter ausbilden?

    Wenn hier gekürzt wird oder Mittel nicht reichen, trifft das nicht nur Unternehmen. Es trifft Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen.

    Der Staat darf diesen Rückgang nicht noch befeuern.

    Wer Fachkräftemangel beklagt und gleichzeitig bei der Ausbildung spart, sägt an dem Ast, auf dem der Standort sitzt.

    Und KI?

    Auch künstliche Intelligenz wird Berufe verändern. Aber sie wird keine defekte Leitung reparieren, keinen Dachstuhl bauen, keine Pflege übernehmen und keine Maschine vor Ort wieder zum Laufen bringen.

    Praktisches Können bleibt. Technisches Verständnis bleibt. Verlässlichkeit bleibt. Erfahrung bleibt.

    Die Lehre ist kein Bildungsweg zweiter Klasse. Sie ist ein Zukunftsweg.

    Wer bei Ausbildung spart, spart am falschen Ort

    Ein Land, das Fachkräfte braucht, muss dort investieren, wo Fachkräfte entstehen: in Betrieben, Schulen und Hochschulen. Die Lehre verdient dabei mehr Sichtbarkeit.

    Denn Zukunft entsteht dort, wo junge Menschen eine echte Chance bekommen.

    Quellen und Einordnung

    Lehrlingszahlen Steiermark:
    WKO Steiermark, „Wirtschaftliche Lage dämpft Entwicklung am Lehrstellenmarkt“, 23. Jänner 2026. Die WKO nennt für Ende 2025 insgesamt 14.442 Lehrlinge in der Steiermark. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In einem betrieblichen Lehrverhältnis standen 13.826 Lehrlinge, ein Minus von 3,4 Prozent.
    Quelle: https://www.wko.at/stmk/news/wirtschaftliche-lage-daempft-entwicklung-am-lehrstellenmarkt

    Demografische Einordnung der Lehrlingsentwicklung:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Lehre: Warum die Zahl der Ausbildungsbetriebe wirklich sinkt“. Die WKO ordnet den Rückgang der Lehrlingszahlen vor allem demografisch ein und verweist darauf, dass es laut Statistik Austria heute gut 235.000 weniger Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren gibt als vor 45 Jahren.
    Quelle: https://www.wko.at/oe/news/medienservice-lehre-warum-zahl-ausbildungsbetriebe-wirklich-sink

    Fachkräftemangel trotz schwacher Wirtschaft:
    Wirtschaftskammer Österreich, „WKO Fachkräfte-Radar: Gemeinsam Fachkräfte sichern“. Die WKO verweist darauf, dass die Suche nach Arbeits- und Fachkräften trotz schwacher Wirtschaftsleistung eine zentrale Herausforderung bleibt.
    Quelle: https://www.wko.at/fachkraefte/arbeitskraefteradar

    Förderungen für Lehrbetriebe:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Förderungen für Lehrbetriebe“. Die Übersicht nennt unter anderem Förderungen rund um zusätzliche Berufsschulstufen, Weiterbildung von Ausbilderinnen und Ausbildern sowie weitere Unterstützungsmaßnahmen in der Lehrlingsausbildung.
    Quelle: https://www.wko.at/lehre/gesamtuebersicht-foerderarten-lehre

    Basisförderung für Lehrbetriebe:
    Wirtschaftskammer Österreich, „Basisförderung“. Die WKO beschreibt die Basisförderung als Förderung der Ausbildung eines Lehrlings über ein Lehrjahr. Die Förderung wird nach Ablauf des jeweiligen Lehrjahres gewährt.
    Quelle: https://www.wko.at/lehre/basisfoerderung

    Uni-Budgetdebatte als Vergleich zur öffentlichen Sichtbarkeit:
    ORF.at, „Sparpläne bringen Tausende auf die Straße“, 27. Mai 2026. Der ORF berichtet über Demonstrationen gegen geplante Kürzungen im Universitätsbudget.
    Quelle: https://orf.at/stories/3431550/

  • Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Kurz & Knapp: Das Wichtigste für Eltern

    • Der Gehalts-Check: Absolventen einer Lehre starten im Median mit 2.615 € brutto (1,5 Jahre nach Abschluss) – und liegen damit oft über rein schulischen Einstiegsgehältern.
    • Praxis schlägt Theorie: Unternehmen zahlen für sofortige Einsetzbarkeit. Der „Praxis-Vorsprung“ der Lehre macht sich direkt am Konto bemerkbar.
    • Karriere-Mythos: Ein Studium ist kein Garant für Reichtum, eine Lehre keine Einkommensgrenze. Meister und Spezialisten erreichen oft akademische Gehaltsniveaus.
    • Zukunftssicherheit: Fachkräfte in Technik, Handwerk und IT sind strukturell krisenfest – auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

    Lehre oder weiter in die Schule – kaum eine Entscheidung wird in Familien intensiver diskutiert. Es geht um Talente, Interessen, Zukunftsperspektiven – und nicht zuletzt um Einkommen.

