Schlagwort: Berufsbildung

  • WorldSkills 2026: Steirisches Trio ausgezeichnet

    WorldSkills 2026: Steirisches Trio ausgezeichnet

    Vier Silbermedaillen, sechs Bronzemedaillen und 20 „Medallions for Excellence“: So lautet Österreichs Bilanz bei den WorldSkills 2026 in Shanghai. Drei dieser Auszeichnungen gingen in die Steiermark – an Anna Tritscher, Paul Bürki und Julia Kaufmann. Zwei steirische Trainer begleiteten zudem österreichische Teilnehmer zu Silber.

    Drei steirische Talente im Spitzenfeld

    Zwölf junge Fachkräfte aus der Steiermark waren in Shanghai am Start. Drei von ihnen erhielten eine „Medallion for Excellence“: Anna Tritscher, Paul Bürki und Julia Kaufmann. Auch die neun anderen haben Österreich auf der größten Bühne ihres Berufs vertreten.

    Anna Tritscher aus Schladming erreichte im Einzelhandel Platz vier. Die Mitarbeiterin von Sport Tritscher musste in wechselnden Verkaufssituationen beraten, auf Einwände reagieren und auch bei unerwarteten Problemen den Überblick behalten.

    Paul Bürki aus Fürstenfeld belegte im Grafikdesign Platz fünf. Der Schüler der HTBLVA Graz-Ortweinschule entwickelte unter Zeitdruck mehrere Gestaltungskonzepte – von der Idee bis zur druckfähigen Umsetzung.

    Julia Kaufmann aus Hart bei Graz erreichte in der Mode-Technologie Platz 15. Die Schülerin der Modeschule Graz entwarf und fertigte Kleidungsstücke unter den strengen Zeitvorgaben des Wettbewerbs.

    Alle drei erhielten eine „Medallion for Excellence“. Sie wird für Leistungen ab 700 von 800 möglichen Punkten vergeben. Auch zwei steirische Experten waren an Silbererfolgen beteiligt: Andreas Stiegler betreute den oberösterreichischen Fliesenleger Andreas Landl, Christoph Pessl den Vorarlberger Maler Luca Ladler.

    Österreichs Medaillengewinner in Shanghai

    Insgesamt holte Team Austria vier Silber- und sechs Bronzemedaillen. Dazu kamen 20 „Medallions for Excellence“. In der Nationenwertung belegte Österreich damit Platz sieben weltweit und war hinter der Schweiz und Frankreich das drittbeste europäische Team.

    • Silber: Andreas Landl (Fliesenlegen), Marcel Riener (Sanitär- und Heizungstechnik), Luca Ladler (Maler) und Vincent Track (Wassertechnologie).
    • Bronze: Luca Reitböck (Zimmerei), Keanu Frick (Maschinenbautechnik), Julian Gintner und Michael Pomassl gemeinsam im Betonbau, René Bitschnau (Chemielabortechnik), Benedikt Pritz (Schienenfahrzeugtechnik) und Jonas Baltuska (Optoelektronik).

    Die Ergebnisse zeigen auch, wie unterschiedlich die Wege zu beruflichem Können aussehen können: Unter den Ausgezeichneten sind Lehrlinge, Beschäftigte und Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen. ots.at

    ZUKUNFT MEISTERN gratuliert dem gesamten Team Austria. Wir sind stolz auf alle, die Österreich in Shanghai vertreten haben – und über Anna, Paul und Julia sowie die beiden steirischen Trainer freuen wir uns natürlich ganz besonders.

    Quelle: SkillsAustria/Wirtschaftskammer Österreich: Ergebnisse der WorldSkills 2026, 27. September 2026.

  • Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Auslandspraktikum in der Lehre: Rekordzahlen – und ab 2027 wieder mit Großbritannien

    Erasmus+ in Österreich: 1.715 bewilligte Mobilitäten für Lehrlinge

    Internationale Erfahrung ist längst kein Privileg von Studierenden mehr. Laut der nationalen Agentur OeAD, die das EU-Programm Erasmus+ in Österreich umsetzt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.715 Mobilitäten von Lehrlingen im Rahmen von Erasmus+ bewilligt – so viele wie noch nie seit Beginn des Programms im Jahr 1995.

