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  • Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Beim Einkommen überrascht die Lehre.

    Kurz & Knapp: Das Wichtigste für Eltern

    • Der Gehalts-Check: Absolventen einer Lehre starten im Median mit 2.615 € brutto (1,5 Jahre nach Abschluss) – und liegen damit oft über rein schulischen Einstiegsgehältern.
    • Praxis schlägt Theorie: Unternehmen zahlen für sofortige Einsetzbarkeit. Der „Praxis-Vorsprung“ der Lehre macht sich direkt am Konto bemerkbar.
    • Karriere-Mythos: Ein Studium ist kein Garant für Reichtum, eine Lehre keine Einkommensgrenze. Meister und Spezialisten erreichen oft akademische Gehaltsniveaus.
    • Zukunftssicherheit: Fachkräfte in Technik, Handwerk und IT sind strukturell krisenfest – auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

    Lehre oder weiter in die Schule – kaum eine Entscheidung wird in Familien intensiver diskutiert. Es geht um Talente, Interessen, Zukunftsperspektiven – und nicht zuletzt um Einkommen.

    Wie sich das Einstiegsgehalt nach unterschiedlichen Ausbildungswegen tatsächlich entwickelt, zeigt das Bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Die aktuellen Auswertungen machen deutlich: Die Einkommensrealität nach Ausbildungsende ist differenzierter, als viele Eltern vermuten.

    Ausbildungsentscheidung: Was bedeutet das finanziell?

    AHS? BHS? Oder doch eine Lehre? Viele Eltern gehen davon aus, dass mehr Schuljahre automatisch zu einem höheren Einstiegsgehalt führen. Die aktuellen Auswertungen der Statistik Austria zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.

    Einstiegsgehalt nach der Lehre: Was sagen die Zahlen?

    Personen mit Lehrabschluss verdienen eineinhalb Jahre nach Ausbildungsende im Median 2.615 Euro brutto.

    Warum das viele überrascht: > Der Arbeitsmarkt bewertet nicht nur die Dauer einer Ausbildung, sondern deren unmittelbare wirtschaftliche Verwertbarkeit. Wer eine Lehre absolviert, bringt Jahre an praktischer Erfahrung mit. Das bedeutet für Betriebe: kürzere Einschulung, sofortige Produktivität.

    Der Arbeitsmarkt bezahlt nicht nur Zeugnisse. Er bezahlt Können.

    Einkommen im Lebensverlauf: Holen Studienabsolventen auf?

    Eine zentrale Sorge vieler Eltern lautet: „Verdient mein Kind später als Akademiker nicht doch viel mehr?“

    Es stimmt: In manchen Branchen können akademische Laufbahnen eine steilere Kurve zeigen. Doch auch dieser Vergleich darf nicht einseitig betrachtet werden.

    Ein Lehrabsolvent verdient früher, sammelt Beitragsjahre und kann sich über Meisterprüfung, Werkmeisterausbildung, Spezialisierungen oder Selbstständigkeit ebenfalls deutlich weiterentwickeln. Technische Meister oder erfolgreiche Unternehmer erreichen Einkommensniveaus, die mit akademischen Karrieren druchaus vergleichbar sind.

    Ein akademischer Titel ist kein Einkommensversprechen.
    Und ein Lehrabschluss ist keine Einkommensgrenze.

    Entscheidend sind Branche, Weiterentwicklung, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – nicht allein der formale Abschluss.

    Arbeitsmarkt und Zukunftsperspektive: Wie stabil ist die Lehre?

    Neben dem Gehalt spielt für Eltern auch die Frage nach Sicherheit eine große Rolle. Wie schnell findet mein Kind nach der Ausbildung eine Anstellung?

    Die duale Ausbildung bietet hier klare Vorteile. Lehrabsolventen sind in der Regel rasch im ersten Job, weil praxisnahe Fachkräfte in vielen Branchen dringend gesucht werden – von Technik über Handwerk bis IT und Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist hoch und strukturell stabil.

    Welche Fragen sollten Eltern bei der Ausbildungsentscheidung stellen?

    Die Wahl zwischen Lehre und Studium ist keine Frage von höher oder niedriger, sondern von Passung.

    Eltern sollten sich fragen:

    • Lernt mein Kind besser theoretisch oder praktisch?
    • Entwickelt es Motivation im direkten Arbeitsumfeld?
    • Welche Branchen bieten langfristige Stabilität?
    • Welche Weiterbildungswege stehen später offen?
    • Ist frühe finanzielle Unabhängigkeit ein wichtiger Faktor?

    Und es wird nicht einfacher – denn Künstliche Intelligenz verändert die Berufswelt

    Während KI viele Büroberufe verändert, bleibt das handwerkliche und technische Können einer Lehre eine krisensichere Konstante. Gerade deshalb wird die Ausbildungsentscheidung anspruchsvoller – und zugleich klarer:

    Nicht der Titel entscheidet. Sondern Kompetenz, Flexibilität – und die Frage: Was passt wirklich zu meinem Kind?

    Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Junge Menschen sitzen neben einem humanoiden Roboter – Symbolbild für künstliche Intelligenz, Arbeitswelt der Zukunft und Ausbildung in Zeiten von KI.

    Was KI für klassische Ausbildungswege bedeutet, haben wir bereits analysiert – etwa in unserem Beitrag
    Wenn KI alles kann – braucht es dann noch eine Lehre?“

    Ihr Fazit: Talent vor Titel? Geld ist eine wichtige Basis, aber die Leidenschaft für das Tun ist der wahre Karrieremotor. Hat die Lehre in Ihrer Familie bereits für Überraschungen gesorgt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

    Quelle und Datenbasis: Die im Beitrag genannten Einkommenszahlen stammen aus dem Bildungsbezogenen Erwerbskarrierenmonitoring (BiBer) von Statistik Austria. Das Monitoring analysiert Erwerbsverläufe und Einkommensentwicklungen nach unterschiedlichen Ausbildungswegen in Österreich und basiert auf registerbasierten Daten.

    Weitere Informationen unter:
    www.statistik.at (Bereich Bildung / Erwerbskarrierenmonitoring)

  • Neues Bildungs- und Berufsorientierungsportal für die Steiermark

    Neues Bildungs- und Berufsorientierungsportal für die Steiermark


    Was soll ich werden

    Seit dem 30. September 2025 ist die Steiermark um eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsentscheidungen reicher: www.waswerden.info bündelt ab sofort alle Angebote zur Bildungs- und Berufsorientierung – von Bildungsmessen über Interessenstests bis zu Beratungsstellen. Das Online-Portal ist kostenlosregional filterbar und richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Menschen im beruflichen Umbruch.


    Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark auf einen Blick

    Das Herzstück der Plattform ist der digitale Angebotskatalog, der bisher nur in gedruckter Form verfügbar war. Nutzerinnen und Nutzer finden hier:

    • Infos zu Bildungsmessen und Veranstaltungen
    • Berufswahl- und Interessenstests
    • Weiterbildungsangebote in allen sieben steirischen Regionen
    • Beratungsstellen für Karriere, Umschulung oder Wiedereinstieg

    Besonders hervorgehoben wird die einfache Navigation, eine klare Bildsprache und die niederschwellige Sprache, die den Zugang erleichtern.


    „Gemeinsam in der Region was werden“

    Das Portal ist ein Gemeinschaftsprojekt aller sieben steirischen Regionen, finanziert aus Mitteln des Landes Steiermark. Trägerorganisation ist die Region Oststeiermark.

    Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (Region Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland) betont:

    „Das Projekt zeigt, wie stark die steirischen Regionen zusammenarbeiten, wenn es um die Zukunft unserer Bevölkerung geht. Mit waswerden.info schaffen wir ein Portal, wo Bildungs- und Berufsorientierung starten kann.“

    Regionale Ansprechpersonen für Bildungs- und Berufsorientierung in der Stmk. mit LH-Stellvertreterin Manuela

    Khom beim WasWerden-Auftakt in Fohnsdorf © Regionalmanagement Murau-Murtal


    Regionale Perspektiven im Fokus

    Im Steirischen Vulkanland liegt ein Schwerpunkt auf Erwachsenen, die sich weiterbildenneu orientieren oder wieder in den Beruf einsteigen möchten.

    Der stellvertretende Regionsvorsitzende LAbg. Franz Fartek erklärt:

    „Es ist uns besonders wichtig, über die neue Plattform auch die regionalen Chancen in Bildung und Beruf zu zeigen. Kennt man diese, profitiert am Ende die ganze Region.“

    👉 Ende des Jahres findet im Vulkanland ein Informationsabend zu Weiterbildung und beruflicher Veränderungstatt. Details folgen auf www.vulkanland.at.

    Regionsvorsitzender LAbg. Michael Wagner (2. v.l.) und Stellvertreter LAbg. Franz Fartek mit Vertreter:innen des

    Regionalmanagements Steirisches Vulkanland © Simon Fortmüller / Steirisches Vulkanland


    Politische Unterstützung für das Bildungsportal

    Bei der Auftaktveranstaltung im Schulungszentrum Fohnsdorf betonte LH-Stellvertreterin Manuela Khom die Bedeutung von waswerden.info:

    „Mit waswerden.info schaffen wir eine wichtige Navigationshilfe im Bildungsbereich. Gut informierte und ausgebildete Menschen sind die beste Investition in die Zukunft unseres Landes.“


    Fazit: Ein neuer Startpunkt für Bildung und Beruf in der Steiermark

    Mit waswerden.info gibt es ab sofort eine zentrale Plattform für Bildungs- und Berufsorientierung in der Steiermark. Sie erleichtert Jugendlichen, Eltern, Erwachsenen und Menschen im beruflichen Umbruch den Zugang zu Bildung, Weiterbildung und Berufsberatung – und stärkt gleichzeitig die Regionen.

    👉 Jetzt entdecken: www.waswerden.info