    Wie sich das Einstiegsgehalt nach unterschiedlichen Ausbildungswegen tatsächlich entwickelt, zeigt das Bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Die aktuellen Auswertungen machen deutlich: Die Einkommensrealität nach Ausbildungsende ist differenzierter, als viele Eltern vermuten.

    Ausbildungsentscheidung: Was bedeutet das finanziell?

    AHS? BHS? Oder doch eine Lehre? Viele Eltern gehen davon aus, dass mehr Schuljahre automatisch zu einem höheren Einstiegsgehalt führen. Die aktuellen Auswertungen der Statistik Austria zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.

    Einstiegsgehalt nach der Lehre: Was sagen die Zahlen?

    Personen mit Lehrabschluss verdienen eineinhalb Jahre nach Ausbildungsende im Median 2.615 Euro brutto.

    Warum das viele überrascht: > Der Arbeitsmarkt bewertet nicht nur die Dauer einer Ausbildung, sondern deren unmittelbare wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wer eine Lehre absolviert, bringt Jahre an praktischer Erfahrung mit. Das bedeutet für Betriebe: kürzere Einschulung, sofortige Produktivität.

    Der Arbeitsmarkt bezahlt nicht nur Zeugnisse. Er bezahlt Können.

    Einkommen im Lebensverlauf: Holen Studienabsolventen auf?

    Eine zentrale Sorge vieler Eltern lautet: „Verdient mein Kind später als Akademiker nicht doch viel mehr?“

    Es stimmt: In manchen Branchen können akademische Laufbahnen eine steilere Kurve zeigen. Doch auch dieser Vergleich darf nicht einseitig betrachtet werden.

    Ein Lehrabsolvent verdient früher, sammelt Beitragsjahre und kann sich über Meisterprüfung, Werkmeisterausbildung, Spezialisierungen oder Selbstständigkeit ebenfalls deutlich weiterentwickeln. Technische Meister oder erfolgreiche Unternehmer erreichen Einkommensniveaus, die mit akademischen Karrieren druchaus vergleichbar sind.

    Ein akademischer Titel ist kein Einkommensversprechen.
    Und ein Lehrabschluss ist keine Einkommensgrenze.

    Entscheidend sind Branche, Weiterentwicklung, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – nicht allein der formale Abschluss.

    Arbeitsmarkt und Zukunftsperspektive: Wie stabil ist die Lehre?

    Neben dem Gehalt spielt für Eltern auch die Frage nach Sicherheit eine große Rolle. Wie schnell findet mein Kind nach der Ausbildung eine Anstellung?

    Die duale Ausbildung bietet hier klare Vorteile. Lehrabsolventen sind in der Regel rasch im ersten Job, weil praxisnahe Fachkräfte in vielen Branchen dringend gesucht werden – von Technik über Handwerk bis IT und Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist hoch und strukturell stabil.

    Welche Fragen sollten Eltern bei der Ausbildungsentscheidung stellen?

    Die Wahl zwischen Lehre und Studium ist keine Frage von höher oder niedriger, sondern von Passung.

    Eltern sollten sich fragen:

    • Lernt mein Kind besser theoretisch oder praktisch?
    • Entwickelt es Motivation im direkten Arbeitsumfeld?
    • Welche Branchen bieten langfristige Stabilität?
    • Welche Weiterbildungswege stehen später offen?
    • Ist frühe finanzielle Unabhängigkeit ein wichtiger Faktor?

    Und es wird nicht einfacher – denn Künstliche Intelligenz verändert die Berufswelt

    Während KI viele Büroberufe verändert, bleibt das handwerkliche und technische Können einer Lehre eine krisensichere Konstante. Gerade deshalb wird die Ausbildungsentscheidung anspruchsvoller – und zugleich klarer:

    Nicht der Titel entscheidet. Sondern Kompetenz, Flexibilität – und die Frage: Was passt wirklich zu meinem Kind?

    Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Arbeitswelt der Zukunft und Ausbildung in Zeiten von KI.