    Diese Zahl markiert einen Wendepunkt: Auslandspraktika während der Lehrzeit entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil moderner Berufsbildung in Österreich.

    Wie das konkret aussehen kann, zeigt unser Praxisbeispiel aus dem Jahr 2025 mit drei Lehrlingen des Unternehmens KNAPP.


    Seit 2022 begleiten wir das Thema Auslandspraktikum in der Lehre

    Als wir 2022 erstmals mit Martin Kahr über Erasmus+-Mobilitäten gesprochen haben, war Ausland während der Lehrzeit für viele Eltern noch erklärungsbedürftig.

    Heute ist die Diskussion eine andere.

    Mehr Betriebe öffnen sich für internationale Mobilität.
    Mehr Berufsschulen integrieren Projekte strukturiert in den Ausbildungsalltag.
    Und immer mehr Familien fragen nicht mehr, ob es möglich ist – sondern wie.

    In der Steiermark begleitet das Projekt Young Styrians GO Europe! getragen von der Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Lehrlinge bei Antragstellung, Organisation und Vorbereitung eines Erasmus+-Praktikums.

    Was 2022 noch Impuls war, ist heute Struktur.


    Was ist ein Erasmus+ Auslandspraktikum für Lehrlinge?

    Ein Erasmus+-Auslandspraktikum ermöglicht Lehrlingen, mehrere Wochen Berufserfahrung in einem europäischen Betrieb zu sammeln.

    Wichtig für Eltern:

    • Lehrlinge bleiben im österreichischen Lehrbetrieb angemeldet und versichert.
    • Die Lehrlingsentschädigung wird weiterhin ausbezahlt.
    • Fördermittel für Reise- und Aufenthaltskosten können beantragt werden.
    • Der Aufenthalt kann im Einvernehmen mit Betrieb und Berufsschule als Teil der Ausbildung anerkannt werden.

    Es ist kein Sprung ins Ungewisse – sondern ein begleiteter Schritt.


    Großbritannien ab 2027 wieder Teil von Erasmus+

    Ab 2027 soll Großbritannien wieder als assoziiertes Partnerland am Erasmus+-Programm teilnehmen. Damit ist vorgesehen, dass Mobilitäten in der Berufsbildung – also auch für Lehrlinge – wieder im regulären europäischen Rahmen möglich werden.

    Nach dem Brexit war das Vereinigte Königreich mehrere Jahre nicht Teil des Programms. Mit der geplanten Wiederbeteiligung erweitert sich das Spektrum möglicher Zielländer erneut – insbesondere im englischsprachigen Raum.

    Für viele Eltern ist genau dieser Punkt entscheidend.


    Warum Auslandserfahrung in der Lehre Karrierechancen stärkt

    Ein Auslandspraktikum stärkt Sprachkompetenz, Selbstständigkeit, interkulturelles Verständnis und berufliche Sicherheit.

    Vor allem aber stärkt es eines:

    Selbstvertrauen.

    Und das entsteht oft dort, wo junge Menschen ihre Komfortzone verlassen – begleitet, aber eigenständig.


    Auslandserfahrung ist keine Frage des Ausbildungswegs

    Seit 2022 begleiten wir dieses Thema.

    Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder „die Welt sehen“. Und was sich verändert hat, ist nicht nur die Zahl der Mobilitäten.
    Es ist die Selbstverständlichkeit. Internationale Erfahrung hängt nicht davon ab, welchen Weg jemand für seine Ausbildung wählt. Man muss kein Gymnasium besuchen, um internationale Praxis zu sammeln.

    Auch in der Lehre – ab 16 Jahren – kann dieser Schritt möglich sein.
    Und genau das zeigt, wie sehr sich dieser Bildungsweg verändert hat – strukturierter, internationaler und selbstbewusster als noch vor wenigen Jahren.


    🔵 Service für Eltern: Ansprechpartner für Auslandspraktika in der Lehre

    Young Styrians GO Europe! (Steiermark) https://www.youngstyrians.com/
    OeAD – Nationale Agentur für Erasmus+ in Österreich
    Bereich Berufsbildung https://erasmusplus.oead.at/de/ Erster Schritt: Gespräch mit dem Lehrbetrieb oder der Berufsschule führen und nach Erasmus+-Mobilitäten fragen.


  • EuroSkills 2025:

    EuroSkills 2025:


    Österreich stellt das größte Team Europas

    Österreich geht auch 2025 als klare Nummer eins ins Rennen: Mit 44 jungen Fachkräften stellt Rot-Weiß-Rot das größte Team Europas bei den EuroSkills 2025 in Herning, Dänemark. Von 9. bis 13. September zeigen die besten Absolvent:innen von Lehre und berufsbildenden Schulen, wie viel Potenzial in unserer Ausbildung steckt – und dass die Lehre ein Sprungbrett für eine erfolgreiche Zukunft ist.

    Die Steiermark ist stark vertreten

    Besonders stolz ist ZUKUNFT MEISTERN, dass 10 Teilnehmer aus der Steiermark dabei sind, die ihre Fähigkeiten in Dänemark präsentieren. Sie stehen stellvertretend für die Qualität der steirischen Berufsbildung – von Technik über Handwerk bis zu digitalen Berufen. Zwei Steirer:innen treten zudem bei den eigenständigen Independent Skills Championships Europe (ISCE) an.

    Teamgeist, Können und Zukunftschancen

    „EuroSkills ist weit mehr als ein Wettkampf um Medaillen – es ist eine Bühne, auf der das gesamte europäische Berufsbildungssystem seine Stärke zeigt. Unsere 44 jungen Talente verkörpern jene Fähigkeiten, die unsere Wirtschaft heute und morgen braucht! Sie stehen stellvertretend für die hohe Qualität unserer Ausbildung und für ein System, das jungen Menschen Perspektiven gibt“, betont Josef Herk, Präsident von SkillsAustria.

    Hinter jedem der 44 Teilnehmer:innen stehen Monate intensiver Vorbereitung, Trainings und unzählige Stunden Einsatz. Genau das beweist: Wer eine Lehre in Österreich absolviert, hat die Chance, international durchzustarten. Bereits in den vergangenen Jahren konnten junge Österreicher:innen bei den EuroSkills glänzen – mit mehr als 159 Medailleninsgesamt zählt Österreich zu den erfolgreichsten Nationen Europas.

    Warum EuroSkills ein Vorbild ist

    Was in Herning passiert, zeigt im Kleinen, was für die ganze Wirtschaft gilt:

    • Die duale Ausbildung schafft Fachkräfte mit internationaler Anerkennung.
    • Teamwork und Praxisbezug machen Lehrlinge zu gefragten Expert:innen.
    • Lehre ist Karriere – von der Werkbank bis zur internationalen Bühne.

    ZUKUNFT MEISTERN: Lehre als Karrierechance

    Das Beispiel EuroSkills unterstreicht die Grundbotschaft von ZUKUNFT MEISTERN: Die Lehre ist kein Sackgassenmodell, sondern ein echtes Sprungbrett für Erfolg, Karriere und persönliche Entwicklung. Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, entscheidet sich für Zukunft.

    👉 Bleiben Sie auf dem Laufenden über EuroSkills, AustrianSkills & Co.: Besuchen Sie SkillsAustria

    • Die duale Ausbildung schafft Fachkräfte mit internationaler Anerkennung.
    • Teamwork und Praxisbezug machen Lehrlinge zu gefragten Expert:innen.
    • Lehre ist Karriere – von der Werkbank bis zur internationalen Bühne.


    👉 Mehr spannende Geschichten rund um die Lehre in der Steiermark finden Sie laufend auf unserer Plattform ZUKUNFT MEISTERN.

    alle Bilder Credit: SkillsAustria/Wieser