    Was KI für klassische Ausbildungswege bedeutet, haben wir bereits analysiert – etwa in unserem Beitrag
    „Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?“

    Ihr Fazit: Talent vor Titel? Geld ist eine wichtige Basis, aber die Leidenschaft für das Tun ist der wahre Karrieremotor. Hat die Lehre in Ihrer Familie bereits für Überraschungen gesorgt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

    Quelle und Datenbasis: Die im Beitrag genannten Einkommenszahlen stammen aus dem Bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Das Monitoring analysiert Erwerbsverläufe und Einkommensentwicklungen nach unterschiedlichen Ausbildungswegen in Österreich und basiert auf registerbasierten Daten.

    Weitere Informationen unter:
    www.statistik.at (Bereich Bildung / Erwerbskarrierenmonitoring)

  • Neues Bildungs- und Berufsorientierungsportal für die Steiermark

    Neues Bildungs- und Berufsorientierungsportal für die Steiermark


    Was soll ich werden

    Seit dem 30. September 2025 ist die Steiermark um eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsentscheidungen reicher: www.waswerden.info bündelt ab sofort alle Angebote zur Bildungs- und Berufsorientierung – von Bildungsmessen über Interessenstests bis zu Beratungsstellen. Das Online-Portal ist kostenlos, regional filterbar und richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Menschen im beruflichen Umbruch.


    Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark auf einen Blick

    Das Herzstück der Plattform ist der digitale Angebotskatalog, der bisher nur in gedruckter Form verfügbar war. Nutzerinnen und Nutzer finden hier:

    • Infos zu Bildungsmessen und Veranstaltungen
    • Berufswahl- und Interessenstests
    • Weiterbildungsangebote in allen sieben steirischen Regionen
    • Beratungsstellen für Karriere, Umschulung oder Wiedereinstieg

    Besonders hervorgehoben wird die einfache Navigation, eine klare Bildsprache und die niederschwellige Sprache, die den Zugang erleichtern.


    „Gemeinsam in der Region was werden“

    Das Portal ist ein Gemeinschaftsprojekt aller sieben steirischen Regionen, finanziert aus Mitteln des Landes Steiermark. Trägerorganisation ist die Region Oststeiermark.

    Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (Region Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland) betont:

    „Das Projekt zeigt, wie stark die steirischen Regionen zusammenarbeiten, wenn es um die Zukunft unserer Bevölkerung geht. Mit waswerden.info schaffen wir ein Portal, wo Bildungs- und Berufsorientierung starten kann.“

    Regionale Ansprechpersonen für Bildungs- und Berufsorientierung in der Stmk. mit LH-Stellvertreterin Manuela

    Khom beim WasWerden-Auftakt in Fohnsdorf © Regionalmanagement Murau-Murtal


    Regionale Perspektiven im Fokus

    Im Steirischen Vulkanland liegt ein Schwerpunkt auf Erwachsenen, die sich weiterbilden, neu orientieren oder wieder in den Beruf einsteigen möchten.

    Der stellvertretende Regionsvorsitzende LAbg. Franz Fartek erklärt:

    „Es ist uns besonders wichtig, über die neue Plattform auch die regionalen Chancen in Bildung und Beruf zu zeigen. Kennt man diese, profitiert am Ende die ganze Region.“

    👉 Ende des Jahres findet im Vulkanland ein Informationsabend zu Weiterbildung und beruflicher Veränderungstatt. Details folgen auf www.vulkanland.at.

    Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (2. v.l.) und Stellvertreter LAbg. Franz Fartek mit Vertreter:innen des

    Regionalmanagements Steirisches Vulkanland © Simon Fortmüller / Steirisches Vulkanland


    Politische Unterstützung für das Bildungsportal

    Bei der Auftaktveranstaltung im Schulungszentrum Fohnsdorf betonte LH-Stellvertreterin Manuela Khom die Bedeutung von waswerden.info:

    „Mit waswerden.info schaffen wir eine wichtige Navigationshilfe im Bildungsbereich. Gut informierte und ausgebildete Menschen sind die beste Investition in die Zukunft unseres Landes.“


    Fazit: Ein neuer Startpunkt für Bildung und Beruf in der Steiermark

    Mit waswerden.info gibt es ab sofort eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark. Sie erleichtert Jugendlichen, Eltern, Erwachsenen und Menschen im beruflichen Umbruch den Zugang zu Bildung, Weiterbildung und Berufsberatung – und stärkt gleichzeitig die Regionen.

    👉 Jetzt entdecken: www.waswerden.info